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Wohlbefinden von LehrerInnen der Sekundarstufe I in Integrationsklassen

Titre: Wohlbefinden von LehrerInnen der Sekundarstufe I in Integrationsklassen

Thèse de Bachelor , 2020 , 85 Pages , Note: 1

Autor:in: Susanne Steinhauser (Auteur)

Pédagogie - Le Professeur / Pédagogue
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss der unterrichtenden Tätigkeit in Integrationsklassen auf das Wohlbefinden von Lehrkräften zu erforschen. Im Zuge dessen wurde auch nach individuellen Stressbewältigungsmethoden und potenziellen Stressoren gesucht. Zur Erhebung der benötigten Informationen wurden ExpertInneninterviews mit fünf TeilnehmerInnen durchgeführt. Als ExpertInnen gelten in diesem Fall Lehrkräfte, welche im Bereich der Inklusion langjährige Erfahrung mitbringen. Zur Auswertung wurde die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring gewählt, da diese bei informatorischen ExpertInneninterviews als empfohlene Auswertungsmethode gilt. Die Ergebnisse zeigen, dass integrative Klassen als äußerst positiv wahrgenommen werden und dass die ExpertInnen mit großem Engagement jene Klassen und Kinder betreuen.

Das subjektive Wohlbefinden und folglich die Lebenszufriedenheit der Lehrkräfte ist laut den Angaben relativ hoch, wobei bei einem Teil der Befragten auf berufliche Belastung zu schließen ist. Da alle Lehrkräfte verschiedene Bewältigungsstrategien verfolgen, kann weder eindeutig ein positiver noch negativer Einfluss ihrer Tätigkeit in Integrationsklassen auf deren Wohlbefinden verzeichnet werden. Im Zuge der vorliegenden Arbeit wurde jedoch die Wichtigkeit von Stressmanagement und gesundheitsfördernden Maßnahmen für Lehrkräfte verdeutlicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretischer Teil

1. Bildung für beeinträchtigte Kinder

1.1 18. und 19. Jahrhundert

1.2 Hilfsschulen und Hilfsklassen

1.3 Integration/Exklusion im Nationalsozialismus

1.4 Zeit nach dem Nationalsozialismus

2. Integration beeinträchtigter Kinder

2.1 Integrationsklassen in Hamburg

2.2 Integration von Kindern mit Behinderung in Österreich

3. Inklusiv handeln

3.1 Gemeinsamer Unterricht

3.2 Heraus- und Überforderung

3.3 Forsa Umfrage

4. Wohlbefinden

4.1 Wohlbefinden und Gesundheit

4.2 Körperliches Wohlbefinden

4.3 Seelisches Wohlbefinden

4.4 Soziales Wohlbefinden

5. Subjektives Wohlbefinden

5.1 Subjektives Wohlbefinden und Lebensqualität

5.2 Theoretische Ansätze des subjektiven Wohlbefindens

6. Wohlbefinden am Arbeitsplatz

6.1 Belastung und Stress

6.2 Transaktionales Stressmodell

6.3 Berufliche Belastung

6.4 Berufliche Zufriedenheit

7. LehrerInnengesundheit

7.1 Risikogruppe Lehrerschaft

7.2 Bewältigungsstrategien und Prävention

7.3 Gesundheitsförderung in der Schule

III. Empirischer Teil

1. Forschungsdesign

1.1 Erhebungsmethode Expertinnen- und Experteninterview

1.2 Exploratives ExpertInneninterview

1.3 Expertinnen- und Expertenbegriff

1.4 Stichprobe

2. Leitfaden im ExpertInneninterview

2.1 Leitfaden

3. Auswertung der ExpertInneninterviews

3.1 Qualitative Inhaltsanalyse

3.2 Kategorienbildung

3.3 Paraphrasierung – Generalisierung - Reduktion

4. Ergebnisse der ExpertInneninterviews

4.1 Subjektives Wohlbefinden

4.2 Berufung

4.3 Integrationsklassen

4.4 Wohlbefinden am Arbeitsplatz

5. Fazit

5.1 Ergebnisse aus Theorie und Empirie

5.2 Beantwortung der Forschungsfrage

5.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Lehrtätigkeit in Integrationsklassen der Sekundarstufe I auf das subjektive Wohlbefinden der Lehrkräfte. Dabei wird erforscht, wie Lehrpersonen Belastungen wahrnehmen, welche individuellen Bewältigungsstrategien sie anwenden und welche Rolle die berufliche Zufriedenheit in diesem Kontext spielt.

  • Historische Entwicklung der Inklusion und Integration beeinträchtigter Kinder
  • Theoretische Grundlagen zum subjektiven Wohlbefinden und Stressmodellen
  • Qualitative Untersuchung mittels ExpertInneninterviews mit Lehrkräften
  • Analyse von Belastungsfaktoren und Bewältigungsstrategien im inklusiven Schulalltag
  • Evaluation gesundheitsfördernder Maßnahmen an Schulen

Auszug aus dem Buch

1.1 18. und 19. Jahrhundert

Bereits seit dem 16. Jahrhundert existieren vereinzelt Versuche, beeinträchtigten Kindern,spe ziell gehörlosen Kindern, eine allgemeine Bildung zu ermöglichen. Im 18. Jahrhundert gewann dieses Konzept an Popularität, sodass die ersten sogenannten Idiotenanstalten eröffneten. 1779 wurde eine solche Schule in Wien eröffnet, das Taubstummeninstitut. Des Weiteren wurdeum die gleiche Zeit in Frankreich zum Thema der Kommunikation mit Gehörlosen und zur Bildung von blinden Kindern geforscht (vgl. Eder-Gregor/Speta 2018, o. S.). Aufgrund der Philosophie der Aufklärung fand jenes Bildungsangebot großes Interesse und Unterstützung in der Bevöl kerung. In den Jahren 1778 bis 1798 kam es dann zur großflächigen Eröffnung von Taubstum menschulen in Leipzig, Paris, Berlin und auch München. Mit der Einführung der öffentlichen Taubstummenschulen wurden auch neue didaktische Überlegungen und pädagogisch professi onelle Lehrkompetenzen essenziell. Noch vor jener Reformierung galt der Unterricht gehörlo ser Kinder als oftmals privatisiert oder didaktisch fragwürdig konzipiert (vgl. Schwerdt 2019, S. 39f.). Da die Ressourcenknappheit den Taubstummeninstituten zum Verhängnis wurde,war die Integration der gehörlosen sowie der anderweitig beeinträchtigten Kinder in Regelschulen im politischen Diskurs. Infolgedessen wurde auch die damalige LehrerInnenausbildung infrage gestellt und zu einer Modernisierung veranlasst, um auch jene Kinder individuell unterstützen zu können. Der Taubstummenunterricht wurde 1842 in Österreich verallgemeinert und einge führt, wobei dieses Konzept aufgrund hagelnder Kritik nur bis 1870 seine Berechtigung fand, auch da es ab jenem Zeitpunkt zu einer Trennung der VolksschullehrerInnen und der Gehörlo senlehrerInnen kam (vgl. Schwerdt 2019, S. 41f.).

Vor allem in den eigenen Reihen wurde die Verallgemeinerungsbewegung kritisch betrachtet. Aufgrund der Andersartigkeit der Lerngruppen und Lernräume wurde der Versuch der Integra tion gehörloser Kinder in den Regelschulbereich von Teilen der Taubstummenlehrerschaft ab gelehnt. Auch die unzureichenden Qualifikationen der Volksschullehrkräfte wurden als kritisch erachtet. Des Weiteren wurde die unprofessionelle Methodik der VolksschullehrerInnen im Umgang mit den gehörlosen Kindern als negativ empfunden (vgl. ebd., S. 94).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bildung für beeinträchtigte Kinder: Dieses Kapitel rekonstruiert die historische Entwicklung der Beschulung beeinträchtigter Kinder vom 18. Jahrhundert bis zur Zeit nach dem Nationalsozialismus.

2. Integration beeinträchtigter Kinder: Hier werden die Entstehung und Entwicklung der Integrationsklassen, insbesondere in Hamburg und Österreich, thematisiert.

3. Inklusiv handeln: Dieses Kapitel beschreibt Anforderungen an Lehrkräfte in inklusiven Systemen, inklusive der Herausforderungen und Ergebnisse der Forsa-Umfragen.

4. Wohlbefinden: Hier erfolgt eine theoretische Einbettung und Definition der Begriffe Wohlbefinden sowie deren Teilbereiche wie körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden.

5. Subjektives Wohlbefinden: Dieses Kapitel widmet sich Edward Dieners theoretischen Ansätzen (Bottom-up, Diskrepanz- und Top-down-Ansatz) des subjektiven Wohlbefindens.

6. Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Hier werden arbeitsplatzbezogene Belastungen, Stressmodelle und Aspekte der beruflichen Zufriedenheit theoretisch analysiert.

7. LehrerInnengesundheit: Das Kapitel beleuchtet das Burn-out-Risiko bei Lehrkräften, Belastungsfaktoren und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung in der Schule.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Integrationsklasse, Lehrkräfte, Wohlbefinden, subjektives Wohlbefinden, LehrerInnengesundheit, Stressmanagement, berufliche Belastung, Arbeitszufriedenheit, Burn-out, qualitative Inhaltsanalyse, Sekundarstufe I, Bildungswissenschaft, schulische Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der unterrichtenden Tätigkeit in Integrationsklassen und dem subjektiven Wohlbefinden von Lehrkräften in der Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören Inklusionspädagogik, Lehrergesundheit, Stressmanagement-Methoden sowie die Analyse von Arbeitsbelastungen im inklusiven Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern werden Lehrkräfte von ihrer unterrichtenden und unterstützenden Tätigkeit in einer Integrationsklasse, der Sekundarstufe I, in ihrem subjektiven Wohlbefinden beeinflusst?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring basierend auf fünf ExpertInneninterviews mit langjährig erfahrenen Lehrkräften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Wohlbefinden, Stress und Inklusion sowie einen empirischen Teil mit der Auswertung der geführten Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, Integrationsklasse, LehrerInnengesundheit, subjektives Wohlbefinden, Stressmanagement und berufliche Belastung.

Wie bewerten die befragten Experten die Arbeit in Integrationsklassen?

Die befragten Lehrkräfte stehen dem Konzept der Integrationsklassen durchwegs positiv gegenüber, betonen jedoch die Herausforderungen durch hohe Belastungen und teilweise mangelnde Unterstützung.

Welchen Stellenwert nimmt die Work-Life-Balance für die Befragten ein?

Die meisten befragten Lehrkräfte berichten von Schwierigkeiten bei der strikten Trennung von Berufs- und Privatleben, da Planungstätigkeiten häufig in die Freizeit fallen.

Welche Rolle spielen persönliche Ressourcen bei der Stressbewältigung?

Persönliche Ressourcen wie familiäre Unterstützung und sportlicher Ausgleich werden als essenziell identifiziert, um die beruflichen Belastungen im Schulalltag erfolgreich zu bewältigen.

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Résumé des informations

Titre
Wohlbefinden von LehrerInnen der Sekundarstufe I in Integrationsklassen
Université
University of Graz  (Erziehungs- und Bildungswissenschaft)
Note
1
Auteur
Susanne Steinhauser (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
85
N° de catalogue
V1118613
ISBN (ebook)
9783346482907
ISBN (Livre)
9783346482914
Langue
allemand
mots-clé
wohlbefinden lehrerinnen sekundarstufe integrationsklassen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susanne Steinhauser (Auteur), 2020, Wohlbefinden von LehrerInnen der Sekundarstufe I in Integrationsklassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1118613
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