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Theorien der Corporate Governance. Der Stewardship-Ansatz und die Prinzipal-Agent-Theorie sowie deren Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance

Titel: Theorien der Corporate Governance. Der Stewardship-Ansatz und die Prinzipal-Agent-Theorie sowie deren Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten

Autor:in: Jenitha Thayaparan (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Laufe der Zeit haben sich Unternehmen zu einer sehr wichtigen und mächtigen Institution entwickelt.. In der heutigen Zeit lässt sich dennoch feststellen, dass die Aktionäre sowie andere Marktteilnehmer das Vertrauen gegenüber der Regierung verlieren. Auch durch die Globalisierung folgt eine immer stärker werdende Deterritorialisierung und die Kontrolle des Staates schwächt ab. Daraus ergibt sich ein höherer Bedarf an einer Rechenschaftspflicht. Daraus folgt, dass die Wichtigkeit der Corporate Governance steigt, um die immer komplexer werdenden globalen Organisationen zu verwalten. Eine klare Definition von Corporate Governance gibt es zwar nicht, aber unter dem Begriff werden Strukturen und Prozesse definiert, die eine Organisation kontrollieren und leiten. Außerdem werden wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Handlungen sowie alle Unternehmensarten von der Corporate Governance umfasst. Vor
diesem Hintergrund ist es wichtig, die Corporate-Governance-Strukturen sorgfältig zu untersuchen und verschiedene Organisationstheorien zu betrachten.

In der folgenden Arbeit wird zunächst der Begriff "Corporate Governance" und anschließend die zwei Theorien, die Agententheorie und die Stewardship-Theorie, ausführlich erläutert. In Abschnitt 2.3 werden die Unterschiede zwischen den beiden Theorien beschrieben und in Abschnitt 3 die Auswirkungen dieser Theorien auf die Corporate-Governance-Struktur vorgestellt. Um die Auswirkungen dieser Theorien auf die Corporate-Governance-Struktur intensiver zu untersuchen, enthält Abschnitt 4 eine detailliertere Fallstudie von Wirecard, in der untersucht wird, wie und ob der
Unternehmensskandal vermieden werden könnte und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um so einen Betrug in der Zukunft zu verhindern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzung

2.1 Prinzipal-Agenten-Ansatz

2.1.1 Hidden Action

2.1.2 Hidden Intention

2.1.3 Hidden Characteristics

2.2 Stewardship-Ansatz

2.3 Die Unterschiede zwischen den Theorien: Prinzipal-Agent-Theorie und Stewardship-Theorie

3. Die Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance

4. Analyse der Corporate Governance Strukturen anhand des Fallbeispiels: Wirecard

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die theoretischen Fundamente der Corporate Governance durch eine vergleichende Analyse des Prinzipal-Agent-Ansatzes sowie des Stewardship-Ansatzes zu durchleuchten und deren praktische Relevanz anhand des Wirecard-Skandals kritisch zu hinterfragen.

  • Gegenüberstellung der Prinzipal-Agent-Theorie und der Stewardship-Theorie
  • Analyse der zentralen Verhaltensannahmen und Motivationsfaktoren
  • Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher Governance-Strukturen
  • Fallstudie zur Governance-Versagen und Betrugsprävention am Beispiel Wirecard

Auszug aus dem Buch

2.1 Prinzipal-Agenten-Ansatz

„Als theoretischer Bezugsrahmen für die Analyse von Corporate Governance- Zusammenhängen wird insbesondere auf die Agency-Theorie als Teil der Neuen Institutionenökonomie zurückgegriffen“ (Schmidt 2012: 12). Der Prinzipal-Agent-Ansatz beschreibt den Ressourcenaustausch und die soziale Beziehung zwischen zwei Akteuren, dem Auftraggeber (Prinzipal) und Auftragnehmer (Agent) (vgl. Braun, Guston 2003: 303). Der Auftraggeber besitzt über zahlreiche Ressourcen, jedoch kann er mit diesen Mitteln die Interessen des Unternehmens nicht verwirklichen. Zum Beispiel verfügt er über monetäre Mittel, besitzt jedoch die entsprechenden Fähigkeiten nicht, um diese bewusst einzusetzen. Aus diesem Grund benötigt er einen Agenten, der diese Ressourcen akzeptiert und die Interessen des Auftraggebers umsetzt (vgl. Braun, Guston 2003: 303).

Die Theorie bezieht sich hauptsächlich auf zwei Faktoren: Zum einen handelt es sich hierbei um eine simple Theorie, die wie bereits erwähnt zwei Akteure umfasst. Der zweite Faktor beschreibt das opportunistische Verhalten der Mitarbeiter und Manager einer Organisation. Diese Akteure werden als egoistisch beschrieben, die versuchen das Eigeninteresse sowie das persönliche Wohlergehen durch arglistiges Verhalten zu erweitern. Das Verhalten, zum Beispiel das Betrügen oder Ausweichen passiert häufig, weil eine Informationsasymmetrie zwischen den zwei Akteuren besteht, da der Agent in den meisten Fällen einen Informationsvorteil gegenüber dem Prinzipal hat (vgl. Braun, Guston 2003: 303). Der Prinzipal kann nicht einschätzen, ob der Agent sein Bestes geben wird, um die geforderten Aufgaben zu erledigen (vgl. Braun, Guston 2003: 304). „Der Prinzipal kann in dieser Situation das risikobehaftete Ergebnis der Delegationsbeziehung entweder nicht beobachten oder ist nicht in der Lage, auf Basis des beobachteten Ergebnisses die tatsächliche Arbeitsleistung des Agenten zu bewerten“ (Schmidt 2012: 13). Außerdem sind die Verträge zwischen den Vertragsparteien unvollständig und somit „ergeben sich für den Prinzipal Unsicherheiten über das Wohlverhalten des Agenten“ (Schmidt 2012: 13). Weiterhin geht die Prinzipal-Agent-Theorie davon aus, dass die Gestaltung von Institutionen einen wesentlichen Einfluss auf umfassende Handlungsprobleme aufweist - die durch den Austausch zwischen Prinzipal und Agent entstehen - und dazu beiträgt diese zu überwinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Corporate Governance ein und umreißt die Zielsetzung der Untersuchung sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Begriffliche Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Theorien, den Prinzipal-Agent-Ansatz sowie den Stewardship-Ansatz, und arbeitet deren grundlegende Unterschiede sowie Verhaltensannahmen heraus.

3. Die Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance: Hier wird analysiert, wie die gewählten Theorien die praktische Ausgestaltung von Governance-Strukturen und Kontrollmechanismen beeinflussen.

4. Analyse der Corporate Governance Strukturen anhand des Fallbeispiels: Wirecard: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Fallstudie zum Zusammenbruch von Wirecard und untersucht das Versagen der internen und externen Überwachungssysteme.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass Corporate Governance keine statische Struktur ist, sondern soziale Prozesse und kontextabhängige Anforderungen integrieren muss.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie, Stewardship-Ansatz, Agency-Theorie, Informationsasymmetrie, Wirecard, Moral Hazard, Adverse Selektion, Unternehmensführung, Stakeholder-Value, Shareholder-Value, Finanzaufsicht, BaFin, Betrugsprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Corporate Governance, indem sie zwei gegensätzliche Managementtheorien analysiert und deren praktische Anwendung in Unternehmen kritisch bewertet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Prinzipal-Agent-Theorie, den Stewardship-Ansatz, die Rolle von Anreizsystemen sowie die Herausforderungen der Überwachung und Kontrolle in modernen Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der theoretischen Annahmen auf die praktische Corporate Governance zu verstehen und diese Erkenntnisse anhand eines realen Fallbeispiels (Wirecard) zu validieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis bestehender Literatur sowie um eine fallstudienorientierte Untersuchung eines spezifischen Unternehmensskandals.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung der beiden Governance-Modelle, die Diskussion ihrer Auswirkungen auf Unternehmensorganisationen und die konkrete Anwendung auf den Fall Wirecard.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie, Stewardship-Ansatz, Informationsasymmetrie und Unternehmenskontrolle.

Welche Bedeutung kommt dem Wirecard-Fall in dieser Arbeit zu?

Der Fall dient als empirisches Beispiel, um zu illustrieren, wie ein Versagen der internen und externen Kontrollstrukturen trotz oder wegen bestimmter Governance-Prinzipien zu einem Bilanzskandal führen kann.

Warum wird zwischen dem Prinzipal-Agent-Ansatz und dem Stewardship-Ansatz unterschieden?

Die Unterscheidung ist zentral, da die Theorien unterschiedliche Menschenbilder (opportunistisch vs. pro-organisatorisch) verfolgen, was grundlegend andere Anforderungen an die Ausgestaltung der Corporate Governance stellt.

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Details

Titel
Theorien der Corporate Governance. Der Stewardship-Ansatz und die Prinzipal-Agent-Theorie sowie deren Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance
Autor
Jenitha Thayaparan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1126411
ISBN (eBook)
9783346486332
ISBN (Buch)
9783346486349
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theorien corporate governance stewardship-ansatz prinzipal-agent-theorie auswirkungen gestaltung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenitha Thayaparan (Autor:in), 2021, Theorien der Corporate Governance. Der Stewardship-Ansatz und die Prinzipal-Agent-Theorie sowie deren Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1126411
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Leseprobe aus  17  Seiten
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