Grundlagen empirischer Sozialforschung - II

Regressionsgerade, Standardabweichung, Konfidenzniveau, Zusammenhang zwischen Variablen


Hausarbeit, 2007

9 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Aufgabe 1
In einer kleinen Untersuchung geht es um den Zusammenhang zwischen Lebensalter (Variable x) und allgemeiner Lebenszufriedenheit (Variable y). Folgende Werte werden erhoben: Lebensalter 18, 75, 23, 99, 44 Jahre. Zufriedenheit (Punkte auf der nach oben offenen Intervallskala) 100, 20, 100, 10, 500. Wie lautet die Regressionsgerade von y auf x? Welche Zufriedenheit wäre bei einem Lebensalter von 66 Jahren zu erwarten? Welchen Wert haben r und r²? Welchen Schluss könnte man aus diesem Ergebnis ziehen?

3 Aufgabe 2
Im Rahmen ihrer wirtschafts- und sozialpolitischen Reformbemühungen „Tagesordnung 019088888“ (auch telefonisch abrufbar) erwog die frühere Bundesregierung, Arbeitslose über das Fernsehen weiter zu qualifizieren. In diesem Zusammenhang wurde in einer Zufallsstichprobe bei 4020 Arbeitslosen die durchschnittliche tägliche Fernsehdauer zu 350 min ermittelt, bei einer Standardabweichung von 90 min. In welchen Intervallen liegen die entsprechenden Werte der Grundgesamtheit (Konfidenzniveau 95 %)?

4 Aufgabe 3
Welche Bedeutung hat der folgende Fehler in einer Untersuchung und wie kann er vermieden werden? “Die erhobenen Daten werden zwar mitgeteilt, aber nicht diskutiert.“

5 Quellenverzeichnis

1 Einführung

Der Verfasser beschäftigt sich im Rahmen des Studiums „Master of Public Administration“ mit den an ihn gestellten Fragen im Wahlangebot „Grundlagen der empirischen Sozialforschung“.

Die Aufgaben 1 und 2 sind Aufgaben mit Rechenanteilen, die mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel von Microsoft berechnet wurden. Die Aufgaben beinhalten die Thematik der Regressionsanalyse.

Aufgabe drei stellt die Frage, welche Bedeutung der Fehler der Aussage „Die erhobenen Daten werden zwar mitgeteilt, aber nicht diskutiert.“ Hat und wie dieser vermieden werden kann.

2 Aufgabe 1

In einer kleinen Untersuchung geht es um den Zusammenhang zwischen Lebensalter (Variable x) und allgemeiner Lebenszufriedenheit (Variable y). Folgende Werte werden erhoben: Lebensalter 18, 75, 23, 99, 44 Jahre. Zufriedenheit (Punkte auf der nach oben offenen Intervallskala) 100, 20, 100, 10, 500. Wie lautet die Regressionsgerade von y auf x? Welche Zufriedenheit wäre bei einem Lebensalter von 66 Jahren zu erwarten? Welchen Wert haben r und r²? Welchen Schluss könnte man aus diesem Ergebnis ziehen?

- Wie lautet die Regressionsgerade von y auf x?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Regressionsgerade wird berechnet mit der Formel

Hierzu werden die Regressionskonstante und der Regressionskoeffizient benötigt. Diese lassen sich berechnen mit den Formeln [1] [2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur Berechnung verwendet der Verfasser das Kalkulationsprogramm MS Excel.

Zunächst sind die folgenden Werte gegeben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hierzu werden in der Spalte A die Werte der Zufriedenheit eingegeben und in der Spalte B die Werte des jeweiligen Lebensalters.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch die Funktion „RGP“ wird die Regressionskonstante a ausgegeben.

Sie lautet: 245,567225, gerundet 245,57.

Durch Markierung der Zelle der RGP-Formel und der benachbarten Zelle, wird nach Betätigung der Taste F2 und des gleichzeitigen Drückens der Tasten STRG, Umschalttaste und Return der Regressionskoeffizient b ausgegeben.

Dieser lautet: - 1,9221472, gerundet -1,92.

Somit ist a = 245,57 und b = - 1,92.

Die Regressionsgerade lautet y = 245,57 - 1,92 xi

- Welche Zufriedenheit wäre bei einem Lebensalter von 66 Jahren zu

erwarten?

Für X wird der Wert 66 eingegeben. Dies führt zu dem Ergebnis Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten = 118,85.

Bei einem Lebensalter von 66 Jahren wäre eine Zufriedenheit von 118,85 zu erwarten.

- Welchen Wert haben r und r²?

Das Bestimmtheitsmaß r² hat den Wert 0,10816182, gerundet 0,11.

Der Korrelationskoeffizient r beträgt -0,32887965, gerundet -0,33.

- Welchen Schluss könnte man aus diesem Ergebnis ziehen`?

„Der Korrelationskoeffizient kann Werte zwischen -1 und +1 annehmen. Bei -1 handelt es sich um einen perfekt negativen Zusammenhang. Eine 0 signalisiert keinen Zusammenhang zwischen den beiden Größen. Als Faustregel (vergleiche Kühnel/Krebs 2001:404f.) gelten folgende verbale Interpretationen des Korrelationskoeffizienten:[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Korrelationskoeffizient in der vorliegenden Untersuchung beträgt -0,33.

Da der Zusammenhang zwischen Lebensalter und Zufriedenheit untersucht wurde, lässt sich mit dem Ergebnis und der o. g. Faustregel deuten, dass mit zunehmendem Lebensalter die Zufriedenheit sinkt. Dieser Zusammenhang besteht jedoch nur in mittlerem Maße.

Das Bestimmtheitsmaß r² beträgt 0,11. Damit bleibt ein großer Teil der Variation unerklärt, nämlich 89 Prozent.[4]

[...]


[1] Vgl. URL: http://regressionsanalyse.know-library.net/; Download vom 05.09.2007.

[2] Neurath, Paul: Grundbegriffe und Rechenmethoden der Statistik für Sozialwissenschaftler; In: König, René: Handbuch der Empirischen Sozialforschung; Stuttgart 1962, S. 288 ff.

[3] Michael Häder: Empirische Sozialforschung – Eine Einführung; 1. Auflage, Wiesbaden 2006, S. 420 f.

[4] Benninghaus, Hans: Einführung in die sozialwissenschaftliche Datenanalyse; 6. Aufl., Berlin 2001, S. 340.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Grundlagen empirischer Sozialforschung - II
Untertitel
Regressionsgerade, Standardabweichung, Konfidenzniveau, Zusammenhang zwischen Variablen
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
MPA-Studiengang
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
9
Katalognummer
V112783
ISBN (eBook)
9783640122646
Dateigröße
403 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlagen, Sozialforschung, MPA-Studiengang
Arbeit zitieren
Marko Haselböck (Autor), 2007, Grundlagen empirischer Sozialforschung - II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112783

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