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Vergleich der Nationalen Forschungs- und Technologiepolitiken in Deutschland und Großbritannien ab 1990

Erklärung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten

Título: Vergleich der Nationalen Forschungs- und Technologiepolitiken in Deutschland und Großbritannien ab 1990

Tesis , 2008 , 78 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Yilmaz Sütcü (Autor)

Economía - Casos de estudio
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Wirtschaftswachstum bringt den Menschen Wohlstand. Aus den Wachstumsmodellen ist bekannt, dass technischer Fortschritt eine wesentliche Determinante des Wachstums bildet. Technischer Fortschritt entsteht durch die Produktion von Innovationen. Immer neuere Produkte werden hergestellt, die auf der einen Seite eine Konsummöglichkeit darstellen, auf der anderen Seite aber lösen sie auch Veränderungen in der Gesellschaft aus. Es ist zu beobachten, dass im Laufe der Zeit Produkte und Dienstleistungen in doppelter Hinsicht einen steigenden Wissensgrad beanspruchen. Zum einen wird mehr Wissen benötigt, um die Produkte herzustellen. Zum anderen wird auch auf Seiten der Verbraucher mehr Wissen benötigt, um die Produkte nutzen zu können. Es entstehen Wissensökonomien und Wissensgesellschaften. Komplexer werdende Technologien und interdisziplinäre Forschung sagen voraus, dass Wissen auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Die neuen Produkte werden nach ihrer Herstellung am Markt gehandelt. In Zeiten der Globalisierung bedeutet das einen weltweiten Marktplatz und internationale Konkurrenz. Daher versucht ein Land seine Innovationen von denen anderer Länder abzuheben. Dies gelingt am besten, wenn die Innovationen eines Landes mit Wissen gekoppelt sind, das anderen Ländern noch nicht verfügbar ist. Da Innovationen im Laufe der Zeit einen steigenden Wissensgrad beanspruchen, wird in die Forschung investiert, um neues Wissen zu produzieren. Dieses Wissen wird dann umgesetzt in innovative Produkte und Dienstleistungen. Die Forschungs- und Technologiepolitik übernimmt diese beiden Aufgaben. Zum einen investiert sie in die Forschung, zum anderen setzt sie sich für die erfolgreiche Umsetzung der Forschungsergebnisse in innovative Produkte ein.
Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst herauszustellen, ob staatliche Eingriffe in die Wirtschaft überhaupt gerechtfertigt sind. Dazu werden Formen des Marktversagens unter-sucht, mit denen staatliche forschungs- und technologiepolitische Maßnahmen begründet werden. Anschließend werden die Forschungs- und Technologiepolitiken von Deutschland und Großbritannien analysiert und schließlich miteinander verglichen.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Begriffliche Grundlagen

2.1 Forschung und Entwicklung

2.2 Technologie

2.3 Forschungs- und Technologiepolitik

3. Marktversagen und wirtschaftspolitische Ansatzpunkte für die Forschungs- und Technologiepolitik

3.1 Spillover-Effekte in endogenen Wachstumsmodellen

3.1.1 Learning-by-Doing-Modell

3.1.2 Humankapitalmodell

3.1.3 FuE-Modell

3.2 Marktunvollkommenheiten im Außenhandelsmodell

3.3 Unsicherheiten und unvollkommene Kreditmärkte

3.4 Netzwerkeffekte

4. Forschungs- und Technologiepolitik in Deutschland

4.1 Akteure

4.1.1 Ministerien und Gremien

4.1.2 Schulen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen

4.1.3 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

4.1.4 Forschungsförderungseinrichtungen

4.1.5 Unternehmen

4.1.6 Europäische Union

4.2 Die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands

4.2.1 Entwicklungen seit den 90er Jahren

4.2.2 Inputorientierte FuT-Indikatoren

4.2.3 Outputorientierte FuT-Indikatoren

4.2.4 Marktorientierte FuT-Indikatoren

4.3 Studien zum Innovationssystem und Technologievorschau als Basis für die FuT- Strategie

4.3.1 Studien zum Innovationssystem

4.3.2 Technologievorschau

4.4 FuT-Strategie: Die Hightech-Strategie für Deutschland

4.4.1 Querschnittsaktivitäten zur Innovationsförderung

4.4.2 Forschungsfeldspezifische Innovationsstrategien

4.5 Evaluation

4.5.1 Evaluationsverfahren Drei-Schalenmodell

4.5.2 Evaluation ausgewählter Förderprogramme

5. Nationale Forschungs- und Technologiepolitik in Großbritannien

5.1 Akteure

5.1.1 Ministerien und Gremien

5.1.2 Schulen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen

5.1.3 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

5.1.4 Forschungsförderungseinrichtungen

5.1.5 Unternehmen

5.1.4 Europäische Union

5.2 Die technologische Leistungsfähigkeit Großbritanniens

5.2.1 Entwicklung seit den 90er Jahren

5.2.2 Inputorientierte FuT-Indikatoren

5.2.3 Outputorientierte FuT-Indikatoren

5.2.4 Marktorientierte FuT-Indikatoren

5.3 Studien zum Innovationssystem und Technologievorschau als Basis für die FuT-Strategie

5.3.1 Studien zum Innovationssystem

5.3.2 Technologievorschau

5.4 FuT-Strategie: Science and Innovation Investment Framework 2004- 2014

5.4.1 Science and Innovation Investment Framework 2004- 2014

5.4.2 Technology Strategy Board

5.5 Evaluation

5.5.1 Evaluationsverfahren ROAME

5.5.2 Evaluation ausgewählter Förderprogramme

6. Vergleich der FuT-Politiken in Deutschland und Großbritannien

6.1 Vergleich der Forschungsinfrastrukturen

6.2 Vergleich der FuT-Indikatoren

6.3 Vergleich der FuT-Strategien

7. Schlußbemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die ökonomische Rechtfertigung staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft durch die Analyse von Marktversagen und vergleicht anschließend die Forschungs- und Technologiepolitiken (FuT-Politik) von Deutschland und Großbritannien, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren Innovationsstrategien aufzuzeigen.

  • Analyse theoretischer Grundlagen des Marktversagens und endogener Wachstumsmodelle.
  • Untersuchung der nationalen FuT-Akteure und Innovationssysteme in Deutschland und Großbritannien.
  • Bewertung der technologischen Leistungsfähigkeit beider Länder anhand von Input-, Output- und Marktindikatoren.
  • Vergleich der staatlichen FuT-Strategien, Förderprogramme und Evaluationsmethoden.
  • Ableitung von Schlussfolgerungen über die Wirksamkeit und Strategieausrichtung beider Innovationsstandorte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Spillover-Effekte in endogenen Wachstumsmodellen

Der Beginn der endogenen Wachstumstheorien ist geprägt durch die Arbeiten von Romer (1986, 1990), Lucas (1988) und Rebelo (1991) und wurde vor allem von Grossman/Helpman (1991) weiterentwickelt.16 In der neoklassischen Wachstumstheorie wurde langfristiges Wachstum mit einem exogen vorgegebenen technischen Fortschritt dargestellt, ohne weitere Erklärungen hinsichtlich seiner Entstehung oder Herkunft. Mit dem Aufkommen der endogenen Wachstumstheorien wird versucht, den technischen Fortschritt aus dem Modell heraus zu erklären. Dabei spielen externe Effekte und öffentliche Güter eine zentrale Rolle.17

Positive externe Effekte, auch Spillover-Effekte genannt, entstehen durch die Diffusion von Wissen. Dabei weist hier Wissen die Eigenschaften eines öffentlichen Gutes auf, für welches die Kriterien der Nichtausschließbarkeit und Nichtrivalität gelten.18 Nichtausschließbarkeit bedeutet, dass die Nutzer des Wissens andere vom gleichzeitigen Gebrauch dieses Wissens nicht ausschließen können, d.h. alle Interessenten können sich dieses Wissen aneignen. Nichtrivalität bedeutet, dass die Nutzung des Wissens ihre Ressource nicht verbraucht und alle gleichermaßen dieses Wissen in Anspruch nehmen können. Wissen als öffentliches Gut unterliegt nicht der Preisbildung im Marktmechanismus und führt daher zu Marktversagen. Forschende Unternehmen bezahlen für neues Wissen, das durch Spillover ohne größere Aufwände anderen Unternehmen bereitgestellt wird. Diesem Umstand wird versucht durch ein funktionsfähiges Patentwesen gerecht zu werden. Auf diese Weise kann zwar die kommerzielle Verwertung des neuen Wissens temporär eingeschränkt werden, die Verbreitung des Wissens wird aber dadurch nicht verhindert und kann Impulse für Innovationen anderer Unternehmen geben.19 Das wissensproduzierende Unternehmen wird für die eigenen Innovationen vom Markt entgolten, nicht aber für die externen Erträge, die durch Spillover in anderen Unternehmen entstehen und dadurch das gesamtwirtschaftliche Wachstum fördern. Aus Unternehmenssicht besteht daher ein geringeres Anreizkalkül in FuE zu investieren, als gesamtwirtschaftlich gesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Wissen und technischem Fortschritt für Wirtschaftswachstum und definiert das Ziel der Arbeit, staatliche Eingriffe aufgrund von Marktversagen theoretisch zu begründen und die FuT-Politiken Deutschlands und Großbritanniens zu vergleichen.

2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Forschung und Entwicklung, Technologie sowie Forschungs- und Technologiepolitik, um ein einheitliches Verständnis für die nachfolgenden Analysen zu schaffen.

3. Marktversagen und wirtschaftspolitische Ansatzpunkte für die Forschungs- und Technologiepolitik: Das Kapitel untersucht theoretische Ursachen für Marktversagen, wie Spillover-Effekte, unvollkommene Kreditmärkte und Netzwerkeffekte, und leitet daraus die Notwendigkeit und Rechtfertigung staatlicher Eingriffe zur Innovationsförderung ab.

4. Forschungs- und Technologiepolitik in Deutschland: Hier werden die Akteure, die technologische Leistungsfähigkeit und die strategische Ausrichtung (Hightech-Strategie) Deutschlands sowie verschiedene Evaluationsverfahren für Förderprogramme detailliert dargestellt.

5. Nationale Forschungs- und Technologiepolitik in Großbritannien: Dieses Kapitel analogisiert die Analyse aus Kapitel 4 für Großbritannien, indem es die dortigen Akteure, FuT-Strategien (Science and Innovation Investment Framework) und Evaluationssysteme untersucht.

6. Vergleich der FuT-Politiken in Deutschland und Großbritannien: Der Vergleichsteil synthetisiert die Ergebnisse und stellt die unterschiedlichen Forschungslandschaften, die Indikatoren zur technologischen Leistungsfähigkeit und die strategischen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede gegenüber.

7. Schlußbemerkungen: Die Schlussbemerkungen fassen die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betonen die zentrale Rolle der Forschungs- und Wissensbasis für die Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Forschungs- und Technologiepolitik, FuE, Marktversagen, Spillover-Effekte, Innovationssystem, Deutschland, Großbritannien, Hightech-Strategie, Science and Innovation Investment Framework, Technologietransfer, FuE-Indikatoren, Technologische Leistungsfähigkeit, Netzwerkeffekte, Wirtschaftswachstum, Wissensgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich der Forschungs- und Technologiepolitiken in Deutschland und Großbritannien ab 1990, basierend auf einer theoretischen Fundierung durch Marktversagenstheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Marktversagen, endogene Wachstumsmodelle, die Rolle staatlicher Akteure, die technologische Leistungsfähigkeit der Länder sowie die Evaluation nationaler Forschungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob staatliche Eingriffe in die Wirtschaft gerechtfertigt sind, und durch eine vergleichende Analyse der Politikansätze in Deutschland und Großbritannien Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Innovationsförderung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise, indem sie zunächst eine theoretische Basis (Marktversagen) schafft und diese im anschließenden empirischen Vergleich der Innovationssysteme und Strategien der beiden Länder anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Analyse des Marktversagens sowie die detaillierte Darstellung der Akteure, Strategien und technologischen Leistungsindikatoren in Deutschland und Großbritannien, inklusive einer vergleichenden Gegenüberstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Forschungs- und Technologiepolitik, Innovationssystem, Wissensökonomie, Spillover-Effekte und die expliziten nationalen Strategien beider Länder beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Forschungsförderung in Großbritannien in Bezug auf Unternehmen?

Ein wesentlicher Unterschied ist die steuerliche FuE-Förderung in Großbritannien, die technologieneutral gestaltet ist und Unternehmen Anreize durch "R&D Tax Credits" bietet, ein Instrument, das in Deutschland in dieser Form zum Zeitpunkt der Arbeit nicht existierte.

Welche Rolle spielen Netzwerke in den untersuchten Strategien?

Beide Länder verfolgen eine starke Netzwerkorientierung und Cluster-Strategien, um Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen und durch Technologietransfer die Innovationsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu stärken.

Final del extracto de 78 páginas  - subir

Detalles

Título
Vergleich der Nationalen Forschungs- und Technologiepolitiken in Deutschland und Großbritannien ab 1990
Subtítulo
Erklärung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten
Universidad
University of Stuttgart
Calificación
2,0
Autor
Yilmaz Sütcü (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
78
No. de catálogo
V112022
ISBN (Ebook)
9783640107278
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vergleich Nationalen Forschungs- Technologiepolitiken Deutschland Großbritannien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Yilmaz Sütcü (Autor), 2008, Vergleich der Nationalen Forschungs- und Technologiepolitiken in Deutschland und Großbritannien ab 1990, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112022
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