Die Fähigkeit ein idealtypisches System zur Leistungsmessung und –steuerung zu entwickeln, hat für jedes Unternehmen eine übergeordnete Bedeutung. Schon Kaplan/Norton drückten dies in einem Satz aus: „If you can’t measure it, you can’t manage it.“ Besonders in Hinsicht auf die dynamischen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen findet ein stetig wachsender Wettbewerbsdruck für Unternehmen statt. Zu diesen Veränderungen zählen z. B. die Internationalisierung der Märkte, der technische Fortschritt sowie die Verknappung und Verteuerung wesentlicher Rohstoffe. Daraus resultiert eine Zunahme an Komplexität, Dynamik und vor allem Diskontinuität für Unternehmen. Um die Leistung der Unternehmen zu verbessern, wird die Messung von relevanten Kennzahlen und ihre Steuerung immer wichtiger. Zusätzlich müssen die Unternehmen durch die dynamischen Entwicklungen neben dem Absatzmarkt auch den Beschaffungsmarkt betrachten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Darstellung des Themas
1.2. Eingrenzung des Themas und Vorgehensweise der Arbeit
1.3. Der Begriff „Performance“
2. Die Beschaffung
2.1. Der Begriff „Beschaffung“
2.2. Aufgaben der Beschaffung
2.3. Ziele der Beschaffung
2.4. Beschaffungsmarkt
2.5. Beschaffungsmarktforschung
2.5.1. Ziele und Aufgaben der Beschaffungsmarktforschung
2.5.2. Informationsgewinnung und Quellen der Beschaffungsmarktforschung
3. Performance Management
3.1. Grundlagen des Performance Managements
3.2. Performance Management-Systeme
3.3. Abgrenzung Performance Management vom Performance Measurement
3.4. Grundlagen der Messung von Performance im Rahmen des Performance Measurements
3.4.1. Kennzahlen
3.4.2. Kennzahlensysteme
3.4.3. Kennzahlen und Kennzahlensysteme im Beschaffungsbereich
3.5. Performance Measurement-Systeme
3.6. Vergleich zwischen modernen Performance Measurement-Systemen und traditionellen Kennzahlensystemen
4. Ausgewählte Konzepte des Performance Measurements
4.1. Balanced Scorecard-Ansatz
4.1.1. Inhalte und Methoden des Balanced Scorecard-Konzeptes
4.1.2. Der Balanced Scorecard-Ansatz als Instrument im Beschaffungsbereich
4.2. Tableau de Bord-Ansatz
4.2.1. Inhalte und Methoden des Tableau de Bord-Konzeptes
4.2.2. Der Tableau de Bord-Ansatz als Instrument im Beschaffungsbereich
4.3. Intellectual Capital-Ansatz
4.3.1. Inhalte und Methoden des Intellectual Capital-Konzeptes
4.3.2. Der Intellectual Capital-Ansatz als Instrument im Beschaffungsbereich
4.4. Quantum Performance-Ansatz
4.4.1. Inhalte und Methoden des Quantum Performance-Konzeptes
4.4.2. Quantum Performance als Instrument im Beschaffungsbereich
4.5. Vergleichende Beurteilung der verschiedenen Ansätze
5. Schlussfolgerung mit Trends und Zukunftsperspektiven
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Performance Management im Beschaffungsbereich mit einem spezifischen Fokus auf die Messung von Leistungskennzahlen innerhalb verschiedener Konzepte des Performance Measurements, um ein strukturiertes Management der Beschaffungsleistung zu ermöglichen.
- Grundlagen des Performance Managements und Abgrenzung zum Performance Measurement.
- Analyse und Vergleich traditioneller und moderner Kennzahlensysteme.
- Detaillierte Vorstellung von Performance-Konzepten: Balanced Scorecard, Tableau de Bord, Intellectual Capital und Quantum Performance.
- Anwendung dieser Konzepte auf den speziellen Kontext der Beschaffung.
- Vergleichende Bewertung der vorgestellten Konzepte hinsichtlich ihrer Eignung für die Beschaffungspraxis.
Auszug aus dem Buch
1.1. Darstellung des Themas
Die Fähigkeit ein idealtypisches System zur Leistungsmessung und –steuerung zu entwickeln, hat für jedes Unternehmen eine übergeordnete Bedeutung. Schon Kaplan/Norton drückten dies in einem Satz aus: „If you can’t measure it, you can’t manage it.“ Besonders in Hinsicht auf die dynamischen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen findet ein stetig wachsender Wettbewerbsdruck für Unternehmen statt. Zu diesen Veränderungen zählen z. B. die Internationalisierung der Märkte, der technische Fortschritt sowie die Verknappung und Verteuerung wesentlicher Rohstoffe. Daraus resultiert eine Zunahme an Komplexität, Dynamik und vor allem Diskontinuität für Unternehmen. Um die Leistung der Unternehmen zu verbessern, wird die Messung von relevanten Kennzahlen und ihre Steuerung immer wichtiger. Zusätzlich müssen die Unternehmen durch die dynamischen Entwicklungen neben dem Absatzmarkt auch den Beschaffungsmarkt betrachten.
Die zuvor genannten Veränderungen der Unternehmensumwelt sorgen schließlich dafür, dass der Beschaffungsbereich in den Fokus der strategischen Ausrichtung der Unternehmen rückt. Sie erkennen, dass die Beschaffung immer mehr eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit und Existenzsicherung einnimmt. Der Kaufmannsspruch: „Im Einkauf liegt der Gewinn.“ wird für die Unternehmen ein immer entscheidender Wettbewerbsfaktor. Es findet eine wirtschaftliche Aufwertung der Beschaffung in Deutschland statt. Somit gehört die Beschaffung heutzutage zu den wesentlichen und ausschlaggebenden Komponenten einer Unternehmensstruktur. Die Beschaffung bietet z. B. die Möglichkeit Innovationen des betrachtenden Marktes aufzunehmen oder auch Innovationsprozesse bei Lieferanten auszulösen. Dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden, um sich dem vielfältigen Wandel des Unternehmensumfeldes zu stellen. Des Weiteren kann in der Beschaffung ein großes Potenzial zur Kosteneinsparung liegen, wenn diese eine geringe Wertschöpfungstiefe und einen hohen Fremdbezugsanteil aufweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Performance Managements im Beschaffungsbereich vor und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Die Beschaffung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Aufgaben und Ziele der Beschaffung und betont deren zunehmende strategische Relevanz in einem dynamischen Marktumfeld.
3. Performance Management: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Performance Managements erörtert, das Performance Measurement definiert und Kennzahlensysteme im Hinblick auf ihre Eignung für die Beschaffung untersucht.
4. Ausgewählte Konzepte des Performance Measurements: In diesem Hauptteil werden verschiedene Management-Konzepte (Balanced Scorecard, Tableau de Bord, Intellectual Capital, Quantum Performance) detailliert vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit in der Beschaffung geprüft.
5. Schlussfolgerung mit Trends und Zukunftsperspektiven: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung der Leistungsmessung in der Beschaffung.
Schlüsselwörter
Performance Management, Performance Measurement, Beschaffung, Leistungsmessung, Kennzahlen, Balanced Scorecard, Tableau de Bord, Intellectual Capital, Quantum Performance, Strategische Beschaffung, Prozessorientierung, Erfolgsfaktoren, Beschaffungscontrolling, Unternehmensstrategie, Wertschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von Performance-Management-Systemen innerhalb der Beschaffungsfunktion, um eine effizientere und strategiekonforme Unternehmenssteuerung zu ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition der Beschaffung, die Grundlagen der Leistungsmessung (Performance Measurement), die kritische Analyse von Kennzahlensystemen sowie die detaillierte Darstellung moderner Managementansätze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Performance Management auf den Beschaffungsbereich zu übertragen und zu zeigen, wie verschiedene Konzepte dazu beitragen können, die Beschaffungsleistung messbar, kontrollierbar und nachhaltig zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse. Es werden bestehende Konzepte des Performance Measurements (wie die Balanced Scorecard) dargestellt und auf ihre Anwendbarkeit in der Beschaffung untersucht und bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Performance-Systemen und analysiert vier spezifische Konzepte: die Balanced Scorecard, das Tableau de Bord, den Intellectual-Capital-Ansatz und den Quantum-Performance-Ansatz hinsichtlich ihrer Anwendung im Einkauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Performance Management, Beschaffung, Kennzahlen, Balanced Scorecard, strategische Ziele, Prozessorientierung und Wertschöpfung.
Warum reicht ein traditionelles Kennzahlensystem für die Beschaffung oft nicht aus?
Traditionelle Systeme sind meist vergangenheitsorientiert, bilanzlastig und auf finanzielle Kennzahlen fokussiert. Sie erfassen die strategische Ausrichtung, qualitative Aspekte und externe Einflussfaktoren oft nur unzureichend.
Welcher Performance-Ansatz wird von der Autorin als besonders geeignet für die Beschaffung bewertet?
Nach einer vergleichenden Beurteilung kommt die Autorin zu dem Schluss, dass die Balanced Scorecard aufgrund ihrer Flexibilität und ihrer Stärke in der Strategieimplementierung am besten für das Performance Management im Beschaffungsbereich geeignet ist.
- Arbeit zitieren
- Diplom-Betriebswirtin (FH) Jeanette Bode (Autor:in), 2008, Performance Management in der Beschaffung. Konzept, Messung und Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112457