Sozial- und Humankapital


Hausarbeit, 2001

45 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Sozialkapital
2.1. Herkunft und Bildung von Sozialkapital
2.1.1. Bedürfnis nach Gemeinsamkeit und menschlicher Gesellschaft
2.1.2. Personengruppen und Einzelpersonen
2.1.3. Die Bedeutung der Moral
2.1.4. Die Bedeutung des Rechts
2.1.5. Familiale Lebensformen
2.1.6. Kultur
2.1.7. Religionen
2.1.8. Bildungsinstitutionen
2.1.9. Wirtschaft und Unternehmen
2.1.10 Quellen des Sozialkapitals
2.2. Funktionen des Sozialkapitals
2.2.1. Sozio-kulturelle Funktionen
2.2.2. Politische Funktionen
2.2.3. Soziale Funktion
2.3. Das Problem der Messbarkeit von Sozialkapital

3. Humankapital

4. Sozialkapital als Grundlage für Humankapital

5. Humankaptial als erneuerbare Ressource
5.1. Humankapital im Lebenszyklus
5.1.1. Qualifikation und Bildung
5.1.2. Verdienst und Einkommen
5.1.3. Weiterbildung
5.2. Bildung von Humankapital in der Arbeitswelt
5.2.1. Informatisierung
5.2.2. Internationalisierung
5.2.3. Individualisierung
5.3. Bildung von Humankapital durch die und in der Familie
5.3.1. Geburtenrückgang
5.3.2. Familie und soziale Ungleichheit
5.3.3. Konflikte in der Familie

6. Grenzen für die Entwicklung von Human- kapital

7. Abschluß

8. Anhang

9. Literaturnachweis

1. Einleitung

In der Wirtschaft wird in der Regel zwischen den Produktionsfaktoren der natürlichen Ressourcen, also dem Boden und seinen Erträgen, der Arbeit und dem Kapital unterschieden. Wenn in dieser Hausarbeit von Kapital die Rede ist, sowohl von „Sozialkapital“ als auch von „Humankapital“, sind hiermit die menschlichen Handlungsspielräume gemeint, welche sich erweitern lassen bzw. erweiterbar sind. Die Wirtschaft ist abhängig von diesen menschlichen Handlungsspielräumen und dem menschlichen Kapital, da dies über den Mechanismus der Wechselwirkung ihr selbst, also eben dieser Wirtschaft, wieder zukommt, da sich die menschlichen Ressourcen in der Wirtschaft wie auch in anderen Bereichen bilden bzw. erneuern lassen.

Die vorliegende Arbeit befaßt sich vornehmlich mit Definitionen und Annäherungen von sowohl Sozial- als auch Humankapital, ferner jedoch auch mit ihren Wechselwirkungen und mit dem Aufzeigen der Ressourcen des Humankapitals, den Grenzen für die Entwicklung und den Auswirkungen und Folgen von Investitionen in das Humankapital.

Es gibt kaum verläßliche Studien und Forschungsergebnisse, auf die im Rahmen dieser Arbeit hätte gebaut werden können. Aufgrund der Umstände, daß das Sozialkapital in der Literatur noch nahezu unbeschrieben und somit auch nicht auswertbar im Sinne einer Hausarbeit gewesen ist, stammen nahezu alle verwerteten Informationen aus einer Studie der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“, dessen Vorsitz Prof. Dr. Johannes Müller, Professor für Sozialwissenschaft und Entwicklungspolitik an der Hochschule für Philosophie in München führte.

2. Sozialkapital

Sozialkapital ist ein in der Entwicklungsdiskussion neu ins Blickfeld geratener Faktor neben den bereits seit längerer Zeit bekannten Faktoren des Human- und Sachkapitals. Die Wichtigkeit des Sozialkapitals wird seit einiger Zeit besonders von nicht der Regierung angehörigen Organisationen und den kirchlichen Entwicklungsdiensten verstärkt betont und hervorgehoben, da sie über sowohl politische als auch ökonomische Konzepte und Ansätze hinausgeht. Die Wichtigkeit des Sozialkapitals liegt in der Fähigkeit einer jeden Gesellschaft, zu sozialer Vernetzung und gegenseitiger Vernetzung. „Diese Dimension der Entwicklung wird in der gegenwärtigen sozialwissenschaftlichen Diskussion als Sozialkapital bezeichnet.“[1]

Der Begriff des Sozialkapitals läßt sich derzeit nicht in eine genaue Einordnung bringen, da aufgrund des sehr neuen Ansatzes noch keine genaue Abgrenzung vorhanden ist. Aktuell wird dieser Begriff für mehrere vielfältige Aspekte verwendet, die von den unterschiedlichsten Anforderung an eine gute Regierungsführung bis hin zu traditionellen Vernetzungen in sozialen und privaten Bereichen reichen.[2] Ebenso wird es auch beschrieben als „gemeinsame Grundwerte, tradierte Regeln, verbindliche Normen, gegenseitiges Vertrauen, Beziehungsnetze, sozialer Friede, Gemeinwohlorientierung (und) soziales und politisches Engagement auf allen Stufen.“ Es wird als wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Demokraktie wie auch für eine leistungsfähige Wirtschaft angesehen.[3] Eine besondere Bedeutung kommen hierbei den Familien, Schulen, Kommunen, Parteien, Verbänden und Vereinen wie auch der Kirche zu.

Sozialkapital läßt sich also als Kollektivierung humaner Ressourcen beschreiben, die durch ein ständiges Geflecht von sowohl institutionalisierten als auch freien Verbundenheiten geprägt sind. Diese Ressourcen bringen der zugehörigen Gruppe, namentlich der Familie, dem Kulturkreis oder der Nation, einen aus ihr wachsenden Profit des Individuums, welcher zeitgleich auch eine Grundlage für die Solidarität der Gruppe bildet. Sozialkapital kann jedoch nur dann gebildet werden, wenn ein gegenseitiges Kennen und eine gegenseitige Anerkennung der gruppenzugehörigen Mitglieder, wie auch ein verläßliches Geben und Nehmen gewährleistet sind. Um dies sicherzustellen, ist es wichtig, Beziehungsarbeit von der Basis an zu fördern und auszubauen.

Aufgrund des erst relativ neuen Ansatzes, der Mehrdimensionalität und der Verschiedenartigkeit des Sozialkapitals, ist es noch nicht definitiv nachprüfbar und meßbar. Dies hängt mit den noch nicht ausreichend durchgeführten und bisher unzureichend entwickelten Erhebungsverfahren und den Methoden zur Auswertung zusammen, welche in der letzten Zeit hierfür erst zur Verfügung standen. Derzeit liegen „kaum umfassende Langzeitstudien vor, so dass dieser Ansatz (noch) auf einer relativ schwachen empirischen Basis steht.“[4] Auf die verschiedenen bestehenden Ansätze und Möglichkeiten wird in Kapitel 2.3. eingegangen werden.

2.1. Herkunft, Träger und Bildung von Sozialkapital

Sozialkapital wurzelt aus dem Bedürfnis der Menschen nach Gemeinsamkeit und Gesellschaft. Um diese Formen der Gemeinschaft jedoch zu Regeln, bedurfte es einer gewissen Moral des Einzelnen und auch der Gruppe. Diese Moral wurde im Laufe der Evolution durch verschiedene Gesetzte abgelöst, sie wurde ersetzt und gleichzeitig jedoch auch gefestigt.

Sozialkapital tritt in verschiedenen Formen und zu verschiedenen Zeitpunkten des menschlichen Zusammenlebens auf, so z.B. in der Familie, in Freundeskreisen, auf der Arbeit und in der Wirtschaft. Ferner spielt es jedoch auch in Kultur, Bildung und Religion eine wichtige Rolle.

Die folgenden Abschnitte verdeutlichen dies.

2.1.1. Bedürfnis nach Gemeinsamkeit und menschlicher Gesellschaft

Die Entstehung von Sozialkapital ist an Abläufe gebunden, durch welche sich die menschliche Gesellschaft bildet und entwickelt. Als Beispiel wäre hier der Säugling anzubringen, der auf Hilfe und Pflege angewiesen ist, um alleine seine Grundbedürfnisse befriedigt zu bekommen. Weitere Abläufe hierbei sind die Kommunikation der Menschen untereinander. Jeder Mensch auf der Welt ist auf die Kommunikation angewiesen, sei es verbal, also durch die Lautsprache, oder nonverbal, also nicht wörtlich sondern durch Gestik und Mimik bzw. durch Gebärdensprache. Durch diese Kommunikationsformen ist der Mensch in der Lage, sich anderen mitzuteilen, bekommt jedoch auch Rückmeldungen und Kritiken jeglicher Art, welche er zur Ausbildung seiner individuellen Identität benötigt. Sozialkapital entwickelt sich also aus dem Bedürfnis der Menschen, mit anderen Menschen zusammen zu sein und aus der daraus folgenden Notwendigkeit, dieses Beisammensein durch Regeln zu organisieren.

2.1.2. Personengruppen und Einzelpersonen

Dieses oben angeführte menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft und der Organisation des Zusammenlebens ist ein seit Jahrtausenden bestehender Lernprozeß zur Herausbildung von grundlegenden Formen von Sozialkultur, welcher sich über Generationen vollzog und auch immer noch vollzieht. Eine wichtige Gemeinschaft ist hierbei die Familie, eine weitere wichtige Gemeinschaft stellt jedoch auch die Arbeit der Menschen dar.

Ein fundamentaler Schritt hat sich durch die Arbeitsteilung, sowohl in der Familie als auch im Beruf, vollzogen. Durch diese Arbeitsteilung sind die Menschen nun darauf angewiesen, sich in einem höheren Umfang gegenseitig zu verständigen und zu koordinieren. Diese Verständigung und die Koordination verlaufen über ein größeres Wissen über den jeweils anderen und über ein gegenseitiges Vertrauen.

Jedoch auch einzelne Personen können und haben einen Einfluß auf die Bildung und den Aufbau von Sozialkapital, wie beispielsweise Stifter von Religionen oder Gründer von Orden, „die durch besondere Ideen oder die Gründung von Bewegungen und Gemeinschaften einen besonderen Beitrag zum Sozialkapital geliefert haben.“[5]

Auch wenn die Familien als zentraler Ort angesehen werden, an dem Sozialkapital gebildet wird, stehen sie nicht alleine. Neben den Familien stehen auch dauerhafter Einsatz und dauerhafte Tätigkeit in festen Verbindungen für die Bildung des Sozialkapitals zur Verfügung. Zu diesen Verbindungen sind Vereine und Verbände, wie auch Kirchen und Parteien zu zählen. Sie bestimmen und konsolidieren, also festigen, als ein weiterer wesentlicher Faktor neben den Familien das soziale Verhalten und damit das Sozialkapital eines Menschen. Die hieraus entstehende Fähigkeit, mit anderen Menschen, nicht nur innerhalb der Familie, vertraut umgehen zu können ist eine grundlegende Voraussetzung zur Entstehung und zur Aufrechterhaltung einer modernen Wirtschaftsstruktur und einer Gesellschaft.[6]

2.1.3. Die Bedeutung der Moral

Die Moral der Menschen gewährleistet, daß das auf Gemeinschaft angelegte Leben des Menschen mit seinen Mitmenschen in den Grundlinien vorhersehbar ist. Eine Befolgung der moralischen Regeln durch Verläßlichkeit und Treue bietet jedem Menschen ein gemeinschaftliches Leben. Die Moral der Gemeinschaft bildet also die Basis für das Zusammenwirken und die Zusammenarbeit der Gemeinschaft.

Durch die gemeinschaftlichen Lebensformen der Menschen werden ihm auf der einen Seite die Vorzüge des Zusammenwirkens geboten und gegeben, auf der anderen Seite stehen dem Menschen jedoch auch bestimmte Entbehrungen bzw. Einschränkungen durch das Gemeinschaftsleben entgegen. Zu diesen Einschränkungen gehören die Teilung der Arbeit und somit eine evtl. Arbeitslosigkeit, eine hiervon ausgehenden, jedoch auch weitergehende Konkurrenz, welche sich nicht ausschließlich auf den Arbeitsmarkt beschränkt, sondern in den verschiedensten Facetten des Lebens auftritt. Die sogenannte Freiheit des Einzelnen wird durch die Gemeinschaft eingeschränkt, er muß Verantwortung für andere übernehmen, egal ob privat oder beruflich, und ist einer höheren Gefahr von Krankheiten oder ansteckenden Übertragungen durch die Masse der Gemeinschaft ausgesetzt. Wenn man alle diese Vor- und Nachteile des Lebens in der Gemeinschaft und der hierzu gehörenden Moral, gegen eine Lebensform ohne Gemeinschaft aufwiegt, bleibt in der Bilanz ein Vorteil für das gemeinsame Leben und den Synergieeffekt, also dem Zusammenwirken mehrerer Kräfte zu einer gemeinsamen Leistung.

Die Vorteile des gemeinschaftlichen Zusammenlebens werden jedoch von einigen Menschen unmoralisch ausgenutzt, wenn es darum geht, aus der gemeinschaftlichen Aktivität und Produktivität durch rücksichtslose Selbstsucht einen eigenen Vorteil auf Kosten eben dieser Gemeinschaft zu ziehen. Auch wenn uns der tägliche Egoismus von anderen, wie auch von uns selbst, vertraut ist, ist er schädlich für die Moral der Gemeinschaft und somit auch für soziale Kapital, welches sowohl im einzelnen als auch in der Gemeinschaft liegt.[7]

2.1.4. Die Bedeutung des Rechts

Die im vorhergehenden Abschnitt angesprochene Moral des Einzelnen und somit auch der Gesellschaft, wurde in einem ständigen Prozeß durch das Recht abgelöst. Die Ablösung der Moral durch das Recht entstand, da die Moral lediglich dann ein System aufrecht erhalten konnte, wenn der Rahmen überschaubar blieb. Ein passendes Beispiel findet sich in vielen Sippen. In ihnen galt und gilt noch immer die Moral und es gibt kein Gesetz, da die Ursachen, Folgen und Sanktionsmaßnahmen von einem Verhalten immer abzuschätzen und zu kalkulieren sind. Anders wird dies, wenn zu viele Menschen gemeinsam zusammen leben und die moralische Instanz der Gruppe durch Anonymität des Einzelnen an Wert verliert. Je mehr Menschen also als Gruppe oder Verbund zusammenkommen, desto höher muß auch der moralische Index sein, der sie verbindet. Die Zeiten, aus der unsere moralischen Paradigmen stammen, waren jedoch Zeiten, in denen eine wesentlich geringe Weltbevölkerung auf dem Planeten anzutreffen war. Aufgrund solcher Wandlungsgeschehnisse und die stets komplexer werdende Welt, greift die Moral nicht mehr, da durch eine Anonymisierung und eine damit einhergehenden Kontrollinstanz, Moralbrecher durch das Netz fallen ohne aufzufallen.

An der Stelle der Moral greift jetzt das Recht, welches für alle Menschen eines Systems oder einer Staatsform gleichermaßen gültig ist, so wie es die Moral auch schon damals war. Der Unterschied zwischen Recht und Moral liegt jedoch in der Einklagbarkeit des Rechtes, in der Absicherung der Moral durch eine rechtsstaatliche Verfassung und verfassungskonforme Rechtsordnungen und entsprechende Institutionen. Somit wird praktisch die Moral durch das Recht gesichert und durch diese Sicherung der Moral das Sozialverhalten, und somit auch das Sozialkapital der Gesellschaft und der Kultur gesichert und stabilisiert.

Als Frage bleibt jedoch unbeantwortet, wie sich in dieser pluralistischen Welt aufgrund von verschiedenen Rechtsformen und somit also verschiedenen Sicherungssystemen der verschiedensten Moralen, eine minimale Basis finden läßt, die als Völkerrecht in allen Ländern der Erde gelten kann?

Bislang liegt ein weiter Weg zwischen der Urform der Moral, der Protomoral, wie sie beispielsweise noch bei Tieren vorliegt, und dem jetzigen Moral- und Rechtsgefüge und -verständnis. Wahrscheinlich wird es ein ebenso langer Weg werden, vom derzeitigen status quo zu einem weltweit einheitlichen Maßstab für Moral und Recht zu gelangen. Vermutlich läßt sich dieser Weg ebenfalls nicht ohne Sanktionen und dergleichen beschreiten lassen.[8]

2.1.5. Familie

Die familiale Lebensform gilt als Keimzelle von Moral, von Werten und Normen, hier werden Bedürfnisse grundlegend befriedigt. Somit kommt der Familie auch eine Ursprungsfunktion des Sozialkapitals zu. Die Interaktion in der Familie ist vielfältig, sie reicht von einfachen Gesprächen bis hin zur Pflege und Unterstützung von alten und kranken Familienmitgliedern. Hier werden Existenzen durch die Bereitstellung von familieneigenen Ressourcen mit aufgebaut. Besonders stark ausgeprägt waren diese Ressourcen in den früheren Großfamilien, in denen mehrere Generationen unter einem Dach wohnten. Durch diesen wechselseitigen Kontakt und die vielfältigen Probleme und Lösungen der Mitglieder des Systems Familie, wurde und wird entscheidend dazu beigetragen, Vertrauen aufzubauen, sowohl zu sich selbst, als auch zu anderen, wie auch, sich zuverlässig im Umgang mit den Mitmenschen zu verhalten. Diese Normen des gewöhnlichen Umgangs sind der Grundbaustein für Sozialbeziehungen, wie sie auch außerhalb der Sozialisationsinstanz der Familie eine wichtige Rolle einnehmen.[9]

Aus der Familie wird demzufolge das Sozialverhalten nach außen getragen, dort gelebt und weitergegeben. Somit stellt die Familie auch unter dem systemischem Aspekt einen Ausgangspunkt dar, von dem aus andere soziale Einheiten wie Vereine etc. einen Anstoß bekommen und sich weiterentwickeln können. Selbstverständlich erfährt die Familie durch den Kontakt zu anderen Systemen auch eine Rückmeldung ihres eigenen Umgangs und Sozialverhaltens.

Nicht ohne Grund stehen die Familien immer mehr im Zentrum von Politik, nicht ohne Grund wurden und werden die Verhältnisse der Familien ständig wieder ins Auge genommen, genau betrachtet, nicht ohne Grund werden Gesetze wie das Erziehungsgeldgesetz novelliert. Die nachwachsenden Familienmitglieder von heute sind schließlich die Grundlage für die Wirtschaft von morgen, sie bilden immer wieder den Grundstein für das soziale Kapital, welches in einem System zur Verfügung steht. Familienkompetenzen sind das Potential einer innovativen Entwicklung – nicht ohne Grund.

1.2.6. Kultur

Die Kultur stellt die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Errungenschaften eines Volkes durch ihr Weltbild, ihr Wissen und ihre Werte dar. Diese Kultur ist ein Erbe, welches in einem Prozeß vieler Jahre geschaffen wurde, weitergegeben wurde und sich nicht einfach verändern läßt. Ebenso läßt sich eine Kultur nicht kurzfristig schaffen, sie muß wachsen und sich formen. Kulturweitergabe und –pflege geschieht z.B. durch Kunst und Literatur, jedoch auch durch das soziale Beisammensein, durch Gespräche und Kontakt der Menschen untereinander. Das kulturelle Gedächtnis eines Volkes wird durch den ständigen Kontakt geprägt. Besonders Kunst und Literatur überschreiten die unmittelbare Alltagswelt und haben eine eigene, ihnen eigene Aussagekraft, mit der die Sinnenwelt des Menschen angesprochen wird.

[...]


[1] Vgl.: Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.); Das soziale Kapital – Ein Baustein im Kampf gegen Armut von Gesellschaften - Eine Studie der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“; Bonn, Dezember 2000, S. 7

[2] Vgl.: Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.); a. a. O., S. 7

[3] Vgl.: Mohr, Hans; Die Bedeutung des Sozialkapitals in: Humankapital und Wissen, Clar, Doré, Mohr (Hrsg.), Springer Verlag, Berlin 1997, S. 97

[4] Vgl.: Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.); a. a. O., S. 13

[5] Vgl.: Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.); a. a. O., S. 23

[6] Vgl.: Mohr, Hans; Die Bedeutung des Sozialkapitals in: Humankapital und Wissen, a. a. O., S. 97

[7] Vgl.: Mohr, Hans; Die Bedeutung des Sozialkapitals in: Humankapital und Wissen, a. a. O., S. 98

[8] Vgl.: Mohr, Hans; Die Bedeutung des Sozialkapitals in: Humankapital und Wissen, a. a. O., S. 100

[9] Vgl.: Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.); a. a. O., S. 24

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Sozial- und Humankapital
Hochschule
Katholische Fachhochschule Norddeutschland Osnabrück  (KFH Norddeutschland)
Veranstaltung
Psychosoziale Aspekte von Krankheiten und Abhängigkeitssyndromen
Note
1,3
Autor
Jahr
2001
Seiten
45
Katalognummer
V1130
ISBN (eBook)
9783638107099
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozial-, Humankapital, Psychosoziale, Aspekte, Krankheiten, Abhängigkeitssyndromen
Arbeit zitieren
Thorsten Klötzel (Autor), 2001, Sozial- und Humankapital, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Sozial- und Humankapital



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden