Die Ausarbeitung soll einen Einblick in die staatlichen Leistungen für Alleinerziehende in Deutschland geben. Es soll begründet werden, ob der Verzicht auf staatliche Leistungen und die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sich für alleinerziehende Mütter rentiert. Inwieweit können alleinerziehende Mütter- mit einem oder mehreren Kinder- Erwerbstätigkeit und Privatleben gut vereinbaren? Diese Frage soll im Fazit, anhand der Informationen aus den vorherigen Kapiteln beantwortet werden. Zunächst wird der Begriff Alleinerziehende in rechtlicher Hinsicht erläutert.
In Kapitel 2.2 werden die Zahlen und Fakten über Alleinerziehende anhand des Patriatischen Armutsberichts dargestellt. Die Erwerbstätigkeitsquote der alleinerziehenden Mutter und die finanziellen Schwierigkeiten werden beleuchtet. Anhand eines Beispiels in Kapitel 2.3 wird ein Blick auf das Einkommen einer alleinerziehenden Mutter mit zwei minderjährigen Kindern und ohne Erwerbstätigkeit geworfen. Vor allem das Kapitel 2.3 staatliche Unterstützungen liefert wichtige Anhaltspunkte, um die Fragstellung der Ausarbeitung zu beantworten. Die Risikogruppe der Alleinerziehenden hat mit vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten zu kämpfen, die in Kapitel 2.4 erläutert werden. Verschiedene Sozialleistungen werden in den Blick genommen, um klarzustellen, welche Ansprüche eine alleinerziehende Mutter hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Alleinerziehende in Deutschland Zahlen und Fakten
2.1 Erwerbstätigkeit und Armut
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische und soziale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und familiären Verpflichtungen, um zu beurteilen, inwieweit sich die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit trotz staatlicher Sozialleistungen rentiert.
- Sozioökonomische Faktoren und Armutsrisiken bei Alleinerziehenden
- Staatliche Unterstützungssysteme (Unterhaltsvorschuss, Wohngeld, Sozialleistungen)
- Herausforderungen durch Kindertagesbetreuungsmangel
- Einfluss von Erwerbstätigkeit auf das verfügbare Haushaltseinkommen
- Langfristige soziale und gesundheitliche Folgen für Mutter und Kind
Auszug aus dem Buch
2.1 Erwerbstätigkeit und Armut
Alleinerziehende Mütter haben es meist schwierig im Leben. Bei minderjährigen Kindern müssen die Mütter für die finanzielle Existenz und gleichzeitig die Betreuung des Kindes sorgen. Viele Mütter haben keine Chance sich am Erwerbsleben zu beteiligen. Das Alter der Kinder spielt dabei eine Rolle. Umso älter das Kind ist, umso höhere Chancen hat die Mutter sich am Erwerbsleben zu beteiligen, da eine Betreuung des Kindes für den ganzen Tag nicht gewährleistet werden muss (Statistisches Bundesamt , 2018, S. 25). Im Jahre 2013 waren 254200 alleinerziehende Mütter arbeitslos (Lenze & Funcke, 2016, S. 27).
Das Statistische Bundesamt definiert Erwerbstätige wie folgt: „Erwerbstätige sind nach den Definitionen der internationalen Arbeitsorganisationen (ILO) Personen im Alter von 15 Jahren und mehr, die mindestens eine Stunde gegen Entgelt irgend einer beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) oder selbstständig ein Gewerbe, einen freien Beruf, ein Handwerk oder eine Landwirtschaft betreiben oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Familienmitgliedes mitarbeiten, ohne dafür Lohn oder Gehalt zu beziehen“ (Statistisches Bundesamt , 2019). Nach der Definition der ILO gelten Personen, die eine geringfügige Beschäftigung (450-Euro) ausüben, ebenfalls als erwerbstätig.
Alleinerziehende Väter sind öfter erwerbstätig als alleinerziehende Mütter. Im Jahre 2017 waren 26 % der alleinerziehenden Mütter mit Kindern unter 3 Jahren erwerbstätig. Grund für die geringere Erwerbstätigkeit der Mutter hängt oft mit dem Bildungsstand zusammen (Statistisches Bundesamt , 2018, S. 26). Auch bei Frauen, die nicht alleinerziehend sind, sind deutliche Unterschiede in der Erwerbslosenquote zu den Männern zu erkennen. Mütter mit einem höheren Bildungsstand versuchen eher Familie und Beruf miteinander zu kombinieren, während Mütter mit geringem Bildungsstand und wenig Qualifikationen auf eine Erwerbstätigkeit verzichten (Rössel, 2009, S. 220). Alleinerziehende Mütter, auch wenn erwerbstätig werden aufgrund des Einkommens in niedrige Klassenpositionen eingeordnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemlage alleinerziehender Mütter als Risikogruppe ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Privatleben.
2. Alleinerziehende in Deutschland Zahlen und Fakten: Dieses Kapitel liefert statistische Daten, rechtliche Definitionen und eine Analyse des Zusammenhangs zwischen Erwerbstätigkeit, staatlicher Unterstützung und Armutsrisiko.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schlussfolgert, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aufgrund struktureller Mängel und finanzieller Fehlanreize für die Betroffenen eine große Herausforderung darstellt.
Schlüsselwörter
Alleinerziehende, Armutsrisiko, Erwerbstätigkeit, Sozialleistungen, Hartz 4, Kinderbetreuung, Unterhaltsvorschuss, Familienpolitik, Sozialstaat, Einkommensarmut, Vereinbarkeit, Alleinerziehende Mütter, Lebensunterhalt, Arbeitsmarkt, soziale Sicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Lebensumstände alleinerziehender Mütter in Deutschland und untersucht die Schwierigkeiten bei der Balance zwischen Erwerbsarbeit und Kindererziehung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten gehören Armutsgefährdung, staatliche Sozialtransfers, der Mangel an Betreuungsplätzen sowie die Auswirkungen von Erwerbstätigkeit auf die familiäre Existenzsicherung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich der Verzicht auf staatliche Unterstützung und die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit für alleinerziehende Mütter finanziell und organisatorisch rentiert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten sowie aktueller Berichte, etwa des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, eine detaillierte Erläuterung staatlicher Hilfen wie den Unterhaltsvorschuss und die Darstellung spezifischer Probleme wie den Kita-Platzmangel.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Kernbegriffe sind Alleinerziehende, Armutsrisiko, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie staatliche Sozialleistungen.
Warum ist eine Vollzeitbeschäftigung für viele Mütter laut Text kaum realisierbar?
Der Text hebt hervor, dass insbesondere der Mangel an Kindertagesbetreuungsplätzen und das Fehlen familiärer Unterstützungssysteme wie Großeltern eine Vollzeitbeschäftigung faktisch unmöglich machen.
Welche Rolle spielt der Unterhaltsvorschuss in der finanziellen Situation der Mütter?
Der Unterhaltsvorschuss soll finanzielle Lücken schließen, wenn das andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt, ist jedoch in seiner Höhe limitiert und kann bei Bezug von Sozialleistungen zu Anrechnungsproblemen führen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Alleinerziehende in einer "Sozialleistungsfalle". Inwieweit können Alleinerziehende Erwerbstätigkeit und Privatleben gut vereinbaren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130909