In dieser Arbeit geht es um das Themengebiet „Gesundheitsförde-rung durch Lebensraumgestaltung“ und bezieht sich auf die Auswirkung von Parkanlagen in Städten auf dessen Bewohner hinsichtlich ihrer Gesundheit.
Zu Beginn wird der Begriff der Gesundheitsförderung erklärt. Anschließend wird auf die Wirkung von städtischen Grünanlagen eingegangen und die ausgewählten Parkanlagen vorgestellt, wobei sich ebenfalls auf die Auswirkungen fokussiert wird.
Abschließend wird eine selbst durchgeführte Umfrage ausgewertet, die sich auf die Nutzung dieser Parkanlagen und den Gesundheitszustand der befragten Personen sowie deren Bewusstsein über die Gesundheitsförderung bezieht.
Gesundheit ist gerade in dieser Zeit von besonderer Bedeutung. Gesundheitsförderung basiert auf dem salutogenetischen Modell von Aaron Antonovsky und legt den Fokus auf die Ressourcen und Potenziale des Einzelnen und der Gesellschaft. Es wird auf die Entwicklung des Kohärenzsinns abgezielt. Dazu gehören die Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsam- beziehungsweise Sinnhaftigkeit. Das erste umfasst die kognitive Verarbeitung von Reizen, das zweite die Fähigkeit zur Problemlösung und letzte-res, dass man sein eigenes Leben gestaltbar findet und in ihm einen Sinn sieht
Inhaltsverzeichnis
1 Zielstellung
2 Gesundheitsförderung
3 Wirkung von Stadtnatur
3.1 Aktive Gesundheitspotenziale
3.1.1 Physische Gesundheit
3.1.2 Psychische Gesundheit
3.1.3 Soziale Gesundheit
3.2 Passive Gesundheitspotenziale
3.2.1 Stadtklima
3.2.2 Lärm
3.2.3 Luftqualität
3.3 Gesundheitsgefährdendes Potenzial
4 Vorstellung der Parkanlagen und Bezug zu den Wirkungen
4.1 Lindenpark
4.2 Park am Fischerdorf
5 Umfrage
5.1 Ergebnisse
5.1.1 Lindenpark
5.1.2 Park am Fischerdorf
5.2 Auswertung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Gestaltung urbaner Lebensräume, insbesondere von Parkanlagen, auf die physische, psychische und soziale Gesundheit der Stadtbewohner. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwieweit die Nutzung solcher Grünanlagen als gesundheitsfördernde Maßnahme zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens beiträgt.
- Gesundheitsförderung und das salutogenetische Modell
- Aktive und passive Gesundheitspotenziale von Stadtnatur
- Detaillierte Analyse der Parkanlagen Lindenpark und Park am Fischerdorf
- Empirische Untersuchung zur Parknutzung und zum Gesundheitsbewusstsein
- Diskussion der Auswirkungen städtischer Grünflächen auf die Mortalität und Stressreduktion
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Physische Gesundheit
Die Nutzung von Stadtnatur reduziert nachweislich den Puls, den Blutdruck und somit gleichzeitig die sich daraus entwickelnden Spätfolgen sowie die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut. Auf chronisch erhöhte Stressniveaus haben städtische Grünanlagen einen besonders starken Effekt. Allgemein kommt es zu einer verbesserten Funktion des Immunsystems und im Besonderen kann die Nutzung das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko für bestimmte Krankheiten vermindern. Bei einer Studie mit 249.405 Teilnehmern ab 65 Jahren fand man [BROWN ET AL. 2019:1] heraus, dass sich mit einer zunehmenden Begrünung der Wohngegend, auch das Risiko verringert, einen akuten Myokardinfarkt (Reduktion um 25%), eine koronaren Herzkrankheit (Reduktion um 20%), eine Herzinsuffizienz (Reduktion um 16%) und Kammerflimmern (Reduktion um 6%) zu erleiden. Weiterhin können urbane Grünflächen eine schnellere Erholung nach einer Krankheit bedingen. Zusätzlich sind Parkanlagen ein Anreiz für körperliche Aktivitäten, unter die auch das Spazieren und Joggen fallen. Somit reduziert sich einerseits das Risiko, an Adipositas zu erkranken und man ist weniger anfällig für weitere Krankheiten, die aus mangelnder Bewegung resultieren und andererseits wird die körperliche Aktivität gefördert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zielstellung: Einleitung in die Bedeutung von Gesundheit und Darlegung der Zielsetzung der Facharbeit hinsichtlich der Gesundheitsförderung durch Parkanlagen.
2 Gesundheitsförderung: Erläuterung der Definition von Gesundheitsförderung nach der Ottawa-Charta sowie des salutogenetischen Modells nach Antonovsky.
3 Wirkung von Stadtnatur: Detaillierte Betrachtung aktiver und passiver Gesundheitspotenziale, einschließlich physischer, psychischer und sozialer Auswirkungen sowie ökologischer Faktoren wie Lärm und Stadtklima.
4 Vorstellung der Parkanlagen und Bezug zu den Wirkungen: Vorstellung des Lindenparks und des Parks am Fischerdorf sowie deren spezifische Einflüsse auf die Gesundheit der Besucher.
5 Umfrage: Beschreibung der Methodik der durchgeführten Befragung sowie Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Einflusses von Parkanlagen auf die Gesundheit unter Berücksichtigung externer Faktoren wie der Corona-Pandemie.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Stadtnatur, Parkanlagen, physische Gesundheit, psychische Gesundheit, soziale Gesundheit, salutogenetisches Modell, Stadtklima, Luftqualität, Lebensraumgestaltung, Empowerment, Erholung, Stressreduktion, Umfrage, Gesundheitsbewusstsein.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von städtischen Grünflächen für die Gesundheit der Bewohner und wie diese durch gezielte Lebensraumgestaltung gefördert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst die Themen Gesundheitsförderung, die biologischen und psychologischen Wirkmechanismen von Stadtnatur sowie eine praktische Analyse zweier konkreter Parkanlagen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Nutzung von Parkanlagen und dem allgemeinen Gesundheitszustand sowie dem Bewusstsein der Nutzer für gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor führt eine empirische Umfrage bei 40 Personen durch, die in der Umgebung zweier spezifischer Parkanlagen wohnen, um Nutzungsverhalten und Befinden zu korrelieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Gesundheitsförderung, eine Analyse der Wirkungsweise von Stadtnatur sowie eine detaillierte Vorstellung und Evaluation des Lindenparks und des Parks am Fischerdorf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Gesundheitsförderung, Parkanlagen, Stadtnatur sowie physische und psychische Gesundheit.
Welche Unterschiede zeigen sich in der Nutzung der beiden untersuchten Parks?
Die Umfrage ergab, dass die allgemeine Nutzungshäufigkeit im Park am Fischerdorf mit 70 % deutlich höher liegt als im Lindenpark.
Welche Faktoren beeinflussen laut der Umfrage die Entscheidung, einen Park nicht zu nutzen?
Der häufigste genannte Grund ist Zeitmangel ("keine Zeit"), gefolgt von individuellen Motivationsgründen.
Wie bewerten die Befragten den Einfluss von Parkbesuchen auf ihr Befinden?
Keiner der Befragten gab eine negative Veränderung an; die Mehrheit berichtet von einer positiven Veränderung des Zustands nach einem Parkbesuch.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2021, Parkanlagen und die Gesundheit in den Stadtteilen Evershagen/Lütten Klein und Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Eine Darstellung der Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128451