Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, inwiefern tiergestützte Pädagogik im Bereich der frühen Kindheit eine nachhaltige Denkweise fördern kann. Dies wird erörtert, indem zuerst definiert wird, was unter „tiergestützter Pädagogik“ zu verstehen ist und in welchen Punkten sich diese von anderen tiergestützten Interventionsmaßnahmen unterscheidet.
Anschließend wird darauf eingegangen, welche Voraussetzungen für die Durchführung „tiergestützter Pädagogik“ notwendig sind und anhand welcher Kriterien man die entsprechenden Tierarten auswählen sollte. Im darauffolgenden Abschnitt werden zunächst einige Erklärungsansätze der Mensch-Tier-Beziehung genauer betrachtet, um dann die Wirkung tiergestützter Interventionen auf die Klient*innen zu nennen.
Auf dieser Basis wird nun das Konzept der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beleuchtet und auf den Elementarbereich bezogen, um schließlich eine Brücke zwischen „tiergestützter Pädagogik“ und „BNE“ zu schlagen. Im letzten Abschnitt des Hauptteils wird dann anhand des Konzepts „Bauernhofkindergarten“ verdeutlicht, wie die Förderung einer nachhaltigen Denkweise durch „tiergestützte Pädagogik“ im Bereich der frühen Kindheit in der Praxis aussehen kann. Abschließend werden die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zusammengefasst und ein möglicher Ausblick für die zukünftige Entwicklung der Thematik gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 „Tiergestützte Pädagogik“ im Elementarbereich
2.1. Was ist „tiergestützte Pädagogik“?
2.2. Tiergestützte Intervention: Voraussetzungen und Auswahl der Tiere für die pädagogische Arbeit
2.3. Wirkungen von Mensch-Tier-Beziehungen und tiergestützten Interventionsmaßnahmen
3 Bildung zu Nachhaltigkeit durch „tiergestützte Pädagogik“ im Bereich der frühen Kindheit
3.1. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich
3.2. „Tiergestützte Pädagogik“ als Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.3. Konzept „Bauernhofkindergarten“: Förderung einer ökologischen Denkweise durch „tiergestützte Pädagogik“ im Elementarbereich
4 Zusammenfassung & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern die „tiergestützte Pädagogik“ im Elementarbereich einen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Denkweise bei Kindern leisten kann und wie diese Konzepte in der pädagogischen Praxis, insbesondere im Modell des Bauernhofkindergartens, miteinander verknüpft werden.
- Grundlagen der tiergestützten Pädagogik im Elementarbereich
- Wirkungsweisen der Mensch-Tier-Beziehung auf die kindliche Entwicklung
- Konzeptualisierung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)
- Implementierung von Nachhaltigkeit durch den Einsatz von Tieren
- Das Praxismodell des Bauernhofkindergartens als Lernort
Auszug aus dem Buch
3.1. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich
Wie auch schon in der Einleitung verdeutlicht, wird die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit angesichts der globalen Herausforderungen immer deutlicher. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert sowohl einen umfassenden technologischen und wirtschaftlichen, als auch einen politischen und gesellschaftlichen Wandel (vgl. Forum für Frühkindliche Entwicklung- Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, 2020, S.5). Dafür gilt es, global eine Kultur der Nachhaltigkeit zu stärken, die eine Sorge für die menschliche und nicht-menschliche Mitwelt voraussetzt – diese Fähigkeit zur Sorgfalt wird durch „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gefördert (vgl. ebd.). „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ stellt die Basis für den weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit dar. In der UNESCO-Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird diese wie folgt definiert:
„BNE befähigt Lernende, informierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt, für eine bestandsfähige Wirtschaft und einer gerechten Gesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln und dabei die kulturelle Vielfalt zu respektieren. Es geht um einen lebenslangen Lernprozess, der wesentlicher Bestandteil einer hochwertigen Bildung ist. BNE ist eine ganzheitliche und transformative Bildung, die die Lerninhalte und -ergebnisse, Pädagogik und die Lernumgebung berücksichtigt. Ihr Ziel / Zweck ist eine Transformation der Gesellschaft.“ (Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK), 2014, S.12).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökologische Dringlichkeit nachhaltigen Handelns und stellt die Relevanz der tiergestützten Pädagogik als Methode zur Förderung einer nachhaltigen Denkweise in der frühen Kindheit vor.
2 „Tiergestützte Pädagogik“ im Elementarbereich: Dieses Kapitel definiert die tiergestützte Pädagogik, erläutert notwendige Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit mit Tieren und beschreibt die physiologischen, psychologischen und sozialen Wirkungen der Mensch-Tier-Beziehung.
3 Bildung zu Nachhaltigkeit durch „tiergestützte Pädagogik“ im Bereich der frühen Kindheit: Das Kapitel verknüpft das Konzept der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) mit tiergestützten Erfahrungen und stellt das Modell des Bauernhofkindergartens als konkrete Umsetzungsmöglichkeit vor.
4 Zusammenfassung & Ausblick: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, diskutiert den aktuellen Forschungsstand sowie Herausforderungen bei der Implementierung und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung tiergestützter Bildungskonzepte.
Schlüsselwörter
Tiergestützte Pädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Elementarbereich, Bauernhofkindergarten, Nachhaltigkeit, Mensch-Tier-Beziehung, ökologische Denkweise, Frühkindliche Bildung, Umwelterziehung, Naturerfahrung, Tierwohl, Qualitätssicherung, soziale Kompetenz, Nachhaltigkeitsbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Potenzial der „tiergestützten Pädagogik“, um bei Kindern im Kindergartenalter eine nachhaltige Denk- und Verhaltensweise zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Definition und Anwendung tiergestützter Pädagogik, die theoretischen Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in Bauernhofkindergärten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die tiergestützte Pädagogik im Bereich der frühen Kindheit einen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Denkweise leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit theoretischen Konzepten zur Mensch-Tier-Beziehung und frühkindlichen Bildungsplänen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der tiergestützten Pädagogik, die Analyse der Wirkungsweisen von Mensch-Tier-Interaktionen und die Verknüpfung dieser Wirkungen mit dem BNE-Bildungskonzept anhand des Praxisbeispiels „Bauernhofkindergarten“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Tiergestützte Pädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Bauernhofkindergarten, Naturerfahrung und ökologische Denkweise.
Welche Bedeutung haben Nutztiere in diesem pädagogischen Kontext?
Nutztiere wie Schafe, Ziegen oder Hühner fungieren als Mediatoren, die durch ihre Authentizität und den Aufforderungscharakter Naturprozesse begreifbar machen und soziale sowie ökologische Lernprozesse initiieren.
Warum wird das Konzept des „Bauernhofkindergartens“ hervorgehoben?
Der Bauernhofkindergarten wird als idealer Lernort dargestellt, der Natur- und Tiererfahrungen direkt mit dem Bildungsauftrag zur Nachhaltigkeit verbindet und als Praxismodell für andere Einrichtungen dient.
Welche Hürden werden bei der Implementierung genannt?
Als Hindernisse werden der hohe logistische und finanzielle Mehraufwand bei eigener Tierhaltung sowie der oft limitierte Zugang zu solchen Spezialangeboten für arbeitende Eltern identifiziert.
- Arbeit zitieren
- Miriam Kusche (Autor:in), 2021, Tiergestützte Pädagogik in der frühen Kindheit. Förderung einer nachhaltigen Denkweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128259