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Schulung der koordinativen Fähigkeiten mit Schwerpunkt auf Reaktions- und Differenzierungsfähigkeit

Examenslehrprobe

Title: Schulung der koordinativen Fähigkeiten mit Schwerpunkt auf Reaktions- und Differenzierungsfähigkeit

Examination Thesis , 2008 , 42 Pages , Grade: 2

Autor:in: Katja Spudat (Author)

Sport - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen meiner ersten schwerpunktspezifischen Spezialisierung „Sportrehabilitation“, in der in Seminaren, Informationen zur Diagnostik und den Umgang mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates vermittelt werden, können auch praktische Erfahrungen in den Lehrübungen gesammelt werden.
Die Lehrübungen, die im Bereich der ambulanten oder teilstationären Rehabilitation gemacht werden, ermöglichen den Studenten einen Einblick in die verschiedenen Indikationen und Therapiemöglichkeiten in einem Rehazentrum und bietet ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen in der Leitung einer Gruppe zu sammeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Bedingungsanalyse

2.1 Die äußeren Bedingungen

2.1.1 Die räumlichen Gegebenheiten

2.2 Das Mitarbeiterteam

2.3 Der Weg zur Therapie

2.4 Die Kostenträger

2.5 Die Leistungen der medicoreha

2.5.1 Formen der ambulanten Rehabilitation

2.5.1.1 Die ambulante muskuloskeletale Rehabilitation

2.5.1.2 Die erweiterte ambulante Physiotherapie

2.5.1.3 Die ambulante kardiologische Rehabilitation

2.5.1.4 Die integrierte Versorgung

2.5.2 Die Physiotherapie und physikalische Therapie

2.5.3 Die Ergotherapie

2.5.4 Die Sprachtherapie

2.5.5 Die präventiven Angebote

2.5.5.1 Das physiotherapeutische Aufbautraining

2.5.5.2 Das physiotherapeutische Aufbautraining „kompakt“

2.5.5.3 Die Gesundheitskurse für Erwachsene

2.5.5.4 Die Gesundheitskurse für Kinder

2.5.6 Die Sportlerbetreuung

3. Die Eigenschaften des Wassers

3.1 Der Wasserauftrieb

3.2 Der Wasserdruck

3.3 Der Wasserwiderstand

3.4 Die Wärmeleitfähigkeit/ Wassertemperatur

3.5 Die positiven Auswirkungen der Trainings im Wasser

3.6 Die Gefahren beim Training im Wasser

4. Die Besonderheiten und Charakteristika der Gruppe

4.1 Die Aktivierung/ Motivation

4.2 Das affektiv- emotionale Verhalten

4.3 Die Kommunikation und Interaktion

4.4 Die motorischen Fähigkeiten

4.5 Die kognitive Leistungsfähigkeit

5. Die Allgemeine Zielanalyse

5.1 Die allgemeinen Ziele der Rehabilitation

5.2 Die speziellen Ziele der Therapie im Wasser

5.2.1 Die psychosozialen Ziele

5.2.2 Die kognitiven Ziele

5.2.3 Die psychophysischen Ziele

5.2.4 Die funktionsorientierten Ziele

6. Die Reflexion der eigenen therapeutischen Tätigkeit und des Lernerfolges

7. Die Begründung der Therapieziele- und Inhalte in Bezug auf die Zielgruppe und die Examenslehrprobe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient der Analyse und Reflexion einer Examenslehrprobe im Bereich der Sportrehabilitation, mit Fokus auf die Schulung koordinativer Fähigkeiten im Bewegungsbad. Die Forschungsfrage untersucht, wie die spezifischen physikalischen Gegebenheiten des Wassers genutzt werden können, um bei einer heterogenen Patientengruppe motorische Defizite, insbesondere in der Reaktions- und Differenzierungsfähigkeit, gezielt zu reduzieren.

  • Strukturelle Analyse der Rahmenbedingungen einer ambulanten Rehabilitationseinrichtung
  • Physikalische Wirkungsweisen des Wassers (Auftrieb, Druck, Widerstand) auf den menschlichen Organismus
  • Didaktik der Gruppentherapie unter Berücksichtigung individueller Indikationsbereiche
  • Evaluation der therapeutischen Belastungssteuerung und Methodenkompetenz
  • Reflexion des persönlichen Lernfortschritts in der Gruppenleitung

Auszug aus dem Buch

Die motorischen Fähigkeiten

Zu den motorischen Hauptbeanspruchungsformen gehören Ausdauer, Kraft, Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit.

Die motorischen Fähigkeiten innerhalb einer Gruppe konnten sehr unterschiedlich sein, da auch die Zusammensetzung der Gruppen immer sehr verschieden war. Wenn sportlich erfahrene Patienten und Patienten ohne viel Bewegungserfahrung zusammen in einer Gruppe waren, konnte man die Unterschiede in der Bewegungskoordination, aber auch bei der Kraftfähigkeit deutlich sehen. Durch mangelndes Körpergefühl, mangelnde Bewegungserfahrung und Koordination konnten einige Bewegungen nur in geringerem Ausmaß oder in geringerem Tempo und mit viel Konzentration darauf ausgeführt werden. Teilweise waren die Patienten auch einfach überfordert mit bestimmten Übungen, hier muss der Therapeut darauf achten, dass er die Übungen, den einzelnen Fähigkeiten der Patienten angemessen, variiert und entsprechend leichtere oder schwerere Auftriebskörper einsetzt.

Bei einigen Patienten lag es aber nicht so sehr an den eingeschränkten motorischen Fähigkeiten, dass sie bestimmte Übungen nicht ausführen konnten, sondern viel mehr an den Schmerzen oder der Bewegungseinschränkung durch die Krankheit. Vor allem bei Schulterpatienten sind die Bewegungen im Schultergürtel noch so eingeschränkt oder so schmerzhaft gewesen, dass sie viele Übungen (z.B. Arm über 80° abduzieren) gar nicht ausführen konnten, ohne dass es an den koordinativen Fähigkeiten lag.

Bei Stunden zur Schulung der koordinativen Fähigkeiten, z. B. der Arm- Bein- Koordination waren allerdings allseits Probleme festzustellen, egal ob jung oder alt und sportlich erfahren oder nicht. Ich hatte in einer meiner Lehrübungsstunden eine Gruppe mit 6 relativ jungen, sportlich aussehenden Männern, die allerdings, was ich nicht gedacht hätte, ziemliche Schwierigkeiten mit ihrer Arm- Bein- Koordination hatten und sich sehr stark darauf konzentrieren mussten. Vor allem bei alternierenden Bewegungen der Arme und Beine traten die Probleme auf. Das zeigt, dass koordinative Fähigkeiten nicht unbedingt nur eine Frage des Alters, sondern vor allem der Bewegungserfahrung in diesem Bereich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des persönlichen Weges zur Lehrprobe und der organisatorischen Einbindung in das Rehazentrum medicoreha.

2. Allgemeine Bedingungsanalyse: Umfassende Untersuchung der räumlichen Infrastruktur, des interdisziplinären Teams sowie des Leistungsspektrums der medicoreha.

3. Die Eigenschaften des Wassers: Erläuterung der physikalischen Grundlagen wie Auftrieb, Druck und Widerstand sowie deren Auswirkungen auf den Organismus und die Therapie.

4. Die Besonderheiten und Charakteristika der Gruppe: Analyse der heterogenen Gruppenzusammensetzung hinsichtlich Motivation, Affektivität, Kommunikation und motorischer Leistungsfähigkeit.

5. Die Allgemeine Zielanalyse: Herleitung rehabilitativer Ziele unter Einbeziehung psychosozialer, kognitiver, psychophysischer und funktionsorientierter Aspekte.

6. Die Reflexion der eigenen therapeutischen Tätigkeit und des Lernerfolges: Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Übungsleiter und den gewonnenen Erfahrungen in der Gruppendynamik.

7. Die Begründung der Therapieziele- und Inhalte in Bezug auf die Zielgruppe und die Examenslehrprobe: Theoretische Fundierung des gewählten Schwerpunkts der Koordinationstherapie für die praktische Lehrprobe.

Schlüsselwörter

Sportrehabilitation, Bewegungsbad, Koordinationstherapie, Wasserauftrieb, Differenzierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Gruppentherapie, motorische Fähigkeiten, therapeutische Belastungssteuerung, Physiotherapie, ambulante Rehabilitation, Bewegungskoordination, Rehabilitation, Krankheitsbilder, Bewegungslernen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Examenslehrprobe?

Die Arbeit dokumentiert den praktischen Einsatz sowie die didaktische Planung und Reflexion einer Bewegungstherapie im Wasser, speziell im Rahmen der Spezialisierung „Sportrehabilitation“.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Im Zentrum stehen die physikalischen Wirkmechanismen von Wasser, die Analyse heterogener Patientengruppen und die methodische Schulung koordinativer Fähigkeiten.

Welches Ziel verfolgt die Therapie im Wasser konkret?

Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Handlungsfähigkeit des Patienten durch eine Kombination aus funktionsorientiertem Krafttraining, Koordinationsschulung und Förderung der psychosozialen Stabilität.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Trainingsplanung genutzt?

Der Autor verwendet eine induktive Lehrweise, bei der Übungen vorgeführt und in ihrer Grobform demonstriert werden, um den Patienten individuellen Freiraum bei der Ausführung zu lassen.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Faktoren der Gruppendynamik, die Bedeutung spezifischer physikalischer Wassertraining-Komponenten sowie die praktische Umsetzung der Koordinationstherapie.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportrehabilitation, Koordinationsschulung, Wassertherapie, Belastungssteuerung und Patienteninteraktion definiert.

Warum ist die Schulung der Differenzierungsfähigkeit im Alltag eines Patienten so entscheidend?

Sie ermöglicht eine ökonomische Krafteinsatzdosierung und verbessert die Fähigkeit, Entfernungen und Höhenunterschiede (wie Stufen oder Absätze) sicher abzuschätzen.

Wie geht der Autor mit Patienten um, die aufgrund ihrer Indikation manche Bewegungen nicht ausführen können?

Der Autor setzt auf eine konsequente Variation der Übungen, den Einsatz unterschiedlicher Auftriebskörper und eine enge individuelle Kommunikation, um Über- oder Unterforderungen zu vermeiden.

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Details

Title
Schulung der koordinativen Fähigkeiten mit Schwerpunkt auf Reaktions- und Differenzierungsfähigkeit
Subtitle
Examenslehrprobe
College
Sport Academy Cologne
Grade
2
Author
Katja Spudat (Author)
Publication Year
2008
Pages
42
Catalog Number
V112210
ISBN (eBook)
9783640111350
ISBN (Book)
9783640118854
Language
German
Tags
Schulung Fähigkeiten Schwerpunkt Reaktions- Differenzierungsfähigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Spudat (Author), 2008, Schulung der koordinativen Fähigkeiten mit Schwerpunkt auf Reaktions- und Differenzierungsfähigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112210
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