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Der Einfluss des schulischen Leistungsprinzips auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler

Title: Der Einfluss des schulischen Leistungsprinzips auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler

Bachelor Thesis , 2021 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: John Kirsch (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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In der Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich das schulische Leistungsprinzip und die Folgen desselben auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler auswirkt.

Im ersten Schritt gilt es den Begriff Leistung zu definieren, wobei außerdem in Kürze auf die Geschichte der schulischen Wahrnehmung von Leistung Bezug genommen wird. Daraufhin soll das Leistungsprinzip erläutert werden, gefolgt von dessen Auftreten in der Institution Schule. Im Anschluss daran gilt es, den Begriff Motivation zu definieren und die verschiedenen Arten hiervon zu erläutern. Das dritte Kapitel schließt mit einer Beschreibung der Relation von Leistung und Motivation. Im vierten Kapitel der Arbeit soll der aktuelle Forschungsstand zu der Thematik präsentiert werden. Danach ist schließlich eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse vorgesehen, gefolgt von einer Diskussion, in der die Erkenntnisse aus der Forschung nochmals differenziert untersucht und reflektiert werden sollen. Die Arbeit schließt mit einer Schlussbetrachtung, in der die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst werden und die Forschungsfrage endgültig beantwortet werden soll. Zudem werden künftige, potenzielle Forschungen basierend auf dieser Arbeit dargestellt.

In den vergangenen Jahrzehnten kristallisierte sich die moderne Industriegesellschaft der Bundesrepublik Deutschland zunehmend zu einer Leistungsgesellschaft heraus. Doch nicht nur das Bildungssystem selbst, sondern auch die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler erwarten von ihren Kindern eine entsprechende Leistung, die sich in Form von guten Noten widerspiegeln soll. Diese leistungsorientierte Entwicklung zahlt jedoch auch ihren Preis: Für Kinder und Jugendliche gilt die Schule als Hauptquelle für belastendes Stresserleben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leistung

2.1 Definition und historischer Kontext von Leistung

2.2 Das Leistungsprinzip

2.3 Leistung und Leistungsprinzip in der Schule

3. Motivation

3.1 Definition

3.2 Intrinsische und extrinsische Motivation

3.3 Zusammenhang zwischen Leistung und Motivation

4. Forschungsstand: Leistungsprinzip und Motivation

5. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse

6. Diskussion

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des schulischen Leistungsprinzips und seiner Folgen auf die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwieweit das auf Leistung ausgerichtete Bildungssystem die intrinsische Lernmotivation fördert oder durch Leistungsdruck und Prüfungsangst eher zu extrinsischer Motivation oder Demotivation führt.

  • Grundlagen des Leistungsbegriffs und des schulischen Leistungsprinzips
  • Theoretische Ansätze zur Motivation (intrinsisch vs. extrinsisch)
  • Leistungsmotivation und deren empirische Befunde
  • Folgen des schulischen Leistungsdrucks und Prüfungsangst
  • Reflexion über förderliche Bedingungen für Lernmotivation im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2 Intrinsische und extrinsische Motivation

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Intrinsisch kann von dem englischen Wort intrinsic abgeleitet werden und bedeutet so viel wie „innerlich“, „eigentlich“ oder „wahr“ (RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 176). Erst im Jahre 1918 wurde der Begriff explizit auf „Motivationsphänomene“ (ebd.) angewandt. Obgleich die Bedeutung von intrinsischem Motivationsverhalten in der Psychologie unterschiedlich gedeutet wird, kann man grundsätzlich von intrinsischer Motivation sprechen, wenn eine Person eine bestimmte Sache, aus reinem Interesse an dieser Sache selbst tut (vgl. HERZOG, 2010, S. 198).

Zum einen kann die Tätigkeit selbst, zum anderen aber auch die Thematik der Handlung oder eine bestimmte Person gemeint sein (vgl. RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 181). Das Verhalten geschieht demnach „um seiner selbst willen“ (ebd., S. 176-177) und erfordert keine „vom Handlungsgeschehen separierbaren Konsequenzen“ (DECI & RYAN, 1993, S. 225) wie zum Beispiel Drohungen oder Versprechungen (vgl. ebd.). Zudem beinhaltet intrinsische Motivation „Neugier, Exploration, Spontaneität und Interesse“ (ebd.) an den Gegebenheiten der Umwelt (vgl. ebd.). Was die Lernmotivation in der Schule betrifft, bedeutet intrinsisch, dass die/der Schüler/in eine Lernzielorientierung an den Tag legt, was bedeutet, dass sie/er neue Kompetenzen erwerben möchte (vgl. ENGESER & RHEINBERG, 2018, S. 430).

Das Wort extrinsic meint im englischen Sprachgebrauch so etwas wie „äußerlich“ oder „nicht wirklich dazugehörend“ (RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 176). Das Verhalten einer Person, deren Handlungsweise von Beweggründen „außerhalb der eigentlichen Handlung“ (ebd., S. 177) geleitet wird, kann man als „extrinsisch motiviert“ (ebd.) bezeichnen. Die Anreize liegen demnach nicht im Vollzug der Handlungsweise, sondern in den „anreizbesetzten Ereignissen oder Veränderungen“ (ENGESER & RHEINBERG, 2018, S. 426), die sich bei erfolgreicher Erledigung der Tätigkeit einstellen (vgl. ebd., S. 426). Somit scheint es, als ob diese Person „von außen gesteuert“ (RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 177) werde. Man tut also Dinge nicht aus Interesse an der Sache selbst, sondern um dadurch „weiter gesteckte Ziele zu erreichen“ (HERZOG, 2010, S. 198).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Entwicklung der Leistungsgesellschaft und deren Einfluss auf das Bildungssystem sowie die daraus resultierende Belastung für Schülerinnen und Schüler.

2. Leistung: Hier werden der Begriff der Leistung definiert, der historische Kontext des Leistungsprinzips erläutert und dessen Bedeutung in der Schule analysiert.

3. Motivation: Dieses Kapitel führt in die Motivationspsychologie ein, unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Leistung und Motivation.

4. Forschungsstand: Leistungsprinzip und Motivation: Dieser Abschnitt präsentiert wissenschaftliche Studien und Modelle zur Leistungsmotivation sowie die psychologischen Folgen des Leistungsdrucks wie Prüfungsangst.

5. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der zuvor diskutierten Studien und theoretischen Modelle kompakt zusammengefasst.

6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die Forschungsfrage und diskutiert Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zur Motivationsförderung.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Leistungsprinzip, Leistungsmotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Leistungsdruck, Prüfungsangst, Schule, Selbstbestimmungstheorie, Fähigkeitsselbstkonzept, Schüler, Bildungspsychologie, Stressoren, Leistungsbewertung, Lernmotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das schulische Leistungsprinzip und der damit verbundene Leistungsdruck die Motivation von Schülerinnen und Schülern beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Grundlagen von Leistung und Motivation, die aktuelle Forschung zum schulischen Leistungsdruck sowie pädagogische Konsequenzen für den Unterricht.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit das schulische Leistungsprinzip und seine Folgen die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler im Alltag beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung psychologischer Modelle und empirischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), die Darstellung des Forschungsstandes inklusive verschiedener Motivationsmodelle sowie die Analyse der psychologischen Folgen von Leistungsdruck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Leistungsmotivation, Leistungsprinzip, intrinsische und extrinsische Motivation, Prüfungsangst, Leistungsdruck sowie die Förderung der Lernmotivation.

Welche Rolle spielt die Selbstbestimmungstheorie in dieser Untersuchung?

Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan dient als wichtiges Modell, um zu erklären, dass für optimales Lernen die Erfüllung von Basisbedürfnissen wie Autonomie und Kompetenzerleben notwendig ist.

Wie wirken sich unangekündigte Leistungstests auf Schüler aus?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass unangekündigte Tests oft die Angstmotivation fördern und die intrinsische Motivation mindern, weshalb sie als ungünstige Methode eingestuft werden.

Welchen Einfluss hat das Fähigkeitsselbstkonzept auf die Leistung?

Ein positives Fähigkeitsselbstkonzept ist entscheidend, da es das Vertrauen in die eigene Kompetenz stärkt und eng mit der Motivation in Leistungssituationen verknüpft ist.

Welche Lösungsansätze werden für ein besseres Lernklima vorgeschlagen?

Es werden Reformen wie die Einführung von Lehrplanklassen sowie der verstärkte Einsatz von positivem Feedback und weniger belastenden Prüfungsformen (statt reiner Notengebung) empfohlen.

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Details

Title
Der Einfluss des schulischen Leistungsprinzips auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
John Kirsch (Author)
Publication Year
2021
Pages
35
Catalog Number
V1119756
ISBN (eBook)
9783346484192
ISBN (Book)
9783346484208
Language
German
Tags
Leistungsprinzip Intrinsische Motivation Extrinsische Motivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
John Kirsch (Author), 2021, Der Einfluss des schulischen Leistungsprinzips auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119756
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