Die Arbeit stellt überblicksartig die Besonderheiten von Handy-TV und seiner Nutzer zusammen und erörtert im Anschluss die verschiedenen möglichen Erlösformen des Formats.
Nach der Einleitung wird zunächst auf die verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten und aktuelle technische Standards mit ihren Vor- und Nachteilen eingegangen. Danach werden die Nutzer genauer unter die Lupe genommen und im weiteren Verlauf die technischen Besonderheiten erörtert. Im zweiten Teil geht der Autor auf die verschiedenen Erlösformen näher ein, die sich auf dieses Format anwenden lassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Handy-TV in Deutschland
2.1 Wie kommt das Fernsehen ins Handy?
2.1.1 Via Rundfunknetz
2.1.2 Via Mobilfunknetz
2.1.3 Via Funknetz
2.2 Nutzer von Handy-TV
2.3 Besonderheiten der Inhalte
2.4 Erlösformen
2.4.1 Gerätesubventionierung
2.4.2 GEZ-Gebühren
2.4.3 Pay-Modelle
2.4.4 Werbung
2.4.5 Sponsoring
2.4.6 Dienste
2.5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Stand und die Perspektiven von Handy-TV in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die technischen Übertragungswege, das Nutzerverhalten sowie die verschiedenen Erlösmodelle, die eine wirtschaftlich tragfähige Etablierung dieses neuen Formats ermöglichen könnten.
- Technische Grundlagen der Übertragung (Rundfunk, Mobilfunk, Funknetz)
- Analyse der Zielgruppen und ihres Nutzungsverhaltens
- Anforderungen an die inhaltliche Gestaltung für mobile Endgeräte
- Überblick und Bewertung verschiedener Erlösmodelle
- Herausforderungen bei der Etablierung am Markt
Auszug aus dem Buch
2.4.3 Pay-Modelle
Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Handy-TV-Services ist das Pay-Per-View-Modell. Dem Kunden werden einzelne On-Demand-Angebote bei Nutzung in Rechnung gestellt, die per Video-Stream an ihn übermittelt werden. Diese Möglichkeit bietet sich bei der Verbreitung via Mobilfunknetz an, da hier neben der gezielten Anforderung und Zustellung des Angebots auch eine unkomplizierte Abrechnungsform seitens des Mobilfunkanbieters möglich ist. Generell ist sie mit allen Standards umsetzbar, die über einen Rückkanal verfügen.
Eine andere Variante ist das Pay-Per-Channel-Modell, bei dem die Nutzung eines Live-Stream-Channels in Rechnung gestellt wird. Hier wird das Angebot zwar auch On-Demand versendet, aber unabhängig von der Nutzung bereitgestellt. Der Kunde „schaltet“ sozusagen zur Nutzung einfach „ein“. Das Prinzip ist im Wesentlichen mit dem Angebot von Pay-TV-Anbietern auf dem herkömmlichen TV-Markt vergleichbar.
Bei beiden Varianten ist der Kunde sehr flexibel und kann jedesmal von neuem darüber entscheiden, ob er ein Angebot wahrnehmen und bezahlen möchte oder nicht. Um diese Ungewissheit auf Unternehmensseite zu mindern, eignen sich nutzungsunabhängige Paketangebote, Abonnements oder Flatrates mit monatlichen Einheitspreisen. (Vgl. Colman et al. 2006, S. 50).
Die Kombination von kostenlosen Kanälen mit zusätzlichen, kostenpflichtigen ist ebenfalls möglich. Dabei muss dem Rezipienten, dem einige Kanäle kostenlos zur Verfügung gestellt werden, allerdings der Mehrwert der kostenpflichtigen Kanäle deutlich gemacht werden, damit er auf diese auch zurückgreift und dem Unternehmen Umsätze verschafft. (Vgl. Colman et al. 2006, S. 50 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die technologische Entwicklung des Fernsehens von den Anfängen bis zur modernen mobilen Nutzung auf Handys und definiert den Fokus der Arbeit auf das neue Handy-TV-Segment.
2 Handy-TV in Deutschland: Dieses Hauptkapitel analysiert die technischen Übertragungsstandards, die Zielgruppe der Nutzer, spezifische Anforderungen an die Inhalte sowie die verschiedenen Erlösmodelle, die eine Kommerzialisierung von Handy-TV ermöglichen sollen.
Schlüsselwörter
Handy-TV, Mobiles Fernsehen, Rundfunknetz, Mobilfunknetz, DVB-H, DMB, Erlösmodelle, Pay-Modelle, Mobile Werbung, Sponsoring, Nutzerverhalten, Mehrwertdienste, UMTS, HSDPA, Medienkonsum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Handy-TV in Deutschland und beleuchtet insbesondere die technischen Besonderheiten, die Nutzungsgewohnheiten und die möglichen wirtschaftlichen Geschäftsmodelle für diesen neuen Markt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die technischen Übertragungsverfahren (Rundfunk-, Mobilfunk- und Funknetze), die Anforderungen an die inhaltliche Aufbereitung für mobile Geräte sowie die ökonomische Ausgestaltung durch verschiedene Finanzierungsformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den damaligen Entwicklungsstand von Handy-TV zu geben und die Mechanismen aufzuzeigen, wie Anbieter mit diesem Format profitabel agieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die auf aktuellen Studien, Marktprognosen und Fachbeiträgen zum Stand der Technik und zum Medienkonsum basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, die Nutzeranalyse, die inhaltliche Gestaltung unter Berücksichtigung mobiler Restriktionen und eine detaillierte Aufschlüsselung der Erlösformen wie Werbung, Sponsoring und Pay-Modelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Handy-TV, mobiles Fernsehen, DVB-H, Erlösmodelle, Zielgruppenanalyse und mobile Dienste.
Welche Rolle spielt die DVB-H-Technologie für die Zukunft von Handy-TV?
DVB-H wird als europäischer Standard für mobiles Fernsehen angesehen und bietet durch die Integration eines Rückkanals Vorteile gegenüber anderen Standards, was die Entwicklung und Interaktivität positiv beeinflussen soll.
Warum sind die Anforderungen an die Inhalte bei Handy-TV so spezifisch?
Aufgrund der kleinen Displays, begrenzter Akkuleistung und der typischen Nutzungssituation als „Pausenfernsehen“ müssen Inhalte kurz sein, optisch durch Großaufnahmen und flächige Farben überzeugen und akustisch auf die Umgebungsgeräusche der Nutzer abgestimmt sein.
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- Jan Kietzmann (Author), 2008, Handy-TV in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112063