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Die Antiglobalisierungsbewegung

Zum regressiven Bedürfnis der No-Globals und ihrer Sympathisanten

Titre: Die Antiglobalisierungsbewegung

Mémoire pour le Diplôme Intermédiaire , 2007 , 36 Pages , Note: 2

Autor:in: Martin Hilpert (Auteur)

Politique - Sujet: Globalisation, l'économie politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Als Anfang Juni 2007 tausende Menschen nach Heiligendamm fuhren, um an den Protesten gegen den G8-Gipfel teilzunehmen, reaktivierte sich die sonst
marginal erscheinende deutsche Linke, trieb die Mobilisierung in zahlreichen Kampagnen tatkräftig voran und verband damit große Erwartungen, so war auf einem Plakat ,,Gute Nacht, G8 - we are winning" zu lesen. Bei vielfältigen Aktionen bot sich die Möglichkeit, eigene linke Inhalte in die Öffentlichkeit zu rücken und einer breiten Masse zugänglich zu machen. Die so oft betonte Heterogenität der ,Bewegung der Bewegungen′ zeigte sich im breiten Spektrum der mobilisierenden Gruppen und Initiativen. Gewerkschaften, Umweltgruppen, Frauengruppen, Dritte-Welt-Initiativen, Menschenrechts- und Bürgerrechtsgruppen, kirchliche Kreise selbst Neonazis und allen voran ATTAC waren auf den Protesten gegen die ,,Mächtigen der Welt" vertreten um routiniert ihre jeweils spezifischen Themen mit dem Globalisierungsprozess zu verbinden. Das Gipfeltreffen in Heiligendamm bot einen willkommenen Anlass, um den Protest möglichst vielfältig und spektakulär in Szene zu setzen. Einer großen medialen Öffentlichkeit konnten sich die No-Globals dabei jedenfalls gewiss sein. Medien und Politik fokussierten vordergründig die Gewaltexzesse des Protests was in Wechselwirkung zur Militanzdebatte innerhalb der Bewegung stand - das Gipfeltreffen erschien nicht selten als ordnungspolitisches Problem.

Was aber sind die Inhalte der Globalisierungsgegner; welche Forderungen verbunden sich mit dem Protest; weshalb ließen sich 80.000 Menschen zu einer Bündnisdemonstration nach Rostock mobilisieren; und was verbindet die No-Globals in ihrem Protest? Um diese Fragen soll es meiner Arbeit gehen. Um dies zu erörtern, werde ich zunächst eine ideologiekritische Perspektive eröffnen und das Vorhandensein antisemitischer Tendenzen in der Antiglobalisierungsbewegung beleuchten. Im zweiten Teil frage ich im Rahmen einer massenpsychoanalytischen Perspektive danach, wie die der Protest auf den Einzelnen wirkt und was den Einzelnen dazu veranlasst Teil einer Massenbewegung zu sein. Anschließend werde ich zeigen, in welcher Weise die Bewegung mit Kritik umgeht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Antisemitische Mobilisierung in der Linken

2. 1 Der Begriff des modernen Antisemitismus

2. 2 Antizionismus

2. 3 Antizionismus in der Antiglobalisierungsbewegung

2. 4 Zur Aktualität antizionistischer Agitationen der No-Globals

2. 5 Antiamerikanismus in der Antiglobalisierungsbewegung

2. 6 Kompatibilität zu rechter Globalisierungskritik

3. Die kollektive Identität der Antiglobalisierungsbewegung

3. 1 Das Individuum in der Masse

Die Freudsche Massenpsychologie und deren Weiterführung

3. 2. Massenbildung

3. 3. Die autoritäre Reaktion

3.3. Die Kritikresistenz der No-Globals

4. Was kommt nach Montag?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ideologischen Hintergründe der Antiglobalisierungsbewegung unter besonderer Berücksichtigung antisemitischer Tendenzen und massenpsychologischer Dynamiken. Ziel ist es, zu analysieren, welche Motive den Einzelnen zur Teilnahme an der Bewegung bewegen und warum innerhalb der globalisierungskritischen Szene antizionistische und antiamerikanische Haltungen weit verbreitet sind.

  • Ideologiekritische Analyse antisemitischer Tendenzen in der Linken.
  • Untersuchung der massenpsychologischen Mechanismen der Mobilisierung.
  • Erörterung der Kompatibilität linker Globalisierungskritik zu rechten Ideologien.
  • Analyse der autoritären Reaktion und Kritikresistenz innerhalb der Bewegung.

Auszug aus dem Buch

2. 1 Der Begriff des modernen Antisemitismus

Antisemitische Deutungsmuster sind z. T. integraler Bestandteil der autoritären Ideologie und Mobilisierungsversuche auch linksradikaler Parteien und Bewegungen. Um eine kritische Analyse der linken Agitation vorzunehmen, ist es deshalb notwendig, einen präzisen Begriff vom modernen Antisemitismus zu haben.

Der moderne Antisemitismus äußert sich als „ideologische Reaktion auf die Durchsetzung der kapitalistischen Wirtschaft und die damit verknüpften gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umbrüche.“ Die Juden werden für alle kulturellen Umbrüche verantwortlich gemacht: „für die Auflösung traditionaler Autoritätsbeziehungen, für die radikale Infragestellung der überkommenen Moral und aller bisher sicheren Werte und Normen, für freie Presse, moderne Kunst, Bordelle wie Frauenemanzipation. Kurzum: Die Juden werden als die Schuldigen, als Urheber der modernen Gesellschaft ausgemacht.“ Diesem Welterklärungsansatz liegen Denkstrukturen zugrunde, innerhalb derer der Antisemitismus traditionellen antijüdische Stereotype zu einem konsistenten Weltbild zusammenfügt. Dieses Weltbild konstruiert sich in den Denkweisen des Einzelnen selbst und folgt den Strukturprinzipien antisemitischen Denkens: 1. extremer Manichäismus: Das Weltbild wird strikt binär kodiert. Komplexe gesellschaftliche Verhältnisse werden auf konkurrierende Gut/Böse-Prinzipien verkürzt, die Welt anhand moralisierender Kategorien in ‚Gut’ und ‚Böse’ eingeteilt. Das Böse steht im existentiellen Kampf gegen das gute Prinzip.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Kontext der G8-Proteste in Heiligendamm und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Inhalte und der psychologischen Hintergründe der Bewegung.

2 Antisemitische Mobilisierung in der Linken: Dieses Kapitel definiert modernen Antisemitismus und analysiert dessen Präsenz sowie antizionistische und antiamerikanische Tendenzen innerhalb der globalisierungskritischen Bewegung.

3. Die kollektive Identität der Antiglobalisierungsbewegung: Hier werden massenpsychologische Ansätze nach Freud angewendet, um das Individuum in der Masse und das Bedürfnis nach kollektiver Identität zu untersuchen.

4. Was kommt nach Montag?: Das Fazit stellt fest, dass sich linke Gruppierungen ihrer Verantwortung entziehen, solange sie ihre eigenen Positionen nicht kritisch hinterfragen und sich nicht unmissverständlich gegen Antisemitismus positionieren.

Schlüsselwörter

Antiglobalisierungsbewegung, Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus, Linke, Massenpsychologie, Sigmund Freud, autoritäre Reaktion, kollektive Identität, G8-Gipfel, Heiligendamm, Ideologiekritik, Globalisierungskritik, Radikalisierung, Kritische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ideologischen Tendenzen und das massenpsychologische Fundament der sogenannten Antiglobalisierungsbewegung, insbesondere in Bezug auf antisemitische und antizionistische Strömungen innerhalb linker Gruppen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Buch?

Im Fokus stehen der moderne Antisemitismus, die massenpsychologischen Aspekte von Massenbewegungen, die Rolle des Antiamerikanismus und die ideologischen Schnittmengen zur rechten Globalisierungskritik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, warum sich Menschen der Massenbewegung anschließen und welche irrationalen Handlungslogiken – speziell hinsichtlich antisemitischer Vorurteile – in diesen Gruppen wirksam sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt Ansätze der Ideologiekritik sowie massenpsychologische Theorien (vorrangig basierend auf Freud und Arbeiten zur autoritären Persönlichkeit), um das Verhalten der Aktivisten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ideologiekritische Auseinandersetzung mit den „No-Globals“ und deren Verhältnis zu Israel und den USA sowie in eine massenpsychologische Untersuchung des Bedürfnisses nach kollektiver Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Antisemitismus, Antizionismus, Massenpsychologie, kollektive Identität, autoritäre Reaktion und Ideologiekritik.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Antizionismus in der Linken?

Der Autor konstatiert eine tief verwurzelte antizionistische Tradition, die als spezifische Form des Antisemitismus fungiert und eine distanzlose Solidarität mit palästinensischen Gruppen auf Kosten des Existenzrechts Israels beinhaltet.

Welchen Zusammenhang sieht der Autor zwischen linker und rechter Globalisierungskritik?

Der Autor zeigt auf, dass sich die Bewegungslinke in Teilen anschlussfähig für völkisch-antikapitalistische Narrative macht, da beide Seiten den Globalisierungsprozess mit ähnlichen Feindbildern (z.B. „Großes Geld“, USA) belegen.

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Résumé des informations

Titre
Die Antiglobalisierungsbewegung
Sous-titre
Zum regressiven Bedürfnis der No-Globals und ihrer Sympathisanten
Université
Martin Luther University  (Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften)
Note
2
Auteur
Martin Hilpert (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
36
N° de catalogue
V113002
ISBN (ebook)
9783640125661
ISBN (Livre)
9783640126446
Langue
allemand
mots-clé
Antiglobalisierungsbewegung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Martin Hilpert (Auteur), 2007, Die Antiglobalisierungsbewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113002
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Extrait de  36  pages
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