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Lesen lohnt! Literarische Sozialisation fördern von der Vorschule bis zur Realschule

Title: Lesen lohnt! Literarische Sozialisation fördern von der Vorschule bis zur Realschule

Examination Thesis , 2008 , 91 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katharina Scheinert (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit, eine so genannte Wissenschaftliche Hausarbeit, entstand im Rahmen der ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten und besteht aus theoretischen und praktischen Teilen, die jedoch oftmals fließend ineinander übergehen. Als Lehramtsstudentin beruht mein persönliches Interesse an der vorliegenden Arbeit auf eigenen Leseerfahrungen, die mich auch dazu brachten, am „Vorleseprojekt“ der Pädagogischen Hochschule Weingarten teilzunehmen. Das „Vorleseprojekt“ faszinierte und erschütterte mich zugleich. Zum einen war es eine sehr schöne Erfahrung den Kindern Freude im Umgang mit Büchern zu vermitteln, zum andern ließen sich bereits in diesem sehr frühen Entwicklungsstadium der Kinder erhebliche Differenzen bezüglich ihrer Kompetenz im Umgang mit Büchern feststellen. Dies kann leider überwiegend auf eine mangelnde Förderung von literarischen Kompetenzen im Elternhaus zurückgeführt werden und war sogleich Anlass mich mit diesem Thema näher zu befassen. Es interessierte mich herauszufinden wann der optimale Zeitpunkt einer frühkindlichen Förderung, bezogen auf das spätere Leseverhalten, ist und mit welchen Methoden und unter welchen Bedingungen diese durchgeführt werden kann. Zunächst galt es aber sich darüber klar zu werden, was unter literarischer Kompetenz eigentlich zu verstehen ist, weshalb zu Beginn dieser Arbeit ein recht ausführlicher Überblick über grundlegende Begriffe wie Lesefertigkeit, Lesefähigkeit, Lesekompetenz, Lesemotivation und Lese- bzw. literarische Sozialisation gegeben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 1

1 Grundlegungen 3

1.1 Lesefertigkeit und Lesefähigkeit 3

1.2 Lesekompetenz 4

1.3 Lesemotivation 7

1.4 Literarische Kompetenz 9

1.5 Lesesozialisation vs. Literarische Sozialisation 13

2 Förderung von literarischer Sozialisation im Kindergarten 17

2.1 Vorliterarische Erfahrungen im Kindergarten 17

2.2 Das „Vorleseprojekt“ der Pädagogischen Hochschule Weingarten 18

2.2.1 Zielsetzungen 20

2.2.2 Durchführung des Vorleseprojektes 20

2.2.3 Erkenntnisse 22

2.3 Probleme bei der Durchführung 26

2.4 Zusammenfassung und Ausblick 27

3 Lesesozialisation in der Schule 29

3.1 Tendenzen und Ergebnisse der Schulleistungsstudie IGLU 29

3.2 Didaktische Begründungen und Lehrplaninhalte der Grundschule 33

3.3 Aufgaben und Ziele des Literaturunterrichts 36

3.4 Konsequenzen für den Lese- und Literaturunterricht in der Grundschule 39

3.5 Das Märchen im Literaturunterricht 40

3.6 Tendenzen und Ergebnisse der Schulleistungsstudie PISA 45

3.7 Didaktische Begründungen und Lehrplaninhalte der Hauptschule 48

3.8 Aufgaben und Ziele des Literaturunterrichts 49

3.9 Konsequenzen für den Lese- und Literaturunterricht in der Hauptschule 51

3.10 Der Einsatz von Paratexten im Deutschunterricht 54

3.11 Zusammenfassung 58

4 Folgerungen für die Sekundarstufe I 59

4.1 Geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseverhalten 60

4.2 Didaktische Begründungen, Lehrplaninhalte und Konsequenzen für den Lese- und Literaturunterricht in der Realschule 63

4.3 Unterrichtsbeispiele für die Sekundarstufe I 66

4.3.1 Aufwärmübung „Katz und Maus“ 66

4.3.2 Der Einsatz von Lektüre im Unterricht - „Die Welle“ von Morton Rhue 68

4.3.3 Unterrichtsmodell zum Roman „Die Welle“ 69

4.4 Zusammenfassung und Ausblick 74

4.5 Exkurs: Lesen als Flow-Erlebnis 74

4.5.1 Wolfgang Isers „Akt des Lesens“ 75

4.5.2 Flow beim Lesen 76

5 Schlussbetrachtung 80

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der literarischen Sozialisation von der Vorschule bis zur Realschule zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die Freude am Lesen und literarische Kompetenzen frühkindlich sowie schulisch gefördert werden können, um den Herausforderungen einer multimedialen Gesellschaft zu begegnen.

  • Theoretische Grundlagen zur Begriffsdefinition von Lesekompetenz und literarischer Sozialisation.
  • Analyse praktischer Förderansätze wie das "Vorleseprojekt" im Kindergarten.
  • Untersuchung von Schulleistungsstudien (IGLU, PISA) zur Ableitung didaktischer Konsequenzen.
  • Entwicklung von Unterrichtsmodellen (z.B. Märchen, Paratexte, Lektürearbeit).
  • Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Leseverhalten.

Auszug aus dem Buch

3.10 Der Einsatz von Paratexten im Deutschunterricht

Im folgenden Beispiel wird es primär darum gehen, ein Unterrichtsverfahren vorzustellen, an dem alle Heranwachsenden beteiligt werden können, indem sie in direkten Kontakt mit den Büchern treten. Auf diese Weise können sie sich eine eigenständige und breite Informationsbasis aneignen, und sind bei ihren Auswahlentscheidungen nicht mehr auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen.

Das nachfolgende Modell wurde von Juliane Köster (2000) in ihrem Aufsatz Wie kommt der Leser zum Buch? Entscheidungskompetenz gewinnen - Auswahlentscheidungen durchschauen, vorgestellt. Hierbei bezieht sie sich auf die von Heinz Klippert (1995) angebotenen kommunikativen Techniken und betont dazu die Wichtigkeit der Paratexte:

„Paratexte sind darauf angelegt, den Leser zu leiten und zu verleiten, ihn indirekt zu beeinflussen, ohne das der Leser sich dessen bewusst ist. Während Umschlag und Titel über visuelle Reize einen Blickfang bilden und der Titel darüber hinaus auch klangmagische Wirkung entfalten kann, bietet der Klappentext auf dem Weg des Leseverstehens Informationen zu Werk und Autor. Durch die Wahrnehmung von Cover und Titel wird immer wieder eine gewisse Grundstimmung etabliert. Titel unterscheidet man zwischen der bezeichnenden, der deskriptiven, der konnotativen und der verführenden Funktion des Titels. Die große Evidenz von Konnotation und Verführung zeigt sich zum Beispiel in der Überzeugung, dass ein schöner Titel der wahre Zuhälter eines Buches sei. Wie die Illustration ist er bereits ein Schlüssel zu einem Sinn.“ (Köster 2000, 21)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlegungen: Einführung in grundlegende Begriffe wie Lesefertigkeit, Lesekompetenz und Lesemotivation sowie die Abgrenzung von Lesesozialisation und literarischer Sozialisation.

2 Förderung von literarischer Sozialisation im Kindergarten: Vorstellung und Auswertung eines praktischen "Vorleseprojektes" der Pädagogischen Hochschule Weingarten zur Förderung vorliterarischer Erfahrungen.

3 Lesesozialisation in der Schule: Analyse der IGLU- und PISA-Ergebnisse und daraus resultierende didaktische Konsequenzen für den Literaturunterricht an Grund- und Hauptschulen.

4 Folgerungen für die Sekundarstufe I: Diskussion über geschlechtsspezifisches Leseverhalten und praktische Unterrichtsbeispiele zur Förderung der Lektürearbeit in der Sekundarstufe I.

5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die Bedeutung der Leseförderung für die individuelle Entwicklung und die demokratische Teilhabe.

Schlüsselwörter

Literarische Sozialisation, Lesesozialisation, Lesekompetenz, Lesemotivation, Vorleseprojekt, Kindergarten, Literaturunterricht, Grundschule, Hauptschule, Sekundarstufe I, Geschlechtsspezifisches Leseverhalten, Paratexte, Flow-Erleben, Rezeptionsästhetik, Schulleistungsstudien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedingungen und Möglichkeiten zur Förderung von literarischer Sozialisation und Lesemotivation bei Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bildungsstufen vom Kindergarten bis zur Realschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition von Lesekompetenz, die Rolle des Elternhauses und der Schule als Sozialisationsinstanzen sowie der Einfluss von Schulleistungsstudien auf die didaktische Unterrichtsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Förderung der Lesemotivation – etwa durch Vorleseprojekte oder handlungsorientierten Literaturunterricht – ein Beitrag zur individuellen Bildung und gesellschaftlichen Teilhabe geleistet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und fachdidaktischer Theorien sowie auf die Auswertung von Protokollen eines spezifischen Vorleseprojektes der PH Weingarten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Förderung im Kindergarten, die Ergebnisse internationaler Studien wie IGLU und PISA, sowie methodische Vorschläge für den Deutschunterricht, einschließlich des Umgangs mit Paratexten und der Analyse von Jugendlektüren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie literarische Sozialisation, Lesekompetenz, Lesemotivation, Schulleistungsstudien, didaktische Konsequenzen und geschlechtsspezifisches Leseverhalten charakterisieren.

Wie beeinflusst das Geschlecht das Leseverhalten laut der Autorin?

Die Autorin stellt fest, dass Mädchen im Durchschnitt mehr und mit größerer emotionaler Beteiligung lesen sowie fiktionale Literatur bevorzugen, während Jungen häufiger zu Sachbüchern greifen, was eine geschlechtersensible Didaktik erfordert.

Welche Rolle spielen Paratexte bei der Leseförderung?

Paratexte wie Umschlag, Titel und Klappentext dienen laut der Autorin als wichtige Orientierungshilfen, die Schülern helfen können, sich in der Fülle des Buchangebots zurechtzufinden und informierte Auswahlentscheidungen zu treffen.

Was besagt das Konzept des "Flow-Erlebens" beim Lesen?

Das "Flow-Erleben" bezeichnet einen Zustand völliger Versunkenheit und Konzentration während des Lesens, bei dem der Leser die Zeit vergisst, die Umwelt ausblendet und eine tiefe innere Freude an der Tätigkeit an sich empfindet.

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Details

Title
Lesen lohnt! Literarische Sozialisation fördern von der Vorschule bis zur Realschule
College
University of Applied Sciences Ravensburg-Weingarten
Grade
2,0
Author
Katharina Scheinert (Author)
Publication Year
2008
Pages
91
Catalog Number
V112768
ISBN (eBook)
9783640121151
Language
German
Tags
Lesen Literarische Sozialisation Vorschule Realschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Scheinert (Author), 2008, Lesen lohnt! Literarische Sozialisation fördern von der Vorschule bis zur Realschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112768
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