Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Région: Russie

Außen- und Sicherheitspolitik der zentralasiatischen Staaten

Titre: Außen- und Sicherheitspolitik der zentralasiatischen Staaten

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 29 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Kristian Nebe (Auteur)

Politique - Région: Russie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Das Jahr 1991 bedeutet für die sowjetischen Teilrepubliken den Beginn der staatlichen Unabhängigkeit. Damit verbunden sind die Etablierung eigenständiger politischer Systeme, der Aufbau von Sicherheitsstrukturen sowie die Integration der neuen Staaten in die internationale Gemeinschaft. So stehen auch die postsowjetischen Staaten Zentralasiens Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan vor der Bewältigung dieser großen Herausforderungen. Teilweise von demokratischen Reformversuchen begleitet, werden bald in allen fünf Staaten präsidiale Demokratien eingeführt, die jedoch allesamt schnell die Macht des Präsidenten ausweiten und die Demokratie nur noch als Deckmantel für die Legitimität des jeweiligen Regimes nutzen. Daneben sind die zentralasiatischen Staaten bestrebt, eigene und von Russland unabhängige Sicherheitsstrukturen aufzubauen, was aber besonders in den frühen Jahren der Unabhängigkeit schwierig ist, da die bisher vorhandenen sowjetischen Streitkräfte v. a. aus Soldaten Russlands und anderer postsowjetischer Republiken bestehen. So verfügen die Staaten Zentralasiens kaum über eigene nationale Streitkräfte und müssen diese nach und nach aufbauen. Doch gerade dieser Mangel an Sicherheitsstrukturen ist ein großes Sicherheitsrisiko für die Region, grenzt sie doch an den weltgrößten Opiumhersteller Afghanistan, welches zugleich Ausbildungs- und Zufluchtsland für Terroristen ist. Hinzu kommen die ökonomischen und geostrategischen Interessen Russlands, Chinas, der USA, der Türkei und des Irans sowie Konflikte zwischen den zentralasiatischen Staaten um Wassernutzungsrechte, Grenzverläufe und die Aufteilung des Kaspischen Meeres. Aber auch innerstaatliche Probleme wirken beeinträchtigend auf die Stabilität und Sicherheit der zentralasiatischen Region. Hierbei sind v. a. ethnische, soziale und religiöse Konflikte, demographische Fehlentwicklungen und demokratische Defizite zu benennen.

Die Aufgabe dieser Arbeit besteht nun darin, die Sicherheitsrisiken und -politiken in der zentralasiatischen Region zu systematisieren und die außen- und sicherheitspolitischen Entwicklungen der fünf postsowjetischen Staaten Zentralasiens sowie die Konflikte zwischen diesen aufzuzeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Sicherheitsrisiken in der zentralasiatischen Region

1.1 Außerstaatliche Destabilisierungsfaktoren

1.2 Innerstaatliche Destabilisierungsrisiken in den zentralasiatischen Staaten

2. Die zentralasiatischen Staaten und ihre Entwicklung ab 1991

2.1 Die Entwicklung Kasachstans seit 1991

2.2 Die Entwicklung Usbekistans seit 1991

2.3 Die Entwicklung Turkmenistans seit 1991

2.4 Die Entwicklung Kirgistans seit 1991

2.5 Die Entwicklung Tadschikistans seit 1991

3. Zwischenstaatliche Konflikte in Zentralasien

3.1 Zwischenstaatlicher Wassernutzungskonflikt in Zentralasien

3.2 Grenzkonflikte zwischen den zentralasiatischen Staaten

3.3 Konflikt um die Aufteilung des Kaspischen Meeres

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit systematisiert die Sicherheitsrisiken und -politiken der fünf postsowjetischen Staaten Zentralasiens seit 1991, analysiert deren individuelle Entwicklung sowie die zwischenstaatlichen Konflikte, die die Stabilität der Region beeinflussen.

  • Analyse sicherheitspolitischer Destabilisierungsfaktoren (außerstaatlich und innerstaatlich)
  • Untersuchung der politischen und militärischen Entwicklung Kasachstans, Usbekistans, Turkmenistans, Kirgistans und Tadschikistans
  • Evaluation regionaler Konfliktfelder (Wassernutzung, Grenzfragen)
  • Bewertung des Konfliktpotenzials im Kaspischen Meer
  • Diskussion der Stabilisierung durch externe Akteure und internationale Kooperationen

Auszug aus dem Buch

3.3 Konflikt um die Aufteilung des Kaspischen Meeres

Mit dem Zerfall der UdSSR 1991 und der damit verbundenen Entstehung der neuen souveränen Staaten Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan wird das Kaspische Meer von fünf Anrainerstaaten umgeben: Russland, Iran, Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan. Diese konkurrieren um das Recht, die darin liegenden Öl- und Gasvorkommen in ihrem Namen zu fördern und auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Mit der neuen Situation entsteht Unklarheit über den bis dahin zwischen der UdSSR und dem Iran geklärten völkerrechtlichen Status des Kaspischen Meeres. Zunächst ein bloßer Rechtsstreit, wird die Frage der Aufteilung von Meeresboden und -oberfläche bald eine harte politische Auseinandersetzung zwischen den fünf Staaten.

Hierbei ist erwähnenswert, dass im Kaspischen Meer rund sieben Prozent der erkundeten und 15 Prozent der vermuteten Erdölvorräte sowie sechs Prozent der erkundeten und zehn bis 15 Prozent der prognostizierten Erdgasvorräte der Welt lagern (Nabiev 2003). Somit ist das Kaspische Meer nach dem Mittleren Osten und Lateinamerika das Gebiet mit den weltweit drittgrößten Vorkommen an Energieträgern. Aber nicht nur deren bloßes Vorkommen, sondern auch die Frage nach Transportwegen aus Zentralasien über den Kaukasus ans Mittelmeer via Pipeline spaltet die Interessen der Beteiligten. Hierzu ist zu bemerken, dass Russland die einzige Wasserverbindung zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer, den Wolga-Don-Kanal, und damit den Transportweg für ausländische Ölfirmen kontrolliert.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Übergang der zentralasiatischen Staaten zur Unabhängigkeit ab 1991 und identifiziert die daraus resultierenden politischen, sicherheitsrelevanten und geostrategischen Herausforderungen.

1. Sicherheitsrisiken in der zentralasiatischen Region: Dieses Kapitel systematisiert die Bedrohungen der Region, indem es zwischen grenzüberschreitenden Einflüssen und internen Faktoren wie demografischer Entwicklung und Korruption differenziert.

2. Die zentralasiatischen Staaten und ihre Entwicklung ab 1991: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse der politischen Entwicklung, der Regimesicherung und der außenpolitischen Orientierung jedes einzelnen der fünf Staaten seit der Unabhängigkeit.

3. Zwischenstaatliche Konflikte in Zentralasien: Hier werden die drei zentralen regionalen Spannungsfelder untersucht: der Konflikt um knappe Wasserressourcen, strittige Grenzverläufe und die komplexe Aufteilung des Kaspischen Meeres.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit zwischenstaatlicher Kooperation und diskutiert die Rolle autoritärer Präsidialregime für die Stabilität der Region.

Schlüsselwörter

Zentralasien, Sicherheitsrisiken, Unabhängigkeit, postsowjetische Staaten, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan, Tadschikistan, Wassernutzungskonflikt, Kaspisches Meer, Energiepolitik, Präsidialregime, Terrorismus, Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die außen- und sicherheitspolitische Situation der fünf zentralasiatischen Staaten (Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan) nach ihrem Austritt aus der Sowjetunion im Jahr 1991.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Sicherheitsrisiken für die Region, der politischen Entwicklung der einzelnen Staaten, den zwischenstaatlichen Ressourcen- und Grenzkonflikten sowie der Bedeutung des Kaspischen Meeres.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die komplexen Sicherheitsstrukturen und -politiken der Region zu systematisieren und aufzuzeigen, wie die einzelnen Staaten versuchen, ihre Interessen inmitten internationaler Machtinteressen zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Bestandsaufnahme und Systematisierung basierend auf Fachliteratur und Berichten zu sicherheitspolitischen Entwicklungen in der Region.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Sicherheitsrisiken, die individuelle Darstellung der fünf Nationalstaaten sowie die Untersuchung spezifischer regionaler Konflikte wie Wasserverteilung und Grenzsicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Zentralasien, postsowjetische Transformation, Sicherheitspolitik, autoritäre Präsidialregime und regionale Konflikte.

Warum spielt die Ressource Wasser eine so wichtige Rolle?

Da die zentralasiatische Wirtschaft stark auf wasserintensivem Baumwollanbau basiert, ist die ungleiche Verteilung der Wasserquellen ein erheblicher Konfliktfaktor zwischen den oberhalb liegenden, ressourcenreichen Staaten und den wasserabhängigen Nachbarn.

Welche Rolle spielt Russland in der Region?

Russland bleibt ein zentraler Akteur, der durch militärische Kooperationen, Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Abhängigkeiten sowie seine Kontrolle über wichtige Transportwege (wie das Kaspische Meer) massiven Einfluss auf die zentralasiatischen Staaten ausübt.

Wie bewertet der Autor die Demokratisierung der Region?

Der Autor steht der westlichen Demokratisierung skeptisch gegenüber und bewertet in der aktuellen Lage eine „starke Hand“ in Form von Präsidialdemokratien als notwendiger für die Stabilität der Region als demokratische Grundprinzipien.

Fin de l'extrait de 29 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Außen- und Sicherheitspolitik der zentralasiatischen Staaten
Université
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Außen- und Sicherheitspolitik Russlands, der Ukraine und im Kaspischen Raum
Note
2,0
Auteur
Kristian Nebe (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
29
N° de catalogue
V111986
ISBN (ebook)
9783640107155
ISBN (Livre)
9783640109319
Langue
allemand
mots-clé
Außen- Sicherheitspolitik Staaten Außen- Sicherheitspolitik Russlands Ukraine Kaspischen Raum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kristian Nebe (Auteur), 2007, Außen- und Sicherheitspolitik der zentralasiatischen Staaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111986
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint