Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Wahlverhalten der türkischstämmigen Wähler bei den Bundestagswahlen 2002 und 2017. Es wird ein Zusammenhang zwischen dem Wahlverhalten der in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürger, für ein Präsidialsystem in der Türkei und den Bundestagswahlen 2017 hergestellt. Die türkischstämmigen Migranten als Minderheitengruppe sind nach einer Studie des Statistischen Bundesamtes in Deutschland in hoher Anzahl vertreten. Sie spielen für die deutsche Politik eine wichtige Rolle. Es gibt keine exakten Daten darüber, wie viele Wahlberechtigte mit türkischem Migrationshintergrund an den Wahlen teilnahmen. Grund dafür ist, dass bei der Stimmenabgabe nicht nach vorheriger Staatsangehörigkeit gefragt wird. Alle Daten berufen sich auf Schätzungen von Migrationsforschern und Experten. Die Begriffe „türkischstämmige Wähler“ und Deutsch- Türken sind gleichbedeutend. Beide Begriffe bezeichnen deutsche Staatsangehörige, erster, zweiter oder dritter Generation.
Inhaltsverzeichnis
1 Forschungsproblem
2 Fragestellung
3 Forschungsstand
4 Theoretischer Rahmen
5 Methodischer Rahmen
6 Exemplarische Umsetzung
7 Ergebnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von türkischen Medien in Deutschland sowie der politischen Entwicklungen in der Türkei auf das Wahlverhalten von türkischstämmigen Wahlberechtigten bei den Bundestagswahlen 2002 und 2017.
- Analyse des Wahlverhaltens türkischstämmiger Wähler in Deutschland.
- Untersuchung der Rolle türkischer Medien als Einflussfaktor auf politische Einstellungen.
- Vergleich der Bundestagswahlen 2002 und 2017 im Kontext der Integrationsdebatte.
- Bewertung des Einflusses der Außenbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei.
- Relevanz der Herkunft und Identität für politische Entscheidungsprozesse.
Auszug aus dem Buch
1 Forschungsproblem
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Wahlverhalten der türkischstämmigen Wähler bei den Bundestagswahlen 2002 und 2017. Es wird ein Zusammenhang zwischen dem Wahlverhalten der in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürger, für ein Präsidialsystem in der Türkei und den Bundestagswahlen 2017 hergestellt. Die türkischstämmigen Migranten als Minderheitengruppe sind nach einer Studie des Statistischen Bundesamtes in Deutschland in hoher Anzahl vertreten (Statistisches Bundesamt 2017). Sie spielen für die deutsche Politik eine wichtige Rolle. Es gibt keine exakten Daten darüber, wie viele Wahlberechtigte mit türkischem Migrationshintergrund an den Wahlen teilnahmen. Grund dafür ist, dass bei der Stimmenabgabe nicht nach vorheriger Staatsangehörigkeit gefragt wird (Acar 2011: 14). Alle Daten berufen sich auf Schätzungen von Migrationsforschern und Experten. Die Begriffe „türkischstämmige Wähler“ und Deutsch- Türken sind gleichbedeutend. Beide Begriffe bezeichnen deutsche Staatsangehörige, erster, zweiter oder dritter Generation.
In den Jahren 1960 begann die Zuwanderung der Gastarbeiter aus der Türkei (Brückner 2016: 218). Schätzungsweise leben in Deutschland ungefähr 3 Millionen Menschen mit türkischem Migrationshintergrund (Acar 2016: 170). Davon sind ungefähr 1,5 Millionen wahlberechtigt (ebd.). Mit türkischem Migrationshintergrund sind Menschen gemeint, die in Deutschland leben, mit einem deutschen oder türkischen Pass. Das können auch Kinder zweiter Generation sein, dessen Eltern in der Türkei geboren sind. Nach einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes ist vor allem die Integration der Migranten aus der Türkei ein Misserfolg (Staubhaar 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Forschungsproblem: Einführung in die Thematik des Wahlverhaltens türkischstämmiger Wähler in Deutschland mit Fokus auf die Jahre 2002 und 2017.
2 Fragestellung: Zentrale Untersuchung, inwieweit politische Einflüsse aus der Türkei und türkische Medien in Deutschland das Wahlverhalten beeinflussen.
3 Forschungsstand: Überblick über existierende wissenschaftliche Ergebnisse verschiedener Autoren sowie aktuelle Forschungsprojekte zur Thematik.
4 Theoretischer Rahmen: Erläuterung der Bedeutung von Massenmedien und des Agenda-Setting-Konzepts im Kontext von Wahlentscheidungen.
5 Methodischer Rahmen: Beschreibung der empirisch-analytischen Vorgehensweise basierend auf Sekundärforschung und Diskursanalyse.
6 Exemplarische Umsetzung: Konkrete Analyse der Bundestagswahlen 2002 und 2017 unter Berücksichtigung von Medienberichterstattung und politischer Kommunikation.
7 Ergebnis: Zusammenfassende Bewertung der Medienwirkung und der Auswirkungen aktueller politischer Entwicklungen auf das Wahlverhalten.
Schlüsselwörter
Wahlverhalten, Deutsch-Türken, Bundestagswahlen, Migration, Medienwirkung, Agenda-Setting, Integration, Türkei, Politik, politische Einstellung, Staatsbürgerschaft, Identität, Wahlberechtigte, Präsidialsystem, Medienkonsum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Wahlverhalten von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund bei den Bundestagswahlen 2002 und 2017 in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind der Einfluss von Medien, die Auswirkungen der Politik der Türkei auf Deutsch-Türken sowie die Integration und politische Partizipation von Migranten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Es soll geklärt werden, inwieweit türkischstämmige Wähler durch die Politik in der Türkei und türkische Medien in Deutschland in ihrem Wahlverhalten beeinflusst wurden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine empirisch-analytische Methode, die auf Sekundärforschung, Diskursanalyse und dem Vergleich vorhandener Expertenstudien beruht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Forschungsstand, theoretische Grundlagen zu Medienwirkungen sowie eine exemplarische Analyse der Wahlen 2002 und 2017 dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Wahlverhalten, Medienwirkung, Agenda-Setting, Migration und politische Partizipation.
Welche Rolle spielt das Referendum in der Türkei für die Wahlen in Deutschland?
Das Referendum wird als Indikator für die Verbundenheit zum Herkunftsland und zur türkischen Regierung gesehen, was Rückschlüsse auf das politische Denken zulässt.
Wie werden die Auswirkungen der Medien auf die Bundestagswahl 2002 bewertet?
Die Arbeit stellt fest, dass Medienberichterstattung und die gezielte Ansprache türkischstämmiger Wähler durch politische Kampagnen, etwa durch die SPD, einen nachweisbaren Einfluss hatten.
Gibt es abschließende Ergebnisse für die Bundestagswahl 2017?
Aufgrund der Aktualität zum Zeitpunkt der Arbeit liegen keine abschließenden Studien vor, doch die Tendenz zur Beeinflussung durch Medien wird als wahrscheinlich eingestuft.
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- Anonym (Author), 2018, Wahlverhalten der Türkischstämmigen. Der Einfluss der Medien auf die politische Einstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130912