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Möglichkeiten des Verständnisses von "Wahrheit" im Pluralismus der Religionen

Título: Möglichkeiten des Verständnisses von "Wahrheit" im Pluralismus der Religionen

Trabajo Escrito , 2008 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Kevin Nitschke (Autor)

Teología - Religión comparativa
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Überlegungen einiger Wissenschaftler, die sich im Bemühen um einen Dialog der Religionen mit Begriffen wie Wahrheit, Vielfalt und Glaubensgewissheit auseinandergesetzt haben. Die Gedankengänge sind aus je unterschiedlichen Positionen mit unterschiedlichen Fokussierungen vorgenommen. Während Sorousch aus schiitisch-islamischer Sicht nach vielen Wegen zu einer Wahrheit sucht, positionieren sich die nachfolgenden Autoren aus einer christlichen Wahrnehmung zu diesem Thema. Den Schluss findet diese Arbeit mit Jürgen Ebachs Betrachtung auf die rabbinische Auslegungstradition und der Frage nach einer Vielfalt frei von Beliebigkeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Biographie von Abdol Karim Sorousch

3. Viele Wege zur Wahrheit

3.1. Der schiitische Weg zur religiösen Erkenntnis

3.2. Religiöse Erkenntnis im Wandel

3.3. Religiöse Wahrheit im Diskurs

3.4. Kritische Würdigung seines Ansatzes

4. Die Wahrheit im Plural aus christlicher Sicht

4.1. Geltungsanspruch der Religionen im positionellen Pluralismus

4.2. Toleranz zwischen den Positionen

5. Vielfalt ohne Beliebigkeit

5.1. Vielfalt als Reichtum

5.2. Vielfalt im Kanon

5.3. Verbindlichkeit aus der Vielfalt

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Wahrheitsansprüchen und religiösem Pluralismus. Dabei wird analysiert, wie moderne Ansätze aus islamischer und christlicher Perspektive einen Dialog ermöglichen können, ohne die eigene Glaubensgewissheit aufgeben zu müssen.

  • Wahrheitsverständnis im schiitischen Islam nach Abdol Karim Sorousch
  • Kritischer Rationalismus und die Wandelbarkeit religiöser Erkenntnis
  • Positioneller Pluralismus als christlicher Diskursansatz
  • Rabbinische Auslegungstradition und Vielfalt als Reichtum
  • Toleranzbegriff im Kontext widersprüchlicher Wahrheitsansprüche

Auszug aus dem Buch

3.1. Der schiitische Weg zur religiösen Erkenntnis

Mit dem Tod des Propheten Muhammad im Jahre 632 begann die Ära der Kalifen, die in den darauf folgenden Jahren zu blutigen Auseinandersetzungen in der sich spaltenden islamischen Gemeinde (umma) führen sollte. Nach den Kalifen Abû Bakr und Umar bezog Uthmân vom Clan der Umayya das Amt des Kalifen. Der Umayya Clan hatte zur Zeit Muhammads großen Einfluss in Mekka und wurde zunehmend zum Gegenspieler des Propheten. Die Wahl Uthmâns zum neuen Kalifen sollte die alte Macht des Clans zurück bringen, was jedoch nicht jedem Muslim behagte.

So stand zum Beispiel Muhammads Vetter Alî ibn Abî Tâlib in Opposition zu Uthmân. Seine Partei sah ihn als den „einzig legitimen Nachfolger“. Alî nahm im Gegensatz zu Uthmân sehr früh die Lehre Muhammads an und bekam durch das freiwillige Exil in Medina viel Zuspruch. Der sich anbahnende Konflikt zwischen den Parteien Uthmâns und Alîs, führte Uthmân in den Tod und Alî in das Amt des schiitischen Kalifen. Die Teilung der Umma war nicht mehr aufzuhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Globalisierung und das Spannungsfeld zwischen religiösem Glauben, Wahrheitsansprüchen und dem Bedürfnis nach friedlichem Zusammenleben.

2. Biographie von Abdol Karim Sorousch: Darstellung des Lebensweges und der intellektuellen Entwicklung des iranischen Denkers im Kontext schiitischer Tradition und moderner Wissenschaft.

3. Viele Wege zur Wahrheit: Analyse des Einflusses der schiitischen Theologie und Popperscher Rationalität auf Sorouschs Verständnis religiöser Erkenntnis.

4. Die Wahrheit im Plural aus christlicher Sicht: Untersuchung von Geltungsansprüchen in Religionen durch das Konzept des positionellen Pluralismus und eine neue Definition von Toleranz.

5. Vielfalt ohne Beliebigkeit: Reflexion über den Kanon und die Heilige Schrift, wobei Widersprüche als Bestandteil einer notwendigen Diskurskultur begriffen werden.

6. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse, die betont, dass ein fruchtbarer Diskurs religiöse Vielfalt als Bereicherung statt als Hindernis begreifen muss.

Schlüsselwörter

Wahrheit, Pluralismus, Religion, Glaubensgewissheit, Erkenntnis, Scharia, Falsifikation, Toleranz, Kanon, Diskurs, Sorousch, Ebach, Islam, Christentum, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen und theologischen Frage, wie verschiedene Religionen ihre jeweiligen Wahrheitsansprüche in einer globalisierten und pluralistischen Gesellschaft formulieren können, ohne den Dialog zu blockieren.

Welche religiösen Traditionen stehen im Fokus?

Die Untersuchung konzentriert sich primär auf den schiitischen Islam (am Beispiel von Abdol Karim Sorousch), christliche Ansätze zum positionellen Pluralismus und jüdische rabbinische Auslegungstraditionen.

Was ist das zentrale Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Menschen an einer göttlich offenbarten Wahrheit festhalten können, ohne die Wahrheitsansprüche anderer Religionen abzuwerten oder die eigene Gewissheit zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische und religionsphilosophische Literaturanalyse, die Konzepte wie den kritischen Rationalismus Poppers auf religiöse Texte und Doktrinen anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Sorouschs Evolution religiöser Erkenntnis, die christliche Begründung eines positionellen Pluralismus und die biblische sowie rabbinische Betrachtung von Vielfalt und Widersprüchen im Kanon.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Kernbegriffe sind Wahrheit, Pluralismus, Dialog, Glaubensgewissheit, Falsifikation, Toleranz und Diskursfähigkeit.

Inwiefern beeinflusst das „Experiment des Cusanus“ die Argumentation?

Das Experiment dient als Metapher für den positionellen Pluralismus: Die Erkenntnis, dass sich die Perspektive auf das Göttliche je nach Standpunkt unterscheidet, ermöglicht erst das Verständnis für die Sichtweise des Gegenübers im Dialog.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „Toleranz“ und bloßer „Beliebigkeit“?

Der Autor argumentiert, dass Toleranz nicht bedeutet, alle Unterschiede gleichgültig zu behandeln, sondern Spannungen zwischen widerstreitenden Positionen auszuhalten, um so zu einer tieferen Erkenntnis zu gelangen.

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Detalles

Título
Möglichkeiten des Verständnisses von "Wahrheit" im Pluralismus der Religionen
Universidad
University of Rostock  (Religionsgeschichte - Religion und Gesellschaft)
Curso
QuerdenkerInnen - Progressives Denken im Islam
Calificación
1,7
Autor
Kevin Nitschke (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
19
No. de catálogo
V112912
ISBN (Ebook)
9783640122127
ISBN (Libro)
9783640124138
Idioma
Alemán
Etiqueta
Möglichkeiten Verständnisses Wahrheit Pluralismus Religionen QuerdenkerInnen Progressives Denken Islam Ebach Kulturkontakt Judentum Auslegungskultur rabbinisch Vielfalt ohne Beliebigkeit Positioneller Sorousch Ratschow Schulz Glaubensgewissheit Härle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kevin Nitschke (Autor), 2008, Möglichkeiten des Verständnisses von "Wahrheit" im Pluralismus der Religionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112912
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