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Die Rolle des Staatsoberhauptes in Deutschland seit 1871

Title: Die Rolle des Staatsoberhauptes in Deutschland seit 1871

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Schütz (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Das Staatsoberhaupt machte in Deutschland einen starken Wandel vom Alleinherrscher zum weitgehend machtlosen Repräsentanten durch.

Diese Arbeit beleuchtet den Wandel der Rolle des Staatsoberhauptes – sowohl in der verfassungsrechtlichen als auch der realen Stellung – seit der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 bis heute. Über diese Zeitspanne wird in Kapitel 2 ein grundlegender, kurzer Überblick der Verschiedenartigkeit der Kompetenzen des deutschen Staatsoberhauptes im Laufe der Geschichte aufgezeigt. Es sollen sowohl die formellen Rechte und Befugnisse, die in der Verfassung festgelegt waren, als auch die Rechte, die das jeweilige Staatsoberhaupt de facto hatte, erläutert werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Vergleich des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik mit dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik gelegt.

Außerdem werden zur näheren Darstellung des Unterschieds zwischen Reichspräsident und Bundespräsident exemplarisch verschiedene Themen in der heutigen Arbeit des Bundespräsidenten unter Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung und der Verfassungslage näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterschiede der Position des Staatsoberhauptes in den verschiedenen politischen Systemen in Deutschland seit 1871

2.1 Zustand im Deutschen Reich von 1871 – 1918

2.2 Die Weimarer Reichsverfassung 1919

2.3 Die Zeit des Nationalsozialismus

2.4 Die Bundesrepublik

3. Verschiedene verfassungsrechtliche Themen in der Weimarer Republik und der Bundesrepublik

3.1 Auflösung des Parlaments

3.1.1 Situation in der Weimarer Republik

3.1.2 Situation in der Bundesrepublik

3.2 Rechte des Bundespräsidenten in der Gesetzgebung und Anwendung von verschiedenen Amtsinhabern

3.2.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen

3.2.2 Anwendung in der Praxis

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den historischen Wandel der Rolle des deutschen Staatsoberhauptes seit 1871 und analysiert die verfassungsrechtliche Stellung sowie die reale Machtausübung im Vergleich zwischen den verschiedenen politischen Systemen Deutschlands.

  • Historische Entwicklung des Staatsoberhauptes von 1871 bis zur Gegenwart.
  • Vergleich der Machtbefugnisse des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik.
  • Analyse der verfassungsrechtlichen Spielräume bei der Parlamentsauflösung.
  • Untersuchung des materiellen und formellen Prüfungsrechts von Bundespräsidenten bei der Gesetzgebung.
  • Rolle des Bundesverfassungsgerichts bei der Kontrolle präsidentieller Entscheidungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Situation in der Weimarer Republik

Nach Artikel 25 der Weimarer Reichsverfassung konnte der Reichspräsident „den Reichstag auflösen, jedoch nur einmal aus dem gleichen Anlass“. Dies ermöglichte es dem Reichspräsidenten, den Reichstag aus eigener Veranlassung aufzulösen. In Verbindung mit Art. 48 der Reichsverfassung führte dies dazu, dass der Reichspräsident sich eine umfassende Macht sichern konnte, ohne dass es dazu einen Anlass geben musste.

Nach der Weimarer Verfassung musste die Auflösung des Reichstags von der Mehrheit im Reichstag abgesegnet werden. Eine Mehrheitsfindung gegen die jeweils aktuelle Regierung war vor allem in der Spätphase der Weimarer Republik vergleichsweise einfach möglich, so dass vor allem Heinrich Brüning während eines Großteils seiner Amtszeit von 1930 bis 1932 mit Hilfe von Notverordnungen regierte (vgl. Kolb 2002, S. 133). In der heutigen historischen Betrachtung wird die Amtszeit Eberts oft als positiv aufgefasst. Dies hängt mit den unglücklichen Entscheidungen zusammen, die von Hindenburg in seiner Amtszeit oftmals traf und die mitentscheidend für die nationalsozialistische Machtübernahme waren. Zudem hatte Ebert in allen wichtigen politischen Fragen – bis auf den Vertrag von Locarno – die Rückendeckung der SPD. Die SPD stellte während der gesamten Amtszeit Eberts die größte Fraktion im Reichstag, was erheblich zur Stabilität der Weimarer Republik beitrug. Letztlich hatten in der Praxis beide Reichspräsidenten das maximale Ausmaß an Macht an sich genommen, die ihnen nach der Reichsverfassung zustand (vgl. Kaltefleiter 1970, S. 166).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Wandel des Staatsoberhauptes vom machtvollen Alleinherrscher zum repräsentativen Amt seit 1871.

2. Unterschiede der Position des Staatsoberhauptes in den verschiedenen politischen Systemen in Deutschland seit 1871: Dieses Kapitel vergleicht die Kompetenzen des Kaisers, des Reichspräsidenten und des Bundespräsidenten in ihren jeweiligen historischen Kontexten.

3. Verschiedene verfassungsrechtliche Themen in der Weimarer Republik und der Bundesrepublik: Hier werden zentrale verfassungsrechtliche Herausforderungen wie die Parlamentsauflösung und das Prüfungsrecht bei Gesetzen im Systemvergleich beleuchtet.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Amt des Bundespräsidenten zwar politisch ist, aber durch Lehren aus der Weimarer Geschichte eine überparteiliche und zurückhaltende Amtsführung erfordert.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Gesetzestexte.

Schlüsselwörter

Staatsoberhaupt, Deutsches Reich, Weimarer Republik, Bundesrepublik, Grundgesetz, Reichspräsident, Bundespräsident, Parlamentsauflösung, Notverordnung, Vertrauensfrage, Gesetzesprüfung, Verfassung, Politische Macht, Überparteilichkeit, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Wandlung der Funktion und Machtbefugnisse des deutschen Staatsoberhauptes im Zeitraum von 1871 bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der Vergleich der Machtfülle zwischen den verschiedenen Epochen, insbesondere der Vergleich zwischen Reichspräsidenten und Bundespräsidenten sowie deren Rolle bei der Parlamentsauflösung und Gesetzesprüfung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Wandel vom absolutistischen Monarchen zum weitgehend machtlosen Repräsentanten unter Berücksichtigung der Lehren aus der Weimarer Republik aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt einen rechtsvergleichenden und historischen Ansatz, um die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen anhand von Beispielen und politischer Historie zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der jeweiligen politischen Systeme und eine detaillierte Untersuchung der verfassungsrechtlichen Themen wie der Parlamentsauflösung und des materiellen Prüfungsrechts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Staatsoberhaupt, Weimarer Republik, Bundespräsident, Grundgesetz, Parlamentsauflösung und politische Macht sind zentrale Begriffe der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Staatsoberhauptes in der Weimarer Republik von der Bundesrepublik?

Während der Reichspräsident aufgrund der Weimarer Verfassung weitreichende Machtbefugnisse (Notverordnungen) besaß, ist der Bundespräsident laut Grundgesetz als weitgehend repräsentative Instanz angelegt, die keine legislative Macht ausübt.

Welche Rolle spielte das Bundesverfassungsgericht bei der Auflösung des Bundestages?

Das Bundesverfassungsgericht stärkte in verschiedenen Fällen, wie 1982 und 2005, die Position des Bundespräsidenten, indem es dessen Zustimmung zur Auflösung des Bundestages als verfassungsgemäß bestätigte.

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Details

Title
Die Rolle des Staatsoberhauptes in Deutschland seit 1871
College
University of Münster
Grade
2,3
Author
Christian Schütz (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V112023
ISBN (eBook)
9783640104994
Language
German
Tags
Rolle Staatsoberhauptes Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schütz (Author), 2008, Die Rolle des Staatsoberhauptes in Deutschland seit 1871, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112023
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