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Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom

Title: Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom

Diploma Thesis , 2007 , 139 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dorothee Güney (Author)

Pharmacology
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wurde untersucht, wie groß die Beeinträchtigung der Lebensqualität von Krebspatienten durch das Hand-Fuß-Syndrom, das als unerwünschte Arzneimittelwirkung einer Chemotherapie auftreten kann, in der deutschen Bevölkerung eingeschätzt wird. Zu diesem Zweck wurden Nutzwerte für die verschiedenen Schweregrade des HFS ermittelt.
Zur Ermittlung dieser Nutzwerte wurden 53 Personen in einer öffentlichen Apotheke befragt. Nach Ausfüllen eines Fragebogens zu allgemeinen soziodemographischen Daten und zum augenblicklichen Gesundheitszustand durch den Probanden wurde der Nutzwert für die verschiedenen Schweregrade des HFS anhand der visuellen Analogskala sowie der Time-Trade-Off Methode bestimmt.
Es zeigt sich zwischen den einzelnen Schweregraden eine deutliche Abstufung des Nutzwertes bei VAS, welche auch statistisch signifikant waren. Bei der TTO-Methode wurden im Verhältnis zur VAS deutlich höhere Nutzwerte generiert, die zwischen den einzelnen Schweregraden ebenfalls statistisch signifikant waren.
Aus den Antworten weiblicher Probanden wurden bei beiden Methoden etwas niedrigere Nutzwerte ermittelt als aus den Antworten männlicher Probanden. Aus dem Antwortverhalten verschiedener Altersgruppen ließen sich ebenfalls unterschiedliche Nutzwerte errechnen. Bezogen auf den Bildungsabschluss und den Gesundheitszustand der Probanden ergaben sich keine signifikanten Unterschiede der ermittelten Nutzwerte.
Es konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass das HFS als eine den Patienten stark beeinträchtigende unerwünschte Arzneimittelwirkung eingeschätzt wird.
Die in dieser Arbeit ermittelten Nutzwerte für das HFS können zukünftigen Kosten-Nutzwert-Analysen verwendet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Capecitabin

1.1.1 Indikation

1.1.2 Chemische Struktur

1.1.3 Enzymatische Aktivierung und Metabolisierung

1.1.4 Pharmakokinetik

1.1.5 Dosierung

1.1.6 Verträglichkeit

1.1.7 Interaktionen

1.1.8 Kontraindikationen

1.2 Hand-Fuß-Syndrom

1.2.1 Klinisches Bild

1.2.2 Klassifikation

1.2.3 Entstehungsmechanismus

1.2.4 Inzidenz unter Capecitabin-Therapie

1.2.5 Management

1.3 Kosten-Nutzwert-Analysen

1.3.1 Der Nutzwert

1.3.2 Bestimmung von Nutzwerten

2. Zielsetzung

3. Patienten und Methoden

3.1 Vorbereitung der Personenbefragung

3.1.1 Bildersuche

3.1.2 Vorauswahl von Bildern

3.1.3 Patientengespräche

3.1.4 Arztgespräche

3.1.5 Auswahl der Bilder zur Erstellung der Befragungskarten

3.1.6 Erstellung der Befragungskarten für die Personenbefragung

3.2 Personenbefragung mit Hilfe der Visuellen Analogskala (VAS) und der Time-Trade-Off-Methode (TTO)

3.2.1 Auswahl des Befragungsortes

3.2.2 Befragungszeitraum

3.2.3 Auswahl der Probanden

3.2.4 Personenbefragung

3.3 Berechnung von Nutzwerten aus dem EQ-5D-Fragebogen

3.4 Berechnung von Nutzwerten aus der Visuellen Analogskala

3.5 Berechnung von Nutzwerten nach der Time-Trade-Off-Methode

3.6 Statistische Auswertung

3.6.1 Interrater-Reliabilität

3.6.2 Korrelationsanalyse

3.6.3 Deskriptive Statistik

3.6.4 Signifikanzprüfung

4. Ergebnisse

4.1 Vorbereitung der Personenbefragung

4.2 Dauer der Befragung

4.3 Charakteristika des Probandenkollektivs

4.4 Aktueller Gesundheitszustand der Probanden

4.4.1 Visuelle Analogskala

4.4.2 EQ-5D-Fragebogen

4.5 Ermittelte Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom

4.6 Potenzielle Einflussfaktoren

4.6.1 Geschlecht

4.6.2 Alter

4.6.3 Bildungsabschluss

4.6.4 Gesundheitszustand

5. Diskussion

5.1 Probandenkollektiv

5.2 Durchführung der Befragung in einer Apotheke

5.3 Auswahl der Fotographien

5.4 Ablauf der Befragung

5.5 Soziodemographische Daten des Probandenkollektivs

5.6 Augenblicklicher Gesundheitszustand der Probanden

5.7 VAS- und TTO-Nutzwerte für das HFS

5.8 Ausblick

6. Zusammenfassung

7. Literaturübersicht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Nutzwerte für die verschiedenen Schweregrade des Hand-Fuß-Syndroms zu generieren, um die Einschätzung der durch diese unerwünschte Arzneimittelwirkung beeinträchtigten Lebensqualität in der deutschen Bevölkerung zu erfassen.

  • Gesundheitsökonomische Bewertung von Therapieoptionen
  • Ermittlung von Nutzwerten für das Hand-Fuß-Syndrom (HFS)
  • Methoden der Nutzwertgenerierung (VAS und TTO)
  • Interrater-Reliabilität bei der Bildzuordnung
  • Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht und Bildung

Auszug aus dem Buch

1.2.3 Entstehungsmechanismus

Der Entstehungsmechanismus des Hand-Fuß-Syndroms ist noch nicht abschließend geklärt. Bisher gilt als wahrscheinlich, dass das Auftreten des HFS mit einer Kumulation von Metaboliten des Fluorouracils in der Haut in Zusammenhang steht.

Folgende Theorien wurden hierzu formuliert:

• Die Keratinozyten weisen eine besonders hohe Aktivität des Enzyms Thymidin-Phosphorylase auf, die zu einer höheren Konzentration an Fluorouracil und seinen Metaboliten führt und so das Auftreten des HFS begünstigt [22].

• Das exokrine System ist an der Elimination von Capecitabin bzw. Fluorouracil beteiligt. Daher ist es möglich, dass es durch die erhöhte Anzahl an exokrinen Drüsen an Handinnenflächen und Fußsohlen zur Entwicklung eines HFS kommt [16].

Da unter den Achseln jedoch exokrine Drüsen ebenfalls in hoher Zahl vorkommen, stellt sich die Frage, aus welchem Grund das HFS hier nicht auftritt.

• Die verstärkte Vaskularisierung, erhöhter Druck und niedrigere Temperatur im Bereich der Hände und Füße könnten mögliche Auslöser des HFS sein [11].

Einer Studie aus dem Jahre 2002 zufolge, haben weder Alter noch Geschlecht oder die Lokalisation des Primärtumors einen Einfluss auf das Auftreten des HFS [23].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Bietet einen Überblick über Capecitabin, das Hand-Fuß-Syndrom und die gesundheitsökonomischen Grundlagen der Nutzwertanalyse.

2. Zielsetzung: Definiert das primäre Anliegen der Diplomarbeit, Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom aus Sicht der Bevölkerung zu ermitteln.

3. Patienten und Methoden: Beschreibt das methodische Vorgehen zur Vorbereitung der Befragung, die Datenerhebung via VAS und TTO sowie die statistische Auswertung.

4. Ergebnisse: Präsentiert die gewonnenen Daten zur Bildauswahl, dem Probandenkollektiv und die ermittelten Nutzwerte differenziert nach verschiedenen Faktoren.

5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse, bewertet die methodischen Ansätze und reflektiert die soziodemographischen Aspekte sowie klinische Implikationen.

6. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse bezüglich der starken Beeinträchtigung durch das HFS und die methodische Validität zusammen.

7. Literaturübersicht: Listet die verwendeten Quellen und Publikationen auf, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Capecitabin, Hand-Fuß-Syndrom, Nutzwertanalyse, Lebensqualität, Visuelle Analogskala, Time-Trade-Off-Methode, Gesundheitsökonomie, Klinische Pharmazie, Patientenbefragung, Schweregrade, Arzneimittelwirkungen, Interrater-Reliabilität, Patientenbetreuung, Supportivtherapie, Versorgungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der ökonomischen Bewertung von Lebensqualität im Kontext von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, speziell des Hand-Fuß-Syndroms bei einer Capecitabin-Therapie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Hand-Fuß-Syndrom, die pharmakoökonomische Methodik (Nutzwertanalyse) und die empirische Ermittlung von Präferenzen zur Lebensqualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel war die Generierung von Nutzwerten für verschiedene Schweregrade des Hand-Fuß-Syndroms, um deren negativen Einfluss auf die Lebensqualität quantifizierbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden direkte Methoden der Nutzwertmessung eingesetzt: die Visuelle Analogskala (VAS) und die Time-Trade-Off-Methode (TTO), ergänzt durch statistische Analysen wie den Kappa-Test und Korrelationsrechnungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Methodenbeschreibung der Probandenbefragung und die ausführliche Darstellung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernelemente sind Capecitabin, Hand-Fuß-Syndrom, Nutzwertanalyse, VAS, TTO und Lebensqualität.

Wie wurde das Hand-Fuß-Syndrom für die Befragten visualisiert?

Es wurden spezielle Befragungskarten mit Fotografien von Händen und Füßen erstellt, die die Schweregrade 0 bis 3 anhand von Beschreibungen und Patientenzitaten illustrierten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Schweregrade?

Es zeigt sich eine signifikante Abstufung der Nutzwerte, wobei Schweregrad 3 als eine den Patienten extrem beeinträchtigende Wirkung mit hohen Schmerzen und Immobilität wahrgenommen wird.

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Details

Title
Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom
College
University of Bonn  (Pharmazeutisches Institut)
Grade
1,0
Author
Dorothee Güney (Author)
Publication Year
2007
Pages
139
Catalog Number
V112234
ISBN (eBook)
9783640120901
Language
German
Tags
Nutzwerte Hand-Fuß-Syndrom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dorothee Güney (Author), 2007, Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112234
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