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Spracherwerb bei mehrsprachigen Kindern. Konsequenzen für die Schulpraxis

Titel: Spracherwerb bei mehrsprachigen Kindern. Konsequenzen für die Schulpraxis

Hausarbeit , 2021 , 26 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit werde ich mich mit dem Thema Mehrsprachigkeit bei Kindern und deren Konsequenzen für die Schulpraxis auseinandersetzen. Hierzu kläre ich zunächst die für diesen Gegenstandsbereich zentralen Begriffe.

In Kapitel drei werde ich mich daraufhin mit dem kindlichen Spracherwerb im Allgemeinen und dem Zweitspracherwerb im Speziellen beschäftigen. Außerdem werde ich auf die unterschiedlichen Faktoren eingehen, die den Zweitspracherwerb beeinflussen. Abschließend werde ich einen Blick auf die Schulpraxis werfen und wie dort mit dem Thema Mehrsprachigkeit umgegangen wird.

Bei der Bundesrepublik Deutschland handelt es sich schon Jahrzehnte lang um ein durch Migration geprägtes Einwanderungsland, weshalb das Thema Mehrsprachigkeit in den letzten Jahren zunehmend präsenter und relevanter wurde. Auch in den Schulen gibt es durch Zuwanderung eine große und ständig wachsende Zahl von Kindern, die mit Deutsch als Zweitsprache aufwachsen. Hier wird die vorhandene Mehrsprachigkeit jedoch meist ignoriert oder allenfalls toleriert. Nur in wenigen Ausnahmefällen wird sie ausreichend gestützt und gefördert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begrifflichkeiten

2.1 Mehrsprachigkeit

2.2 Erstsprache

2.3 Zweitsprache

3 Spracherwerb

3.1 Kindlicher Spracherwerb

3.2 Zweitspracherwerbstheorien

3.2.1 Die Kontrastivitästshypothese

3.2.2 Die Identitätshypothese

3.2.3 Die Interlanguagehypothese

3.3 Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb

3.3.1 Motivation

3.3.2 Fähigkeit

3.3.3 Gelegenheit

4 Konsequenzen für die Schulpraxis

4.1 Die Lehrkraft als Sprachvorbild

4.2 Mehrsprachigkeit als Chance

4.3 Unterrichtsmodelle im Umgang mit Mehrsprachigkeit

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Mehrsprachigkeit bei Kindern in Deutschland und analysiert deren Auswirkungen sowie Konsequenzen für die pädagogische Arbeit im schulischen Kontext.

  • Begriffsbestimmung von Mehrsprachigkeit, Erst- und Zweitsprache
  • Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs und relevanter Theorien
  • Analyse der Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb (Motivation, Fähigkeit, Gelegenheit)
  • Rolle der Lehrkraft als Sprachvorbild in der Schulpraxis
  • Vorstellung und Diskussion verschiedener Unterrichtsmodelle im Umgang mit Mehrsprachigkeit

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Die Interlanguagehypothese

In der heutigen Forschung hat sich die Interlanguagehypothese etabliert. Sie stellt eine Art Mittelposition zwischen der Identitätshypothese und der Kontrastivitätshypothese dar. Zum einen liegen ihr kognitive Spracherwerbstheorien zugrunde, zum anderen erkennt sie aber auch die Rolle des Transfers aus der Erstsprache an. Sie bezieht folglich sowohl behavioristische als auch kognitive Theorien ein und verbindet diese.

Der Begriff Interlanguage wurde in der Zweitspracherwerbsforschung von dem Sprachwissenschaftler L. Selinker eingeführt. Man versteht darunter „ein eigenständiges sprachliches (Übergangs)System, das ein Lerner beim Erwerb einer Zweitsprache bildet“. Dieses sprachliche System weist sowohl Züge von der Erstsprache als auch von der Zweitsprache auf. Zudem verfügt es über eigenständige, von der Erst- und Zweitsprache unabhängige sprachliche Merkmale. Die Interlanguage, im Deutschen auch Lernersprache genannt, ist dynamisch und von einer gleichzeitigen Systemhaftigkeit und Variabilität geprägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Mehrsprachigkeit in Deutschland und definiert das Ziel, die Konsequenzen für die schulische Praxis zu untersuchen.

2 Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel klärt die zentralen Termini wie Mehrsprachigkeit, Erstsprache und Zweitsprache, um eine einheitliche Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3 Spracherwerb: Hier werden Theorien zum kindlichen Erstspracherwerb sowie zum Zweitspracherwerb dargelegt und die wesentlichen Einflussfaktoren wie Motivation und Lerngelegenheiten analysiert.

4 Konsequenzen für die Schulpraxis: Das Kapitel diskutiert, wie Lehrkräfte durch ihr Verhalten den Spracherwerb unterstützen können und stellt didaktische Unterrichtsmodelle für mehrsprachige Klassen vor.

5 Schluss: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Förderung der Erstsprache in der Schule trotz bestehender Ressourcenprobleme.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Zweitsprache, Spracherwerb, Zweitspracherwerb, Interlanguage, Lernersprache, Schulpraxis, Sprachvorbild, Unterrichtsmodelle, Language Awareness, Immersionsunterricht, Migration, Kommunikation, Sprachkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in Deutschland mit Deutsch als Zweitsprache aufwachsen, und beleuchtet die Herausforderungen sowie pädagogische Strategien in der Schule.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition von Sprachvarietäten, den psycholinguistischen Spracherwerbstheorien und der praktischen Anwendung in Unterrichtsmodellen.

Was ist das Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für den Zweitspracherwerb zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Lehrer durch ihr Sprachvorbild und spezifische Modelle die Sprachbildung fördern können.

Welche Theorien zum Zweitspracherwerb werden diskutiert?

Die Arbeit analysiert die Kontrastivitätshypothese, die Identitätshypothese und insbesondere die heute etablierte Interlanguagehypothese.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Erwerbskontexten und eine praktische Anwendung auf den Schulalltag.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Mehrsprachigkeit, Interlanguage, Erstsprache und die Rolle der Lehrkraft geprägt.

Was unterscheidet die Interlanguage von der Erst- oder Zweitsprache?

Die Interlanguage ist ein dynamisches Übergangssystem des Lerners, das sowohl Elemente der Erst- als auch der Zweitsprache enthält sowie eigene, unabhängige sprachliche Merkmale aufweist.

Warum ist das Alter ein entscheidender Einflussfaktor beim Spracherwerb?

Bis zum Alter von etwa sieben Jahren ist die Lernfähigkeit für Sprachen, insbesondere in Phonetik und Syntax, am höchsten, danach nehmen diese Mechanismen graduell ab.

Welche Rolle spielt die Motivation für den Lernerfolg?

Motivation wird in instrumentelle und integrative Antriebe unterteilt; insbesondere bei Kindern spielt der Wunsch, in einer Gruppe dazuzugehören (integrative Motivation), eine zentrale Rolle.

Warum werden Unterrichtsmodelle wie Language Awareness heute stärker thematisiert?

Diese Modelle zielen darauf ab, eine fächerübergreifende Sensibilisierung für Sprache zu schaffen, um die metalinguistischen Fähigkeiten mehrsprachiger Kinder aktiv zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spracherwerb bei mehrsprachigen Kindern. Konsequenzen für die Schulpraxis
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Note
1,5
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
26
Katalognummer
V1119700
ISBN (eBook)
9783346484246
ISBN (Buch)
9783346484253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spracherwerb kindern konsequenzen schulpraxis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Spracherwerb bei mehrsprachigen Kindern. Konsequenzen für die Schulpraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119700
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Leseprobe aus  26  Seiten
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