Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Die Präimplantationsdiagnostik. Eine sicherheitsethisch noch nicht gelöste Frage

Titel: Die Präimplantationsdiagnostik. Eine sicherheitsethisch noch nicht gelöste Frage

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In den populären Filmen Gattaca und Beim Leben meiner Schwester werden jeweils ein paar der Möglichkeiten und Gefahren der Präimplantationsdiagnostik aufgezeigt. Im Folgenden möchte ich mich mit der Fragestellung auseinandersetzen, welche Probleme durch die Anwendung der Präimplantationsdiagnostik entstehen können und ob sie daher als eine (Sicherheits-)maßnahme empfehlenswert ist.

Dabei werde ich zunächst den medizinischen Ablauf und die rechtliche Lage der Präimplantationsdiagnostik erläutern. Im Anschluss zeige ich anhand verschiedener Beispiele auf, welche Probleme durch die Anwendung und vor allem eine daraus eventuell resultierende abwertende Haltung gegenüber Kindern, mit gewissen genetischen Eigenschaften, resultieren können.
Abschließend möchte ich die daraus gewonnenen Erkenntnisse vergleichen, um daraus ein Fazit zu ziehen.

Zum einen ist man durch sie dazu in der Lage, gezielt bestimmte Embryonen auszuwählen, die z.B. als sogenannte Helferbabys zu fungieren, deren Gewebe- und Organspenden dringend notwendig sein können, um z.B. ein zuvor geborenes Kind zu retten. Und so wie auch in der Realität wird im Film die Frage gestellt, bis zu welchem Grad es in Ordnung ist, ein Kind zu diesem Zweck zu bekommen und auch zu “verwenden“. Und auch wenn in dem Film Gattaca viel Kritik an der dort gezeigten Eugenik geübt wird, so stellt man doch fest, dass dennoch nahezu jeder zustimmen würde, dass man sich als wahrscheinlich Eltern nur die besten vererbbaren Eigenschaften für das eigene Kind wünscht. Gleichzeitig wird die Fragestellung danach aufgeworfen, welche Eigenschaften dies sind und wie notwendig diese wirklich sind, damit das eigene Kind später ein gutes Leben hat oder seine Träume verwirklichen kann, oder ob nicht andere Eigenschaften, wie z.B. Fleiß und Willenskraft, nicht vielmehr entscheidend für die Zukunft und das Glück des eigenen Kindes sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

2.1 DEFINITION PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

2.2 DER ABLAUF DER PID

2.3 MÖGLICHKEITEN DER GEWINNUNG GENETISCHEN MATERIALS

2.3.1 DIE UNTERSUCHUNG DER EIZELLE ANHAND DER POLKÖRPERBIOPSIE

2.3.2 DIE UNTERSUCHUNG DES EMBRYOS ANHAND DER EMBRYOBIOPSIE

3 DIE AKTUELLE RECHTSLAGE DER PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

3.1 DAS EMBRYONENSCHUTZGESETZ VON 1991 UND SEINE ERWEITERUNG 2010

3.2 DIE VERORDNUNG ZUR REGELUNG DER PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

4 PROBLEMFELDER DER PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

4.1 DIE PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK ALS NICHT-MEDIZINISCHES SELEKTIONSVERFAHREN

4.2 DIE PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK ALS VERFAHREN UM RETTUNGSGESCHWISTER ZU ZEUGEN

4.3 DIE VERTIEFUNG SOZIALER UNGLEICHHEITEN UND DIE OPTIMIERUNG DES MENSCHEN

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethischen und sicherheitsethischen Herausforderungen, die mit der Anwendung der Präimplantationsdiagnostik (PID) einhergehen. Dabei wird analysiert, inwieweit das Verfahren als medizinische Sicherheitsmaßnahme gerechtfertigt ist und welche potenziellen Gefahren hinsichtlich Diskriminierung, Selektion und sozialer Ungleichheit bestehen.

  • Medizinische Grundlagen und Verfahrensweisen der PID
  • Aktueller rechtlicher Rahmen in Deutschland
  • Nicht-medizinische Selektionskriterien und "Social Sorting"
  • Ethische Aspekte der Zeugung von "Rettungsgeschwistern"
  • Diskriminierungspotenziale und gesellschaftliche Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Präimplantationsdiagnostik als nicht-medizinisches Selektionsverfahren

Eine mögliche der Gefahr der Präimplantationsdiagnostik besteht darin, dass sie angewandt werden könnte, um eine bewusste Selektion der Embryonen ausgehend z.B. rein von ihrem Geschlecht durchzuführen, ohne dass dies einen Krankheitsbezug hätte. In diesem Fall wird dann nicht aufgrund von medizinischen Auswahlkriterien entschieden, sondern es kommen „soziale Auswahlkriterien zum Tragen, was in der Literatur als “social sexing“ oder “social sex selection“ bezeichnet wird.“23

Während gerade aus feministischer Perspektive oftmals befürchtet wird, dass die nicht-medizinische Geschlechtsselektion eine sexistische Diskriminierung fördert und vertieft, gibt es anderseits auch Studien, die festgestellt haben, dass mittels solch einer Selektion keine Abwertung des weiblichen Geschlechtes gefördert wird, sondern eher der Wunsch in den einzelnen Familien, ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis innerhalb der Familie zu haben, das sogenannte “family balancing“, wie z.B. die israelische Studie Hashiloni-Dolev et al. 2010 herausfand. Dabei wurde jedoch auch festgesellt, dass eine In-vitro-Fertilisation (und die damit einhergehende Embryonenselektion) für knappe 85% der Befragten keine realistische Maßnahme darstellt, um diese ausgeglichene Familienzusammensetzung zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Möglichkeiten und Gefahren der PID anhand popkultureller Beispiele und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.

2 DIE PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, den Ablauf des Verfahrens sowie verschiedene Methoden der genetischen Materialgewinnung.

3 DIE AKTUELLE RECHTSLAGE DER PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK: Hier wird der rechtliche Status Quo in Deutschland, insbesondere das Embryonenschutzgesetz und die entsprechende Verordnung, detailliert dargestellt.

4 PROBLEMFELDER DER PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK: Dieses Hauptkapitel analysiert ethische Konflikte wie nicht-medizinische Selektion, Rettungsgeschwister und die potenzielle Verstärkung sozialer Ungleichheit.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die ethischen Dilemmata zusammen und plädiert für eine kritische Auseinandersetzung mit der Zielsetzung bei der Anwendung der PID.

Schlüsselwörter

Präimplantationsdiagnostik, PID, Embryonenschutzgesetz, Selektionsverfahren, Medizinethik, Sicherheitsethik, Rettungsgeschwister, Eugenik, In-vitro-Fertilisation, soziale Ungleichheit, Diskriminierung, genetische Untersuchung, Gendiagnostik, Blastozystenstadium, Ethikkommission.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethischen und rechtlichen Aspekte der Präimplantationsdiagnostik in Deutschland, mit einem Fokus auf potenzielle Problemfelder und gesellschaftliche Konsequenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen den medizinischen Ablauf, die gesetzliche Regulierung sowie ethische Bedenken hinsichtlich Selektion, Diskriminierung und menschlicher Optimierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Problematik der PID zu analysieren und zu klären, ob diese als eine vertretbare Sicherheitsmaßnahme zur Vermeidung von Erbkrankheiten angesehen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung ethischer sowie rechtlicher Diskurse basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des medizinischen Verfahrens, die rechtliche Einordnung sowie die detaillierte Untersuchung spezifischer ethischer Problemfelder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie PID, Selektion, Ethik, Embryonenschutzgesetz und Diskriminierungspotenzial definiert.

Was unterscheidet die Polkörperbiopsie von der Embryobiopsie medizinisch?

Die Polkörperbiopsie untersucht genetisches Material vor der Verschmelzung der Vorkerne (noch kein Embryo), während die Embryobiopsie Zellen eines bereits existierenden Embryos entnimmt.

Warum wird die Anwendung der PID auf Rettungsgeschwister kritisch diskutiert?

Es besteht die ethische Sorge, ob ein Mensch primär als Organspender für ein anderes Geschwisterteil "instrumentalisiert" werden darf, was Fragen der Entmenschlichung aufwirft.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Präimplantationsdiagnostik. Eine sicherheitsethisch noch nicht gelöste Frage
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V1130389
ISBN (eBook)
9783346490018
ISBN (Buch)
9783346490025
Sprache
Deutsch
Schlagworte
präimplantationsdiagnostik eine frage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Die Präimplantationsdiagnostik. Eine sicherheitsethisch noch nicht gelöste Frage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130389
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum