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Der lange Weg zur Autismus-Diagnose bei Mädchen

Title: Der lange Weg zur Autismus-Diagnose bei Mädchen

Pre-University Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Summary Excerpt Details

In dieser Facharbeit wird der lange Weg bis zur Autismus-Diagnose bei Mädchen thematisiert. Dabei beschäftige ich mich mit der folgenden Fragestellung: Was sind die Auswirkungen, wenn Familien nach einem langen Weg die Diagnose Autismus erst im Jugendalter der betroffenen Person erfahren? Um diese Frage zu beantworten, nutze ich verschiedene Literaturquellen und die qualitative Erhebungsmethode. Dafür berichtet eine Therapeutin über ihre Erfahrungen und die Eltern eines autistischen Mädchens erzählen, wie lange die Diagnose gedauert hat, nachdem Anzeichen für ein nicht normales Verhalten vorhanden waren.

Im ersten Teil der Facharbeit werden die theoretischen Grundlagen vorgestellt. Zu Beginn wird Autismus definiert. Danach werden die Formen von Autismus mit ihren Merkmalen beschrieben. Im Anschluss folgt der Weg bis zur Diagnose und das Familienleben, auf das die Diagnose Einfluss nimmt, dargestellt. Am Ende des theoretischen Teils werden die Therapiemöglichkeiten präsentiert.

Nachdem ich im ersten Teil der Arbeit auf die theoretischen Grundlagen eingegangen bin, werde ich im empirischen Teil in Form einer qualitativen Erhebungsmethode neue Erkenntnisse sammeln. Anschließend werde ich diese nach der Mayring-Methode auswerten und auf die vorherigen theoretischen Grundlagen beziehen. Zum Schluss beantworte ich nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse meine Fragestellung.

Ich habe mich für das Thema „Der lange Weg zur Autismus- Diagnose bei Mädchen“ entschieden, da ich über einen Familienentlastenden Dienst eine Familie betreue, der ein Mädchen mit einer leichten Form von Autismus angehört. Von dieser Familie habe ich erfahren, dass sie einen langen Weg bis zur Diagnose gegangen sind. Das Erkennen von Autismus bei Mädchen kann schwierig sein, denn sie können sich ‚tarnen‘ und an andere Menschen anpassen, das bedeutet, sie können ihren Autismus verstecken. Aus diesem Grund ist es für Ärzte und Therapeuten schwierig, eine Diagnose im Jugendalter zu stellen. Dadurch ist es nicht einfach, das andere sich das Leben von autistischen Mädchen vorzustellen. Der Weg bis zur Diagnose ist bei Jungen meist nicht so langwierig; entscheidend ist auch die Kompetenz des Fachpersonals. Bei Jungen ist Autismus leichter zu erkennen, da sie sich nicht unbedingt an andere Personen anpassen. Es gibt nicht den typischen Autistin*innen, da jeder in seiner Persönlichkeit und Verhaltensweisen unterschiedlich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Was ist Autismus?

2.1 Definition

2.1.1 Frühkindlicher Autismus

2.1.2 Asperger-Syndrom

2.1.3 Atypischer Autismus

2.2 Ursachen

2.2.1 Genetische Faktoren

2.2.2 Risikofaktoren in Schwangerschaft und Geburt

2.2.3 Neurologische Auffälligkeiten

3. Diagnose Autismus bei Mädchen

3.1 Der Weg zur Diagnose

3.1.1 Autismus-Diagnose im Kleinkindalter

3.1.2 Späte Diagnose im Jugendalter

3.2 Familienleben

3.3 Therapiemöglichkeiten

3.3.1 Frühförderung

3.3.2 Verhaltenstherapie

3.3.3 Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie

3.3.4 Musiktherapie/ Kunsttherapie

3.3.5 Therapie mit Tieren/ Tiergestützte Therapie

3.3.6 Medikamentöse Therapie

4. Empirische Untersuchung

4.1 Beschreibung der Vorgehensweise

4.2 Datenauswertung und Darstellung der Ergebnisse

4.2.1 Vergangene Zeit bis zur Diagnose

4.2.2 Auswirkungen auf das Familienleben

4.2.3 Veränderungen im Familienleben

4.2.4 Vorteile einer frühen Diagnose

4.2.5 Nachteile einer späten Diagnose

4.2.6 Finden einer Therapie

4.3 Kritische Betrachtung der Ergebnisse

5. Rückführung der Ergebnisse in die zuvor erarbeitete Theorie

6. Zusammenfassender Schlussteil mit Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den langwierigen Prozess bis zur Diagnose von Autismus bei Mädchen. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen auf betroffene Familien zu analysieren, wenn die Diagnose erst im Jugendalter gestellt wird, und hierbei die Diskrepanz zwischen Symptomen und fachlicher Erkennung aufzuzeigen.

  • Theoretische Grundlagen zu Autismus-Spektrum-Störungen
  • Herausforderungen bei der Diagnosefindung speziell bei Mädchen
  • Einfluss der Diagnose auf das familiäre Zusammenleben
  • Qualitative Analyse mittels Experten- und Elterninterviews
  • Therapeutische Ansätze und deren Wirksamkeit

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Späte Diagnose im Jugendalter

Wie auch bei einer frühen Diagnose wird die Diagnose im Jugendalter aufgrund von Vorgeschichten, Untersuchungen oder Verhaltensauffälligkeiten gestellt. Wobei es bei einer späten Diagnose schwieriger ist, sich an alle Anzeichen, die das Kind im Laufe der Jahre zeigte, zu erinnern (vgl. Remschmidt 2012: 55). Die Auffälligkeiten bei Mädchen zeigen sich häufig erstmals im Jugendalter deutlich oder auch verstärkt, da die Pubertät für Mädchen eine Zeit des Umbruches ist. Für Mädchen mit Autismus kann diese Phase eine Krisenzeit sein, durchsteigende Anforderungen in der Schule. Auch sozial Gefühl spielen eine Rolle, da das offensichtliche Gefühl, anders zu sein sie überfordert (vgl. Preißmann 2020: 58). Anzeichen können sein, dass es ihnen schwerfällt die Hausaufgaben zu Organisation und Fertigstellung. Es kann zu Verschlechterungen der Noten in der Schule kommen (vgl. Attwood 2019: 24). Dies hat zur Folge, dass Mädchen still leiden, weil sie sich fragen, warum sie anders sind und warum sie sich anders verhalten. Oft wirkt die betroffene Person seltsam auf andere Menschen, weil diese noch nichts von der Krankheit wissen; die Person selbst aber häufig ebenso nicht. Es werden nur die Auffälligkeiten, die die Person zeigt, und die Unterschiede oder Schwierigkeiten, die es im Leben hat (vgl. Preißmann 2020: 18). Oftmals ist es schwierig, eine frühe Diagnose bei Mädchen zu stellen, da diese sich an ihre Umwelt anpassen, um nicht aufzufallen, wodurch es zu einer späten Diagnose kommt (vgl. Preißmann 2020: 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der persönlichen Motivation durch die Arbeit in einem Familienentlastenden Dienst und der Forschungsfrage.

2.Was ist Autismus?: Definition und theoretische Abgrenzung der verschiedenen Erscheinungsformen wie frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom und atypischer Autismus sowie deren Ursachen.

3. Diagnose Autismus bei Mädchen: Erörterung der Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung, insbesondere bei Mädchen, sowie Darstellung familiärer Belastungen und gängiger Therapiemöglichkeiten.

4. Empirische Untersuchung: Methodische Beschreibung der qualitativen Experteninterviews sowie detaillierte Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Diagnosezeitraum, Familienbelastung und Therapie.

5. Rückführung der Ergebnisse in die zuvor erarbeitete Theorie: Synthese der empirischen Erkenntnisse mit dem zuvor dargelegten Fachwissen zur Bestätigung und Erweiterung der theoretischen Annahmen.

6. Zusammenfassender Schlussteil mit Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage sowie Reflexion der Auswirkungen einer späten Diagnose.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum-Störung, Mädchen, Diagnosefindung, Jugendalter, Familienleben, Frühförderung, Verhaltenstherapie, Qualitative Untersuchung, Mayring-Methode, Symptomatik, soziale Anpassung, psychische Belastung, Therapieansätze, Früherkennung, Erziehungsberatung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den oft jahrelangen und schwierigen Prozess bis zur Diagnose von Autismus bei Mädchen und beleuchtet die damit verbundenen emotionalen und praktischen Auswirkungen auf die betroffenen Familien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen der Autismus-Spektrum-Störung, die spezifischen Diagnosehindernisse bei Mädchen, die Belastungsfaktoren für Familien und verschiedene therapeutische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welche Auswirkungen es auf eine Familie hat, wenn die Diagnose Autismus nach einem langen Prozess erst im Jugendalter der betroffenen Person gestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der Interviews mit einer Therapeutin und den Eltern eines betroffenen Mädchens geführt und anschließend mittels der Mayring-Methode ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Autismus und dessen Ursachen sowie eine empirische Untersuchung, welche die Theorie mit den praktischen Erfahrungen aus den Interviews vergleicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autismus-Spektrum-Störung, Diagnosefindung, soziale Anpassung bei Mädchen, familiäre Belastungen und therapeutische Unterstützung.

Warum ist die Diagnose bei Mädchen häufig erst im Jugendalter möglich?

Mädchen entwickeln oft Strategien, um sich an ihre Umwelt anzupassen und ihren Autismus zu „tarnen“, wodurch sie lange Zeit unauffällig erscheinen oder ihre Symptome als andere Probleme fehldeutet werden.

Welche Rolle spielt das Familienumfeld bei der Diagnose?

Das Umfeld reagiert oft mit Unverständnis, was bei Eltern zu Selbstzweifeln und Isolationserscheinungen führen kann, da sie die Auffälligkeiten ihres Kindes bemerken, aber von Ärzten oder dem sozialen Umfeld oft nicht ernst genommen werden.

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Details

Title
Der lange Weg zur Autismus-Diagnose bei Mädchen
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1129246
ISBN (eBook)
9783346494436
Language
German
Tags
autismus-diagnose mädchen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Der lange Weg zur Autismus-Diagnose bei Mädchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129246
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