Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema der "menschlichen Beziehung zwischen einem Kind und einer erwachsenen Person und ob ein Hierarchiegefälle zu erkennen ist", welches mit der Datenerhebungsmethode der Ethnografie als sozialwissenschaftliche Forschungsstrategie erforscht wurde. Hierbei wurden während des Beobachtungszeitrahmens Feldnotizen angefertigt und in einem Protokoll ausführlich beschrieben. In dieser Arbeit wurde auf die Nicht-Teilnehmende-Beobachtung als Methode ausgewählt, welche als qualitative Erhebungsmethode diesen durchgeführten Forschungsprojekts zu entnehmen ist. Neben einer kurzen Einführung in die Ethnografie, vermittelt die Arbeit ebenso die theoretischen Grundlagen über die vielfältigen methodischen Forschungsbereiche, welche sich im ethnografischen Forschungsbereich etabliert haben. Ebenso soll hier ein Überblick über die Vorbereitung, Organisation sowie der Zugang zum Forschungsfeld gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
3. Eigenes Forschungsprojekt
4. Beobachtungsprotokoll vom 06.12.2019 um 13:45 Uhr in Gießen
5. Auswertung des Protokolls
6. Reflexion der Forschung
7. Fazit
8. Literatur
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels der ethnografischen Forschungsmethode die soziale Interaktion zwischen einer erwachsenen Person und einem Kind, um Aufschluss über Handlungsweisen in Alltagssituationen und potenzielle Hierarchiegefälle zu gewinnen.
- Grundlagen und Geschichte der Ethnografie
- Methodische Durchführung einer Nicht-Teilnehmenden-Beobachtung
- Anwendung der Grounded Theory zur Datenauswertung
- Analyse sozialer Interaktionen und Verhaltensmuster
- Reflexion über die Rolle des Forschenden im Feld
Auszug aus dem Buch
Beobachtungsprotokoll vom 06.12.2019 um 13:45 Uhr in Gießen
Meine teilnehmende Beobachtung führe ich am Freitag den 06.12.2019 um 13:45 Uhr in der Frühförderstelle Gießen durch. Die von mir durchgeführte Beobachtung dauert etwa eine halbe Stunde. Die Örtlichkeiten der Frühförderstelle liegen außerhalb der Stadt. Der Weg dorthin geht Richtung Wald und es ist eine ruhige und idyllische Gegend. Ebenso schließen an die Frühförderungsstelle ein Kindergarten und eine Grundschule an. Umgeben von den benannten Einrichtungen ist viel Natur. Auch das Außengelände der benachbarten Einrichtungen liegt in der Richtung des Waldeinganges - welches viel Ruhe und Entspannung vermittelt.
Vor der Einrichtung, welche ich als Forschungsfeld gewählt habe, sind ausreichend Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher vorhanden. Das Gebäude ist ein Plattenbau und die Fassade ist in einem neutralen weiß gehalten. Die Eingangstür ist eine große Glastür, welche in einem weißen Rahmen eingesetzt ist. Beim Eintreten in das Gebäude stehe ich in einem großen langen Flur - welcher weniger gut beleuchtet ist. Ich blicke von dort geradeaus, wo es direkt durch zum anliegenden Gebäude des Kindergartens geht. Links von der Eingangstür befinden sich noch Büros der Mitarbeiter - welche mit Namensschilder und Spezifikation bezeichnet ist - und rechts ist die Frühförderung. Diese Tür ist silberfarben und hat keinen Griff zum Öffnen. Um dort hineinzugelangen, muss ich klingeln, was ich auch sofort ausführe. Es dauert einige Zeit, bis mir eine Frau die Tür aufmacht, sodass ich zu meinem Forschungsfeld gelange.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung des Projekts, die methodische Herangehensweise der Nicht-Teilnehmenden-Beobachtung und die Forschungsfrage zur Interaktion zwischen Kind und Erwachsener.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext und die Entwicklung der Ethnografie sowie die Relevanz der Soziologie des Alltags für das Forschungsvorhaben.
3. Eigenes Forschungsprojekt: Es wird die Vorbereitung und der Zugang zum Forschungsfeld beschrieben, inklusive der Begründung für die Wahl einer Interaktion zwischen Kleinkind und Erwachsener.
4. Beobachtungsprotokoll vom 06.12.2019 um 13:45 Uhr in Gießen: Dieses Kapitel enthält die detaillierte, deskriptive Aufzeichnung der Beobachtungssituation in der Frühförderstelle sowie die Beschreibung der Räumlichkeiten.
5. Auswertung des Protokolls: Hier erfolgt die methodische Einordnung mittels der Grounded Theory und die Analyse der gesammelten Daten durch offenes, axiales und selektives Codieren.
6. Reflexion der Forschung: Das Kapitel reflektiert kritisch den Prozess der ethnografischen Feldforschung, die Herausforderungen bei der Beobachtung und die eigene Rolle als Forschende.
7. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und diskutiert die Eignung der ethnografischen Methode unter den gegebenen zeitlichen Rahmenbedingungen.
8. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und theoretischen Bezugspunkte der Arbeit auf.
Schlüsselwörter
Ethnografie, Nicht-Teilnehmende-Beobachtung, Grounded Theory, Interaktion, Kleinkind, Frühförderstelle, Qualitative Forschung, Soziale Interaktion, Feldforschung, Beobachtungsprotokoll, Alltagssoziologie, Hierarchiegefälle, Datenauswertung, Codierverfahren, Erziehungswissenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit beschäftigt sich mit der ethnografischen Untersuchung menschlicher Beziehungen, speziell der Interaktion zwischen einem Kleinkind und einer erwachsenen Person in einer pädagogischen Einrichtung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die ethnografische Feldforschung, die methodische Dokumentation von Beobachtungen, die Grounded Theory als Auswertungsmethode und die Reflexion von Nähe und Distanz in pädagogischen Kontexten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die ethnografische Methode Aufschluss über Handlungsweisen in alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen geben kann, unter Berücksichtigung potenzieller Hierarchiestrukturen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Als wissenschaftliche Methode kommt die Nicht-Teilnehmende-Beobachtung zum Einsatz, die anschließend mittels der Grounded Theory (Codierphasen nach Böhm/Strauss) qualitativ ausgewertet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Ethnografie, die Dokumentation eines konkreten Beobachtungsprotokolls sowie die analytische Auswertung der dort aufgezeichneten Sequenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ethnografie, Grounded Theory, Qualitative Sozialforschung, Interaktion, Beobachtungsprotokoll und Feldforschung.
Welche Rolle spielt die "Grounded Theory" bei der Auswertung?
Sie dient als strukturierendes Analysewerkzeug, um aus den Beobachtungsdaten Kategorien zu bilden (offenes, axiales und selektives Codieren) und daraus Erkenntnisse über soziale Phänomene zu gewinnen.
Was ist die Haupterkenntnis in Bezug auf das Hierarchiegefälle?
Die Autorin stellt fest, dass durch situative Anweisungen und die Reaktion des Kindes (z.B. Schweigen oder Trotz) ein Hierarchiegefälle erkennbar wird, das die pädagogische Interaktion prägt.
Warum war der Zeitraum von einer halben Stunde limitiert?
Der zeitliche Rahmen war durch die Vorgaben des universitären Seminars begrenzt, wobei die Autorin reflektiert, dass für tiefgreifendere Ergebnisse längere und mehrfache Beobachtungsphasen notwendig wären.
- Quote paper
- Edith Steinitz (Author), 2020, Ethnographie als Forschungsmethode. Beobachtung und Ausarbeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127136