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Das bedingungslose Grundeinkommen. Entstehungsgeschichte, Konzept und ökonomische Analyse

Titel: Das bedingungslose Grundeinkommen. Entstehungsgeschichte, Konzept und ökonomische Analyse

Bachelorarbeit , 2019 , 48 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ayleen Seitz (Autor:in)

Politik - Bedingungsloses Grundeinkommen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Einstieg dieser Arbeit widmet sich zunächst dem grundlegenden Verständnis zum Ursprung des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Im zweiten Kapitel wird dazu die geschichtliche Entwicklung der Idee abgebildet. Anhand verschiedener historischer Modelle wird danach die Entstehung des BGEs nachvollzogen, indem verschiedene Beispiele vorgestellt werden. Vor dem Hintergrund des digitalen Zeitalters folgt anschließend der Blick auf das Motiv, ein BGE zu initiieren. Anhand des Beispiels der Altersarmut werden zusätzlich die Wirkungen des demografischen Wandels
verdeutlicht.

Darauffolgend wird im dritten Kapitel das Grundkonzept eines Grundeinkommens dargestellt und unter der Eigenschaft der Bedingungslosigkeit erörtert. Dazu werden die BGE Modelle von Dieter Althaus und Götz Werner näher betrachtet. Um die Anwendung der Idee veranschaulichen zu können, werden zusätzlich die Pilotprojekte in Namibia und Alaska abgebildet.

Das vierte Kapitel dient der ökonomischen Analyse. Im ersten Teil wird der Fokus auf den fiskalischen Hintergrund des Konzepts gelegt und die Frage geklärt, ob ein BGE mit den vorhandenen Finanzmitteln zu finanzieren ist. Eine Machbarkeitsrechnung dient dabei zur Veranschaulichung einer möglichen Finanzierungsstrategie. Der zweite Teil der Analyse befasst sich mit sozioökonomischen Aspekten, wie der Entwicklung des Produktionsfaktors Arbeit, und klärt die Frage, ob der Erwerbstätigkeit nach der Einführung des BGEs weiterhin nachgegangen wird. Zusätzlich wird das BGE hinsichtlich der Armutsbekämpfung analysiert und verschiedene Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt betrachtet.

Im letzten Teil dieser Arbeit folgt die Zusammenführung zuvor gewonnener Erkenntnisse, welche in einem Ausblick über die Zukunft des BGEs münden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehungsgeschichte

2.1 Die historische Entwicklung bis in das 21. Jahrhundert

2.2 Armutsbekämpfung als Impulsgeber

3 Das Konzept

3.1 Die Grundstruktur und ihre verschiedenen Ausgestaltungen

3.2 Das BGE als Pilotprojekt

4 Ökonomische Analyse

4.1 Fiskalische Realisierbarkeit

4.2 Sozioökonomische Effekte

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als sozialstaatliches Instrument, insbesondere hinsichtlich seiner Eignung zur Armutsbekämpfung und seiner fiskalischen Realisierbarkeit unter Berücksichtigung gegenwärtiger wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen wie der Digitalisierung.

  • Historische Herleitung und Entwicklung der BGE-Idee
  • Strukturelle Ausgestaltung und Definition von BGE-Konzepten
  • Analyse praktischer Pilotprojekte in Alaska und Namibia
  • Prüfung der fiskalischen Finanzierbarkeit und Auswirkungen auf das Steuersystem
  • Untersuchung sozioökonomischer Folgen, insbesondere im Hinblick auf den Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

4.1 Fiskalische Realisierbarkeit

„Wenn unsere Gesellschaften zunehmend weniger in der Lage sind, soziale Sicherheit für alle herzustellen, dann müssen Gegenentwürfe sich daran messen lassen, ob das mit ihnen denn möglich wäre. […] In diesem Sinne ist es gut und wichtig, dass eine ganze Reihe von Finanzierungsmodellen vorliegt. Wer die genau anschaut, erkennt auf Anhieb eine frappierende „Gemeinsamkeit", nämlich, dass sie sich in fast allem völlig unterscheiden. Während die einen vom bestehenden Steuersystem ausgehen und da ein Grundeinkommen hineinrechnen, wollen die anderen das Steuersystem zuallererst einmal völlig abschaffen und durch ein komplett Neues ersetzen. Während die einen nur oder überwiegend an den Einkommensteuern ansetzen wollen, beharren die anderen darauf die Unternehmen mit einer Wertschöpfungsabgabe zu belasten. Während die einen möglichst hohe Umverteilungen von reich zu arm anstreben, bestehen die anderen darauf, ein BGE müsse die staatlichen Etats entlasten“94.

Prinzipiell kann die Frage, ob das Projekt des BGEs finanzierbar ist, bejaht werden. Dabei darf jedoch ein wesentlicher Punkt nicht vernachlässigt werden: die Auszahlungshöhe. Diese stellt die Rahmenbedingungen für die Finanzierung und den Finanzierungsaufwand dar. Angesichts der im dritten Kapitel vorgestellten BGE-Modelle wird deutlich, dass die verschiedenen Höhen je nach Ansatz variieren und demnach unterschiedliche Kosten für ein BGE entstehen. Die Tabelle 1 zeigt die Unterschiede zwischen einzelnen monatlichen Auszahlungshöhen eines Grundeinkommens. Bei dem Vergleich zwischen einer monatlichen Höhe von 500 Euro und 1.500 Euro ist besonders auffällig, dass sich der Finanzierungsbedarf von ca. 500 Mrd. Euro auf ca. 1,5 Bio. Euro verdreifacht. Mit steigender Höhe des Grundeinkommens, steigt dementsprechend der Finanzierungsbedarf. Folglich lässt sich daraus ableiten, dass die Klärung der Finanzierungsfrage essentiell für die Entstehung eines Grundeinkommens ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema BGE im Kontext von Digitalisierung und sozialem Wandel sowie Darlegung des Zieles und der Vorgehensweise der Arbeit.

2 Die Entstehungsgeschichte: Aufarbeitung der historischen Wurzeln des Grundeinkommens vom 16. bis zum 21. Jahrhundert und Diskussion der Armutsbekämpfung als treibendes Motiv.

3 Das Konzept: Detaillierte Betrachtung verschiedener BGE-Modelle und Analyse internationaler Pilotprojekte zur praktischen Anwendung des Konzepts.

4 Ökonomische Analyse: Ökonomische Bewertung der fiskalischen Realisierbarkeit mittels Machbarkeitsrechnungen sowie Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen, speziell auf Beschäftigung und Armutsbekämpfung.

5 Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Ausblick auf die Zukunft des BGE, wobei die Komplexität und die Notwendigkeit weiterer empirischer Befunde hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Sozialstaat, Digitalisierung, Armutsbekämpfung, Fiskalische Realisierbarkeit, Solidarisches Bürgergeld, Sozialbudget, Arbeitsmarkt, Einkommensteuer, Konsumsteuer, Demografischer Wandel, Rentensystem, Existenzminimum, Beschäftigungseffekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als mögliche Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie etwa die zunehmende Digitalisierung und den demografischen Wandel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung der Grundeinkommensidee, verschiedene Modellansätze, die fiskalische Finanzierbarkeit sowie sozioökonomische Effekte auf den Arbeitsmarkt und die soziale Absicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob das BGE ein geeignetes sozialstaatliches Instrument darstellt, das auf gegenwärtige und zukünftige wirtschaftliche und soziale Veränderungen reagieren kann, und ob es eine praktikable Lösung zur Armutsbekämpfung bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Konzeptionsanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Machbarkeitsrechnungen, um die ökonomische Tragfähigkeit des BGEs zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehungsgeschichte, eine detaillierte Konzeptanalyse, eine ökonomische Analyse inklusive Machbarkeitsrechnung sowie eine Untersuchung sozioökonomischer Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialstaat, Fiskalische Realisierbarkeit, Armutsbekämpfung, Digitalisierung und sozioökonomische Effekte charakterisiert.

Welche Bedeutung haben die Pilotprojekte in Alaska und Namibia für die Arbeit?

Die Pilotprojekte dienen als internationale Fallbeispiele, um die praktische Anwendung und die Herausforderungen der Umsetzung eines Grundeinkommens oder vergleichbarer Transferleistungen zu veranschaulichen.

Wie bewertet die Arbeit die fiskalische Finanzierbarkeit?

Die Arbeit zeigt anhand von Modellrechnungen, dass die Finanzierung eines BGEs eine enorme fiskalische Herausforderung darstellt und tiefgreifende Reformen des Steuersystems oder die Abschaffung bestehender Sozialleistungen zur Voraussetzung hätte.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Kontext der Arbeit?

Die Digitalisierung fungiert als zentraler Treiber der Debatte, da sie das Risiko von Automatisierung und Arbeitsplatzverlusten mit sich bringt, was das Interesse an neuen Formen der sozialen Sicherung wie dem BGE verstärkt.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Armutsbekämpfung?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein BGE als Ersatz für bestehende Sozialleistungen nicht zwangsläufig zu einer Reduktion der Armut führt und unter Umständen sogar die Armutssituation für einkommensschwache Gruppen verschlechtern könnte.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das bedingungslose Grundeinkommen. Entstehungsgeschichte, Konzept und ökonomische Analyse
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
2,0
Autor
Ayleen Seitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
48
Katalognummer
V1127733
ISBN (eBook)
9783346491404
ISBN (Buch)
9783346491411
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BGE Grundeinkommen bedingungslos
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ayleen Seitz (Autor:in), 2019, Das bedingungslose Grundeinkommen. Entstehungsgeschichte, Konzept und ökonomische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127733
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Leseprobe aus  48  Seiten
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