Dieses Trainingskonzept orientiert sich in Inhalt und Aufbau am 5-Stufen-Modell der Trainingssteuerung und ist daher in Anamnese, Zielsetzung, Trainingsplanung, Durchführung und Analyse gegliedert.
Hierbei wird der Schwerpunkt auf den Bereichen Anamnese, Zielsetzung und Trainingsplanung liegen, während die Bereiche Durchführung und Analyse nachgelagert ausgeführt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Methodik
2. Trainingskonzept
2.1 Anamnese
2.1.1 Eingangsgespräch
2.1.2 Tests
2.1.3 Zielsetzung
2.2 Trainingsplanung
2.2.1 Makrozyklen
2.2.2 Mesozyklen
2.2.3 Mikrozyklen
2.3 Durchführung
2.4 Analysen und Evaluation
2.4.1 Trainingsanalyse
2.4.2 Sportmedizinische Leistungsdiagnostik
2.4.3 Sportpraktische Leistungsdiagnostik
3. Fazit und Ausblick
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Abschlussarbeit ist die Erstellung eines individualisierten Trainingskonzepts für eine 25-jährige Läuferin, um ihre Bestzeiten über die 10km- und Halbmarathondistanz zu verbessern sowie eine erfolgreiche Teilnahme an ihrem ersten Marathon zu ermöglichen, wobei die gesundheitliche Prävention aufgrund bestehender orthopädischer Probleme eine zentrale Rolle spielt.
- Analyse der physischen Voraussetzungen und Erstellung eines sportartspezifischen Anforderungsprofils.
- Periodisierung des Trainingsjahres in Makro-, Meso- und Mikrozyklen zur gezielten Leistungssteuerung.
- Integration von sportmedizinischen und sportpraktischen Diagnostikmethoden zur Evaluierung.
- Präventiver Aufbau von Muskulatur und Lauftechnik zur orthopädischen Entlastung.
- Implementierung eines flexiblen Steuerungssystems für die Trainingsplanung.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Makrozyklen
Basieren auf der Anamnese wurden 3 Jahresziele identifiziert. Bei den ersten Zielen handelt es sich um neue Bestzeiten über bekannte Distanzen: 10km und die Halbmarathon-Distanz. Die beiden Bestzeiten sollen innerhalb eines zeitlichen Rahmens von ca. 12 Wochen (März-Mai) erzielt werden, wobei 10km zeitlich früher gelaufen werden sollen. Es bietet sich daher eine aufbauende Planung an. Höhepunkt des ersten Makrozyklus wird hierbei der Halbmarathon sein. Aufgrund des engen Zeitrahmens wird die 10km Bestzeit nicht als separater Höhepunkt geplant, sondern als Leistungsdiagnostik in die Vorbereitungsphase integriert.
Beim finalen Ziel des Jahres handelt es sich um die erste Teilnahme an einem Marathon. Aufgrund der vorliegenden Informationen kann davon ausgegangen werden, dass die Athletin diese Distanz noch nicht absolviert hat. Die zu bewältigende Strecke stellt eine Verdopplung der bisher bekannten Distanzen dar. Eine lange Vorbereitungsphase wird hierbei als sinnvoll erachtet, um die Athletin nicht zu überfordern. Daher wird für den Halbmarathon als erstes Jahresziel ein Wettkampf im ersten Teil des gesteckten Zeitraumes (April/Mai) gewählt. Hierbei wurde der Halbmarathon in München am 26.04.2021 identifiziert. Ausgehend von diesem Datum wird der Makrozyklus rückwärts geplant. Zusätzlich zu einer 4-wöchigen Wettkampfphase wird eine 12-wöchige Vorbereitungsphase geplant.
Trainingsbedingte Anpassungsprozesse des Körpers benötigen ca. 4-6 Wochen, um eine neue Stufe der Leistungsfähigkeit zu erreichen. Diese Stufen sollten nach herrschender Meinung in einer Vorbereitungsphase auch mehrmals durchlaufen werden um eine stabile Leistungsverbesserung zu erreichen. (vgl. Zintl 2009, 197 ff.) Daher werden hier 12 Wochen als notwendig erachtet, um ein zweimaliges Durchlaufen der körperlichen Adaptionsprozesse zu gewährleisten. Der erste Makrozyklus des Jahres dauert somit 16 Wochen, startend am 04.01.2021 und endend mit dem Münchner Halbmarathon am 26.04.2021.
Der zweite Saisonhöhepunkt und das Ende des zweiten Makrozyklus soll die Marathonteilnahme im Herbst darstellen. Hierfür wurde der Berlin Marathon am 26.09.2021 identifiziert. Dieses Rennen stellt den teilnehmerstärksten und bekanntesten Marathon-Wettkampf in Deutschland dar. Ausgehend vom Wettkampf-Datum ergibt sich also eine Dauer von 22 Wochen für diesen Zyklus, beginnend nach dem Halbmarathon am 27.04.2021.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung einer planvollen Trainingssteuerung ein und definiert die methodische Grundlage auf Basis des 5-Stufen-Modells.
2. Trainingskonzept: Dieses Hauptkapitel beinhaltet die Anamnese der Athletin, die detaillierte Trainingsplanung für das Jahr sowie die Ansätze für Durchführung und Evaluation.
3. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die Notwendigkeit einer individuellen Trainingsanpassung und betont die Bedeutung stetiger Kommunikation und Flexibilität in der Umsetzung.
4. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Printquellen, Lehrskripte und digitalen Quellen aufgelistet, die dem Konzept zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Trainingskonzept, Ausdauersport, Trainingssteuerung, Periodisierung, Makrozyklus, Mesozyklus, Mikrozyklus, Leistungsdiagnostik, Marathonvorbereitung, Halbmarathon, Laufökonomie, Trainingsanalyse, Belastung, Regeneration, Superkompensation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines professionellen Trainingskonzepts für eine 25-jährige Läuferin, das durch eine strukturierte Planung ihre sportlichen Ziele mit gesundheitlicher Prävention vereint.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anamnese, der Periodisierung des Trainingsjahres, der systematischen Trainingsplanung sowie der Durchführung und wissenschaftlichen Evaluation der Leistungsentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Verbesserung der Bestzeiten über 10km und Halbmarathon sowie die Vorbereitung auf die erste Marathon-Teilnahme unter Berücksichtigung orthopädischer Anforderungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Konzept orientiert sich am 5-Stufen-Modell der Trainingssteuerung und nutzt fundierte sportwissenschaftliche Literatur zu Trainingsprinzipien, Ausdauerdiagnostik und Belastungsgestaltung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Trainingsphasen (Makro-, Meso-, Mikrozyklen) detailliert ausgearbeitet, inklusive konkreter Trainingsinhalte, Belastungssteuerung und der Implementierung von Leistungsdiagnostiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Trainingssteuerung, Periodisierung, Leistungsdiagnostik, Marathonvorbereitung und sportartspezifisches Athletiktraining.
Wie geht das Konzept mit den orthopädischen Problemen der Athletin um?
Durch die Integration von gezieltem Stabilisierungs- und Mobilitätstraining sowie eine bewusste Dosis-Steigerung bei hohen Laufumfängen wird präventiv gegen Überlastungen vorgegangen.
Welche Rolle spielt die Leistungsdiagnostik für das Trainingskonzept?
Die Spiroergometrie und sportpraktische Tests liefern die notwendigen Daten zur Festlegung individueller Trainingsbereiche, um die Intensität optimal auf das Leistungsniveau der Athletin abzustimmen.
Warum wurde eine Videoanalyse in das Konzept integriert?
Die Videoanalyse dient dazu, Defizite in der Lauftechnik zu erkennen, um die Laufökonomie zu verbessern und orthopädische Belastungsspitzen gezielt zu reduzieren.
Welche Bedeutung kommt der wöchentlichen Trainingsanalyse zu?
Die kontinuierliche Erfassung subjektiver Daten und objektiver Kennzahlen ermöglicht eine enge Trainingssteuerung und bei Bedarf eine kurzfristige Anpassung des Plans an den aktuellen Regenerationszustand.
- Citar trabajo
- Tom Treffert (Autor), 2021, Trainingskonzept für das Lauftraining einer 25-jährigen Probandin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129394