Durch die zunehmende Umweltdynamik, Systemkomplexität sowie Unsicherheiten steigt die Erwartung an Unternehmen, sich an die stetig ändernden Umweltbedingungen zu adaptieren. Aufgrund dieser Herausforderungen ist es für den Unternehmenserfolg essenziell, die Fähigkeit und die Bereitschaft zu besitzen, Veränderungen und Innovationen in die Unternehmenspolitik mit einer sehr hohen Geschwindigkeit einzubetten. Durch die Entwicklung von belastbaren Strategien können Unternehmen diesen Herausforderungen möglicherweise gerecht werden.
Strategien zeichnen sich ausgehend von den langfristigen Unternehmenszielen, der Leitidee sowie der Mission besonders durch ihren normativ-richtungsweisenden Grundsatzcharakter aus. Um festgelegte Strategien erfolgreich ausführen zu können, sind konkrete Beschreibungen von diesen notwendig. Diese können durch Geschäftsmodelle, die auf den zuvor festgelegten Strategien basieren, abgebildet werden.
Welche Rolle Geschäftsmodelle innerhalb von Unternehmen und Organisationen spielen, soll in diesem wissenschaftlichen Aufsatz genauer aufgezeigt und erläutert werden. Außerdem beschäftigt sich die Arbeit im Wesentlichen mit der Frage, inwieweit der Einsatz der erweiterten ereignisgesteuerten Prozesskette bei der Geschäftsprozessanalyse vorteilhafte Auswirkungen aufzeigt, die zur Geschäftsprozessoptimierung beitragen und ob es möglicherweise eine Alternative gibt, die dazu besser geeignet wäre.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Geschäftsprozess
2.2 Erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette (eEPK)
3. Modellierung eines Nachbesetzungsprozesses mit der eEPK
4. Erörterung der Einsatzmöglichkeiten sowie Grenzen der eEPK zur Geschäftsprozessanalyse
4.1 Wiederholung von Geschäftsprozessabschnitten
4.2 Abbildung der Prozesstransparenz durch die Bearbeitungs- und Durchlaufzeit innerhalb der eEPK
5. Vergleich von eEPK und BPMN
6. Fazit und die Zusammenfassung der Vor-und Nachteile der Modellierung mit der eEPK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung der erweiterten ereignisgesteuerten Prozesskette (eEPK) für die Geschäftsprozessanalyse und stellt diese im Vergleich zur BPMN-Methode gegenüber, um deren Vor- und Nachteile im Kontext der Geschäftsprozessoptimierung zu evaluieren.
- Grundlagen des Geschäftsprozessmanagements
- Methodische Modellierung mittels eEPK
- Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der eEPK
- Vergleichende Analyse zwischen eEPK und BPMN
- Optimierungspotenziale bei Geschäftsprozessen
Auszug aus dem Buch
2.2 Erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette (eEPK)
In der Praxis ist die Notation der ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK) zur Erstellung von aussagekräftigen Modellen nicht ausreichend. Dies liegt daran, dass die Notation der EPK höchstens für die Abbildungen der Ablauflogik ausreichend detaillierte Modelle zur Verfügung stellen kann. Allerdings wird beim Einsatz in der Praxis deutlich mehr Detailtiefe gefordert. Dies gilt besonders bei der Einführung und Überarbeitung von Informationssystemen. Um dieser Detailtiefe gerecht zu werden, wurde die EPK-Methode um einige Elemente erweitert. Daher ergibt sich die Bezeichnung der „erweiterten ereignisgesteuerten Prozesskette“.
Zu den wichtigsten erweiterten Elementen der EPK- Methode gehören die „Organisatorische Einheit“, das „Informationsobjekt“, das „Anwendungssystem“ und der „Datenfluss“. Durch die organisatorische Einheit werden Stellen, Rollen, Personen, Abteilungen oder externe Partner dargestellt, die am jeweiligen Prozess teilnehmen. Die vom Prozess verarbeiteten Informationen (Input und Output) werden innerhalb des Informationsobjektes wiedergeben. Zur Abbildung der Informationsverarbeitungsunterstützung der Geschäftsprozesse wird das Anwendungssystem verwendet. Zum Zweck der Verknüpfung von Funktion und Informationsobjekt wird der Datenfluss eingesetzt. Dabei wird veranschaulicht, inwiefern eine Funktion Daten verändert, erzeugt oder beansprucht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Geschäftsmodellen in einem dynamischen Unternehmensumfeld und formuliert die Forschungsfrage zur Eignung der eEPK.
2. Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Begriffe wie Geschäftsprozess und die eEPK definiert, um eine fundierte Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Modellierung eines Nachbesetzungsprozesses mit der eEPK: Das Kapitel veranschaulicht anhand eines praktischen Praxisbeispiels die Anwendung der eEPK zur Darstellung eines Stellennachbesetzungsprozesses.
4. Erörterung der Einsatzmöglichkeiten sowie Grenzen der eEPK zur Geschäftsprozessanalyse: Hier werden die methodischen Schwachstellen der eEPK, insbesondere hinsichtlich der fehlenden Modellierung von Entscheidungsprozessen, analysiert.
4.1 Wiederholung von Geschäftsprozessabschnitten: Dieses Unterkapitel thematisiert die Herausforderungen bei der Abbildung von Wiederholungen oder Fehlerschleifen innerhalb von Prozessmodellen.
4.2 Abbildung der Prozesstransparenz durch die Bearbeitungs- und Durchlaufzeit innerhalb der eEPK: Das Kapitel stellt fest, dass die eEPK aufgrund fehlender konkreter Zeitangaben nur begrenzt zur Messung der zeitlichen Prozesstransparenz geeignet ist.
5. Vergleich von eEPK und BPMN: Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, dass BPMN aufgrund ihrer umfangreicheren Notation und Flexibilität für technische Modellierungen Vorteile gegenüber der eEPK aufweist.
6. Fazit und die Zusammenfassung der Vor-und Nachteile der Modellierung mit der eEPK: Zusammenfassend wird bewertet, dass die eEPK ihre Stärken in standardisierten Abläufen hat, während die BPMN bei komplexen Anforderungen überlegen ist.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessmanagement, eEPK, BPMN, Prozessmodellierung, Geschäftsprozessanalyse, Unternehmensprozesse, Prozessoptimierung, Stellennachbesetzung, Modellierungsnotation, Geschäftsprozesssteuerung, Informationssysteme, Prozessmanagement-Methoden
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert die Funktionalität und Anwendbarkeit der erweiterten Ereignisgesteuerten Prozesskette (eEPK) im Kontext der modernen Geschäftsprozessanalyse.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Prozessmanagements, die Modellierungspraxis, die Stärken und Schwächen der eEPK sowie ein Vergleich mit der weit verbreiteten BPMN-Notation.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern die Nutzung der eEPK vorteilhafte Auswirkungen auf die Optimierung von Geschäftsprozessen hat und ob alternative Methoden existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und einem praktischen Modellierungsbeispiel, um die theoretischen Erkenntnisse mit der Anwendung in der Praxis zu spiegeln.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung, ein konkretes Fallbeispiel zur Stellennachbesetzung, die kritische Erörterung der eEPK-Grenzen sowie den direkten Vergleich zu BPMN.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Besonders relevant sind die Begriffe Prozessmanagement, eEPK, BPMN, Geschäftsprozessanalyse und Modellierungsnotation.
Warum eignet sich die eEPK laut der Autorin nicht für komplexe Prozesse?
Die Autorin argumentiert, dass die eEPK bei komplexen Tätigkeiten oder dort, wo keine starre Vorherbestimmung der Abläufe möglich ist, an ihre Grenzen stößt und das Instrumentarium zu starr wirkt.
Welche Vorteile bietet die BPMN-Methode im direkten Vergleich?
BPMN wird als umfassender eingestuft, da sie technischer ist, eine bessere Anschaulichkeit bietet, Nachrichtenfluss zwischen Pools erlaubt und den Standardablauf markieren kann.
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- Anastazia Spajic (Autor), 2021, Die Vor- und Nachteile der eEPK zur Geschäftsprozessanalyse sowie der Vergleich mit der BPMN-Methode, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119119