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Kommunikation und Kultur als Elemente interkultureller Begegnung in der Pädagogik

Title: Kommunikation und Kultur als Elemente interkultureller Begegnung in der Pädagogik

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: stud. Johannes Alisch (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Was stellt Interkulturelle Pädagogik dar? Faltet man den Begriff auf, so erscheint die Größe und der Umfang der Themenfelder, die sich aus den Teil – Begriffen Kultur und Kommunikation, sowie Pädagogik ergeben schier grenzenlos. Ich möchte mich in dieser Arbeit eingehend den möglichen und nötigen Eingrenzungen dieser Begriffe widmen.
Im Anschluss an diese Einleitung wird zunächst der Begriff Kommunikation in seiner Gänze dargestellt, bevor relevante Teilaspekte hervorgehoben werden. Hans Jürgen Heringer liefert hierfür eine geeignete Grundlage in: „Interkulturelle Kommunikation“ (2004). Anschließend wird eine ähnliche Vorgehensweise auf den Kulturbegriff angewandt werden.
Wenigstens zwei bedeutsame theoretische Aspekte sollen jeweils gesondert als Exkurs diskutiert werden.
Für den Kulturbegriff soll aber keine feste Definition stehen, sondern nach einer Vorstellung zweier möglicher definitorischer Perspektiven von Alexander Thomas (Hrsg.): „Psychologie Interkulturellen Handelns“ (2003) und Hans-Joachim Roth: „Kultur und Kommunikation. Systematische und theoriegeschichtliche Umrisse Interkultureller Pädagogik“ (2002) soll in Kapitel 3.2 der Blick auf Interkulturalität als zunehmend wichtiges Phänomen, das zur Identitätsbildung führt, gerichtet werden.
Eine stark erfahrungsgestützte Perspektive der Forschungsarbeit von Doris Weidemann „Interkulturelles Lernen. Erfahrungen mit dem chinesischen >Gesicht<: Deutsche in Taiwan“ (2004) stellt hierfür eine einsichtsvolle Darstellung der Aspekte von Interkulturalität dar.
Wulf schlägt in seinem Buch „Anthropologie kultureller Vielfalt. Interkulturelle Bildung in Zeiten der Globalisierung.“ (2006) drei „für das Gelingen interkultureller Bildungsprozesse [bedeutsame] Aspekte“ (ebd., S. 20) vor. Mimetisches Lernen als einer dieser Aspekte stellt in Synthese mit dem Kulturbegriff von Roth („aktiver Kulturbegriff“) einen Weg für Interkulturelle Bildung dar und soll im Schlusskapitel der Arbeit ausgeführt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kommunikation als "frame"

2.1 Exkurs: Normalität des Missverstehens und

prinzipielle Fallibilität von Kommunikation

2.2 Konversation als relevanter Teilbereich

kommunikativen Handelns in der Pädagogik

3.Kultur

3.1 Kultur als Diskurs

3.2 Interkulturalität

3.3 Exkurs: Dilemma der Widersprüchlichkeit

von Relativismus und Universalismus: Ein Ausweg.

4. Interkulturelle Begegnung -eine Begegnung dazwischen?

4.1 Gelingen interkultureller Bildung:

Kulturalität und Alterität

4.2 Mimetisches Lernen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von Kommunikation und Kultur innerhalb interkultureller Begegnungsprozesse in der Pädagogik, um Wege für gelingende Bildung in Zeiten der Globalisierung aufzuzeigen.

  • Analyse von Kommunikation als dynamischer "frame" und deren pädagogische Relevanz.
  • Untersuchung des Kulturbegriffs im Kontext von Diskurs und Identitätsbildung.
  • Bewältigung des Spannungsfeldes zwischen Relativismus und Universalismus durch einen "aktiven Kulturbegriff".
  • Bedeutung des mimetischen Lernens und der "Figuration des Dazwischen" für interkulturelle Bildung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Exkurs. Dilemma der Widersprüchlichkeit von Relativismus und Universalismus: Ein Ausweg.

Die Problematik des Titels für diesen Abschnitt spiegelt sich in dem Widerspruch, dass pädagogisches Handeln per definitionem kein Frei-sein von normativen Maßstäben beanspruchen kann, im interkulturellen Kontext sich aber Situationen ergeben, die der normativen Grundlage des eigenen (im Sinne von kulturell eigen) pädagogischen Handelns zuwiderlaufen, wenn zugleich von der Gleichwertigkeit der Kulturen und einem wertfreien Kulturbegriff ausgegangen wird.

Eine jede Diskussion um kulturelle Differenz kommt also nicht umhin, „das Postulat von der Gleichwertigkeit der Kulturen“ (Roth 2002, S. 198) zu begründen. Diese „Zuschreibung der Gleichwertigkeit“ (ebd., S. 199) kann und muss aus verschiedenen Perspektiven theoretisch hergeleitet werden. Die Pädagogik, und auch die Interkulturelle Pädagogik, leistet diese Herleitung über die Idee der prinzipiellen Gleichheit aller Menschen, „die analog auch die (...) Gleichwertigkeit der Kulturen nach sich zieht“ (ebd., S. 200). Also steht die ethische Begründung pädagogischen Handelns per se auf dem Fundament des Humanismus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenfelder Interkulturelle Pädagogik, Kommunikation und Kultur ein und steckt den theoretischen Rahmen ab, indem sie zentrale Literatur und Ansätze für die Arbeit skizziert.

2. Kommunikation als "frame": Das Kapitel erläutert den Ansatz der mentalen Repräsentation von Kommunikation, um interkulturelle Situationen als dynamische, komplexe und vom Kontext abhängige Prozesse zu analysieren.

2.1 Exkurs: Normalität des Missverstehens und prinzipielle Fallibilität von Kommunikation: Dieser Exkurs vertieft die Erkenntnis, dass Missverstehen eine konstitutive Bedingung jeder Kommunikation ist, was als Grundlage für interaktionale Lernprozesse dient.

2.2 Konversation als relevanter Teilbereich kommunikativen Handelns in der Pädagogik: Hier wird die spezifische Rolle der Kommunikation in pädagogischen Austauschprozessen hervorgehoben und deren Beeinflussung durch kulturelle Muster diskutiert.

3.Kultur: Es wird der Versuch unternommen, den Kulturbegriff nicht starr zu definieren, sondern als dynamisches, identitätsstiftendes und diskursives Instrument der Selbstbestimmung zu rahmen.

3.1 Kultur als Diskurs: Kultur wird hier als ein durch diskursive Arbeit gesellschaftlicher Subjekte entstandenes Orientierungssystem verstanden, das ohne einen relativen Bezug zum Fremden nicht gedacht werden kann.

3.2 Interkulturalität: Dieses Kapitel untersucht, wie kollektive Identitätsbildung in der Auseinandersetzung mit dem Anderen neue Dimensionen gewinnt und warum kulturelle Grenzziehungen dynamisch und nicht objektiv vorhersehbar sind.

3.3 Exkurs: Dilemma der Widersprüchlichkeit von Relativismus und Universalismus: Ein Ausweg.: Der Exkurs bietet durch den "aktiven Kulturbegriff" eine Synthese an, um das Paradoxon zwischen dem Wunsch nach Neutralität und der Notwendigkeit normativer Wertungen in der Pädagogik zu lösen.

4. Interkulturelle Begegnung -eine Begegnung dazwischen?: Die Begegnung wird als ein intersubjektiver Wandlungsprozess jenseits reiner Dialogmodelle beschrieben, bei dem die Beziehungsebene im Zentrum steht.

4.1 Gelingen interkultureller Bildung: Kulturalität und Alterität: Aufbauend auf Wulf werden die Offenheit für den Anderen und die Wahrnehmung von Differenz als zentrale Bedingungen für erfolgreiche interkulturelle Lernprozesse bestimmt.

4.2 Mimetisches Lernen: Mimetische Prozesse werden als kreative Handlung begriffen, in der durch die Vermischung von Eigenem und Fremdem im "Dazwischen" neues Wissen und Identität entstehen.

5. Fazit: Das Fazit führt die behandelten Stränge zusammen und unterstreicht die Bedeutung einer pädagogischen Praxis, die mimetische Prozesse moderiert und den Austausch als fruchtbare "Figuration des Dazwischen" versteht.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Kommunikation, Kultur, Frame, Diskurs, Identitätsbildung, Relativismus, Universalismus, Interkulturalität, Mimetisches Lernen, Alterität, Dazwischen, Humanismus, Bildung, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kommunikation und Kultur als grundlegende Elemente interkultureller Begegnungen in den pädagogischen Kontext integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Auseinandersetzung mit Kommunikations- und Kulturbegriffen, das Spannungsfeld interkultureller Begegnungen sowie Konzepte für gelingende interkulturelle Bildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Synthese theoretischer Ansätze (u.a. von Roth und Wulf) Wege aufzuzeigen, wie interkulturelle Bildungsprozesse trotz der Komplexität und potenziellen Fallibilität von Kommunikation erfolgreich gestaltet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie bestehende pädagogische und anthropologische Konzepte sichtet, vergleicht und in einen neuen theoretischen Zusammenhang bringt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Kommunikation als "frame", die Untersuchung von Kultur als Diskurs, die Behandlung des Spannungsfeldes von Relativismus und Universalismus sowie die Auseinandersetzung mit dem "Dazwischen" in Begegnungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Interkulturelle Pädagogik, Kommunikation als Frame, der aktive Kulturbegriff, Mimetisches Lernen und die Figuration des Dazwischen.

Warum ist das Konzept des "Missverstehens" für die Arbeit so wichtig?

Das Missverstehen wird nicht als Fehler, sondern als konstitutive Bedingung für Kommunikation und Verstehen-wollen angesehen, was in interkulturellen Kontexten als notwendiger Ausgangspunkt für Lernprozesse dient.

Wie löst der Autor das Dilemma zwischen Relativismus und Universalismus?

Durch den Vorschlag eines "aktiven Kulturbegriffs", der dynamische Gestaltungsspielräume zulässt und die Anerkennung kultureller Unterschiede mit einem humanistischen Menschenbild verbindet.

Was bedeutet "Mimetisches Lernen" in diesem Kontext?

Es wird als kreative Handlung verstanden, bei der das Fremde in die eigene Welt integriert wird, wodurch in einem "Tanz zwischen Eigenem und Fremdem" etwas Neues entsteht.

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Details

Title
Kommunikation und Kultur als Elemente interkultureller Begegnung in der Pädagogik
College
University of Heidelberg
Grade
1,0
Author
stud. Johannes Alisch (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V112946
ISBN (eBook)
9783640129140
ISBN (Book)
9783640130573
Language
German
Tags
Kommunikation Kultur Elemente Begegnung Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
stud. Johannes Alisch (Author), 2007, Kommunikation und Kultur als Elemente interkultureller Begegnung in der Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112946
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