Diese Arbeit zum Thema Qualitative Erhebungsmethoden mit Schwerpunkt auf Erlebensprotokolle soll genau diesen Teil der qualitativen Forschung verdeutlichen.
Diese gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil der Hausarbeit geht es um den Vergleich zweier qualitativen Erhebungsmethoden. Dabei wird das Konzept, die Durchführung der Methoden sowie die Gütekriterien von Erlebensbeschreibungen und der Gruppendiskussion miteinander gegenübergestellt. Dabei wird auf die folgenden Fragen eingegangen: Welche Vor- und Nachteile bieten die zu vergleichenden Erhebungsmethoden im wissenschaftlichen Forschungsprozess bzw. für welche Forschungsthemen sind diese jeweils am ehesten geeignet?
Der zweite Teil ist ein selbst erstelltes Erlebensprotokoll zum Thema YouTube. Es folgt mit einer persönlichen Reflexion zu den Charakteristika von Erlebensprotokollen.
In der qualitativen Forschung werden menschliche Handlungen beobachtet und der Hintergrund dazu analysiert. Hierbei brauchen wir also bestimmte Methoden, um die soziale Wirklichkeit unter die Lupe nehmen zu können. Durch Befragung und Beobachtung gelingt es uns am besten, Sichtweisen, Meinungen, Motive sowie Bedürfnisse der Individuen zu erkennen und es schließlich auszuwerten.
Gerade Erlebensprotokolle bilden die Voraussetzung für die Durchführung qualitativer Forschung. Sie ist eine Erhebungsmethode, welches persönliche Beschreibungen im Umgang mit einem Gegenstand darstellen. Menschen versuchen durch das Beschreiben, sich selbst zu verstehen. Es ist eine persönliche Reise durch sich selbst und anhand von Geschichten und Erfahrungen, versucht das Individuum, die Wirklichkeit eines Gegenstandes zu beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Vergleich von zwei qualitativen Erhebungsmethoden
1.1 Erlebensbeschreibung als Erhebungsmethode
1.1.1 Vor- und Nachteile des Beschreibens mit Bezug auf die Forschungsthemen
1.1.2 Gütekriterien
1.2 Gruppendiskussion als Erhebungsmethode
1.2.1 Vor- und Nachteile der Gruppendiskussion mit Bezug auf die Forschungsthemen
1.2.2 Gütekriterien
Direkter Vergleich der beiden Erhebungsmethoden
2 Eigene Erlebensbeschreibung zum Thema YouTube
3 Reflexion
Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der systematischen Untersuchung und dem Vergleich qualitativer Erhebungsmethoden, insbesondere der Erlebensbeschreibung und der Gruppendiskussion, um deren Anwendbarkeit im wissenschaftlichen Forschungsprozess zu eruieren. Ziel ist es, durch die theoretische Gegenüberstellung sowie die praktische Anwendung eines selbst erstellten Erlebensprotokolls zum Thema YouTube, die Stärken, Limitationen und Einsatzbereiche dieser Methoden fundiert aufzuzeigen.
- Vergleichende Analyse der Erlebensbeschreibung und Gruppendiskussion
- Untersuchung von Durchführungskonzepten und Gütekriterien
- Praktische Anwendung der Erlebensbeschreibung am Beispiel YouTube
- Reflexion über den Forschungsprozess und methodische Herausforderungen
- Bewertung der Eignung für unterschiedliche Fragestellungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Erlebensbeschreibung als Erhebungsmethode
Die Erlebensbeschreibung ist die Vorbereitung zum Tiefeninterview, denn diese Art wird eingesetzt, um psychologische Sachverhalte verstehen zu können. Das Tiefeninterview gehört zu der Sozialforschung und ist gleichzeitig der Kern der qualitativ-psychologischen Marktforschung. Mit dem Tiefeninterview möchte der Forschende „tief liegende, verborgene und für die Interviewten oft unbewusste Emotionen, Motive und Gedanken ergründen“ (Misoch, 2014, S.88). Im Endeffekt handelt es sich hierbei um reine Psychologie, denn das Ziel ist es, das menschliche Erleben zu erfassen und auszuwerten. Eine Erlebensbeschreibung ist eine Methode der Morphologie und beschäftigt sich mit dem Verständnis eines Themas. Menschen versuchen durch das Beschreiben sich selbst zu verstehen. Es ist eine persönliche Reise durch sich selbst und anhand von Geschichten und Erfahrungen versucht das Individuum, die Wirklichkeit eines Gegenstandes zu beschreiben. Schulte betont, das Schreiben einer Erlebensbeschreibung, sei ein Tiefeninterview mit sich selbst, denn der einzige Unterschied ist, dass es keinen Interviewpartner gibt.
Diese wissenschaftliche Methode führt dazu, dass das komplette Bild mit der gesamten Wirkung, sowie eigener Meinung abgebildet wird. Der Beschreibende selbst hebt entgegengesetzte Qualitäten heraus und erfasst, wie diese sich im Ganzen zueinander verhalten. Es dient also dazu, sich mit dem Gegenstand so tief wie möglich auseinanderzusetzen. Hierbei wird das „alltägliche Erleben und Verhalten in Bezug auf den Gegenstand möglichst konkret, anschaulich und ausführlich beschrieben“ (Kersten, 2013, S.18).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung qualitativer Forschungsmethoden heraus und definiert das Ziel der Arbeit, die Methoden Erlebensbeschreibung und Gruppendiskussion zu vergleichen.
1 Vergleich von zwei qualitativen Erhebungsmethoden: Dieses Kapitel analysiert theoretisch die Ansätze der Erlebensbeschreibung und Gruppendiskussion, inklusive deren Vor- und Nachteile sowie Gütekriterien.
2 Eigene Erlebensbeschreibung zum Thema YouTube: Hier erfolgt eine praktische Anwendung der Methode Erlebensbeschreibung durch einen persönlichen Bericht zum Nutzungsverhalten und Erleben der Plattform YouTube.
3 Reflexion: In diesem Kapitel reflektiert die Autorin/der Autor kritisch den Prozess der Erstellung des Erlebensprotokolls und die Anwendung der methodischen Vorgaben.
Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der methodischen Gegenüberstellung und betont die Relevanz der qualitativen Forschung zur Erfassung menschlichen Handelns.
Schlüsselwörter
Qualitative Forschung, Erlebensbeschreibung, Gruppendiskussion, Marktforschung, Tiefeninterview, Erlebensprotokoll, Methodik, Subjektivität, Reflexivität, YouTube, Sozialforschung, Gütekriterien, Nutzerverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der qualitativen Sozialforschung und vergleicht zwei spezifische Erhebungsmethoden: die Erlebensbeschreibung und die Gruppendiskussion.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die methodischen Grundlagen der qualitativen Marktforschung, die Durchführung dieser Methoden sowie deren Reflexion im Forschungsprozess.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der beiden Methoden im wissenschaftlichen Forschungsprozess zu ermitteln und herauszuarbeiten, für welche Forschungsthemen sie sich jeweils am besten eignen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zum theoretischen Vergleich und die Methode des Erlebensprotokolls zur praktischen Selbsterforschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gegenüberstellung der Konzepte, Gütekriterien und Anwendungsbereiche sowie einen praktischen Teil, in dem ein Erlebensprotokoll zum Thema YouTube erstellt und reflektiert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Qualitative Forschung, Erlebensbeschreibung, Gruppendiskussion, Marktforschung und Reflexivität.
Warum wird YouTube als Gegenstand für das Erlebensprotokoll gewählt?
YouTube dient als alltagsnahes Beispiel, an dem sich persönliche Erfahrungen, Vorlieben, veränderte Nutzungsgewohnheiten und die kritische Auseinandersetzung mit einer Plattform exemplarisch aufzeigen lassen.
Welche Rolle spielt die Selbstreflexion in dieser Arbeit?
Die Reflexion ist zentral, da die Autorin/der Autor den Prozess der eigenen Erlebensbeschreibung bewertet, die methodischen Herausforderungen darlegt und das Gelingen der Selbsterforschung kritisch hinterfragt.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2020, Qualitative Erhebungsmethoden und Erlebensprotokolle. Erlebensbeschreibungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128426