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Der Bindungsaufbau bei Pflegekindern und deren Einflussfaktoren

Welche Faktoren können bei Kindern mit deprivierenden Beziehungserfahrungen zur Entwicklung einer sicheren Bindung zu ihren Pflegeeltern beitragen?

Titel: Der Bindungsaufbau bei Pflegekindern und deren Einflussfaktoren

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alina Schweizer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Faktoren können bei Kindern mit deprivierenden Beziehungserfahrungen zur Entwicklung einer sicheren Bindung zu ihren Pflegeeltern beitragen?
Es ist elementar, dass jedes Kind und vor allem jedes Pflegekind eine liebevolle Bindung zu einer vertrauensvollen Person entwickeln kann. Die Arbeit setzt sich das Ziel, die Einflussfaktoren auf die Bindungsentwicklung von Pflegekindern anhand der Ergebnisse verschiedener Studien herauszuarbeiten. Hierzu ergeben sich sowohl wichtige Faktoren auf Seiten des Pflegekindes als auch der Pflegeeltern.

Nach Erläuterung der Problemstellung sowie Aufbau und Zielsetzung der Arbeit, werden in Kapitel 2 die Gründe für eine Fremdunterbringung der Kinder und Jugendlichen außerhalb der Herkunftsfamilie erläutert. Dabei werden die verschiedenen Formen von Handlungen beschrieben, die zu einer Kindeswohlgefährdung führen können. Hierzu werden im Einzelnen die Vernachlässigung durch die Bezugsperson, die körperliche und psychische Misshandlung sowie der sexuelle Missbrauch genauer dargestellt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Thema Bindung von Pflegekindern. Zunächst wird das Konzept Bindung genauer erläutert sowie die von Ainsworth und Kollegen beschriebenen Bindungsmuster. Diese lassen sich in sichere, unsicher-ambivalente, unsicher-vermeidende und desorganisierte Bindung differenzieren. Im Anschluss werden der Bindungsaufbau bei Pflegekindern und die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Bindungsentwicklung von Pflegekindern auf Seiten des Pflegekindes sowie auf Seiten der Pflegeeltern erläutert. Die Analyse der Einflussfaktoren soll zur Beantwortung der Fragestellung beitragen. Anschließend wird in Kapitel 4 auf die Rolle und Funktion des Amtsvormundes bei Pflegekindern eingegangen, bevor abschließend ein Fazit gegeben wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

2 Gründe für die Fremdunterbringung

2.1 Vernachlässigung

2.2 Körperliche und psychische Misshandlung

2.3 Sexueller Missbrauch

3 Bindung von Pflegekindern

3.1 Das Konzept Bindung

3.2 Bindungsaufbau bei Pflegekindern

3.3 Einflussfaktoren der Pflegekinder auf die Bindungsentwicklung

3.4 Einflussfaktoren der Pflegeeltern auf die Bindungsentwicklung

4 Rolle und Funktion des Amtsvormundes

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Bindungsentwicklung von Pflegekindern, die vor ihrer Unterbringung deprivierende Beziehungserfahrungen gemacht haben. Ziel ist es, anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse aufzuzeigen, welche Voraussetzungen auf Seiten der Kinder und der Pflegeeltern dazu beitragen können, eine sichere Bindungsbeziehung im neuen familiären Umfeld aufzubauen.

  • Formen der Kindeswohlgefährdung als Ursache für Fremdunterbringung
  • Bindungstheoretische Grundlagen und Bindungsmuster
  • Modifizierbarkeit ursprünglicher Bindungsmuster bei Pflegekindern
  • Einflussfaktoren der Pflegekinder (Alter, Traumatisierung)
  • Einflussfaktoren der Pflegeeltern (Bindungsrepräsentation, Feinfühligkeit)
  • Die Rolle des Amtsvormundes als Konstante im Leben des Pflegekindes

Auszug aus dem Buch

3.2 Bindungsaufbau bei Pflegekindern

Kinder mit deprivierenden Beziehungserfahrungen haben bis zu dem Zeitpunkt der Fremdunterbringung in einer Pflegefamilie keine Möglichkeit erhalten, zu ihren Eltern eine sichere Bindung aufzubauen.34 Viel häufiger zeigen die Kinder sozial auffälliges Verhalten und verfügen über unsichere oder desorganisierte Bindungsverhaltensweisen.35 Dennoch ist dieses ursprünglich entwickelte Muster durch verändertes elterliches Verhalten modifizierbar.36 So stellen Pflegefamilien für Kinder einen sicheren Ort dar, indem sie neue Beziehungserfahrungen sammeln und eine liebevolle Bindung zu einer vertrauensvollen Person entwickeln können. Da der Bindungsprozess verwandtschaftsunabhängig ist, spielt es für die Entwicklung der Bindung keine Rolle, ob es sich um die leiblichen Eltern oder um Pflegeeltern handelt.37 Einer amerikanischen Studie von Mary Dozier und Kollegen von der University of Delaware zufolge, haben 60% der Pflegekinder nach 4 Monaten ein sicheres Bindungsverhalten entwickeln können.38 So ist festzuhalten, dass die Bindungssicherheit der Pflegekinder innerhalb des ersten halben Jahres in der Pflegefamilie ansteigt, während die Problembelastung hoch bleibt.39

Es stellt sich nun die Frage, welche Faktoren bei Kindern mit deprivierenden Beziehungserfahrungen zur Entwicklung einer sicheren Bindung zu ihren Pflegeeltern beitragen. Verschiedene Studien haben versucht diese Faktoren herauszustellen. Es ergeben sich zum einen wichtige Faktoren auf Seiten des Pflegekindes und zum anderen auf Seiten der Pflegeeltern.40

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Fremdunterbringung von Kindern ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit sowie deren Zielsetzung.

2 Gründe für die Fremdunterbringung: Hier werden die Ursachen für eine Herausnahme aus der Herkunftsfamilie, insbesondere Vernachlässigung, Misshandlung und sexueller Missbrauch, detailliert beschrieben.

3 Bindung von Pflegekindern: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie und analysiert die spezifischen Bedingungen des Bindungsaufbaus in Pflegefamilien sowie die entscheidenden Einflussfaktoren.

4 Rolle und Funktion des Amtsvormundes: Es wird die Bedeutung des Amtsvormundes als gesetzlicher Vertreter und verlässliche Konstante für das Wohlergehen des Mündels innerhalb des Pflegeprozesses beleuchtet.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Relevanz der Pflegeeltern sowie die unterstützende Rolle des Vormunds für eine gelungene Bindungsentwicklung.

Schlüsselwörter

Pflegekinder, Bindungsentwicklung, sichere Bindung, Fremdunterbringung, Kindeswohlgefährdung, Bindungstheorie, Pflegeeltern, Amtsvormund, Bindungsrepräsentation, Feinfühligkeit, Beziehungsaufbau, Traumatisierung, Sozialpädagogik, Bindungsmuster, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bindungsentwicklung von Kindern, die nach traumatischen und deprivierenden Erfahrungen in ihrer Herkunftsfamilie in einer Pflegefamilie untergebracht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Formen der Kindeswohlgefährdung, die wissenschaftliche Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth, Einflussfaktoren auf den Bindungsaufbau sowie die Funktion des Amtsvormunds.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, auf Basis verschiedener Studien herauszuarbeiten, welche Faktoren auf Seiten des Kindes und der Pflegeeltern eine sichere Bindungsentwicklung maßgeblich begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der systematischen Auswertung relevanter Fachstudien zum Thema Bindung und Pflegekinder.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gründe für eine Fremdunterbringung, differenziert Bindungsmuster und prüft kritisch, inwieweit Faktoren wie das Alter des Kindes oder die eigene Bindungsrepräsentation der Pflegeeltern den Bindungsaufbau beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bindungsaufbau, Pflegefamilie, Bindungsrepräsentation, Kindeswohlgefährdung und Amtsvormundschaft charakterisiert.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Alter bei Aufnahme und dem Bindungserfolg?

Die Arbeit stellt fest, dass Studien hierzu uneinheitliche Ergebnisse liefern; das Alter ist somit kein alleiniger, garantierter Indikator für den Erfolg der Bindungsentwicklung.

Wie beeinflussen die Pflegeeltern die Bindungssicherheit?

Die Pflegeeltern beeinflussen die Bindung maßgeblich durch ihre eigene Bindungsrepräsentation, ihr feinfühliges Erziehungsverhalten und ihre Bereitschaft, das Kind in seiner Einzigartigkeit anzunehmen.

Welche Rolle spielt der Amtsvormund für die emotionale Stabilität des Kindes?

Der Amtsvormund fungiert als verlässliche Bezugsperson und Konstante, die das Kind in einer von Unsicherheit geprägten Übergangsphase nach der Trennung von den Eltern unterstützt.

Können traumatische Vorerfahrungen durch Pflegeeltern geheilt werden?

Die Arbeit zeigt, dass Bindungsmuster modifizierbar sind und Pflegeeltern durch ein feinfühliges, haltgebendes Verhalten einen sicheren Ort für neue, positive Beziehungserfahrungen schaffen können.

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Details

Titel
Der Bindungsaufbau bei Pflegekindern und deren Einflussfaktoren
Untertitel
Welche Faktoren können bei Kindern mit deprivierenden Beziehungserfahrungen zur Entwicklung einer sicheren Bindung zu ihren Pflegeeltern beitragen?
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,0
Autor
Alina Schweizer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1128962
ISBN (eBook)
9783346492302
ISBN (Buch)
9783346492319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gründe für die Fremdunterbringung Vernachlässigung körperliche und psychische Misshandlung sexueller Missbrauch Bindung von Pflegekindern Konzept Bindung Bindungsaufbau bei Pflegekindern Einflussfaktoren der Pflegekinder Einflussfaktoren der Pflegeeltern Amtsvormund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Schweizer (Autor:in), 2020, Der Bindungsaufbau bei Pflegekindern und deren Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128962
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Leseprobe aus  14  Seiten
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