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Stalking und häusliche Gewalt

Titel: Stalking und häusliche Gewalt

Referat (Ausarbeitung) , 2008 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Osterhagen (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Untersuchungen von Stalking-Opfern sind die Forscher oft auf den Satz „Nichts ist mehr so, wie es war“ gestoßen. Opfer von Stalking zu sein bedeutet über eine längere Zeit hinweg einer Vielzahl von Annäherungs- und Kontaktversuchen ausgesetzt zu sein, was bis hin zu gewalttätigen Übergriffen reichen kann. Dies hat Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit, aber auch auf die verschiedensten Lebensbereiche von den Betroffenen. Sie leben in einem Zustand der ständigen Bedrohung und Angst. Wenn das Telefon oder die Haustür klingelt, denkt das Opfer automatisch, ob es der Stalker sei und es erneut versucht Kontakt aufzunehmen. Dieses ist eine große psychische Belastung für die Betroffene. Sie beschäftigen sich somit fast den ganzen Tag mit dem Stalker und seinem nächsten Plan. Somit sind diese ständig präsent im Leben der Opfer.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stalking

2.1 Definitxion Stalking

2.2 Psychische Belastungen von Stalking-Opfern

2.3 Auswirkungen von Stalking

2.4 Fallbeispiel zum Thema Stalking

2.5 Beratung von Stalking-Opfern

3. Häusliche Gewalt

3.1 Definition häusliche Gewalt

3.2 Erkrankungen durch häusliche Gewalt

3.3 Fallbeispiel zum Thema häusliche Gewalt

3.4 Betreuung und Beratung von Gewalt-Opfern

3.5 Ansatzpunkte der Beratung von Opfern von häuslicher Gewalt

3.6 Ziele von Beratung bei Opfern von Gewalt

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexen psychischen Belastungen und Handlungsfelder in der Beratung von Opfern von Stalking und häuslicher Gewalt auf Basis praktischer Erfahrungen sowie theoretischer Konzepte zu analysieren und aufzuzeigen, wie ein effektives Fallmanagement zur Stärkung der Betroffenen beitragen kann.

  • Grundlagen und Definitionen von Stalking und häuslicher Gewalt
  • Psychische und physische Auswirkungen auf die Opfer
  • Methoden und Ansätze der professionellen Opferberatung
  • Fallbeispiele aus der praktischen Interventionsarbeit
  • Strategien zur Sicherheitsplanung und Fallmanagement

Auszug aus dem Buch

2.5 Beratung von Stalking-Opfern

Die Beratungsansätze von Stalking-Opfern sind in sechs Punkte unterteilt die im folgendem beschrieben werden.

1. Erhebung der Fallinformation

Zunächst sollte versucht werden, ein objektives Bild des Falles zu haben. Im Gespräch wird daher der Betroffene gebeten, die aktuelle Situation des Stalkers zu schildern, wobei auch die Äußerungen wortgetreu wiedergegeben werden sollen. Briefe, Emails oder Mitschnitte von Nachrichten auf dem Anrufbeantwortet dürfen mitgebracht werden um analysiert zu werden. Auch sollte die Beziehung zum Stalker geschildert werden.

2. Falleinschätzung

Hier findet die Einschätzung der Motivgruppe des Falles statt. Hier bietet es sich an auf Klassifikationssysteme zurückzugreifen wie z.B. das der australischen Forschergruppe um Mullen. Weitere Faktoren, die Berücksichtigung finden sollten, sind z.B. eventuelle Psychopathologien des Stalkers oder noch andere vorhandene Beziehungen zwischen Opfer und Stalker. Für Opferberatende ist es ungewohnt, dass der „Täter“ im Mittelpunkt steht, jedoch ist dieses beim Stalking sehr wichtig, damit das weitere Verhalten und den Gefährlichkeitsgrad des Verfolgers einschätzen zu können um daraus das weitere Vorgehen im Fallmanagement abzuleiten.

3. Einschätzung des psychischen Belastungsgrades

Es sollten neben dem psychischen Druck, der direkt beim Erstgespräch mit dem Stalking Opfer entsteht, auch traumatische Belastungsfaktoren abgefragt werden, da sonst eine Verfestigung des Leidens droht. Somit kann man herausfinden ob weitere psychotherapeutische Behandlung notwendig ist.

4.Edukation und Verhaltensberatung des Opfers

Für den Betroffenen ist die Situation des Stalkers unkalkulierbar, da der Stalker als „durchgeknallt“ oder „geisteskrank“ gilt. Der Betroffene weiß somit nicht, ob „der Stalker mit dem Messer hinter der Türe steht“. Die Verhaltensberatung beinhaltet, wie die Betroffenen reagieren, wenn der Stalker an der Tür klingelt oder sie anspricht. Auch ist es wichtig das Opfer aufzuklären, dass jede Gegendrohung oder andere Reaktion an den Stalker, dazu beiträgt, das Stalking zu verlängern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung reflektiert das absolvierte Praktikum in der Interventionsstelle Wien und legt die Motivation sowie den inhaltlichen Aufbau der Ausarbeitung dar.

2. Stalking: Dieses Kapitel definiert Stalking, beleuchtet die psychischen Belastungen der Opfer, erläutert die Auswirkungen und zeigt anhand eines Fallbeispiels konkrete Beratungsansätze auf.

3. Häusliche Gewalt: Dieser Abschnitt analysiert das Phänomen häuslicher Gewalt, die daraus resultierenden Erkrankungen und diskutiert notwendige Schritte in der Betreuung, Beratung sowie Zielsetzungen für Opfer.

4. Fazit: Das Fazit fasst die während des Praktikums gewonnenen Erkenntnisse zusammen, insbesondere im Hinblick auf die Tabuisierung von Gewalt und die Herausforderungen in der professionellen Beratung.

Schlüsselwörter

Stalking, häusliche Gewalt, Opferschutz, Interventionsstelle, psychische Belastung, Fallmanagement, Opferberatung, Traumatisierung, Gewaltschutzgesetz, Krisensituation, Prävention, Sicherheitsplanung, soziale Arbeit, Täterverhalten, Angstbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Themenbereichen Stalking und häusliche Gewalt und analysiert diese aus einer sozialpädagogischen und beratungstherapeutischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Definition und Einordnung von Gewaltformen, die psychischen Folgen für die Betroffenen, die praktische Beratung sowie die Entwicklung von Fallmanagement-Strategien.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, die Beratungsmöglichkeiten für Opfer zu erörtern und aufzuzeigen, wie professionelle Unterstützung durch Interventionsstellen zur Stärkung der Opfer beitragen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Themas sowie einer Auswertung praktischer Erfahrungen aus einem Praktikum in einer Interventionsstelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Blöcke: Stalking und häusliche Gewalt. Hierbei werden Definitionen, Auswirkungen, Fallbeispiele und konkrete Beratungsansätze detailliert beschrieben.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Opferschutz, Fallmanagement, Psychische Belastung, Sicherheitsplanung und Gewaltspirale.

Warum ist die Sprache des Opfers in der Beratung laut Autor eine Herausforderung?

Der Autor stellt fest, dass Sprachbarrieren, insbesondere wenn Klientinnen nur ihre Muttersprache und kein Deutsch sprechen, die Beratungsarbeit in einer Interventionsstelle erheblich erschweren.

Warum suchen viele Betroffene laut Autor die Beratungsstelle oft zu spät auf?

Der Autor führt dies auf die starke Tabuisierung des Themas Gewalt zurück, die dazu führt, dass Opfer sich für ihre Situation schämen oder Angst vor den Konsequenzen seitens der Täter haben.

Was ist das zentrale Element der Verhaltensberatung bei Stalking?

Ein wichtiger Aspekt ist die Aufklärung darüber, dass jede Form der Gegendrohung oder unmittelbaren Reaktion gegenüber dem Stalker das problematische Verhalten oft weiter verlängern kann.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stalking und häusliche Gewalt
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Fakultät für Soziale Arbeit und Gesundheit)
Veranstaltung
Verhaltenstherapeutische Beratung
Note
1,3
Autor
Jessica Osterhagen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V112466
ISBN (eBook)
9783640121656
ISBN (Buch)
9783640121717
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stalking Gewalt Verhaltenstherapeutische Beratung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Osterhagen (Autor:in), 2008, Stalking und häusliche Gewalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112466
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Leseprobe aus  13  Seiten
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