Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sciences infirmières - Divers

Pflege und Kommunikation bei Menschen mit Locked-in-Syndrom

Titre: Pflege und Kommunikation bei Menschen mit Locked-in-Syndrom

Mémoire (de fin d'études) , 2017 , 34 Pages , Note: Sehr Gut

Autor:in: Ines Schwab (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Arbeit wird das relativ seltene Krankheitsbild des Locked-in-Syndroms beschrieben, mit all seinen pflegerischen Problemen. Ein Großteil unserer Gesellschaft weiß nicht, warum dies auftritt, was in den Betroffenen vorgeht oder ob diese kommunizieren können. All diese Fragen werden in meiner Fachbereichsarbeit behandelt. Betroffene fühlen sich „wie in sich eingeschlossen“, da das Verständnis noch vorhanden ist und auch lesen möglich ist, jedoch können sie sich nicht verbal äußern. Gefangener im eigenen Körper zu sein und dies bei vollem Bewusstsein mitzubekommen, ist ein Umstand, der niemanden kalt lässt. Pflegeschwerpunkte auf einer Intensivstation wie Atmung, Ernährung, Mobilisation und die Prophylaxen, um schwerwiegende Probleme zu meiden, unterscheiden sich kaum von einem normal intensivpflichtigen Patienten, was jedoch nicht heißt, das diese unwichtig sind. Ganz im Gegenteil, all diese Faktoren sind für das überleben des Betroffenen wichtig.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medizinische Grundlagen des Locked-in-Syndroms

2.1 Definition

2.1.1 Inkomplettes LiS

2.1.2 Totales LiS

2.1.3 Klassisches LiS

2.2 Ursache und Symptome

2.3 Differentialdiagnose

2.4 Therapie und Prognose

2.5 Historischer Hintergrund

3. Pflegerische Schwerpunkte beim Locked-in-Patienten auf der Intensivstation.

3.1 Atmung

3.2 Ernährung

3.3 Mobilisation

3.4 Prophylaxen

4. Therapiekonzepte für Betroffene

4.1 Therapiekonzept nach Bobath

4.1.1 Entwicklung

4.1.2 Was bedeutet Bewegung?

4.1.3 Häufigste Probleme und Gegenmaßnahmen

4.1.4 Betroffenen bewegen und mobilisieren

4.2 Basale Stimulation

4.2.1 Definition und Entwicklung

4.2.2 Wahrnehmung

4.2.3 Professionelle Berührung

5. Kommunikation

5.1 Kommunikation auf der Intensivstation

5.2 Kommunikation bei LiS-Patienten

5.2.1 Allgemeines

5.2.2 Kommunizieren per „Badekappe“

5.2.3 Zukunftsvision - Chip im Gehirn

5.3 Die Geschichte von Karl-Heinz Pantke

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Fachbereichsarbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen in der Pflege und Kommunikation bei Menschen mit dem Locked-in-Syndrom. Ziel ist es, ein Verständnis für das komplexe Krankheitsbild zu vermitteln und aufzuzeigen, wie pflegerische Konzepte und moderne Hilfsmittel zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen beitragen können.

  • Medizinische Hintergründe und Symptomatiken des Locked-in-Syndroms
  • Pflegeinterventionen auf der Intensivstation zur Vermeidung von Komplikationen
  • Therapeutische Ansätze durch das Bobath-Konzept und Basale Stimulation
  • Methoden und technologische Möglichkeiten zur nonverbalen Kommunikation
  • Persönliche Erfahrungsberichte zur Verdeutlichung der Lebenssituation

Auszug aus dem Buch

5.2.2 Kommunizieren per „Badekappe“

1964 schon schwirrte den Drehbuchautoren von Raumschiff Enterprise eine Idee in den Köpfen herum, die sie in den Film einbauten: Einem vollständig gelähmten Mann gelang es in dem Film, nur mittels Gedankenkraft ein Licht zum Blinken zu bringen. Damals eine Zukunftsvision, heute jedoch die pure Realität. (vgl. Wolf, 2014, S.1)

Gelähmte Menschen können so mit der Umwelt kommunizieren und einen Rollstuhl oder eine Neuroprothese steuern. Dies ist die unblutige, also nicht-invasive Variante der Computer-Hirn-Schnittstelle, die eine Verbindung zwischen Gehirn und einen Computer ermöglicht. Mittels einem Elektroencepahlogramm (EEG), das in einer Art Badekappe eingebaut ist, verbunden mit Kabeln, die zu einem Verstärker führen, wird dieses Verfahren durchgeführt. Innerhalb des Schädels werden durch Nervenzellen Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche erzeugt, die von dem EEG erkannt werden. Mithilfe eines Computers, der diese Hirnsignale herausfiltern kann, ist es möglich, jegliche Intentionen des Betroffenen widerzuspiegeln. Diese werden anschließend in Befehle umgewandelt, um beispielsweise die Armprothese zu steuern. Bisher sind nur einfache Bewegungen möglich, aber auch gesunde Menschen können eine Computer-Hirn-Schnittstelle steuern, zum Beispiel bei Spielen. (vgl. Wolf, 2014, S.1)

Niels Birbaumer von der Universität in Tübingen ist ein Pionier in Sachen nicht-invasiver Computer-Hirn-Schnittstellen. Schon früh begannen Birbaumer und seine Kollegen, über BCI (Brain-Computer-Interface) den Kontakt zu vollständig gelähmten Menschen, die auch des Sprechens nicht mächtig waren, herzustellen. Es werden dem Patienten Buchstaben in unterschiedlicher Reihenfolge vorgeführt. Sobald er einen Buchstaben hört, den er sagen will, verändert sich die Hirnaktivität. Der Computer erkennt die Buchstaben und fügt diese aneinander, sodass sie ein Wort ergeben. (vgl. Wolf, 2014, S.1)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation zur Wahl dieses Themas und gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit.

2. Medizinische Grundlagen des Locked-in-Syndroms: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild, erläutert die verschiedenen Formen, Ursachen sowie die klinische Abgrenzung zu anderen Syndromen.

3. Pflegerische Schwerpunkte beim Locked-in-Patienten auf der Intensivstation.: Der Fokus liegt auf der Akutpflege, insbesondere der Überwachung von Atmung, Ernährung, Mobilisation und der Durchführung notwendiger Prophylaxen.

4. Therapiekonzepte für Betroffene: Hier werden das Bobath-Konzept und die Basale Stimulation als fördernde Therapieansätze detailliert vorgestellt.

5. Kommunikation: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Kommunikationsstrategien von einfachen Tafeln bis hin zu Brain-Computer-Interfaces und schließt mit einem Erfahrungsbericht.

6. Schlusswort: Das Fazit fasst die zentrale Rolle des Pflegepersonals und die Bedeutung einer würdevollen, auf Vertrauen basierenden Betreuung zusammen.

Schlüsselwörter

Locked-in-Syndrom, Intensivpflege, Basale Stimulation, Bobath-Konzept, Kommunikation, Brain-Computer-Interface, Pflegekonzepte, Patientenbetreuung, Neurologie, Patientenwürde, Pflegemaßnahmen, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Locked-in-Syndrom?

Es handelt sich um ein seltenes Krankheitsbild, bei dem der Betroffene infolge einer Hirnstammläsion vollständig gelähmt und unfähig zu sprechen ist, während das Bewusstsein und die Wahrnehmung weitgehend intakt bleiben.

Welche Kommunikationsmöglichkeiten gibt es bei diesem Syndrom?

Neben einfachen Methoden wie dem Blinzeln oder dem Einsatz von Buchstabentafeln kommen zunehmend moderne technische Hilfsmittel wie BCI-Systeme (Brain-Computer-Interface) zum Einsatz.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Krankheitsbild verständlich zu machen und die pflegerischen sowie kommunikativen Anforderungen in der Praxis darzulegen.

Welche Rolle spielt die Physiotherapie in der Pflege?

Die Physiotherapie ist essenziell für die Erhaltung der Beweglichkeit, den Aufbau von Muskelkraft und die Förderung kognitiver Prozesse durch gezielte Mobilisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in medizinische Grundlagen, pflegerische Schwerpunkte auf der Intensivstation, spezifische Therapiekonzepte und verschiedene Ansätze der Kommunikation.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Locked-in-Syndrom, Intensivpflege, Basale Stimulation, Bobath-Konzept und Kommunikation.

Warum ist eine spezielle "Badekappe" im Zusammenhang mit der Kommunikation relevant?

Es handelt sich um ein EEG-basiertes System (Brain-Computer-Interface), das Gehirnsignale in Computerbefehle übersetzt und so die Kommunikation für vollständig gelähmte Patienten ermöglicht.

Welche Bedeutung hat der Erfahrungsbericht von Karl-Heinz Pantke?

Der Bericht bietet einen authentischen Einblick in die Lebensrealität eines Betroffenen und hilft, die psychische Belastung sowie die Wichtigkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation besser zu verstehen.

Fin de l'extrait de 34 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Pflege und Kommunikation bei Menschen mit Locked-in-Syndrom
Note
Sehr Gut
Auteur
Ines Schwab (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
34
N° de catalogue
V1118839
ISBN (ebook)
9783346480521
ISBN (Livre)
9783346480538
Langue
allemand
mots-clé
pflege kommunikation menschen locked-in-syndrom
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ines Schwab (Auteur), 2017, Pflege und Kommunikation bei Menschen mit Locked-in-Syndrom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1118839
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint