Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Economy and Industry

Die Digitalisierung der Gesellschaft. Reproduktion oder Aufbruch sozial-gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsstrukturen?

Eine soziologische Betrachtung nach Bourdieus Kapitaltheorie

Title: Die Digitalisierung der Gesellschaft. Reproduktion oder Aufbruch sozial-gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsstrukturen?

Seminar Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maximilian Schmidt (Author)

Sociology - Economy and Industry
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Digitalisierung Bedeutung und Erwerbsmöglichkeiten des individuellen Sozialkapitals beeinflusst und so einen Aufbruch oder die Reproduktion sozial-gesellschaftlicher, auf sozialen Beziehungen und Netzwerkzugehörigkeiten beruhende, Macht- und Ungleichheitsstrukturen begünstigt.

In einem ersten Schritt werden hierzu die theoretischen Grundlagen nach Bourdieu, der Habitus, das Sozialkapital und seine Konzeption der Gesellschaft kursorisch dargelegt. Weiterführend wird die Bedeutung des Internets und die dort zu verortenden Netzwerkplattformen, für das Sozialkapital hervorgehoben, um im Anschluss die Auswirkungen digitaler sozialer Netzwerkplattformen, anhand unterschiedlicher Plattformentypen, auf das Sozialkapital herauszuarbeiten. Auf dieser Basis erfolgt die Diskussion der Fragestellung, wobei die Arbeit mit einem Fazit beschlossen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik

2 Theoretische Grundlagen nach Bourdieu: Habitus, Sozialkapital und Gesellschaft

2.1 Der Habitus

2.2 Die Kapitalsorten – Schwerpunkt: Sozialkapital

2.3 Gesellschaft: Der soziale Raum und seine Felder

3 Digitalisierung: Das Internet als Kommunikations- und Interaktionsmedium

4 Sozialkapital im Kontext digitaler Netzwerkplattformen

4.1 Soziale Netzwerkplattformen im Allgemeinen

4.2 Berufliche Netzwerkplattformen: LinkedIn und Xing

4.3 Wirtschaftliche Netzwerkplattformen: Das Beispiel Crowdfunding

5 Reproduktion oder Aufbruch bestehender sozial-gesellschaftlicher Strukturen?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Digitalisierung die Bedeutung und Erwerbsmöglichkeiten von Sozialkapital beeinflusst und ob dieser Prozess eine Reproduktion bestehender Macht- und Ungleichheitsstrukturen festigt oder einen gesellschaftlichen Aufbruch ermöglicht.

  • Analyse des Habitus-Konzepts nach Bourdieu im digitalen Zeitalter.
  • Untersuchung von digitalem Sozialkapital in sozialen Netzwerkplattformen.
  • Vergleich von beruflichen Netzwerken (LinkedIn/Xing) und Crowdfunding.
  • Diskussion über die Transformation sozialer Ungleichheit durch Digitalisierung.
  • Evaluation der Rolle von Zugangshürden bei der Kapitalbildung.

Auszug aus dem Buch

4.2 Berufliche Netzwerkplattformen: LinkedIn und Xing

Inwieweit digitale Netzwerke nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des Sozialkapitals, von Bourdieu definiert als der Umfang des ökonomischen, kulturellen oder sozialen Kapitals, das die Kontakte besitzen, mit denen das Individuum ein Netzwerk bildet bzw. in Beziehung steht, beeinflussen können, wird durch die Betrachtung digitaler beruflicher Netzwerkplattformen, wie bspw. „Xing“ oder „LinkedIn“, die im beruflichen Rahmen genutzt werden, deutlich. So bieten diese Plattformen einerseits Informationsmöglichkeiten hinsichtlich unterschiedlichster Beschäftigungsangebote und dazu passend, Möglichkeiten für Bewerbungen, an. Andererseits werden sie für den kommunikativen Austausch unter und mit Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kunden und Lieferanten genutzt, dabei z. T. transnational und im Weiteren auch um dahingehend neue Kontakte zu knüpfen: „LinkedIn – wird hauptsächlich beruflich genutzt. Kontakte zu nationalen und internationalen Kollegen, Lieferanten und Kunden. Pflegen eines beruflichen Netzwerkes, und das international, länder- und kontinenteübergreifend. Links und Notizen zu fachlichen, vertrieblichen Themen, werden hier mit ‚Likes‘ und Kommentaren versehen“.

Dergestalt wird deutlich, dass diese Plattformen direkt und indirekt die Pflege und Schaffung (über-)nationaler beruflicher Netzwerke ermöglichen bzw. fördern. Vor dem Hintergrund des regelmäßigen Austauschs von wirtschaftlich-beruflichen Daten und Informationen auf diesen Plattformen und innerhalb der dortigen Beziehungsnetzwerke, kann angenommen werden, dass eine solche Netzwerkmitgliedschaft langfristig Profite materieller oder symbolischer Art erwartet lässt, womit ein zentrales Merkmal von besonders hochwertigen Sozialkapitalbeziehungen erfüllt wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel definiert Digitalisierung als breitengesellschaftlichen Prozess und führt die Forschungsfrage zur soziologischen Bedeutung für Machtstrukturen ein.

2 Theoretische Grundlagen nach Bourdieu: Habitus, Sozialkapital und Gesellschaft: Das Kapitel erläutert die zentralen Konzepte Habitus, die Kapitalsorten sowie den sozialen Raum als Grundlage der weiteren Untersuchung.

3 Digitalisierung: Das Internet als Kommunikations- und Interaktionsmedium: Hier wird das Internet als zentrales Kontaktmedium analysiert, das soziale Netzwerke als Orte der Kapitalbildung für Nutzer bereitstellt.

4 Sozialkapital im Kontext digitaler Netzwerkplattformen: Dieser Abschnitt differenziert zwischen allgemeinen, beruflichen und wirtschaftlichen Plattformen und untersucht deren Einfluss auf Sozialkapital.

5 Reproduktion oder Aufbruch bestehender sozial-gesellschaftlicher Strukturen?: Das Kapitel diskutiert die Chancen und Risiken der Digitalisierung hinsichtlich der Demokratisierung bzw. der Verfestigung von Ungleichheit.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Digitalisierung bestehende Machtstrukturen trotz technischer Potenziale eher reproduziert als aufbricht.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Sozialkapital, Pierre Bourdieu, Habitus, soziale Ungleichheit, Netzwerkplattformen, Crowdfunding, Machtstrukturen, Kapitaltheorie, berufliche Netzwerke, soziale Reproduktion, digitaler Raum, soziale Felder, Online-Interaktion, Herrschaftsstabilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Digitalisierungsprozess auf soziale Macht- und Ungleichheitsstrukturen auswirkt und ob dabei das Konzept des Sozialkapitals nach Bourdieu hilfreich ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Transformation des Sozialkapitals durch Internetmedien, die Analyse von verschiedenen digitalen Netzwerkplattformen und die Frage nach gesellschaftlicher Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Digitalisierung eher zur Reproduktion von Ungleichheit beiträgt oder einen tatsächlichen Aufbruch und Demokratisierung ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Perspektive der Wirtschaftssoziologie, insbesondere unter Rückgriff auf die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, bevor soziale, berufliche und wirtschaftliche Netzwerkplattformen wie LinkedIn, Xing und Crowdfunding-Modelle analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialkapital, Habitus, digitale Transformation, soziale Ungleichheit und Feldtheorie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Crowdfunding-Plattformen von anderen Netzwerken?

Crowdfunding bietet laut Arbeit alternative Finanzierungswege und eine veränderte Gate-Keeper-Funktion, erfordert jedoch ebenfalls kulturelles und soziales Kapital für den Projekterfolg.

Warum fungiert der Habitus als ein Transformatorelement sozialer Ungleichheit?

Der Habitus beeinflusst die Wahrnehmung und das Handeln in der digitalen Welt, wodurch bestehende, habitusbedingte Fremdheiten gegenüber Networking-Praktiken reproduziert werden können.

Welche Bedeutung haben Zugangshürden in digitalen Netzwerken?

Zugangshürden, wie Mitgliedsbeiträge oder hohe Anforderungen an Qualifikationen, sorgen für Exklusivität und begünstigen diejenigen, die bereits über ökonomisches und kulturelles Kapital verfügen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Die Digitalisierung der Gesellschaft. Reproduktion oder Aufbruch sozial-gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsstrukturen?
Subtitle
Eine soziologische Betrachtung nach Bourdieus Kapitaltheorie
College
University of Trier
Grade
1,3
Author
Maximilian Schmidt (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1127949
ISBN (eBook)
9783346489029
ISBN (Book)
9783346489036
Language
German
Tags
Digitalisierung Ungleichheit Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Schmidt (Author), 2021, Die Digitalisierung der Gesellschaft. Reproduktion oder Aufbruch sozial-gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsstrukturen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127949
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint