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Lesekompetenzförderung in der Grundschule. Probleme und Maßnahmen

Title: Lesekompetenzförderung in der Grundschule. Probleme und Maßnahmen

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anonym (Author)

Education - Reading Instruction
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Im Schriftspracherwerb werden unter anderem die Themen Lesen, Lesekompetenz sowie die Förderung des Lesens und der Lesekompetenz behandelt. In dieser Arbeit geht es um die Lesekompetenzförderung. Die Lesekompetenz stellt in der heutigen Welt eine der Schlüsselkompetenzen dar, über die ein Individuum verfügen muss, um am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben. Als "universelles Kulturwerkzeug" dient die Lesefähigkeit dabei der Erschließung von Wissen, Informationen, kulturellen Inhalten und Wertvorstellungen und wird daher als eine zentrale Bedingung für schulischen und beruflichen Erfolg sowie lebenslanges Lernen angesehen. Befunde der PISA-Studie 2000 zeigen jedoch nur allzu deutlich, dass die Lesekompetenz 15-jähriger deutscher SchülerInnen weit hinter dem Durchschnitt der OECD-Länder zurückliegt. Auch Ergebnisse der IGLU verweisen, bei mehr als einem Drittel der deutschen GrundschülerInnen der vierten Klasse, auf schwache Leseleistungen und machen unverkennbar auf den dringenden Bedarf entsprechender Fördermaßnahmen hinsichtlich dieser grundlegenden Kompetenz aufmerksam.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Lesen lernen und Lesekompetenz

2. Begriffsbestimmung: Lesen und Lesekompetenz

2.1 Lesen

2.2 Lesekompetenz

2.3 Der Leseprozess und seine Schwierigkeiten: Identifizierung von Problemen

2.4 Weitere Einflussfaktoren auf den Leseprozess und die Lesekompetenz

3. Lesefördermaßnahmen

3.1 Lesemotivation

3.2 Maßnahmen zur Förderung der Lesemotivation

3.2.1 „Zum Lesen Verlocken“ am Beispiel der Klassenlektüre

3.2.2 Vorlesen und eigene Bücher vorstellen

3.2.3 Offene Formen der Leseförderung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Lesekompetenz als Schlüsselqualifikation zu beleuchten und konkrete pädagogische Strategien sowie Maßnahmen zur gezielten Leseförderung im schulischen Kontext zu identifizieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie durch die Steigerung der Lesemotivation und den Einsatz spezifischer Lesestrategien ein kompetenter Umgang mit Texten bei Grundschülern erreicht werden kann.

  • Kognitive Grundlagen und Modelle des Leseprozesses
  • Einflussfaktoren auf die individuelle Lesekompetenzentwicklung
  • Bedeutung der Lesemotivation als zentraler Wirkfaktor
  • Praktische Methoden der Leseförderung (z.B. „Textdetektive“, „Zum Lesen Verlocken“)
  • Die Rolle der sozialen und familiären Lesesozialisation

Auszug aus dem Buch

2.1 Lesen

Lesen stellt eine aktive kognitive Konstruktionsleistung des Lesers dar, bei welcher die im Text enthaltenen Inhalte aktiv mit dem Vor- und Weltwissen in Verbindung gesetzt werden (BMBF 2007). Entsprechend gestaltet sich das „Lesen […] [als] ein komplexer Vorgang aus mehreren flexiblen und kontextabhängigen Teilprozessen auf der Wort-, Satz- und Textebene“ (BMBF 2007, S. 11). Die auf den einzelnen Ebenen stattfindenden Lesevorgänge, auch Leseprozesse genannt, gehen entsprechend mit zunehmend komplexeren Kompetenzanforderungen an den Leser einher.

Zu den Lesevorgängen der „unteren Ebene“ (Wortebene) zählen dabei das Erkennen von Buchstaben und Wörtern sowie die Erfassung von Wortbedeutungen, während auf der „mittleren Ebene“ (Satzebene) bereits semantische und syntaktische Beziehungen von Wortfolgen und zwischen Sätzen hergestellt werden (Schründer-Lenzen, 2009). Auf der „höheren Ebene“ (Textebene) werden satzübergreifend Bedeutungseinheiten zusammengefasst, um den Aufbau einer „kohärenten mentalen Repräsentation der Bedeutung des Textes“ (BMBF 2007) zu vollziehen.

Dabei finden aktive Konstruktionsleistungen des Lesers statt, bei welcher die im Text gegebenen Inhalte aktiv mit dem individuell vorhandenen Vor- und Weltwissen verknüpft werden (Schründer-Lenzen 2009). Unter Lesen ist demnach nicht nur die Lesefertigkeit in Form von basalen technischen Fertigkeiten, wie etwa dem Rekodieren (Umsetzen von Graphemen in Phoneme) zu verstehen, sondern auch das Leseverständnis als „Sinnerfassung eines sprachlichen Inhalts, der durch Schriftzeichen fixiert ist“ (Schenk, 1999, S. 14) aufzufassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Lesen lernen und Lesekompetenz: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Lesekompetenz als Schlüsselqualifikation für die gesellschaftliche Teilhabe ein und verdeutlicht den dringenden Förderbedarf basierend auf PISA- und IGLU-Ergebnissen.

2. Begriffsbestimmung: Lesen und Lesekompetenz: Hier werden der Leseprozess als komplexer Vorgang, verschiedene Lesemodelle sowie die Komponenten und Stufen der Lesekompetenz theoretisch fundiert definiert.

3. Lesefördermaßnahmen: Dieses Kapitel stellt zentrale Motivationsfaktoren sowie konkrete methodische Ansätze wie die Klassenlektüre, Vorleserituale und strategische Trainingsprogramme zur gezielten Leseförderung vor.

4. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der familiären Lesesozialisation sowie die Notwendigkeit zusammen, Lesemotivation und Lesekompetenz systematisch in den Schulalltag zu integrieren.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Leseförderung, Lesemotivation, Schriftspracherwerb, Leseprozess, Lesestrategien, Textverständnis, Grundschule, Lesesozialisation, Wortschatz, Kognition, Lesetechniken, Interaktionistischer Ansatz, Lesedidaktik, Leseflüssigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Lesekompetenz und zeigt auf, wie diese durch gezielte Förderung und Motivationsmaßnahmen im Grundschulalter systematisch ausgebaut werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die kognitiven Leseprozesse, die Rolle der Motivation, verschiedene Methoden zur Leseförderung sowie die Bedeutung der Lesesozialisation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine effektive Leseförderung zu identifizieren, um Schülern den Weg zu kompetenten, motivierten Lesern zu ebnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller bildungswissenschaftlicher Expertise und einschlägiger Fachliteratur pädagogische Handlungsoptionen ableitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Leseprozesses sowie die Darstellung praktischer Förderkonzepte, wie etwa das Programm „Textdetektive“ oder Strategien zur Lesemotivation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Lesekompetenz, Leseförderung, Lesemotivation und Lesestrategien definieren.

Was unterscheidet geübte Leser von Leseanfängern?

Geübte Leser nutzen den direkten Zugriff auf das „innere Lexikon“, während Anfänger noch den indirekten Weg über die phonetische Verarbeitungsstufe nehmen müssen.

Wie lässt sich die Motivation durch die Klassenlektüre steigern?

Durch eine interessante Hinführung, die Einbindung in den Sitzkreis und das anschließende literarische Gespräch wird das Interesse geweckt, statt das Lesen lediglich als isolierte Schultätigkeit zu begreifen.

Welche Bedeutung kommt der Familie zu?

Die Familie fungiert als wichtigster Sozialisationsinstanz, wobei das elterliche Vorbild und die soziale Einbindung des Lesens in den Alltag entscheidend für die spätere Lesehaltung sind.

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Details

Title
Lesekompetenzförderung in der Grundschule. Probleme und Maßnahmen
College
University of Bamberg
Grade
2
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V1127953
ISBN (eBook)
9783346498175
ISBN (Book)
9783346498182
Language
German
Tags
Lesekompetenz Förderung SSE Schriftspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Lesekompetenzförderung in der Grundschule. Probleme und Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127953
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