Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Digitalisierung Bedeutung und Erwerbsmöglichkeiten des individuellen Sozialkapitals beeinflusst und so einen Aufbruch oder die Reproduktion sozial-gesellschaftlicher, auf sozialen Beziehungen und Netzwerkzugehörigkeiten beruhende, Macht- und Ungleichheitsstrukturen begünstigt.
In einem ersten Schritt werden hierzu die theoretischen Grundlagen nach Bourdieu, der Habitus, das Sozialkapital und seine Konzeption der Gesellschaft kursorisch dargelegt. Weiterführend wird die Bedeutung des Internets und die dort zu verortenden Netzwerkplattformen, für das Sozialkapital hervorgehoben, um im Anschluss die Auswirkungen digitaler sozialer Netzwerkplattformen, anhand unterschiedlicher Plattformentypen, auf das Sozialkapital herauszuarbeiten. Auf dieser Basis erfolgt die Diskussion der Fragestellung, wobei die Arbeit mit einem Fazit beschlossen wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einführung in die Thematik
- 2 Theoretische Grundlagen nach Bourdieu: Habitus, Sozialkapital und Gesellschaft
- 2.1 Der Habitus
- 2.2 Die Kapitalsorten – Schwerpunkt: Sozialkapital
- 2.3 Gesellschaft: Der soziale Raum und seine Felder
- 3 Digitalisierung: Das Internet als Kommunikations- und Interaktionsmedium
- 4 Sozialkapital im Kontext digitaler Netzwerkplattformen
- 4.1 Soziale Netzwerkplattformen im Allgemeinen.
- 4.2 Berufliche Netzwerkplattformen: LinkedIn und Xing
- 4.3 Wirtschaftliche Netzwerkplattformen: Das Beispiel Crowdfunding
- 5 Reproduktion oder Aufbruch bestehender sozial-gesellschaftlicher Strukturen?
- 6 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Reproduktion oder den Aufbruch sozial-gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsstrukturen im Kontext von Bourdieus Kapitaltheorie.
- Die Bedeutung von Bourdieus Kapitaltheorie für das Verständnis von sozialer Ungleichheit und Machtstrukturen.
- Die Rolle des Sozialkapitals im digitalen Raum und seine potentielle Einflussnahme auf Karrieren, Macht und Reichtum.
- Die Analyse verschiedener Arten von digitalen Netzwerkplattformen und deren Auswirkungen auf das Sozialkapital.
- Die Frage, ob die Digitalisierung zu einer Reproduktion bestehender sozialer Ungleichheit oder zu einem Aufbruch dieser Strukturen führt.
- Die Relevanz der Digitalisierung als Thema der zeitgenössischen Soziologie.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit führt in die Thematik der Digitalisierung ein und stellt die Frage, wie sich dieser Prozess auf soziale Macht- und Ungleichheitsstrukturen auswirkt.
Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen nach Bourdieu vorgestellt, insbesondere das Konzept des Habitus, der Kapitaltheorie mit Schwerpunkt auf dem Sozialkapital und die Theorie des sozialen Raums.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Internets als Kommunikations- und Interaktionsmedium im Kontext der Digitalisierung.
Kapitel vier analysiert das Sozialkapital im Kontext digitaler Netzwerkplattformen, wobei verschiedene Plattformtypen wie soziale, berufliche und wirtschaftliche Netzwerke betrachtet werden.
Kapitel fünf diskutiert die Frage, ob die Digitalisierung zu einer Reproduktion bestehender sozial-gesellschaftlicher Strukturen führt oder ob sie einen Aufbruch dieser Strukturen begünstigt.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Digitalisierung, Sozialkapital, Bourdieu, Habitus, Machtstrukturen, Ungleichheit, Netzwerkplattformen und soziale Reproduktion.
Häufig gestellte Fragen
Welche soziologische Theorie bildet die Basis dieser Arbeit?
Die Arbeit basiert auf der Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu, insbesondere auf den Konzepten des Habitus und des Sozialkapitals.
Wie beeinflusst die Digitalisierung das Sozialkapital?
Die Arbeit untersucht, ob digitale Netzwerkplattformen (wie LinkedIn oder Xing) den Zugang zu sozialen Beziehungen erleichtern oder bestehende Ungleichheiten reproduzieren.
Was versteht Bourdieu unter „Habitus“?
Der Habitus ist ein System von dauerhaften Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmustern, das durch die soziale Herkunft geprägt wird und die Position im sozialen Raum bestimmt.
Führt das Internet zu einem Aufbruch alter Machtstrukturen?
Die Arbeit diskutiert, ob die Digitalisierung neue Erwerbsmöglichkeiten für Sozialkapital bietet oder ob sie lediglich die bestehenden Macht- und Ungleichheitsstrukturen in den digitalen Raum überträgt.
Welche Rolle spielt Crowdfunding in dieser Analyse?
Crowdfunding wird als Beispiel für eine wirtschaftliche Netzwerkplattform herangezogen, um die Mobilisierung von Sozialkapital im digitalen Raum zu verdeutlichen.
Was ist der „soziale Raum“ nach Bourdieu?
Es ist ein theoretisches Modell der Gesellschaft, in dem Akteure je nach Ausstattung mit verschiedenen Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial) verortet sind.
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- Maximilian Schmidt (Author), 2021, Die Digitalisierung der Gesellschaft. Reproduktion oder Aufbruch sozial-gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsstrukturen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127949