In dieser Arbeit soll ein Produkttest durchgeführt werden, in dem ein Marken-Produkt sowie ein Discounterprodukt verkostet werden. Eine darauffolgende Befragung der Probanden soll Aufschluss darüber erteilen, ob die Marke eines Produkts die subjektive Geschmackswahrnehmung von Konsumenten beeinflusst.
Konkret stellt sich die Frage, ob die Marke eines Produktes, sofern sie den Probanden gezeigt wird, deren Urteil über das Produkt beeinflusst und ob die Ergebnisse bei einer Blindverkostung unterschiedlich ausfallen.
Um Prognosen und Diagnosen für den Markt und Produkte erstellen zu können, bemüht sich die Marktforschung seit Jahrzehnten um die Gewinnung neuer Erkenntnisse, die zur Optimierung und Absatzsteigerung von Produkten verhelfen können. Zu diesem Zweck werden Produkttests durchgeführt. Die Durchführung einer solchen Untersuchung ist nicht nur von Interesse für die Forschung, da sie erlaubt, die Bedürfnisse und Urteile von Konsumenten besser zu verstehen, sie ist auch für die Praxis relevant.
Produkttests wie der, der in dieser Arbeit durchgeführt wurde, können nicht nur aufzeigen, ob die Entwicklung eines Produkts von Vorteil ist, beziehungsweise eine Entscheidungshilfe bei der Frage sein, welche der Entwicklungsalternativen durchgeführt werden soll; ebenso kann ein Produkttest sehr aufschlussreiche Hinweise darüber liefern, welche Stärken oder Schwächen ein Produkt vorweist, welche Verbesserungen möglich sind und so weiter.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung - Ausgangfragestellung und deren Relevanz
I. Forschungsstand und Hypothesen
1. Marken: eine Definition
2. Bedeutung von Marken für Konsumenten
3. Bisherige Forschungen
4. Forschungsfragestellung
II. Methode
1. Stichprobe
2. Messinstrument: Fragebogen
3. Vorgehen: Verkostung und Ausfüllen des Fragebogens
4. Datenauswertungsmethode
III. Ergebnisse
1. Ergebnisse Blindverkostung
2. Ergebnisse Verkostung mit Markenoffenlegung
IV. Diskussion
1. Zusammenfassung und Erläuterung der Ergebnisse
2. Implikation der Ergebnisse für die Praxis
3. Limitationen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Markenkenntnis auf die subjektive Geschmackswahrnehmung von Konsumenten. Ziel ist es zu analysieren, ob sich die Präferenzen bei einem Markenprodukt im Vergleich zu einem Diskonterprodukt signifikant verschieben, wenn die Marke vor der Verkostung offengelegt wird.
- Vergleich zwischen Blindverkostung und Markenoffenlegung
- Einfluss des Markenimages auf die Qualitätswahrnehmung
- Analyse von Konsumentenpräferenzen im Schokoladensegment
- Überprüfung psychologischer Effekte wie des „Halo-Effekts“
Auszug aus dem Buch
3. Bisherige Forschungen
Marken wirken bereits in frühen Lebensabschnitten auf Individuen: ob im frühen Kindheitsalter, oder als Jugendliche: Menschen werden von Marken beeinflusst, sie spielen eine große Rolle, da sich Konsumenten mit Marken identifizieren, sie drücken sogar über Marken ihre Zugehörigkeit zu sozialen Peergroups aus und differenzieren sich von anderen (Esch, 2017, S. 7). Auch im Erwachsenenalter sind Marken nicht weniger wichtig: erwachsene Menschen verlassen sich auf Marken, die sie kennen, denen sie vertrauen und damit setzen sie auf Erfahrungswerte, die sie im Laufe der Zeit erlernt haben und unterstützen Marken, mit denen sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben (Esch, 2017, S. 7 – 8).
Die Bedeutung von Marken zeigt sich in einer Vielzahl an Studien. So führten beispielsweise De Charnatony und McDonald (2003) eine Untersuchung durch, in der sie einen Blindtest und einen offenen Test mit „Diet Coke“ und „Diet Pepsi“ durchführten. Beim Vergleich der Ergebnisse zeigte sich, dass die Probanden, die blind das Getränk kosteten, „Pepsi“ bevorzugten. Jene, die dem Test mit Darbietung der Marken unterzogen wurden, entschieden sich jedoch für „Coke“ (Esch, 2017, S. 9).
Dieses Ergebnis liegt dem „Halo-Effekt“ zugrunde: „Durch das gute Image einer Marke werden automatisch einzelne Produkteigenschaften, wie der Geschmack eines koffeinhaltigen Getränks, besser eingeschätzt. Das Markenimage wird bei starken Marken jedoch häufig durch emotionale Eindrücke und Bilder geprägt.“ (Esch, 2017, S. 9).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung - Ausgangfragestellung und deren Relevanz: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Marktforschung und definiert die Problemstellung der Untersuchung hinsichtlich des Einflusses von Marken auf die Konsumentenwahrnehmung.
I. Forschungsstand und Hypothesen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung zum Markenbegriff und fasst bisherige Studien zusammen, aus denen die zentralen Forschungshypothesen abgeleitet werden.
II. Methode: Hier werden die qualitative Vorgehensweise, die Stichprobenauswahl, das Design des Fragebogens sowie die angewandten Auswertungsmethoden detailliert beschrieben.
III. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten der Blindverkostung und der Verkostung mit Markenoffenlegung getrennt voneinander präsentiert und ausgewertet.
IV. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse, prüft die Hypothesen, leitet Implikationen für die betriebliche Praxis ab und reflektiert die Limitationen der Studie.
Schlüsselwörter
Konsumentenpsychologie, Markenimage, Blindverkostung, Produkttest, Markenoffenlegung, Schokolade, Kaufverhalten, Präferenzanalyse, Halo-Effekt, Marketingforschung, Markenreputation, Konsumentenverhalten, Marktdiagnose.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie das Wissen über eine Marke das subjektive Geschmacksempfinden von Konsumenten bei der Verkostung von Lebensmitteln beeinflusst.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Markenwahrnehmung, Konsumentenpräferenzen, die Bedeutung von Markennamen für das Vertrauen in die Produktqualität und die methodische Durchführung von Produkttests.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob eine Diskrepanz zwischen Blindverkostung und Verkostung mit Markenoffenlegung existiert und ob diese Unterschiede auf das Image der Marke zurückzuführen sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der auf einer kontrollierten Verkostung von Schokoladenprodukten in zwei Gruppen sowie einer darauf basierenden Fragebogenerhebung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, die detaillierte Methodenbeschreibung, die Darstellung der empirischen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der gewonnenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Wesentliche Begriffe sind Markenimage, Blindverkostung, Konsumentenpräferenz, Halo-Effekt und Produkttest.
Warum wurde für die Verkostung Schokolade als Produktkategorie gewählt?
Schokolade eignet sich als Alltagsprodukt ideal, um Markenidentifikation und Geschmackswahrnehmung zu testen, da hier Diskontermarken und bekannte Marken in direktem Wettbewerb stehen.
Inwieweit beeinflusst der sogenannte Halo-Effekt die Ergebnisse?
Die Arbeit verdeutlicht, dass bekannte Marken durch ihr positives Image eine unbewusste Aufwertung des Geschmackserlebnisses bewirken, was den Halo-Effekt in der Praxis bestätigt.
Welche praktischen Schlussfolgerungen zieht die Autorin?
Die Autorin betont, dass für Unternehmen die Investition in ein starkes Markenimage essenziell ist, da die Konsumentenwahrnehmung bei offengelegter Marke maßgeblich durch psychologische Faktoren statt nur durch rein sensorische Eigenschaften bestimmt wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Marken- versus Discounterprodukt. Die Diskrepanzen der Ergebnisse einer Blindverkostung im Vergleich zur Verkostung mit Markenoffenlegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119258