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Die klassische Dichotomie der natürlichen und der künstlichen Ordnung in der griechischen Antike

Die Staatenlehre nach Platon und Aristoteles

Title: Die klassische Dichotomie der natürlichen und der künstlichen Ordnung in der griechischen Antike

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Baltzer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Betrachtet man politische Theorie und Ideengeschichte, so findet man ein verbindendes Thema: Wie wollen oder sollen Menschen miteinander leben? Offensichtlich handelt es sich bei der politischen Ordnung um eine Beziehung von Teilen zu einem Ganzen. Diese Beziehung kann in unterschiedlichen Staatsformen verschieden ausgestaltet sein, was im Rahmen der Arbeit eine Klassifikation und Erläuterung findet.
Daneben seien exemplarisch die Ordnungsvorstellungen Platons und Aristoteles dargestellt. Dabei soll zunächst der historische Kontext nahe gebracht werden, da nur auf historischer Basis ein verständlicher Zugang zu den antiken Werken gefunden werden kann. Es folgt eine Darstellung des Idealstaates nach Platon. Anschließend wird in der Beschreibung des Staates nach Aristoteles eine Erklärung für die Entstehung politischer Gemeinschaften präsentiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Polis zur Zeit Platons und Aristoteles

3. Der Idealstaat nach Platon

3.1. Platons Diagnose der politischen Verhältnisse

3.2. Das platonische Staatsideal

3.2.1. Die Ideenlehre als Erkenntnisbasis

3.2.2. Der Selektionsprozess: Alle Macht den Experten

3.2.3. Der Staat als Entfaltungsbasis des Einzelnen

4. Die Aristotelische Staatenlehre

4.1. Der Weg von Platon zur aristotelische Lehre

4.2. Der Mensch als politisches Lebewesen

4.3. Der Staat nach Aristoteles

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die politische Ideengeschichte der griechischen Antike, insbesondere die Konzepte von Platon und Aristoteles, um den grundlegenden Gegensatz zwischen natürlicher und künstlicher Ordnung in der Staatsphilosophie zu beleuchten.

  • Historischer Kontext der griechischen Polis-Struktur.
  • Die platonische Ideenlehre und das Ideal des Philosophenkönigs.
  • Der aristotelische Empirismus und die Analyse existierender Staatsformen.
  • Vergleich der Konzepte von Arbeitsteilung und Gerechtigkeit.
  • Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit und Gemeinwohl als Basis politischer Stabilität.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Die Ideenlehre als Erkenntnisbasis

Wie bereits dargelegt, geht Platon von der Existenz einer allgemein gültigen Wahrheit aus. Fragt man sich beispielsweise: „Was ist?“, so könnte man antworten: „Es sind die sinnlich wahrnehmbaren Dinge (z.B. Apfel, Pferd, Stuhl etc.), die existieren, und somit sind.“. Betrachtet man dies jedoch näher, so kommt man zu der Erkenntnis, dass Dinge höchst vergänglich sind. So wird etwa ein Apfel recht schnell verfaulen, während das Pferd einem steten Alterungsprozess unterlaufen ist. Wären die Dinge das Seiende, so müsste sich dieses Seiende permanent ändern. Dies widerspricht aber gerade dem Begriff des Seienden. Folglich muss außer den Dingen etwas existieren, das ohne dass es für den Menschen sinnlich wahrnehmbar ist, existiert. Dieses Seiende sind nach Platon die Ideen.

Die sinnlich wahrnehmbaren Dinge sind dabei eine Art Abbildung der intelligiblen Ideen. Ein Pferd kann beispielsweise braun, weiß oder schwarz sein. Es gibt Pferde verschiedenen Alters und verschiedener Rassen. Trotzdem existiert nach Platon etwas hinter all diesen Pferden, was ihnen allen gemein ist: Die Idee eines Pferdes. Diese Idee ist unvergänglich und objektiv. Somit sind Ideen allgemein gültig. Erlangt man die Erkenntnis der Idee, so hat man auch die Erkenntnis einer allgemein gültige Wahrheit erlangt. Folglich ist auch die Erkenntnis des Guten erlangbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Grundproblem der politischen Ordnung ein und skizziert das Vorhaben, die Ordnungsvorstellungen von Platon und Aristoteles historisch und theoretisch einzuordnen.

2. Die Polis zur Zeit Platons und Aristoteles: Das Kapitel beschreibt die politischen Rahmenbedingungen der attischen Demokratie und das spartanische Gegenmodell, um den historischen Nährboden für die antike Staatsphilosophie darzulegen.

3. Der Idealstaat nach Platon: Hier wird Platons staatsphilosophischer Entwurf erläutert, der auf seiner Ideenlehre basiert und darauf abzielt, durch eine kompetenzbasierte Elite eine gerechte Gesellschaft zu schaffen.

4. Die Aristotelische Staatenlehre: Aristoteles' empirischer Ansatz zur Analyse politischer Gemeinschaften wird vorgestellt, wobei der Mensch als von Natur aus politisches Lebewesen im Zentrum steht.

5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Anwendbarkeit der antiken Modelle und stellt den utopischen Charakter Platons den pragmatischen Ansätzen zur Herrschaft der Gesetze gegenüber.

Schlüsselwörter

Politische Theorie, Ideengeschichte, Platon, Aristoteles, Polis, Ideenlehre, Gerechtigkeit, Staatsideal, Demokratie, empirischer Ansatz, Gemeinwohl, Rechtsstaat, politische Ordnung, Philosophenkönig, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der politischen Philosophie der griechischen Antike und vergleicht, wie Platon und Aristoteles das Ideal politischer Ordnung definieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gerechtigkeit, die Rolle des Staates als Entfaltungsbasis für den Bürger, die Bedeutung von Arbeitsteilung und die Frage, wer innerhalb eines Staates zur Herrschaft legitimiert ist.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Konzepte der „natürlichen“ und „künstlichen“ Ordnung in der antiken Staatenlehre zu analysieren und deren historische sowie theoretische Bedeutung herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die sich auf die Primärtexte von Platon und Aristoteles sowie deren Einordnung in den zeitgenössischen Kontext der antiken Polis stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Platons Idealstaat mit seiner Ideenlehre und dem Selektionsprozess sowie die aristotelische Lehre, die den Menschen als politisches Lebewesen betrachtet und nach der besten, realisierbaren Staatsform sucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Politische Theorie, Gerechtigkeit, Ideenlehre, Staatsideal und Gemeinwohl geprägt.

Warum lehnt Platon die Demokratie ab?

Platon betrachtet die Demokratie seiner Zeit als entartet, geprägt von Korruption, Instabilität und der Abwesenheit von fachlicher Kompetenz bei den Regierenden.

Was unterscheidet den Ansatz von Aristoteles von dem Platons?

Während Platon utopisch-theoretisch von einer absoluten Idee des Guten ausgeht, verfolgt Aristoteles einen empirischen Ansatz, indem er existierende Verfassungen analysiert, um das Beste innerhalb des Gegebenen zu finden.

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Details

Title
Die klassische Dichotomie der natürlichen und der künstlichen Ordnung in der griechischen Antike
Subtitle
Die Staatenlehre nach Platon und Aristoteles
College
University of Cologne
Grade
1,3
Author
Stefan Baltzer (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V112200
ISBN (eBook)
9783640108145
ISBN (Book)
9783640109821
Language
German
Tags
Dichotomie Ordnung Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Baltzer (Author), 2006, Die klassische Dichotomie der natürlichen und der künstlichen Ordnung in der griechischen Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112200
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