Die Zielsetzung dieser Arbeit ist, das Thema RPA ganz allgemein zu erläutern sowie im weiteren Verlauf einen Implementierungsprozess darzustellen und abschließend einen Beispielprozess aus dem Controlling auszuführen.
Die vorliegende Arbeit besteht aus vier Kapiteln. Im ersten Kapitel der vorliegenden Seminararbeit wird in das Thema eingeführt und zur Fragestellung hingeleitet. Des Weiteren wird der methodische Aufbau erläutert. In Kapitel zwei werden theoretische Grundlagen erläutert, die für das Verständnis des Themas nötig sind. Dazu wird als erstes der Begriff RPA definiert und erläutert. Darüber hinaus wird kurz erläutert wie RPA funktioniert. Zusätzlich werden die Vorteile und Nachteile beim Einsatz von Robotic Process Automation erläutert.
Im praktischen Hauptteil der vorliegenden Seminararbeit, dem Kapitel drei, wird dargelegt wie ein Implementierungsprozess von RPA innerhalb eines Unternehmens durchgeführt werden kann. Dazu wird auf verschiedene Aspekte innerhalb dieser Implementierung (z.B. Governance, Operation Model) eingegangen. Abschließend wird ein Beispielprozess aus dem Bereich Controlling skizziert, der mit Hilfe von RPA teilweise automatisiert werden könnte. In einem Fazit werden die untersuchten Ergebnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung und methodischer Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlage
2.1 Grundlagen von Robotic Process Automation (RPA)
2.2 Vorteile von RPA
2.3 Nachteile von RPA
3. Einführung von RPA im Controlling
3.1 Die vier Phasen bei einer Einführung von RPA in Unternehmen
3.2 Prozessauswahl für RPA
3.3 RPA-Rollen im Unternehmen
3.4 RPA und Governance
3.5 Operating Model für RPA
3.6 Change-Management
3.7 RPA im Controlling – Anwendungsbeispiel
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen von Robotic Process Automation (RPA) zu erläutern, den Implementierungsprozess innerhalb eines Unternehmens darzustellen und anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels aus dem Controlling die Potenziale der Technologie aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definition von Robotic Process Automation
- Vorteile und Herausforderungen bei der Implementierung von RPA
- Phasenmodell der RPA-Einführung und Prozessauswahlkriterien
- Rollenkonzepte, Governance und Change-Management in RPA-Projekten
- Anwendung von RPA im operativen Controlling-Reporting
Auszug aus dem Buch
3.2 Prozessauswahl für RPA
Prozesse und Teilprozesse im Controlling sind mitunter sehr vielschichtig und daher eignen sich nicht alle Prozesse für eine Automatisierung durch RPA. In der Literatur hat sich daher die Unterteilung in Minimalkriterien, Zusatzkriterien und Sonderkriterien durchgesetzt, die hier nachfolgend erläutert werden sollen.
Ein wichtiges Kriterium für die Umsetzung von Prozessen mit RPA ist ein regelbasierter Prozess. Das bedeutet, dass es eine klare „Wenn-Dann“ Logik innerhalb des zu automatisierenden Prozesses gibt, die der Roboter folgen kann. Erstellt der Roboter beispielsweise einen GuV-Bericht und die Daten weichen von den Vorgaben ab, da es beispielsweise ein neues Konto gibt, kann der Roboter eine E-Mail verfassen, in der auf das Problem hingewiesen wird.
Die Frequenz mit der RPA arbeitet ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Prozesse, die zum Beispiel nur einmal jährlich durchgeführt werden eignen sich nur begrenzt, da der Effizienzgewinn sehr gering ist. RPA eignet sich hier insbesondere für Prozesse mit einer hohen Frequenz. Der höchste Effizienzgewinn liegt in Prozessen, die täglich oder sogar mehrmals täglich durchgeführt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Automatisierungsprozessen in Unternehmen und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodischen Aufbau.
2. Theoretische Grundlage: Hier werden die theoretischen Basisinformationen zu RPA, dessen grundsätzliche Funktionsweise sowie die spezifischen Vor- und Nachteile der Technologie dargelegt.
3. Einführung von RPA im Controlling: Dieses Kapitel skizziert praxisnah den Implementierungsprozess, beleuchtet wichtige Rahmenbedingungen wie Governance und Change-Management und präsentiert ein Anwendungsbeispiel aus dem Reporting.
4. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die zukünftige Bedeutung von RPA als Werkzeug zur kurzfristigen Effizienzsteigerung bewertet.
Schlüsselwörter
Robotic Process Automation, RPA, Controlling, Prozessautomatisierung, Digitalisierung, Effizienzsteigerung, Prozessauswahl, Implementierung, Governance, Change-Management, Reporting, Softwareroboter, Standardisierung, Kostenreduktion, Automatisierungsboom.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Implementierung von Robotic Process Automation (RPA) als Technologie zur Automatisierung von Standardprozessen, insbesondere im Bereich des Controllings.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen von RPA, die Kriterien für eine erfolgreiche Prozessauswahl, organisatorische Rahmenbedingungen wie Governance und Rollenkonzepte sowie die menschliche Komponente durch Change-Management.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, ein Verständnis für RPA zu schaffen, einen strukturierten Implementierungspfad für Unternehmen aufzuzeigen und den Nutzen der Technologie anhand eines Beispiels aus dem Reporting-Bereich zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Darstellung praktischer Vorgehensmodelle für die Einführung von RPA-Technologien in Unternehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung sowie einen praktischen Teil, in dem Phasen, Rollen, Governance-Strukturen und Change-Management-Ansätze für RPA detailliert erarbeitet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie RPA, Prozessautomatisierung, Effizienzsteigerung, Controlling-Reporting und Implementierungsmanagement charakterisiert.
Warum eignet sich das Controlling besonders für den Einsatz von RPA?
Controlling-Prozesse sind meist stark standardisiert, dokumentiert und regelbasiert, was eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Imitation durch einen Softwareroboter darstellt.
Welche Rolle spielt das Change-Management bei RPA-Projekten?
Change-Management ist essentiell, um die Akzeptanz bei Mitarbeitern zu sichern, da RPA deren Arbeitsalltag verändert und Ängste vor dem Wegfall von Tätigkeiten durch offene Kommunikation und die Aufzeigung neuer, wertschöpfender Aufgaben abgebaut werden müssen.
Was unterscheidet das zentrale vom dezentralen Operating Model?
Beim zentralen Modell werden alle RPA-Aufgaben in einer IT-Abteilung gebündelt, was Kostenvorteile bietet, während das dezentrale Modell Aufgaben in die jeweiligen Organisationseinheiten verlagert, was die Flexibilität erhöht.
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- Benjamin Baaske (Autor), 2021, Einführung von Robotic Process Automation (RPA) im Controlling, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127959