Die vorliegende Projektarbeit beschäftigt sich mit dem Prozess des näheren Kennenlernens eines Hilfesuchenden aus einer speziellen Zielgruppe und einem wichtigen Schritt, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu garantieren. Es gilt dem Leser die Wichtigkeit dieses Schrittes nahe zu bringen.
Ein Hauptpunkt ist hierbei der Prozess des Case Managements oder auch der Fallarbeit, welche dazu dient, der vulnerablen Persönlichkeit eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Versorgungssystemen und Behörden zu ermöglichen und zugänglich zu machen. Gleichzeitig soll Unterstützung bei gesetzten Zielen geleistet werden und die Selbstkompetenz des Individuums gestärkt werden. Es soll erklärt werden, worum es sich beim Case Management handelt und wie es abläuft, zusätzlich werden Entwicklung, Ziele und Funktionen dieser sozialen Methode vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Das Case Management
2.1 Die Entwicklung des Case Managements
2.2 Die Definition des Case Managements
2.3 Die Phasen und der Ablauf des Case Managements
2.4 Die Funktionen des Case Managements
2.5 Die Ziele des Case Managements
3.Die Anamnese
3.1 Die Definition der Anamnese
3.1.1 Die Formen der Anamnese
3.2 Die Anamnese in der Sozialen Arbeit
3.2.1 Die historische Entwicklung in Bezug auf die Soziale Arbeit
3.2.2 Die Bedeutung der Anamnese in der Sozialen Arbeit
4.Die Suchthilfe
4.1 Begriffserklärungen
4.1.1 Die Sucht
4.1.2 Die Suchthilfe
4.2 Das Ziel der Suchthilfe
5.Die Erstellung eines Anamnesebogens
5.1 Zu berücksichtigende Punkte bei der Erstellung des Bogens und bei der Durchführung der Anamnese
5.2 Wichtige Inhalte der Anamnese für ein Suchthilfezentrum für Mutter und Kind
6.Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Entwicklung eines spezifischen Anamnesebogens für ein stationäres Suchthilfezentrum für Mutter und Kind. Das Hauptziel besteht darin, einen praxisorientierten Leitfaden zu erarbeiten, der den Prozess des Kennenlernens der Klientin strukturiert, eine klientenzentrierte Hilfeplanung ermöglicht und dabei sowohl lebensweltorientierte als auch ökonomische Anforderungen der sozialen Arbeit berücksichtigt.
- Grundlagen und Definition des Case Managements in der sozialen Arbeit
- Bedeutung und Durchführung der Anamnese als zentrales Instrument
- Spezifische Anforderungen und Ziele in der Suchthilfe
- Methodische Aspekte bei der Erstellung von Anamnesebögen
- Fallbeispiel: Anamnese im Kontext eines Suchthilfezentrums für Mutter und Kind
Auszug aus dem Buch
2.2 Die Definition des Case Managements
Übersetzt bedeutet Case Management so viel wie Fallmanagement oder auch Fallarbeit. Durch die Begrifflichkeit Management, rückt anders als im Vorläufer Casework, nicht die psychologische Beziehungs- und Förderungsarbeit, sondern die Koordinierung von Hilfs- und Unterstützungsprogrammen für den Einzelnen in den Vordergrund (vgl. Bojack/ Brecht/ Derr, 2014, S. 85).
Es geht darum, die Menschen durch das Versorgungssystem zu begleiten und ihnen verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, welche zu einer Genesung, beziehungsweise zum Erreichen der gesetzten Ziele führen. Verschiedene Angebote sollen den Menschen zugänglich gemacht werden.
Es gibt sieben Kriterien, die der Methode Case Management zugrunde liegen und durch welche sie definiert wird, over time, across services, eine ganzheitliche Sichtweise, einen dynamischen Prozess, ein integriertes Hilfesystem, eine Zielorientierung, sowie die Qualitätsentwicklung und die Qualitätssicherung. Das heißt, dass sich der Prozess entlang des Betreuungsverlaufes des Klienten angelegt (over time). Der Betreuungsverlauf ist quer zu den Grenzen der verschiedenen Einrichtungen und deren Zuständigkeit, sowie den verschiedenen Professionen aufgebaut (across services). Im Vordergrund steht die Betrachtung der Bedürfnisse des Klienten (ganzheitliche Sichtweise). Die Kooperation zwischen fallrelevanten Organisationen und Personen ist zwingend notwendig (dynamischer Prozess). Die Beteiligten werden durch den Case-Manager zu einem Hilfsnetz verbunden (integriertes Hilfesystem). Probleme sollen erkannt und gelöst werden, um definierte Ziele zu erreichen (Zielorientierung). Der Arbeitsprozess, die Arbeit des Case Managers und die Zufriedenheit des Klienten werden reflektiert, gesichert und weiterentwickelt (Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung) (vgl. Müller, 2018, S. 64).
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung eines wertfreien Kennenlernens von Hilfesuchenden und führt in die Themen Case Management und Anamnese ein.
2. Das Case Management: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge, Definitionen, Phasen, Funktionen und Ziele des Case Managements als soziale Methode.
3.Die Anamnese: Hier werden der Begriff Anamnese, ihre verschiedenen Formen sowie ihre historische Entwicklung und Bedeutung innerhalb der Sozialen Arbeit dargelegt.
4.Die Suchthilfe: Es erfolgt eine Definition von Sucht und Suchthilfe sowie eine Erörterung der zentralen Ziele und Grundbausteine einer lebensweltorientierten Suchthilfe.
5.Die Erstellung eines Anamnesebogens: Das Kapitel behandelt die praktische Gestaltung eines Anamnesebogens und spezifische Anforderungen für Suchthilfezentren für Mutter und Kind.
6.Schluss: Das letzte Kapitel reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und betont nochmals die Bedeutung eines einfühlsamen Vorgehens bei der Anamnese.
Schlüsselwörter
Case Management, Anamnese, Suchthilfe, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Fallarbeit, Hilfeplanung, Empowerment, Suchtprävention, Mutter-Kind-Einrichtung, Diagnostik, Ressourcenaktivierung, Effizienz, Klientenzentrierung, Biografiearbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung eines Anamnesebogens für ein stationäres Suchthilfezentrum für Mutter und Kind im Rahmen des Case Managements.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Case Management als Arbeitsmethode, die Bedeutung und Durchführung von Anamnesen sowie spezifische Konzepte der Suchthilfe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, einen strukturierten, praxisnahen Anamnesebogen zu entwickeln, der den individuellen Bedürfnissen von Klientinnen in einer stationären Suchthilfe entspricht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Projektarbeit, die bestehende Konzepte des Case Managements und der Anamneseerhebung analysiert und diese auf den spezifischen Kontext der Suchthilfe überträgt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Case Managements, die Definition und Bedeutung der Anamnese, die Struktur der Suchthilfe sowie die methodischen Aspekte bei der Erstellung des Anamnesebogens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Case Management, Anamnese, Suchthilfe, Lebensweltorientierung, Hilfeplanung und Empowerment.
Warum ist die Anamnese im Case Management so wichtig?
Sie dient als Basis für eine klientenzentrierte Hilfeplanung, da erst durch ein detailliertes Verständnis der Lebensgeschichte und aktuellen Problemlage eine passgenaue Unterstützung möglich ist.
Welche Besonderheit berücksichtigt der Autor bei der Zielgruppe "Mutter mit Kind"?
Der Autor stellt fest, dass Kinder Teil der Lebenswelt der Mutter sind, aber dennoch eine eigene Persönlichkeit haben, was im Idealfall die Erstellung eines gesonderten Anamnesebogens für die Kinder erfordern würde.
Warum wird im Anamnesebogen auch nach Interessen und Stärken gefragt?
Diese Fragen dienen der Ressourcenaktivierung, um das Selbstbild der Klientin zu stärken und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu fördern, was wesentlich zum Genesungsprozess beiträgt.
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- Anonym (Author), 2018, Case Management in der Suchthilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129220