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Der Einflusses von Demokratie und Autokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft

Titel: Der Einflusses von Demokratie und Autokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft

Seminararbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tamilla Javadi (Autor:in)

Soziologie - Wirtschaft und Industrie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum ist es in Demokratien schwieriger die Industrie 4.0 zu etablieren als in Autokratien?

Um diese Forschungsfrage zu prüfen, ist es zunächst notwendig, relevante Literatur zur Industrie 4.0 und zu den Regimetypen zu sichten. Hieran anknüpfend wird in der Theorie das Argument dargelegt, welches in der Hypothese mündet, dass mit steigender Demokratisierung eines Landes die Industrie 4.0 Fähigkeit sinkt.

Diese Hypothese wird in der empirischen Analyse von drei erklärenden Faktoren für die Industrie 4.0-Bereitschaft eines Regimetyps untersucht. Diese sind Investitionen in innovative Technologien, der Digitalisierungsgrad und
die Implementierungsgeschwindigkeit von innovativen Technologien. Anhand von Daten der Weltbank und empirischen Befragungen werden die Länder China und Deutschland in ihrer Bereitschaft zur Industrie 4.0 verglichen, um schließlich Rückschlüsse auf den Einfluss von Demokratien und Autokratien auf die Industrie 4.0-Bereitschaft treffen zu können. Daraufhin werden die Ergebnisse der Analyse diskutiert und im Fazit zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

2.1 Bereitschaft zur Industrie 4.0

2.2 Regimetypen: Autokratie, Demokratie

3 Theorie

3.1 Der Einfluss von Autokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft

3.2 Der Einfluss von Demokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft

4 Analyse

4.1 Investitionen in innovative Technologien

4.2 Digitalisierungsgrad

4.3 Implementierungsgeschwindigkeit

5 Diskussion der Ergebnisse

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss unterschiedlicher Regimetypen – Demokratie und Autokratie – auf die Bereitschaft eines Landes, das Konzept Industrie 4.0 zu etablieren. Anhand der Fallbeispiele Deutschland und China wird der Forschungsfrage nachgegangen, warum die Implementierung von Industrie 4.0 in Demokratien als schwieriger empfunden wird als in autokratischen Systemen.

  • Einfluss von Regimetypen auf die industrielle Modernisierung
  • Vergleich von Deutschland und China hinsichtlich der Industrie 4.0-Bereitschaft
  • Rolle von Investitionen in innovative Technologien
  • Digitalisierungsgrad als Indikator für technologische Entwicklung
  • Bedeutung der Implementierungsgeschwindigkeit unter politischen Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Einfluss von Autokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft

„Vor knapp 50 Jahren stellte Seymour Martin Lipset die These auf, dass Bürger, die wohlhabend und gebildet sind, eher die Glaubwürdigkeit von Autokraten und damit auch Diktaturen ablehnen“ (Lee 2018, S. 101). Dies war ein früher Ansatz der Modernisierung Theorie die besagt, dass Autokratien im Zuge eines sozioökonomischen und technischen Fortschritts eher dazu geneigt seien eine demokratische Gesinnung anzunehmen (Stier 2017, S. 13). Im Falle persistenter Autokratien wie China führt die digitale Modernisierung zwar zu ökonomischem Wachstum, jedoch nicht automatisch zu einer demokratischen Transformation (Pickel 2015; Stier 2017). Mittlerweile vermarkten viele Autokraten erfolgreich die Geschichte ihrer Kompetenz und der Untauglichkeit demokratischer Systeme (Lee 2018, S. 100).

„Die Realität ist, dass viele asiatische Autokratien tief verwurzelte instrumentalistische oder pragmatische Auffassung von Demokratie haben und von den inhärenten Vorzügen des allgemeinen Wahlrechts nicht überzeugt sind“ (s.ebd.). Das chinesische System erinnert dabei an die Vertragstheorie von Hobbes, die behauptet, dass Menschen von sich aus ihre Freiheit gegen Sicherheit und Ordnung tauschen, da dies das höchste Gut ist (vgl. Hobbes 2005, 145 ff). In China werden autokratische Werte beworben, indem die Unfähigkeit und das Chaos in Demokratien an Beispielen wie der Finanzkrise aufgezeigt werden. Zudem wird das autoritäre Modell beworben als eines, dass „politisch stabil, technisch überlegen und besser dazu in der Lage ist, eine vernünftige Politik in einer konsistenten Weise zu verfolgen“ (Lee 2018, S. 111).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept der Industrie 4.0 ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss von Regimetypen auf deren Implementierung.

2 Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über existierende Literatur zur Industrie 4.0-Bereitschaft und definiert die theoretischen Grundlagen der betrachteten Regimetypen.

3 Theorie: Hier wird durch eine Kausalkette dargelegt, wie Autokratie und Demokratie jeweils die Bedingungen für die Etablierung von Industrie 4.0 beeinflussen.

4 Analyse: Die Analyse vergleicht empirisch die Faktoren Investitionen, Digitalisierungsgrad und Implementierungsgeschwindigkeit in Deutschland und China.

5 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf die Operationalisierung der Variablen und die Generalisierbarkeit der Befunde.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese, dass steigende Demokratisierung tendenziell mit einer geringeren Implementierungsgeschwindigkeit innovativer Technologien korreliert.

Schlüsselwörter

Industrie 4.0, Industrie 4.0-Bereitschaft, Demokratie, Autokratie, Made in China 2025, Digitalisierung, Implementierungsgeschwindigkeit, Weltbank, ADI, High-Tech Exporte, Technologische Innovation, Regimetyp, Deutschland, China, Politische Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen politischen Regimetypen und der industriellen Innovationsfähigkeit, spezifisch bezogen auf die Industrie 4.0.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die vergleichende Regierungslehre, industrielle Beziehungen, Digitalisierung und internationale Wirtschaftsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu beantworten, warum die Etablierung von Industrie 4.0 in demokratischen Systemen schwieriger erscheint als in autokratischen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse auf Basis von Literaturdaten, Weltbank-Statistiken und empirischen Erkenntnissen verwendet, um die Auswirkungen der Regimetypen auf technologische Faktoren zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Investitionen, den Grad der Digitalisierung und die Geschwindigkeit bei der Umsetzung technologischer Neuerungen in Deutschland und China.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Industrie 4.0, Demokratie, Autokratie, Innovationsförderung und regulatorische Rahmenbedingungen.

Warum wird China als Beispiel für eine Autokratie gewählt?

China dient als Beispiel, da es mit „Made in China 2025“ eine dezidiert staatlich gelenkte Strategie zur Technologieförderung verfolgt, die sich stark von demokratischen Ansätzen unterscheidet.

Welche Rolle spielt die Bürokratie laut der Arbeit?

Die Arbeit argumentiert, dass Demokratien durch höhere bürokratische Hürden und die Notwendigkeit breiter gesellschaftlicher Zustimmung tendenziell langsamere Implementierungsprozesse aufweisen als autokratische Systeme.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Datenschutzes?

Der Datenschutz wird als ein wesentlicher Faktor identifiziert, der in Demokratien den administrativen Aufwand erhöht und somit technologische Implementierungsprozesse verlangsamen kann.

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Details

Titel
Der Einflusses von Demokratie und Autokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
vergleichende industrielle Beziehungen
Note
1,0
Autor
Tamilla Javadi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1127721
ISBN (eBook)
9783346509796
ISBN (Buch)
9783346509802
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Industie 4.0 Digitalisierung innovative Technologien vergleich Demokratie Autokratie Implementierungsgeschwindigkeit Regimetypen Investitionen Demokratie Autokratie China Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamilla Javadi (Autor:in), 2021, Der Einflusses von Demokratie und Autokratie auf die Industrie 4.0-Bereitschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127721
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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