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Das Internet - ein Artefakt unserer Wissensgesellschaft

Bedürfen neue Informationsressourcen auch neue Methoden der Quellenkritik?

Title: Das Internet - ein Artefakt unserer Wissensgesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 38 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Patrick Große (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Das Internet als wissenschaftliche Quelle

Jede Frage, wie kurios sie uns auch immer erscheinen mag, verdient eine Antwort. Um Antworten geben zu können, brauchen wir entsprechendes Wissen. Jedes Wissen basiert wiederum auf mindestens einer Quelle. Insbesondere i der Schule ist es von enormer Wichtigkeit, dass Schülerinnen und Schüler Strukturierungen lernen, wo, wer, wann, was und wie zu einem Thema niedergeschrieben hat. [...]
Die Macht ‚Wissen’ zu schaffen, liegt in der Bedeutung von Quellen. Dabei spielt die Autorität, z.B. eines Forschers, eine wesentliche Rolle. Denn Wertungen und Meinungen von Wissenschaftlern genießen einen höheren ‚Echtheits- und Vertrauensstatus’, als Äußerungen von ‚Nichtwissenschaftlern’. Für Schülerinnen und Schüler ist es somit von Belang, nicht nur die Fähigkeit zu erlernen, sich Quellen zu suchen und zu strukturieren, sondern sie auch kritisch zu hinterfragen. Dahinter steht nicht nur der Anspruch, Quellen einordnen zu können, sondern auch ein Verständnis des geistigen Eigentums. Gerade im Zeitalter einer vernetzten Weltgemeinschaft erscheinen viele Quellen unsicher in Bezug auf ihre Herkunft und Echtheit. Es ist notwendig die herkömmlichen Quellenkritikmethoden, die z.B. bei der Literaturkritik zum Einsatz kommen, im Hinblick auf neue Informationsmedien wie das Internet zu überdenken. Die Fähigkeit zur begründeten Kritik an Internetquellen muss diffiziler und vielleicht sogar strenger ausfallen, um so Anerkennung in Wissenschaft, Forschung und nicht zuletzt im Unterricht zu erfahren. [...]
Ich verstehe Kritik im Umgang und in der Anwendung von Quellen, seinen sie nun literarische, gegenständliche, oder elektronisch gespeicherte, als universell. Keine Quelle hat von sich aus den Anspruch, und diese Position werde ich im Verlauf dieser Arbeit immer wieder betonen, unhinterfragt für Wahrheit und damit für Unhinterfragtes, gar unfehlbares Wissen gehalten zu werden.
Das Wissensangebot im Internet wächst mit einer ungeheuren Geschwindigkeit. Ich halte es daher letztlich für wichtig, die Schülerfähigkeiten diesem Zukunftsmedium anzupassen, so dass ein selbständiger Umgang mit Daten und Informationen aus dem Internet ermöglicht werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Internet als wissenschaftliche Quelle

2. Metadaten als Bausteine einer Quellen

3. Quellendefinition, Einordnungen und Bedeutung für die Wissenschaft

4. Quellenkritik – alte Methoden im neuen Zeitalter

5. Quellenqualität im Internet

6. Überprüfungsmöglichkeiten von Internetquellen

7. Fazit - das Internet als Zukunftsmedium

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Notwendigkeiten einer angepassten Quellenkritik im Zeitalter des Internets, mit besonderem Fokus auf die Vermittlung dieser Kompetenzen an Schülerinnen und Schüler. Dabei wird analysiert, wie klassische wissenschaftliche Arbeitsweisen auf digitale Informationsressourcen übertragen werden können, um deren Echtheit, Qualität und Zuverlässigkeit kritisch zu bewerten.

  • Rolle von Metadaten als formale Grundlage der Quellenbewertung
  • Differenzierung des wissenschaftlichen Quellenbegriffs
  • Transfer klassischer Methoden der Quellenkritik auf digitale Medien
  • Qualitätsstandards und Evaluationskriterien für Internetquellen
  • Förderung der Medienkompetenz und kritischen Haltung bei Lernenden

Auszug aus dem Buch

3. Quellendefinition, Einordnungen und Bedeutung für die Wissenschaft

Zunächst möchte ich die Einteilung der Quellendefinition nach Volker Sellin vornehmen. Hier wird der Begriff der Quelle einerseits als Überrest und andererseits als Tradition wahrgenommen. Der Überrest ist alles, „ [...] was unmittelbar aus den historischen Begebenheiten hervorgegangen (ist) [...]“ und bis in unsere Zeit erhalten werden konnte. Das bloße Dasein eines Überrestes zeugt vom Lebenszusammenhang, in dem z.B. ein Objekt wie ein privater Brief entstanden ist. Diese Überreste sind dementsprechend unwillkürliche Quellen, deren Funktion nicht in der beabsichtigten Überlieferung liegt, sondern in der zufälligen Erhaltung für folgende Generationen.

Die Traditionsquellen hingegen beschreiben das, „ [...] was von den (historischen) Begebenheiten übrig geblieben ist [...]“ und bis zur heutigen Zeit durch menschliche Auffassungen wiedergegeben wurde. So würden beispielsweise Autobiographien oder Grabinschriften als solch willkürliche Quellen gelten, die verfasst wurden, um für die Nachwelt Zeugnis über die Vergangenheit abzulegen.

Nach der eindeutigeren Definition von Paul Kim sind „ [...] alle Texte, Gegenstände oder Tatsachen, aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden (können) [...]“ Quellen. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei der Definitionsfindung des Begriffs der Quelle zumeist um historische Quellen handelt, die dementsprechend in der Sozialwissenschaft Verwendung finden. Dass Schülerinnen und Schüler sowohl im Geschichtsunterricht, wie auch im Sozialkundeunterricht über die Handhabung mit Quellen und ihrer Kritik aufgeklärt werden sollten, gehört zur Ausbildung von Medienkompetenz in unserer Informationsgesellschaft. So wäre eine differenzierende Unterscheidung zwischen den Quellen der Geschichtswissenschaft und denen der Politikwissenschaft nicht von großer Bedeutung, da in beiden Fachrichtungen von einem grundsätzlichen Quellenbegriff ausgegangen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Internet als wissenschaftliche Quelle: Führt in die Problematik der Quellenrecherche im digitalen Zeitalter ein und betont die Notwendigkeit, Medienkompetenz bei Schülern zu fördern.

2. Metadaten als Bausteine einer Quellen: Erläutert die Bedeutung von Metadaten als grundlegende Informationen zur Identifikation und formalen Bewertung von Dokumenten.

3. Quellendefinition, Einordnungen und Bedeutung für die Wissenschaft: Definiert den wissenschaftlichen Quellenbegriff unter Einbeziehung historischer Kategorisierungen und deren Relevanz für den Unterricht.

4. Quellenkritik – alte Methoden im neuen Zeitalter: Diskutiert, wie traditionelle methodische Ansätze der Quellenkritik auf moderne, elektronische Medien übertragen und angepasst werden können.

5. Quellenqualität im Internet: Analysiert die speziellen Herausforderungen der Internetrecherche hinsichtlich Verfügbarkeit, Aktualität und Vertrauenswürdigkeit.

6. Überprüfungsmöglichkeiten von Internetquellen: Stellt technische und methodische Hilfsmittel vor, mit denen Internetquellen validiert und deren Qualität eingeschätzt werden kann.

7. Fazit - das Internet als Zukunftsmedium: Resümiert die wachsende Bedeutung des Internets und bekräftigt die Notwendigkeit, eine kritische Haltung gegenüber allen Medien als Kernkompetenz zu etablieren.

Schlüsselwörter

Quellenkritik, Internet, Medienkompetenz, Wissenschaft, Metadaten, Quellenqualität, Authentizität, Informationsgesellschaft, Recherche, Schule, Politikdidaktik, Quellendefinition, Digitale Medien, Internetquellen, Schüler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Internetquellen im schulischen und wissenschaftlichen Kontext kritisch zu bewerten und die dafür notwendigen Kompetenzen zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der wissenschaftliche Quellenbegriff, Methoden der Quellenkritik, Kriterien für Internetqualität und die Förderung von Medienkompetenz bei Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Internetquellen trotz ihrer teils anonymen oder veränderbaren Struktur methodisch sauber bewertet werden können, um fundiertes Wissen zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Definitionen von Quellen und überträgt diese durch einen vergleichenden methodischen Ansatz auf digitale Dokumente und Internet-Recherchepraktiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Metadaten, Quellenkategorien, Methoden der äußeren und inneren Quellenkritik sowie konkrete Evaluationshilfen für Internetseiten detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Quellenkritik, Medienkompetenz, Authentizität, Informationsqualität und die Rolle des Internets als Wissensmedium.

Wie unterscheidet der Autor zwischen historischen Quellen und Internetquellen?

Er betrachtet den grundsätzlichen Quellenbegriff als ähnlich, stellt jedoch fest, dass Internetquellen aufgrund ihrer hohen Aktualität, teils fehlender Autorenautorität und der Gefahr mutwilliger Veränderungen strengere und adaptierte Kontrollverfahren erfordern.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Quellenkritik?

Die Schule hat laut dem Autor den Lehrauftrag, eine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber Medien zu fördern, um Schüler immun gegen unreflektiert übernommene Informationen zu machen.

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Details

Title
Das Internet - ein Artefakt unserer Wissensgesellschaft
Subtitle
Bedürfen neue Informationsressourcen auch neue Methoden der Quellenkritik?
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Politikwissenschaften )
Course
Internet und Schule
Grade
2,0
Author
Patrick Große (Author)
Publication Year
2006
Pages
38
Catalog Number
V111949
ISBN (eBook)
9783640104130
ISBN (Book)
9783640101962
Language
German
Tags
Artefakt Wissensgesellschaft Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Große (Author), 2006, Das Internet - ein Artefakt unserer Wissensgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111949
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