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Praktikumsbericht über die Tätigkeit im ASD bei der Stadt H.

Title: Praktikumsbericht über die Tätigkeit im ASD bei der Stadt H.

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Antje Lipfert (Author)

Social Work
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Von Juni 1992 bis April 1999 arbeitete ich als Wohnbezirkssozialarbeiterin in der Bezirksgruppe Nord des Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Stadt Halle/Saale.
Bei der Bezirksgruppe Nord handelt es sich um eine von damals insgesamt acht Außenstellen des ASD. Der gesamte ASD ist eine Abteilung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Halle.
Die Aufgaben des ASD begründen sich aus den gültigen Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland, im Besonderen aber durch das BGB (Familienrecht), durch das KJHG, durch das BSHG und durch das Grundgesetz.
Beratungen zu familienrechtlichen Fragen, die Mitwirkung bei Sorgerechtsentscheidungen im Falle einer Ehescheidung, Beratungen zu Problemen in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in den Familien, aber auch in stationärer und ambulanter Hilfe zur Erziehung, Beratungen zur Lebensperspektive von Klienten, Obdachlosenpräventionen und auch die Vermittlung in andere Hilfen waren Hauptschwerpunkte meiner Tätigkeit.
Anhand eines ausführlichen Fallbeispieles aus meiner Praxis wird der Umfang und die Grenzen der Tätigkeit einer Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin anschaulich verdeutlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Beschreibung der Dienststelle

2. Zielgruppen / Klientel der Dienststelle

3. Arbeitsweise der Dienststelle

4. Persönliche Lernerfahrung

5. Studienaufgabe ( Fallbeschreibung und Analyse)

6. Literatur zum Arbeitsfeld

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Der vorliegende Praktikumsbericht reflektiert die langjährige Tätigkeit der Autorin als Wohnbezirkssozialarbeiterin beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und analysiert die dabei gewonnenen persönlichen sowie beruflichen Erkenntnisse anhand einer detaillierten Fallbeschreibung.

  • Strukturelle Organisation und Arbeitsweise des ASD
  • Methoden der Fallbearbeitung und Teamberatung
  • Reflexion der professionellen Rolle und persönlichen Entwicklung
  • Systemische Fallanalyse eines Jugendlichen in einer erlebnispädagogischen Maßnahme
  • Einbindung rechtlicher Grundlagen in der sozialarbeiterischen Praxis

Auszug aus dem Buch

Hypothesen

Christian ist ein sehr sensibler Jugendlicher mit einem Übermaß an widersprüchlichen Gefühlen, deren zentraler Hintergrund Schuld und Angst sind. Er fühlt sich in jeglichem Kontakt mit seiner Umwelt deren kritischer Bewertung ausgesetzt. Die ständige Angst, nicht geliebt zu werden, sogar verachtet zu werden, schwingt dabei mit. Über moralische Werte herrscht bei ihm große Verwirrung. Wertmaßstäbe der Familie, eigenes Verhalten sowie traumatisches Erleben während seiner Zeit auf der Straße stehen in seiner Psyche in ungewöhnlichem Widerspruch. Sein Zustand ist gekennzeichnet durch Misstrauen, Orientierungslosigkeit und Angstabwehr.

Grundlegend für Christians Erleben und Verhalten sind nichtverarbeitete enorme Schuldgefühle und Ängste, die auf diverse Weise abgewehrt bzw. abgespalten werden. All dies führt zu zwanghaften Handlungen wie Stehlen, Lügen, Betrügen und Weglaufen und zugleich zu einer ebenso zwanghaften Suche nach symbiotischen Beziehungen.

Zu vermuten ist, dass Christians Suche nach symbiotischen Beziehungen, seine Schuldgefühle und Ängste aus dem die Aggressionen auf das eigene Leben empfundenen Alkoholismus der biologischen Mutter, wie auch aus der lebensbedrohenden Krankheit im Säuglingsalter und somit verbundenen Verlassenheits- und Todesängsten herrührt. Verstärkt hat sich darauf ein sehr konservativ und christlich dogmatisches Elternhaus ausgewirkt. Christian fühlte sich ständig Wertungen ausgesetzt, welche er überwiegend auf die Integrität seiner eigenen Persönlichkeit bezog. Er glaubt, dass er nur nach Erfüllung bestimmter Bedingungen geliebt wird. Tut er Schlechtes, so ist er schlecht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beschreibung der Dienststelle: Die Autorin erläutert die organisatorische Einbindung des ASD innerhalb der Stadtverwaltung sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die tägliche Praxis vor Ort.

2. Zielgruppen / Klientel der Dienststelle: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das breite Spektrum der betreuten Klienten, die vom Kleinkindalter bis zum Erwachsenenalter reichen.

3. Arbeitsweise der Dienststelle: Es werden die dezentrale Struktur, die Sprechstundenorganisation, die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Bedeutung der Fallbesprechung und Supervision beschrieben.

4. Persönliche Lernerfahrung: Die Autorin reflektiert ihre berufliche Identitätsfindung, den Umgang mit narzisstischen Herausforderungen in der helfenden Rolle und die Bedeutung systemischer Methoden für ihre Arbeit.

5. Studienaufgabe ( Fallbeschreibung und Analyse): Anhand eines Fallbeispiels aus dem Jahr 1994 wird der Prozess der Fallanalyse, Hypothesenbildung und Interventionsplanung für einen Jugendlichen verdeutlicht.

6. Literatur zum Arbeitsfeld: Dieses Verzeichnis nennt die verwendeten Fachpublikationen, Gesetzeskommentare und Standardwerke der Sozialpädagogik.

Schlüsselwörter

Allgemeiner Sozialer Dienst, ASD, Wohnbezirkssozialarbeit, Fallbesprechung, Supervision, systemische Familientherapie, Hilfe zur Erziehung, Jugendhilfe, Fallanalyse, Erlebnispädagogik, Biografiearbeit, berufliche Reflexion, Adoleszenz, Kindeswohl, Sozialpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem Praktikumsbericht grundlegend?

Die Arbeit reflektiert die mehrjährige praktische Erfahrung der Autorin als Sozialarbeiterin beim ASD und verknüpft diese mit einer tiefgehenden Analyse eines spezifischen Fallbeispiels.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation sozialer Arbeit, der methodischen Fallarbeit im Team, der Reflexion der eigenen professionellen Haltung sowie der Anwendung systemischer Ansätze in der Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den komplexen Arbeitsalltag einer Sozialarbeiterin transparent zu machen und zu zeigen, wie durch fachliche Fallanalysen und Teamberatung individuelle Lösungen für hochproblematische Familienkonstellationen gefunden werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt zur Fallbearbeitung systemische Ansätze, wie etwa die Erstellung von Familiengenogrammen, sowie eine tiefenpsychologische Reflexion der helfenden Rolle nach Wolfgang Schmidbauer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der detaillierten Beschreibung der Dienststelle und Arbeitsweisen steht die Fallbeschreibung eines 17-jährigen Jugendlichen im Zentrum, für den nach gescheiterten Heimaufenthalten ein neues Hilfekonzept entwickelt werden musste.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Fallbesprechung", "Systemische Beratung", "Jugendhilfe", "Selbstreflexion" und "Sozialpädagogische Intervention".

Warum war die Fallauswahl für die Autorin besonders bedeutsam?

Die Autorin wählte den Fall, weil er die hohen Anforderungen an eine Sozialarbeiterin, wie etwa den massiven Zeitdruck und die Notwendigkeit kollegialer Fallberatungen, sehr plastisch und nachvollziehbar dokumentiert.

Welche besondere Herausforderung ergab sich im Fall von Christian?

Christian befand sich in einer akuten Krise mit ständiger Fluchttendenz, wobei bisherige stationäre Maßnahmen nicht gegriffen hatten, was ein unkonventionelles Vorgehen durch eine erlebnispädagogische Maßnahme erforderlich machte.

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Details

Title
Praktikumsbericht über die Tätigkeit im ASD bei der Stadt H.
College
University of Applied Sciences Merseburg  (FB Soziale Arbeit , Medien und Kultur)
Grade
sehr gut
Author
Antje Lipfert (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V11238
ISBN (eBook)
9783638174480
ISBN (Book)
9783638796569
Language
German
Tags
Praktikumsbericht Tätigkeit Stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Lipfert (Author), 2003, Praktikumsbericht über die Tätigkeit im ASD bei der Stadt H., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11238
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