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Häusliche Gewalt. Ursachen, Formen und Häufigkeit

Titre: Häusliche Gewalt. Ursachen, Formen und Häufigkeit

Dossier / Travail , 2020 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alina Schweizer (Auteur)

Travail Social
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Was sind die Ursachen für häusliche Gewalt und wie unterscheiden sich die verschiedenen Formen?
In der vorliegenden Arbeit wird sich auf die Gewalt von Männern gegenüber Frauen bezogen. Für Frauen ist das eigene Zuhause, der eigentliche Schutzraum der Familie, der gefährlichste Ort, an dem sie Gewalterfahrungen erleben. Kinder leiden ebenfalls unter der häuslichen Gewalt, die direkt oder indirekt, z.B. durch Beobachtung von Gewalt, erlebt werden kann.

In unserer Gesellschaft ist häusliche Gewalt kein seltenes Phänomen. Es ist ein Thema, welches Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in ihrem beruflichen Kontext beschäftigt und immer beschäftigen wird.

Gerade in Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise, steigt das Risiko von häuslicher Gewalt. Diese Ausnahmesituation stellt Familien und Partnerschaften vor große Herausforderungen. Das sind beispielsweise veränderte Tagesabläufe, beengte Wohnverhältnisse, finanzielle Sorgen oder die Ungewissheit über die Zukunft, die Spannungsfelder innerhalb der Familien erzeugen. All diese Faktoren schaffen eine angespannte Atmosphäre innerhalb der Familien. Es kann vermehrt zu Streitigkeiten und aggressivem Verhalten untereinander kommen, was bis zu Gewaltausbrüchen führen kann.

Lamnek et al definieren häusliche Gewalt als „Gewalt unter Personen, die intim oder eng verwandt sind und ständig oder zyklisch zusammen wohn(t)en.“. Diese weite Definition häuslicher Gewalt schließt neben der Gewalt unter Erwachsenen auch die Gewalt gegen Kinder mit ein.

Die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2004 zeigen, dass jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexualisierte Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Beziehungspartner erlebt hat. Laut der der polizeilichen Kriminalstatistik richten sich die Gewalttaten überwiegend gegen Frauen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ursachen häuslicher Gewalt

3 Formen häuslicher Gewalt

4 Häufigkeit häuslicher Gewalt

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der häuslichen Gewalt, mit einem spezifischen Fokus auf die Gewalt von Männern gegenüber Frauen innerhalb von Partnerschaften. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Entstehungsursachen, die verschiedenen Erscheinungsformen sowie die statistische Verbreitung dieses Phänomens zu entwickeln, um die Notwendigkeit sozialarbeiterischen Handelns zu unterstreichen.

  • Theoretische Erklärungsansätze für die Entstehung häuslicher Gewalt
  • Systematische Differenzierung der verschiedenen Gewaltformen
  • Analyse der Häufigkeit von Gewalt gegen Frauen
  • Betrachtung der Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Kinder
  • Bedeutung von Macht, Dominanz und ökonomischer Abhängigkeit

Auszug aus dem Buch

Lerntheorien

Das eigene Zuhause als Schutzraum einer Familie, ist ein Ort, an dem jedes Familienmitglied die Möglichkeit haben soll, den Umgang mit Stressfaktoren sowie Enttäuschungen zu erlernen. Jedoch wird oftmals das eigene Zuhause, zu dem Ort, an dem das erste Mal Gewalt erlebt wird.

Innerhalb der Familie werden Normen und Werte vermittelt und die Rollenverteilungen von Frau und Mann sowie von Eltern und Kindern erlernt. Die Eltern stellen die wichtigsten Identifikations- und Imitationsobjekte für ihre Kinder dar und beeinflussen deren Verhaltensweisen und Einstelllungen. In dem kindlichen Sozialisationsprozess übernehmen Kinder ihrerseits bekannte Formen der Gewalt aus der eigenen Familie. So fassen die Kinder mitunter die Gewalthandlungen als Konfliktlösungsstrategie auf. Neben den Gewalthandlungen lernen die Kinder auch die Rechtfertigung, welche bei einer Gewaltausübung verwendet wird. Dies wird durch folgende Aussage verdeutlicht: „Du warst böse, also hast du Prügel verdient“.

Zur Frage, wie Kinder Gewalt lernen, wird sich bei diesem Erklärungsansatz auf das Beobachtungslernen/Modelllernen nach Bandura konzentriert. Die Kinder lernen am Modell in ihrer Familie, wie ein Konflikt gelöst werden kann. Dabei fokussieren sie beispielsweise ihre Aufmerksamkeit auf ihren Vater, während dieser die Mutter schlägt. Kinder merken sich das Verhalten des Vaters und sind in der Lage das beobachtete Verhalten motorisch zu reproduzieren. Da der Vater durch seine Handlung sein Ziel erreicht hat, nämlich eine Verhaltensmodifikation der Mutter, kann es bei dem Kind Motivation auslösen, das Verhalten zu imitieren.

Personen, die in ihrer Kindheit selbst Gewalthandlungen ausgesetzt waren oder diese bei ihren Eltern beobachtet haben, werden in ihrem späteren Erwachsenenleben häufiger gewalttätig. Es erscheint am einfachsten, diese vertrauten Verhaltensmuster anzuwenden, anstatt neue Verhaltensmuster zu erlernen. Dennoch ist es möglich, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz häuslicher Gewalt als zentrales Thema der Sozialen Arbeit ein und legt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit dar.

2 Ursachen häuslicher Gewalt: Dieses Kapitel erläutert vier theoretische Erklärungsansätze (Lerntheorien, Ressourcen- und Machttheorien, feministische Theorien sowie Stresstheorien), die die Entstehung von Gewalt in Familien begründen.

3 Formen häuslicher Gewalt: Hier wird der Gewaltbegriff in sechs Kategorien unterteilt, darunter physische, psychische, ökonomische, soziale und sexualisierte Gewalt sowie die miterlebte Gewalt durch Kinder.

4 Häufigkeit häuslicher Gewalt: Dieses Kapitel präsentiert statistische Daten und Studien, die das Ausmaß und die Verbreitung von häuslicher Gewalt in Deutschland und Europa belegen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Rolle von Macht und Kontrolle als Hauptmotive, sowie die Dringlichkeit der Aufmerksamkeit durch Gesellschaft und Fachkräfte.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Partnergewalt, Gewalt gegen Frauen, Sozialarbeit, Lerntheorien, Machttheorien, Patriarchat, Physische Gewalt, Psychische Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Miterlebte Gewalt, Kinder, Prävention, Kriminalstatistik, Abhängigkeitsverhältnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik häuslicher Gewalt, insbesondere der Gewalt gegen Frauen, und beleuchtet deren Ursachen, Erscheinungsformen und Verbreitung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Hintergründe für Gewaltentstehung, die Differenzierung verschiedener Gewaltarten sowie die Auswirkungen auf betroffene Frauen und mitbetroffene Kinder.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für häusliche Gewalt zu identifizieren und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen der Gewalt aufzuzeigen, um ein fundiertes Verständnis für das Phänomen zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Theorien, Studien und Statistiken zum Thema häusliche Gewalt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, welche die verschiedenen Erklärungsansätze zur Entstehung von Gewalt, die detaillierte Beschreibung der sechs Gewaltformen und die statistische Häufigkeit von Partnergewalt analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind unter anderem häusliche Gewalt, Partnergewalt, Machtverhältnisse, geschlechtsspezifische Rollenbilder und die Auswirkungen auf Kinder.

Warum spielen Lerntheorien eine besondere Rolle in dieser Analyse?

Die Lerntheorien sind zentral, da sie erklären, wie Kinder durch Beobachtung innerhalb der Familie Gewalthandlungen als Konfliktlösungsstrategie verinnerlichen und diesen Zyklus oft in ihr eigenes Erwachsenenleben übertragen.

Wie beeinflusst die Corona-Krise laut der Autorin das Risiko für häusliche Gewalt?

Die Ausnahmesituation während der Pandemie führt durch Faktoren wie Kontaktbeschränkungen, räumliche Enge und finanzielle Sorgen zu einer erhöhten Anspannung innerhalb von Familien, was das Risiko für Gewaltausbrüche signifikant steigert.

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Résumé des informations

Titre
Häusliche Gewalt. Ursachen, Formen und Häufigkeit
Université
University of Applied Sciences Mainz
Note
1,0
Auteur
Alina Schweizer (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
13
N° de catalogue
V1128952
ISBN (ebook)
9783346492289
ISBN (Livre)
9783346492296
Langue
allemand
mots-clé
Ursachen Lerntheorien Ressourcen- und Machttheorien feministische Theorien Stresstheorien und Belastungsfaktoren Formen physische Gewalt psychische Gewalt ökonomische Gewalt soziale Gewalt sexualisierte Gewalt miterlebte Gewalt von Kindern Häufigkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alina Schweizer (Auteur), 2020, Häusliche Gewalt. Ursachen, Formen und Häufigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128952
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Extrait de  13  pages
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