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Vergleich des pronominalen Anredeverhaltens in Deutschland und Skandinavien

Title: Vergleich des pronominalen Anredeverhaltens in Deutschland und Skandinavien

Seminar Paper , 2005 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maik Hemmecke (Author)

German Studies - Linguistics
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Vorbemerkung
Über das im Sommersemester 2005 abgehaltene Seminar „Gesprächsanalyse“ im DaF-Bereich der Universität Göttingen entwickelte sich ein zunehmendes Interesse an der kontrastiven Betrachtung der Anredekonventionen in verschiedenen europäischen Ländern.
Dieses Interesse möchte ich in der hier vorgelegten Hauarbeit vertiefen.
Aufgrund verschiedener Arbeits- und Studienaufenthalte in Skandinavien, hauptsächlich in Norwegen, habe ich mich für einen Vergleich der Konventionen in Deutschland und 3 nordeuropäischen Ländern - Dänemark, Schweden und Norwegen - entschieden.

(...)


3. Aufbau und Ziel der Arbeit
Ich werde zuerst das pronominale Anredesystem des Deutschen näher betrachten, anschließend - und in bereits vergleichender Perspektive zu den deutschen Gegebenheiten - das der drei skand. Länder.
Bei der Betrachtung des deutschen Systems werde ich mich - anhand des Anredepronomens Du - der Anrede auch historisch-kulturell annähern. Historisch in der Hinsicht erfahren und zeigen zu wollen, wie statisch oder dynamisch ein Anredesystem ist/ sein kann; kulturell in der Hinsicht, welche Faktoren (z.B. Alter, Geschlecht) auf das Anredeverhalten einwirken.
Abschließend erfolgt eine vergleichende Schlussbetrachtung, die es auch leisten soll, Rückschlüsse auf mögliche interkulturelle Probleme und den diese Probleme berücksichtigenden DaF-Unterricht aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

I Einleitung

1 Zur Themenwahl

2. Notwendige Einschränkungen

3. Aufbau und Ziel der Arbeit

II Hauptteil

1. Das pronominale Anredesystem im Deutschen

1.1. Kurze historische Darstellung

1.2 Zur heutigen Situation

1.2 Zur heutigen Situation

1.3 Faktoren, die das Anredeverhalten beeinflussen

3. Das pronominale Anredesystem im Norwegischen

3. Das pronominale Anredesystem im Norwegischen

4. Das pronominale Anredesystem im Schwedischen

III Schluss

1. Ergebnisse der vergleichenden Betrachtung

2. Überlegungen zum DaF-Unterricht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kontrastiv das pronominale Anredeverhalten im Deutschen sowie in drei skandinavischen Ländern (Dänemark, Schweden, Norwegen), um Unterschiede in der formalen und funktionalen Anrede zu identifizieren und mögliche interkulturelle Missverständnisse aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung des Anredesystems (T/V-Modell)
  • Faktoren für den Wandel zum informellen "Du"
  • Anredekonventionen in Dänemark, Schweden und Norwegen
  • Problematik bei der Gleichsetzung von Informalität und mangelndem Respekt
  • Implikationen für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF)

Auszug aus dem Buch

1 Zur Themenwahl

Zuerst stellt sich natürlich die Frage, warum der Vergleich mit skandinavischen Sprachen?

Neben der persönlichen Nähe zum skandinavischen (Sprach-) Raum, war dies vor allen Dingen die Tatsache, dass es hinreichend Parallelen zum Anredeverhalten im Deutschen gibt - eine „spannende Verwandtschaft“, die Stoff für vielerlei linguistische Betrachtungen bietet.

In den vier betrachteten Sprachen ist, zumindest faktisch, eine Einordnung in das sogenannte T und V-Modell ( ausgehend vom lateinischen tu und vos) möglich, d.h. es gibt oder gab zumindest (diese Einschränkung ist mit Hinblick auf zu erwartende Tendenzen sicher nötig) eine Dichotomie zwischen eher vertraulicher und eher distanzierter Form im Bereich der pronominalen Anrede. Neben dem Faktum dieser Dichotomie, kann man hinsichtlich der zu vergleichenden Sprachen sogar eine weitgehende formale Homologie in den Konventionen der pronominalen Anrede (im Sg.) feststellen:

dt.: du Sie

dän.: du De

norweg.: du De

schwed.: du Ni

Auf funktionaler Ebene dagegen findet sich nur eine „kleinste gemeinsame Menge“. Gerade diese Unterschiede hinsichtlich formaler Homologie und funktionaler Homöologie sorgen immer wieder für Schwierigkeiten in der interkulturellen Kommunikation, „insbesondere dann, wenn aufgrund der formalen Homologie auf eine funktionale geschlossen wird“.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Der Autor erläutert die Entstehung des Interesses an der kontrastiven Anredeanalyse aus einem universitären Seminar heraus.

I Einleitung: Es wird die Themenwahl begründet, der theoretische Rahmen (T- und V-Modell) skizziert und methodische Einschränkungen vorgenommen.

II Hauptteil: Die Kapitel analysieren detailliert die historische und aktuelle pronominale Anrede im Deutschen, Norwegischen und Schwedischen unter Berücksichtigung soziokultureller Einflussfaktoren.

III Schluss: Die Arbeit fasst die vergleichenden Ergebnisse zusammen und leitet daraus notwendige didaktische Empfehlungen für den DaF-Unterricht ab.

Schlüsselwörter

Anredeverhalten, Pronominale Anrede, Sprachvergleich, Deutsch als Fremdsprache, Skandinavische Sprachen, T- und V-Modell, Interkulturelle Kommunikation, Informalität, Höflichkeit, Sozialer Wandel, Anredekonventionen, Sprachnormen, Pragmatische Sprachnormen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt einen sprachwissenschaftlichen Vergleich des pronominalen Anredeverhaltens im Deutschen und in den drei nordeuropäischen Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Anredeformen, der Trend zur wachsenden Informalität sowie die Unterschiede zwischen formaler Anrede und funktionaler Bedeutung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Anredekonventionen interkulturelle Missverständnisse auslösen können und wie diese Erkenntnisse im DaF-Unterricht Berücksichtigung finden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kontrastive linguistische Betrachtung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur und (sprachtheoretischer) Modelle beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des deutschen Systems (einschließlich historischer Wurzeln), gefolgt von einer Analyse der norwegischen und schwedischen Anredesysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Anredeverhalten, Pronominale Anrede, T- und V-Modell, Interkulturelle Kommunikation und Informalität.

Welche Rolle spielt die 68er Bewegung für das Anredeverhalten?

Die 68er Bewegung wird als ein wesentlicher Treiber für den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer informelleren Sprache und dem Abbau traditioneller Ehrenhierarchien in Deutschland und Skandinavien identifiziert.

Warum fällt es schwedischen Sprechern oft schwer, Höflichkeit auszudrücken?

Da das schwedische "Ni" oft negativ konnotiert ist und das "Du" als unmarkierte Form dominiert, fehlen vielen Sprechern klare, akzeptierte Optionen für eine höflich-distanzierte Anrede, was zu Anredevermeidung führt.

Was versteht der Autor unter dem "Hamburger Sie"?

Das "Hamburger Sie" beschreibt eine moderne, informelle Mischform, bei der das "Sie" mit dem Vornamen kombiniert wird, was eine Annäherung an skandinavische Anredestrukturen darstellt.

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Details

Title
Vergleich des pronominalen Anredeverhaltens in Deutschland und Skandinavien
College
University of Göttingen  (Sem. für Dt. Phil. Göttingen)
Course
HS: Einführung in die Gesprächsanalyse
Grade
1,3
Author
Maik Hemmecke (Author)
Publication Year
2005
Pages
33
Catalog Number
V112729
ISBN (eBook)
9783640128877
Language
German
Tags
Vergleich Anredeverhaltens Deutschland Skandinavien Einführung Gesprächsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maik Hemmecke (Author), 2005, Vergleich des pronominalen Anredeverhaltens in Deutschland und Skandinavien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112729
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