In dieser Arbeit soll ein Konzept für einen Eltern-Kind-Kurs erstellt werden, welches den Fokus besonders auf die Gesundheitsförderung legt. Zu Beginn der Arbeit werden Veränderungen der Gesellschaft aufgezeigt und damit verbundene Folgen für das Familienleben. Dabei wird ebenso erörtert, wie wichtig Bewegung und Sport gerade für die Entwicklung der Kinder sind.
Das Konzept richtet sich an Eltern mit Kindern von drei bis sechs Jahren. Deshalb wird auf diesen Altersabschnitt besonders eingegangen. Dabei soll es auch um die Eltern gehen. Vor diesem Hintergrund werden allgemeine Auswirkungen von Bewegung und Sport betrachtet.
Die Verbindung zwischen Eltern und Kindern ist eine der engsten im Leben. Gerade in den ersten Jahren verbringen sie normalerweise viel Zeit miteinander. Oft treten Eltern dadurch beruflich kürzer oder verzichten auf andere Lebensbereiche wie Freundschaft oder Sport. Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch sein Kind mit in den Freizeitbereich einzubeziehen. Der gemeinsame Sport beginnt eventuell mit Babyschwimmen. Doch wie sollen weiterhin Bewegung, Sport und Familien verbunden werden? Ein großes Thema ist dabei immer wieder die fehlende Zeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gesellschaftliche Relevanz des Kurses
2.1 Bewegung- Eine Basis für die Entwicklung
2.2 Bewegungs- und Zeitmangel im digitalen Zeitalter
2.3 Bestehende Angebote im Eltern-Kinder-Sport
2.4 Fragestellung der Arbeit
3 Fördermöglichkeiten
3.1 Gesundheitsförderung
3.2 Förderung der Selbstwirksamkeit
3.3 Förderung des sozialen Miteinanders
3.4 Strategien zur Stressbewältigung
3.5 Integration in den Alltag
4 Zielsetzung
4.1 Ziele für die Kinder
4.2 Ziele für die Eltern
4.3 Ziele für die Eltern-Kinder-Beziehung
5 Konzept des Eltern-Kind-Kurses
5.1 Didaktisch-methodische Hinweise für die Umsetzung
5.2 Säulen des Konzeptes
5.3 Übungsvorschläge zur Umsetzung
5.4 Institutionelle Voraussetzungen
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein Konzept für einen Eltern-Kind-Kurs, der durch gemeinsames Sporttreiben als Katalysator fungiert, um soziales Miteinander, Stressbewältigung und die körperliche Gesundheit von Eltern und Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren zu fördern und nachhaltig in den Familienalltag zu integrieren.
- Gesundheitsförderung und Steigerung des Bewegungsbewusstseins
- Stärkung der Selbstwirksamkeit bei Eltern und Kindern
- Förderung des sozialen Miteinanders und der Eltern-Kind-Bindung
- Vermittlung von Strategien zur Stressbewältigung
- Methodische Ansätze zur Integration sportlicher Übungen in den Alltag
Auszug aus dem Buch
2.1 Bewegung- Eine Basis für die Entwicklung
Kinder verbringen viel Zeit am Smartphone, vor dem Fernseher und an der Konsole. Bei Erwachsenen nehmen Volkskrankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes zu. Ausgangspunkt dafür sind oft Fehlernährung oder Bewegungs- und Zeitmangel. Der Aspekt der Ernährung wird in dieser Arbeit außen vor gelassen.
Bewegung ist ein sehr geläufiger Begriff. Doch was versteht man darunter? Funke- Wieneke (2007, S.74) führt aus: „Wenn sich jemand bewegt, dann verstehen wir das im alltäglichen Leben - wie wir alles betrachten und verstehen - als einen Ausdruck von Sinn." Der Sinn wird durch den Betrachter interpretiert. Das kann ebenso ästhetischer Natur sein. Der Sinn ergibt sich jedoch nicht nur für den Betrachter, sondern auch für die Person selbst. Was ist Bewegung überhaupt?
Es gibt vier bewegungstheoretische Grundlagen: das Bildverständnis, das funktionelle Verständnis, das phänomenale Verständnis und das digitale Verständnis. Einem Trainer, Lehrer oder Leiter einer Bewegungsgruppe „[…] erscheint […] die menschliche Bewegung als Bild dessen, was ein anderer tut“, schreibt Funke-Wieneke (2007, S.77). Die Bewegung ist sozusagen das, was man sieht. Das bedeutet, eine Bewegung, die vom anderen Menschen wahrgenommen wird, ist immer mit einem Urteil verbunden beziehungsweise liegt im Auge eines anderen Betrachters. Außerdem kann eine Bewegung einem funktionalen Verständnis unterliegen, wie man es aus der Physik kennt. Damit steht hinter jeder Bewegung eine Absicht. Funke-Wieneke (2007, S.84) führt an: „Den auf diese Weise in sich selbst funktional gegliederten und von verschiedenen psychosozialen (Zielen), gesellschaftlichen (Regeln), physiologischen (Beweger) und materiellen Bedingungen (Umgebung, Movendum) abhängenden Bewegungsablauf […]“ kann man in verschiedene Funktionsphasen einteilen. Das heißt, es gibt einen gewissen Rahmen, an den sich ein Mensch bei einer Ausführung der Bewegung halten muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enge Verbindung zwischen Eltern und Kindern und identifiziert Bewegung als zentralen Baustein der kindlichen Entwicklung sowie als Ausgleich für den Alltagsstress der Eltern.
2 Gesellschaftliche Relevanz des Kurses: Dieses Kapitel analysiert den Bewegungsmangel in der modernen Gesellschaft, erläutert die Bedeutung der Bewegung für die kindliche Entwicklung und gibt einen Überblick über existierende Sportangebote.
3 Fördermöglichkeiten: Hier werden theoretische Ansätze zur Gesundheitsförderung, zur Stärkung der Selbstwirksamkeit, zum sozialen Lernen und zur Stressbewältigung dargelegt, die als Basis für den Eltern-Kind-Kurs dienen.
4 Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert die spezifischen Ziele des Kurses in Bezug auf die Kinder, die Eltern und die Eltern-Kind-Beziehung, um eine fundierte Grundlage für das praktische Konzept zu schaffen.
5 Konzept des Eltern-Kind-Kurses: Der Hauptteil präsentiert das praktische Kurskonzept, inklusive didaktisch-methodischer Hinweise, der Struktur in Säulen (Erwärmung, Hauptteil, Schluss) sowie konkreter Übungsvorschläge.
6 Ausblick: Der Ausblick resümiert die Wichtigkeit des Kurskonzepts, weist auf die Notwendigkeit weiterer Evaluationen hin und betont das Potenzial für eine zukünftige Implementierung in der Praxis.
Schlüsselwörter
Eltern-Kind-Kurs, Gesundheitsförderung, Selbstwirksamkeit, soziales Miteinander, Stressbewältigung, Bewegungsentwicklung, Familienalltag, Psychomotorik, Bewegungsmangel, Kooperation, Sportpädagogik, Eltern-Kind-Bindung, Gesundheitsressourcen, Bewegungsdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung eines Konzepts für einen Eltern-Kind-Kurs, der Bewegung als Mittel nutzt, um gesundheitliche, soziale und psychische Ressourcen von Familien zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf Gesundheitsförderung, die Förderung der Selbstwirksamkeit, das soziale Miteinander, Strategien gegen Stress sowie die Integration regelmäßiger Bewegung in den Familienalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein Sportkonzept zu entwickeln, das Eltern und Kinder (3-6 Jahre) gemeinsam umsetzen können, um so die Bindung zu stärken, Bewegungsdefizite auszugleichen und Wohlbefinden zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse sportwissenschaftlicher und pädagogischer Grundlagen, um darauf aufbauend ein anwendungsorientiertes Kurskonzept abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Fördermöglichkeiten erarbeitet, die Ziele für Kinder und Eltern spezifiziert und schließlich das konkrete Kurskonzept mit didaktischen Hinweisen und Übungsvorschlägen vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Eltern-Kind-Kurs, Gesundheitsförderung, Selbstwirksamkeit, soziales Miteinander, Stressbewältigung und Bewegungsentwicklung.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs von herkömmlichem Kinderturnen?
Im Gegensatz zu vielen spezifischen Sportangeboten, bei denen oft nur das Kind oder nur die körperliche Leistung im Vordergrund steht, legt dieses Konzept einen expliziten Fokus auf das gemeinsame Erleben, die Stärkung der sozialen Bindung und die Integration in den Alltag.
Warum ist das Alter der Kinder (3 bis 6 Jahre) relevant?
Dieses Alter ist entscheidend für die motorische und psychosoziale Entwicklung. Die Kinder sind in einer Phase, in der durch Vorbildfunktion und spielerische Anleitung die Basis für ein lebenslanges Bewegungsbewusstsein und soziale Kompetenzen gelegt werden kann.
Welche Rolle spielt die Reflexion im Konzept?
Die Reflexion dient dazu, das im Kurs Erlernte bewusst zu verarbeiten, den Sinn der Übungen zu erfassen und den Transfer in den häuslichen Alltag zu erleichtern, damit der Kurs eine nachhaltige Wirkung entfaltet.
- Citar trabajo
- Johann Georg Beck (Autor), 2019, Eltern-Kind-Kurse im Sport. Ein Katalysator für soziales Miteinander, Stressbewältigung und mehr Bewegung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130751