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Die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf den § 7g EStG

Title: Die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf den § 7g EStG

Diploma Thesis , 2008 , 73 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Köhler (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Der § 7g wurde durch das Steuerentlastungsgesetz 1984 zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und zur Einschränkung steuerlicher Vorteile in das Einkommensteuergesetz eingefügt. Ziel dieser Maßnahme war es, die Investitionsbereitschaft und den wirtschaftlichen Aufschwung zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten sowie die Bereitstellung von Risikokapital für Unternehmen anzuregen. Mit dem Unternehmens-Steuerreformgesetz 2008 ist der § 7g EStG vollkommen erneuert und umgestaltet worden. Auch der Investitionsabzugsbetrag verfolgt das Ziel der bisherigen Ansparabschreibung, das Abschreibungspotential in ein Wirtschaftsjahr vor der Anschaffung oder Herstellung eines begünstigten Wirtschaftsguts zu verlagern. Seine Inanspruchnahme führt zu einer Steuerstundung, wodurch finanzielle Mittel, zur Erleichterung der Finanzierung von zukünftigen Investitionen angespart werden können. Es ist nicht das Ziel die allgemeine Liquidität zu verbessern. Bisher war es so, dass die Ansparabschreibung direkten Einfluss auf die Höhe des steuerlichen Gewinns hatte, mit der Folge, dass die Finanzberater Ihren Mandanten die Möglichkeiten der rechtmäßigen Steuerersparnis aufzeigten, um die Steuernachzahlungen größtmöglich zu minimieren. Hierbei spielte der § 7g EStG a.F. eine nicht unwesentliche Rolle, da er den Steuerpflichtigen ermöglichte, Gewinn aus einem Wirtschaftsjahr in ein anderes Wirtschaftsjahr zu verschieben, auch dann wenn, nicht beabsichtigt war, während der Zweijahresfrist ein Wirtschaftsgut anzuschaffen, frei nach dem Motto: „Dann müssen wir eben nächstes Jahr einen Gang runter schalten!“ Das war dem Gesetzgeber ein Dorn im Auge, da dieses Steuerstundungsmodell nur allzu oft Anwendung fand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMSTELLUNG

2. SYSTEMATISCHER ÜBERBLICK ÜBER DEN NEUEN PARAGRAPH 7G ESTG

2.1 Rechtsentwicklung

2.2 Sachlicher & zeitlicher Anwendungsbereich

2.2.1 Letztmalige Anwendung der alten Regelung

2.2.2 Erstmalige Anwendung der neuen Regelung

2.2.3 Überblick über den neuen § 7g EStG

2.3 Investitionsabzugsbetrag

2.3.1 Vor- und Nachteile des Investitionsabzugs

2.3.2 Systemwechsel

2.3.3 Höhe

2.3.4 Voraussetzungen

2.3.4.1 Begünstigte Betriebe

2.3.4.2 Investitionsabsicht

2.3.4.3 Zustand des Wirtschaftsguts

2.3.4.4 Investitionszeitraum

2.3.4.5 Investitionsbeschreibung

2.3.4.6 Größenabhängige Voraussetzungen

2.3.5 Betragsmäßige Begrenzung des Investitionsabzugsbetrages

2.3.6 Mitteilungszwang

2.3.7 Außerbilanzielle Hinzurechnung des Investitionsabzugs

2.3.8 Rechtsfolgen bei Vornahme der begünstigten Investition

2.4. Herabsetzungsbetrag der AHK

2.4.1 Wahlrecht

2.4.2 Umgekehrte Maßgeblichkeit

2.5 Sonderabschreibung

2.5.1 Voraussetzungen

2.5.2 Ausgangsgröße

2.5.3 Autonomie der Sonderabschreibung

2.5.4 Begünstigungszeitraum & Übergang auf die Restwert- AfA

2.5.5 Die Förderungslücke

2.6. Rückwirkende Streichung des Investitionsabzugsbetrages

2.6.1 Rückgängigmachung des Investitionsabzugs bei unterbliebener Investition

2.6.2 Bei Nichteinhaltung der Verbleibens- und Nutzungsvoraussetzungen

2.6.3 Minderinvestition

2.6.4 Mehrinvestition

3. GEGENÜBERSTELLUNG ALT- UND NEUREGELUNG

3.1 Allgemeines

3.2. Beispiel 1:

3.2.1 neues Recht:

3.2.2 altes Recht:

3.3 Beispiel 2:

3.3.1 neues Recht

3.3.2 altes Recht

3.3.3 Ergebnis

3.4 Wegfall der Existenzgründerrücklage

4. SONDERTATBESTÄNDE

4.1 Analoge Anwendung der alten Rechtsprechung

4.1.1 Hinzurechnung des Investitionsabzugs im Falle der Betriebsveräußerung oder Betriebsaufgabe

4.1.2 Investitionsabzug für einen Restbetrieb

4.1.3 Zulässigkeit des Investitionsabzugs bei vorheriger Schätzung

4.1.4 Bildung eine Ansparrücklage vor Vollendung der Betriebseröffnung

4.2 GWG und GWG- Sammelposten in Zusammenhang mit § 7g EStG

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf den § 7g EStG. Ziel ist es, die Neugestaltung des Investitionsabzugsbetrages und der Sonderabschreibung zu analysieren, die Vor- und Nachteile gegenüber der alten Ansparabschreibung aufzuzeigen und die praktische Anwendbarkeit sowie die Auswirkungen der neuen Regelungen zu bewerten.

  • Systematischer Überblick über den neuen Investitionsabzugsbetrag
  • Vergleich zwischen altem Recht (Ansparabschreibung) und neuem Recht
  • Voraussetzungen und Anwendungsbereich der Neuregelung
  • Behandlung von Sonderfällen und Gestaltungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Systemwechsel

Anstelle der bisherigen bilanziellen Ansparrücklage gibt es einen außerbilanziellen Investitionsabzugsbetrag. Die Gewinnminderung erfolgt künftig nicht mehr durch die buchmäßige Passivierung von Rücklagen, sondern durch einen außerbilanziellen gewinnmindernden Abzug. Das Ziel ist in beiden Fällen dasselbe, die Vorverlagerung von Abschreibungspotential in ein Wirtschaftsjahr vor der Anschaffung/ Herstellung eines begünstigten Wirtschaftsguts.

Die Neuregelung muss vor dem Hintergrund des Wegfalls der degressiven AfA nach § 7 Abs. 2 EStG gesehen werden. Ziel der Änderungen des Investitionsabzugsbetrages und der Sonderabschreibung ist es daher, bis zum Anschaffungs- oder Herstellungsjahr das bisherige Abzugsvolumen zumindest zu erhalten. Dies wird im neuen System dadurch erreicht, dass sich die gewinnerhöhende Auflösung des Investitionsabzugsbetrages mit dem gewinnmindernden Abzug von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten (in der Höhe des Investitionsabzugsbetrags), ausgleicht. Zusätzlich werden die Sonderabschreibung sowie die lineare AfA aus der geminderten Bemessungsgrundlage gewährt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMSTELLUNG: Darstellung des steuerlichen Hintergrunds und der Zielsetzung der Reform von § 7g EStG im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008.

2. SYSTEMATISCHER ÜBERBLICK ÜBER DEN NEUEN PARAGRAPH 7G ESTG: Detaillierte Analyse der Rechtsentwicklung und der neuen strukturellen Vorgaben für Investitionsabzug und Sonderabschreibung.

3. GEGENÜBERSTELLUNG ALT- UND NEUREGELUNG: Analyse der wesentlichen Unterschiede zwischen der alten Ansparabschreibung und dem neuen Investitionsabzugsbetrag anhand konkreter Beispiele.

4. SONDERTATBESTÄNDE: Untersuchung spezifischer Anwendungsprobleme wie Betriebsveräußerung, Schätzungsfälle und die Behandlung von geringwertigen Wirtschaftsgütern.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen der Reform auf die Steuergestaltung und die Anreizwirkung für Investitionen.

Schlüsselwörter

§ 7g EStG, Investitionsabzugsbetrag, Ansparabschreibung, Unternehmensteuerreform 2008, Sonderabschreibung, Gewinnverlagerung, Steuerstundung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Gewerbebetrieb, Existenzgründer, Betriebseröffnung, Bilanz, außerbilanziell, Restbetrieb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die tiefgreifenden Änderungen des § 7g EStG durch die Unternehmensteuerreform 2008, insbesondere den Übergang von der bilanziellen Ansparabschreibung zum außerbilanziellen Investitionsabzugsbetrag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der neue systematische Aufbau der Vorschrift, die Voraussetzungen für den Investitionsabzugsbetrag, die Sonderabschreibungen sowie die steuerlichen Auswirkungen und Gestaltungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Betriebe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob die Reform geeignet ist, die ursprünglichen Ziele der steuerlichen Förderung von Investitionen zu erreichen, und welche Auswirkungen die Änderung für den Steuerpflichtigen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse der Gesetzestexte, ergänzt durch eine Auswertung der Literatur, BFH-Rechtsprechung und praktischer Berechnungsbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert den Systemwechsel, die Voraussetzungen für Investitionsabzug und Sonder-AfA, den Umgang mit Minder- oder Mehrinvestitionen sowie die Analogie zur alten Rechtsprechung bei speziellen Fallkonstellationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind § 7g EStG, Investitionsabzugsbetrag, Sonderabschreibung, Steuerstundung, Gewinnverlagerung und Unternehmensteuerreform 2008.

Wie unterscheidet sich der neue Investitionsabzugsbetrag von der alten Ansparabschreibung?

Der wesentliche Unterschied liegt in der außerbilanziellen Abwicklung des Investitionsabzugs, während die alte Ansparabschreibung als bilanzielle Rücklage innerhalb der Buchhaltung passiviert werden musste.

Warum wurde die Existenzgründerrücklage abgeschafft?

Die Abschaffung begründet sich primär dadurch, dass durch die ohnehin anfallenden Anlaufverluste bei Neugründungen die Begünstigung oft keine steuerliche Auswirkung hatte und der Investitionsabzugsbetrag nun als ausreichendes Förderungsinstrument angesehen wird.

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Details

Title
Die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf den § 7g EStG
College
Schmalkalden University of Applied Sciences
Grade
1,7
Author
Susanne Köhler (Author)
Publication Year
2008
Pages
73
Catalog Number
V111995
ISBN (eBook)
9783640104161
ISBN (Book)
9783640127795
Language
German
Tags
Auswirkungen Unternehmensteuerreform EStG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Köhler (Author), 2008, Die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf den § 7g EStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111995
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