Abstract: Leistungssysteme in Sportspielen sind von hoher Komplexität gekennzeichnet.
Diese Arbeit behandelt die differenzierte Aufsplittung der komplexen Leistungsstruktur im Handball in die einzelnen Leistungsfaktoren. Es wird versucht die Bedeutung der jeweiligen individuellen und kollektiven Faktoren in Bezug auf die Mannschaftsspielleistung zu klären. Desweiteren wurde ein Hypothetisches Testsystem erstellt, welches der Leistungserfassung in Training und Wettkampf dient. Hierbei werden die einzelnen Leistungsfaktoren gesondert durch spezielle Tests geprüft und im Sinne einer Optimierung der Spielleistung diskutiert.............
Inhaltsverzeichnis
1 Leistungsstruktur im Sportspiel
2 Leistungsstruktur im Handball
2.1 Spezifische Merkmale des Handballspiels
2.1.1 Technisch-taktischer Faktor
2.1.1.1 Technik
2.1.1.2 Individuelle und kollektive Taktik
2.1.2 Allgemeine und spezielle koordinative Faktoren
2.1.3 Konditionelle Faktoren
2.1.3.1 Allgemeine konditionelle Fähigkeiten
2.1.3.2 Semispezifische konditionelle Fähigkeiten
2.1.3.3 Spezifische konditionelle Fähigkeiten
2.1.4 Konstitutioneller Faktor
3 Leistungserfassung in Training und Wettkampf
3.1 Bedeutung der Leistungserfassung
3.2 Test- und Prüfverfahren
3.2.1 Grundsätzliches zur Leistungsdiagnostik
3.2.2 Tests im Training
3.2.2.1 Test zur Technikkontrolle
3.2.2.2 Test zu Spiel- und Taktikanalyse
3.2.2.3 Koordinative Tests
3.2.2.4 Konditionelle Tests
3.2.3 Leistungserfassung im Wettkampf
3.2.3.1 Test zur Spiel-/Wettkampfanalyse
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Leistungsstruktur im Handball detailliert zu analysieren und ein hypothetisches, wissenschaftlich fundiertes Testsystem zu erarbeiten, welches zur Diagnose und Optimierung der individuellen sowie kollektiven Leistung beiträgt.
- Analyse der individuellen und kollektiven Leistungsstruktur im Handball.
- Differenzierung der technischen, taktischen, koordinativen und konditionellen Faktoren.
- Grundlagen der Leistungsdiagnostik und Testgütekriterien.
- Konkrete Testverfahren für Training und Wettkampfanalyse.
- Strukturierung der Wettkampfleistung durch spielspezifische Anforderungsprofile.
Auszug aus dem Buch
2.1.1.2 Individuelle und kollektive Taktik
Taktik ist im umfassenden Sinne die Gesamtheit der individuellen und kollektiven Verhaltensweisen, Handlungen und Operationen von Sportlern und Mannschaften, die unter Beachtung der Wettkampfregeln des Partner- und Gegnerverhaltens sowie äußerer Bedingungen auf die volle Nutzung der eigenen Leistungsvoraussetzungen im Sinne eines bestmöglichen Wettkampfergebnisses oder einer optimalen Leistung gerichtet sind. (nach SCHNABEL/HARRE/KRUG/BORDE 2003)
Bei der individuellen Taktik geht es für jeden Spieler darum, seinen persönlichen (individuellen) Anteil an der kollektiven Leistung der Mannschaft zu erbringen. Die zu leistenden Beiträge sind in Angriff und Abwehr zu unterscheiden. (nach STIEHLER/KONZAG/DÖBLER 1988)
Als kollektive Taktik wird das Zielorientierte und zweckmäßige Zusammenwirken der Mannschaft (Mannschaftstaktik) und von Gruppen innerhalb einer Mannschaft (Gruppentaktik) im Wettkampf bezeichnet. Sie umfasst alle kollektiven Angriffs- und Verteidigungshandlungen und reicht vom Zusammenwirken zweier Spieler bis zur Formierung und Zusammenarbeit von Mannschaften im Angriff- und Abwehrverhalten. Sie muss die individuellen Qualitäten der Spieler und die Dynamik gruppentaktischer Handlungen einkalkulieren. (nach STIEHLER/KONZAG/DÖBLER 1988)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Leistungsstruktur im Sportspiel: Einleitung in die komplexe Leistungsstruktur von Sportspielen mit der Unterscheidung zwischen individueller und kollektiver Dimension der Leistung.
2 Leistungsstruktur im Handball: Detaillierte Betrachtung der handballspezifischen Anforderungen, unterteilt in technisch-taktische, koordinative, konditionelle und konstitutionelle Leistungsfaktoren.
3 Leistungserfassung in Training und Wettkampf: Darstellung der Bedeutung der Leistungsdiagnostik sowie konkrete Vorstellung von Testverfahren und Analyseinstrumenten zur Steuerung des Trainingsprozesses und Bewertung der Wettkampfleistung.
Schlüsselwörter
Handball, Leistungsstruktur, Leistungsdiagnostik, Spieltaktik, Kondition, Koordination, Trainingswissenschaft, Spielanalyse, Wettkampfleistung, Techniktraining, Sprungkraft, Handlungsschnelligkeit, Spielsteuerung, Sportspiel, Leistungsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das komplexe Bedingungsgefüge der Leistung im Handball und entwickelt ein systematisches Modell, um diese Leistung durch diagnostische Tests messbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der technisch-taktischen Grundlagen, der verschiedenen konditionellen Fähigkeiten sowie koordinativen Aspekten, die für einen Handballspieler essenziell sind.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, ein hypothetisches Testsystem zu entwerfen, das Trainern hilft, den Leistungsstand von Spielern und der gesamten Mannschaft objektiv zu erfassen und gezielt zu trainieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung sportwissenschaftlicher Literatur und strukturiert die Leistungsfaktoren in einem hierarchischen Pyramidenmodell.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Differenzierung der Leistungsfaktoren konkrete sportmotorische Tests für Technik, Koordination und Kondition sowie Methoden zur Spiel- und Taktikanalyse detailliert vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leistungsstruktur, Handball, Diagnostik, Spieltaktik, Konditionstests und Trainingssteuerung geprägt.
Welche Rolle spielt die koordinative Fähigkeit im Handball laut der Arbeit?
Koordinative Fähigkeiten wie Differenzierungs-, Orientierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit sind fundamental für die erfolgreiche Umsetzung technischer Handlungen unter dem Druck des Gegners.
Warum ist die Unterscheidung zwischen individueller und kollektiver Taktik so wichtig?
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Mannschaftsleistung aus der Summe optimierter Einzelleistungen resultiert, wobei jeder Spieler seine spezifische Rolle innerhalb der taktischen Vorgaben ausfüllen muss.
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- Pierre Liebelt (Author), 2008, Leistungssystem Handball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112754