Politainment als Ursache für die Reduktion von Objektivität in der Kriegsberichterstattung

Eine Vergleichsanalyse des politischen und journalistischen Einflusses auf Objektivitätskriterien in den USA und Europa


Diplomarbeit, 2006

113 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Der Krieg in 0 und 1
1.1. Forschungsfragen
1.2. Begriffsabgrenzung

2. Kriegsnachrichten im Spannungsfeld externer Beeinflussung
2.1. Einflussfaktoren auf die Kriegsnachrichten
2.2. Dimensionen der Kriegsberichterstattung nach Mangold und Ultzsch
2.3. „Entertainisierung“ von Kriegsnachrichten
2.3.1. Infotainment
2.3.2. Der „Feel-Good-Effekt“
2.3.3. „Entertainisierung“ als Ursache für Informationsreduktion
2.4. Schwerpunkt 1: Mediale Steuerung durch die Politik
2.4.1. Die politische Funktion der Massenmedien
2.4.2. Fernsehen als Plattform für Kriegspropaganda
2.4.3. Formen der Zensur
2.4.4. „Embedded Journalists“ als politisches und militärisches Kontrollorgan
2.4.5. Der politische Einfluss auf TV-Stationen im Nationenvergleich
2.4.6. Fazit: Ziele politischer Intervention in der Kriegsberichterstattung
2.5. Schwerpunkt 2: Mediale Steuerung durch den Rezipienten
2.5.1. Die Bestimmung des Nachrichteninhalts durch den Rezipienten
2.5.2. Die Inszenierung der Nachrichten nach den Bedürfnissen der Rezipienten

3. Der Objektivitätsfaktor in den Kriegsnachrichten
3.1. Vom Ereignis zur Nachricht
3.2. Der Nachrichtenwert eines Ereignisses
3.2.1. Die Gatekeeper-Theorie
3.2.2. Die News-Bias-Theorie
3.2.3. Die Nachrichtenwerttheorie
3.3. Modelle der Nachrichtenselektion
3.4. Funktionen von Nachrichten
3.5. Das theoretische Objektivitätsmodell
3.5.1. Formen von Objektivität
3.6. Kriterien der Objektivität
3.6.1. Relevanz
3.6.2. Richtigkeit
3.6.3. Sachlichkeit
3.6.4. Ausgewogenheit
3.6.5. Vielfalt
3.6.6. Transparenz
3.7. Faktoren der Objektivitätsreduktion in der Kriegsberichterstattung
3.8. Objektivität in der Praxis: Fallbeispiel CNN und ORF - Spotvergleich
3.8.1. Der Aufbau der Nachricht
3.8.2. Die Interviewsituation
3.8.3. Die inhaltliche Aufbereitung
3.8.5. Die Ausprägung der Objektivität
3.8.6. Objektivitätsbewertung

4. Objektivität: Quotenentscheidung oder politische Taktik

5. Literaturverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

1. Der Krieg in 0 und 1

„Moderne Kriege werden an zwei Fronten geführt: Auf dem Schlachtfeld und in den Medien[1]

Die Wandlung der Kriegsberichterstattung vom Krieg in der Ferne zum Live-Krieg im Wohnzimmer der Rezipienten wurde in den letzten Jahrzehnten geprägt. Die Informationsvermittlung per TV hat die Medienlandschaft nicht nur revolutioniert, sondern gleichzeitig eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen Medien, Politik und Rezipient bewirkt, welche anhand von drei Fallbeispielen beschrieben werden kann: dem Vietnamkrieg von 1946 bis 1975, dem ersten Golfkrieg von 1990 bis 1991 sowie dem Irakkrieg 2003, der nach wie vor andauert.

Der Vietnamkrieg, meist als „uncensored war" bezeichnet, hat die amerikanische Politik und auch Geschichte nicht zuletzt durch die Live-Berichterstattung des Fernsehens geprägt. Es war ein Krieg in dem die Berichterstatter weder mit Zensur noch mit staatlicher Kontrolle zu kämpfen hatten, was auch regierungskritische Berichte zur Folge hatte. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fernsehens wurde ein Medium benutzt um die Bevölkerung, allen voran die amerikanische, für einen Krieg einzuschwören. Um dieses Ziel zu erreichen griff man bereits damals auf patriotische und unterhaltende Berichterstattung zurück, die wenig mit tatsächlicher Information für den Rezipienten zu tun hatte. „Die Masse der Berichterstattung über diesen Krieg .. war für den Zuschauer ohnehin schwer zu verstehen, da keine wirklichen Informationsgehalte vermittelt wurden“.[2]

Dennoch haben Live-Übertragungen die öffentliche Meinung über den Krieg geprägt. Der Rezipient bekam durch Live-Berichte einerseits das Gefühl hautnah dabei und gut informiert zu sein, wurde allerdings durch die fehlende Zensur und gezielte Auswahl von Bildern und Inhalten schnell mit den grausamen Tatsachen des Krieges überfordert. Zu Beginn des Krieges dominierte der „Reiz" am Neuen, der ernste Hintergrund wurde teils bewusst von den TV-Anstalten in den Hintergrund gerückt. Landende Hubschrauber, hohe Gräser, die durch den Wind hin und her schwanken, dazu schussbereite Soldaten und ab und zu Rauchsäulen, die stets einem brennenden Munitionslager der Vietkongs zugeordnet wurden, konstituierten eine an Kinofilme erinnernde Realität...“.[3]

Mit dem sinkenden militärischen Erfolg der amerikanischen Truppen sank allerdings auch das Interesse an den Live-Bildern vom Schlachtfeld in Vietnam. TV-Anstalten wandelten sich schnell vom Kriegsunterstützer zum Kriegsgegner und symphatisierten mit der öffentlichen Meinung. Die Politik musste erkennen, dass es zu diesem Zeitpunkt für staatliche Kontrolle der Berichterstattung zu spät war und das neue Massenmedium Fernsehen eine Eigendynamik entwickelt hatte. Kritische Berichte über die amerikanische Politik im Vietnamkrieg prasselten unzensiert auf die breite Öffentlichkeit ein, wodurch die Unterstützung für den Krieg im eigenen Land auf den Nullpunkt sank. Boven beschreibt die mediale Problematik im Vietnamkrieg wie folgt:

„Vietnam war der erste Fernsehkrieg der Geschichte und niemand hatte Erfahrung in diesem Zusammenhang im Umgang mit dem noch relativ neuen Medium und seiner Wirkung als Massenkommunikationsmittel: weder die Regierung, noch die Medienmacher selbst, noch die Bevölkerung“[4]

Im Golfkrieg 1991 war die politische Weltöffentlichkeit bereits auf die Macht des Massenkommunikationsmittels Fernsehen vorbereitet. „George Bush hatte es eindeutig geäußert: „Es wird kein zweites Vietnam geben!“ ... Das bedeutet: kompromisslose Zensur und nur Weitergabe von gefilterten Informationen“.[5] Mit Hilfe des „Pool Systems" kontrollierte die amerikanische Regierung den Informationsfluss. Als Vorgänger zu den „embedded journalists", die George W. Bush jr. im Irakkrieg einsetzte, wurden Journalisten gelegentlich in das Militär eingegliedert, um von der Front berichten zu können. Dennoch war bereits damals die Verbindung der Journalisten mit dem Militär im Krieg umstritten. „Das Pool System ist im Grunde genommen nichts anderes, als eine eindeutig auf Militärinteressen ausgerichtete Informationssteuerung, da nur ausgewählte Gruppen .. bei militärischen Einsätzen (die mehr einem Truppenbesuch gleichkommen) dabei sein darf. Diese wurden von der Militärführung „abgecheckt“, d.h. auf Linientreue geprüft“.[6]

Diese Inszenierung der Berichte ist auch auf den Unterhaltungsdrang der Rezipienten zurückzuführen. „Der Rezipient interessiert sich nicht mehr für die Nachricht in Form von reiner Information, er will vielmehr unterhalten werden, selbst um den Preis der Qualität“.[7]

Hinter den Kulissen gab es in diesem Krieg allerdings vor allem einen Verlierer: die Journalisten. Sie mussten sich den Zensurbestimmungen der US-Regierung beugen und patriotisch berichten. „Wer es zu diesem Zeitpunkt noch wagte, eine kritische Kolumne gegen den bevorstehenden Krieg zu schreiben, wurde entweder fristlos entlassen oder zu einem Erholungsurlaub in die Ferien geschickt“.[8] In Medienkreisen wurde außerdem behauptet, dass CNN, aus medialer Sicht, den Krieg dominierte. Aufgrund knapper personeller und finanzieller Kapazitäten der kleineren TV-Stationen Europas und den USA, waren diese zum Großteil von informationen cNNs abhängig. Hinzu kamen Zensurmaßnahmen der usA, die amerikanische Medien aufgrund ihrer patriotischen Berichterstattung bevorzugten, allen voran CNN, das für eine regierungsnahe Linie bekannt war bzw. ist.

Dennoch waren für die regierungsnahe Berichterstattung der US TV-Stationen im Golfkrieg nicht nur patriotische Gründe ausschlaggebend. Auf diesen Aspekt wird die Verfasserin zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen kommen.

Betrachtet man die Berichterstattung aus dem Golfkrieg 1991 wird besonders deutlich, dass vor allem die usA mit aller Kraft versuchten, die freie Presse, die der Regierung im Vietnamkrieg zum Verhängnis wurde, zu unterbinden. Tatsache ist dennoch, dass mit dieser restriktiven Zensur und Kontrolle das Problem der objektiven und freien Berichterstattung im Krieg nicht gelöst und vor allem der Informationsauftrag für den Rezipienten vernachlässigt wurde. „Obwohl das Fernsehen im Golfkrieg fast im Stundentakt .. Bilder und Meldungen lieferte .. , blieb das Wissen der Bevölkerung vergleichsweise bescheiden. Schnellnachrichten ... scheinen keineswegs geeignet, die Zuschauer über die Komplexität eines Konfliktes aufzuklären. Vielmehr wird der Boulevardisierung der Information Vorschub geleistet“.[9]

Im jüngsten „Medienkrieg" - dem Irakkrieg - gehen die TV-Stationen mit Hilfe der Regierung noch einen Schritt weiter. „Embedded journalists" werden in den Krieg geschickt um absolute Kontrolle über die Berichte gewährleisten zu können. Aufgrund der Nähe zu den militärischen Einheiten wird kritische und objektive Berichterstattung unmöglich. Viele Experten befürchten, dass durch dieses System eine „Mehrklassengesellschaft unter den Journalisten in der Krisenregion“[10] geschaffen wird.

Zudem wurde dem Unterhaltungsfaktor in Kriegsnachrichten ein noch größerer Stellenwert beigemessen. „Journalists will also be tempted to simplify stories, in order not to bother readers with details, and to capture the public's attention with catchy stories. They will ask what, when, how, by whom, but they will rarely ask why”.[11]

TV-Stationen versuchen mit aufwendigen Grafiken und Experteninterviews von der Tatsache abzulenken, dass einerseits kaum information zu den Journalisten durchdringt und andererseits sowohl die amerikanische als auch die irakische Regierung durch Zensurmaßnahmen die Arbeit der Journalisten maßgeblich behindert. Dies gelingt ihnen auch insofern, als Journalisten und TV-Stationen das Publikum Jahrzehnte in Sachen Kriegsberichterstattung zum Desinteresse an tatsächlicher Information „erzogen" haben. TV-Stationen haben, in Zusammenarbeit mit der Regierung, Kriegsnachrichten zur unterhaltsamen Show geformt und den Markt damit überschwemmt.

1.1. Forschungsfragen

Die Forschungsfragen wurden aufbauend auf das Spannungsfeld zwischen Politik, TV-Stationen und Rezipienten formuliert, die im Zuge dieser Arbeit diskutiert werden. Es wird des Weiteren die Problematik des Unterhaltungsfaktors in der Kriegsberichterstattung, sowie der Verlust der objektivität im Rahmen der folgenden Forschungshypothesen behandelt.

- Je weniger Information und je mehr Entertainment in den Kriegsnachrichten enthalten ist, desto höher sind die Einschaltquoten.
- Je größer der Einfluss der Politik auf die TV-Anstalten, desto mehr wird die Berichterstattung zugunsten dieser gesteuert.
- Das „embedding system" stellt eine systematische Beeinflussung der Objektivität der Kriegsberichterstattung dar. Embedded journalists sind nicht in der Lage unabhängig und objektiv zu berichten, da sie den Krieg aus nur einer Perspektive betrachten können.
- Je höher die Unterstützung seitens der TV-Stationen für einen Krieg, desto höher die Akzeptanz der Bevölkerung.
- Krieg ist eine Ausnahmesituation. Kriegsberichterstattung kann deshalb nie objektiv sein.
- Objektive Kriegsnachrichten und hohe Einschaltquoten widersprechen einander und können daher unmöglich gleichzeitig realisiert werden.

1.2. Begriffsabgrenzung

Die gesamte Arbeit baut auf dem Begriff der Objektivität bzw. der objektiven Nachricht und Kriegsberichterstattung auf. Nach der Brockhaus Enzyklopädie ist objektivität der „erkenntnistheoretische Begriff für überindividuelle, unabhängig vom einzelnen Subjekt bestehende Wahrheit eines bestimmten Gegenstandes (-> Objekt) oder Sachverhaltes .. [womit vor allem die] „Ausschaltung subjektiver Einflüsse (Sympathie, Aversion) und Wertneutralität ... angestrebt wird. Weiters heißt es, dass Objektivität „nur auf subjektive Weise festgestellt werden kann“.[12]

Der Subjektivitätsfaktor setzt sich einerseits aus politischen und militärischen Einflüssen, andererseits aber auch aus der Arbeit der Journalisten zusammen. Der subjektive Einfluss seitens der Journalisten auf objektive Berichte ist bei der Nachrichtenauswahl besonders groß. „Bereits die frühen Gatekeeper-Studien ... hatten gezeigt, dass bei der Nachrichtenauswahl der Journalisten deren subjektive Einstellungen eine Rolle spielen“.[13]

Diese Hypothese wird weiters auch in einer Definition von Kriegsberichterstattung untermauert, wonach es heißt: „.. Art und Umfang der nichtamtlichen Kriegsberichterstattung hängen von der publizistischen Praxis, vom jeweiligen Medium und von den politischen und militärischen Umständen in den Krieg führenden Ländern ab“.[14]

Es wird deutlich, dass Objektivität auch durch den politischen und militärischen Einfluss enorm eingeschränkt werden kann. „Die publizistischen Freiheiten werden durch ausnahmerechtliche, besonders kriegsrechtliche Bestimmungen über die Bewegungsfreiheit der Kriegsberichterstatter und über die Zensur ihrer Arbeiten eingeschränkt...“.[15]

In der vorliegenden Arbeit wird die Verfasserin demnach die Problematik der Einflussfaktoren auf die publizistische objektivität in der Kriegsberichterstattung diskutieren.

Die gesamte Arbeit gliedert sich in zwei Abschnitte. Im ersten Teil werden die politische Einflussnahme sowie der Einfluss durch den Rezipienten auf die Nachrichteninhalten und deren Präsentation behandelt. Durch die Erörterung dieser Einflussfaktoren wird in die Problematik des objektivitätsfaktors in Nachrichten eingeleitet.

Im zweiten Abschnitt beschreibt die Verfasserin die Objektivitätsproblematik im Detail. Der Entstehungsweg von Nachrichten wird auf Faktoren der Objektivitätsreduktion überprüft.

Die aufgestellten Thesen falsifiziert bzw. verifiziert die Verfasserin anhand von Exklusivinterviews mit Journalist1 und Karim El-Gawhary, Auslandskorrespondent des ORF.

Zudem wird am Ende der Arbeit eine Vergleichsanalyse zwischen ORF und CNN, zum Thema „Der Irakkrieg - 3 Jahre danach" Aufschluss über etwaige Objektivitätsunterschiede im amerikanischen und österreichischen Fernsehen geben.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden in wiefern Objektivität durch die behandelten Einflussfaktoren reduziert werden kann bzw. ob vollkommene Objektivität in der Kriegsberichterstattung überhaupt erreichbar ist.

2. Kriegsnachrichten im Spannungsfeld externer Beeinflussung

2.1. Einflussfaktoren auf die Kriegsnachrichten

„Die Medien sind der Spiegel der Gesellschaft,

aber was dieser Spiegel abbildet, kann ein

Zerrbild sein, eine Schmeichelei, das Gerüst

einer Lüge und die Kontur einer Wahrheit“.[16]

Auf dem Entstehungsweg einer Kriegsnachricht vom Kriegsschauplatz in die Wohnzimmer der Rezipienten wird diese von verschiedenen Faktoren beeinflusst und somit geformt. Jeder dieser Einflussfaktoren wirkt mit unterschiedlichem interesse auf die inhalte und Präsentation von Kriegsnachrichten ein. Durch diese Einflussnahme entsteht ein Spannungsfeld rund um die auszustrahlende Nachricht, welches die Verfasserin, mit den für diese Arbeit relevanten Einflussfaktoren wie folgt darstellt. (vgl. Abb. 1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Eigene Darstellung: Das Spannungsfeld rund um die Kriegsnachricht

(Bildquelle: 19. 1. 2006, Verz. Nr. 4, Nachrichten, http://www.mediamanual.at/mediamanual/workshop/kommunikation/semiotisches labor/labor a/im ages/nachrichten/kl orf01.jpg)

„Krieg und Kriegsberichterstattung sind keine unabhängigen Phänomene, sondern zum einen vom Mediensystem, zum anderen von Militär und Politik beeinflusst“.[17] Jeden dieser Einflussfaktoren bezeichnen Andrea Höhne und Stephan Ruß-Mohl als „Filter1, durch die die Kriegsnachricht zum Rezipienten gelangt. Die „Filterung“ der Nachricht indiziert eine Reduktion der Objektivität, wie im Folgenden grafisch dargestellt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ökonomisches Modell der Kriegsberichterstattung: Filter und Tauschhandel

Nach Ruß-Mohl und Höhne versuchen die Kriegsparteien, d.h. Militär und in weiterer Folge auch politische Parteien, versuchen die Medien für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Die Regierungen der kriegsführenden Parteien kontrollieren das Mediengeschehen im Kriegsgebiet meist durch Zensur. „Zum Schutz der eigenen Truppen, aber auch um Kriegsgegner ruhig zu stellen, werden den Medien von Regierungen in Kriegsfällen Zensurmaßnahmen auferlegt“[18].

Neben der Zensur werden allerdings auch wesentlich radikalere Mittel zur Medienüberwachung in Kriegen angewandt. So berichtet beispielsweise Journalistl von Spitzel und Abhöranlagen im Irak. Sie spricht in Ihrem Buch außerdem von „Aufpassern“, die seitens der irakischen Regierung die Bewegungsfreiheit der Korrespondenten einschränken und folglich auch Einfluss auf die Inhalte der Berichte nehmen.

Die Nachrichten und somit auch die Kriegsnachrichten unterliegen des Weiteren der „Zensur“ bzw. „Filterung“ durch die TV-Stationen selbst. Hauptgrund für diese Beeinflussung sind „ökonomische Eigeninteressen der Medienunternehmen: Nachrichten werden so aufbereitet, dass sie Einschaltquoten und Auflagesteigerung bringen“.[19] Experten sprechen bereits davon, dass Nachrichten und Informationen gezielt inszeniert und eingesetzt werden, um die Wirtschaftlichkeit eines Medienunternehmens zu erhöhen. „Was Einschaltquoten verheißt, kommt zur Prime time - und wird von den PR Strategen oft auch zeitger echt inszeniert“.[20] Trifft diese Strategie auch auf Nachrichtensendungen zu, würde das indizieren, dass auch Kriegsnachrichten aufbereitet und inszeniert werden, um ökonomische Ziele zu erreichen. Auf diese Problematik wird die Verfasserin in 2.3 näher eingehen.

Die ökonomischen Interessen können allerdings auch auf die Beeinflussung der Nachrichtenpräsentation durch den Rezipienten zurückgeführt werden. Die Einschaltquoten und Erfolge eines TV Senders werden nicht zuletzt durch den Rezipienten selbst bestimmt. Auf diese Form der Beeinflussung wird die Verfasserin im Detail im Kapitel 2.5. zu sprechen kommen.

Als dritten Filter der Nachrichtengestaltung führen Höhne und Ruß-Mohl den Journalisten an sich an, der im Besonderen für die Nachrichtenauswahl verantwortlich ist. Kriegsberichterstatter differenzieren zunächst subjektiv welche Nachricht berichtenswert ist und werden schließlich in Ihrer Auswahl zusätzlich von anderen Faktoren, wie beispielsweise politischen Parteien oder TV-Stationen, beeinflusst. „Die Geschichte hat gezeigt, dass Kriegsreporter stets von der Seite einer bestimmten Konfliktpartei berichtet haben, um Schutz und Unterstützung sicherzustellen“.[21]

Aufgrund des enormen wirtschaftlichen Aufwandes für TV-Stationen, Kriegsberichterstatter an den Ort des Geschehens zu entsenden, ist es außerdem Aufgabe der Journalisten „Risiken abzuwägen, also Kosten und Nutzen ihrer Handlungen zu kalkulieren“.[22]

Basierend auf diesem ökonomischen Aspekt der Beeinflussung wird die Reduktion der Objektivität in der Kriegsberichterstattung ebenfalls begünstigt. „Die Nachrichtenwerte selbst haben sich verändert, Journalisten folgen bei der Nachrichtenauswahl - oft unbewusst - ökonomischen Imperativen“.[23]

Für die weitere Analyse der Einflussnahme auf die Objektivität der Kriegsnachrichten legt die Verfasserin den Schwerpunkt auf den Filter durch die Politik bzw. das Militär, sowie auf die Filterung durch den Rezipienten. Der Rezipient, den Höhne und Ruß-Mohl als letzten „Filter“ bezeichnen, entscheidet selbst welche Inhalte bzw. Nachrichten er konsumieren möchte und filtert somit subjektiv nach Eigeninteresse. Als Basis der Analyse gilt aus diesem Grund die Voraussetzung, dass der Rezipient letztendlich auf alle Filter Einfluss ausübt und in weiterer Folge somit auch die Reduktion von Objektivität begünstigt.

2.2. Dimensionen der Kriegsberichterstattung nach Mangold und Ultzsch

„In einem Markt, wo sich Produkte auf Grund

von Sparmaßnahmen immer mehr angleichen, sind eigene, individuelle und nachrichtenstarke Recherchen wieder gefragt. Erst sie geben dem einzelnen Produkt das nötige Profil“.[24]

Die vorangegangenen Ausführungen zeigen, dass auf die Kriegsnachricht Faktoren einwirken, die einerseits Einfluss auf die Dimensionen der Kriegsnachricht, aber andererseits auch auf die Kriegsberichterstattung im Allgemeinen haben.

Christoph Mangold und Lars Ultzsch definieren auf Grundlage dieser Tatsache Dimensionen der Kriegsberichterstattung. Diese stellen die Komponenten des Entstehungsprozesses einer Kriegsnachricht dar, mit denen der Kriegsreporter im Laufe seiner Arbeit im Kriegsgebiet konfrontiert wird. Im Rahmen einer Studie über die Situation der Kriegsberichterstatter im Irakkrieg 2003, wurden auf dieser Basis Kriegsberichterstatter aus aller Welt zu den definierten Dimensionen befragt. Mangold und Ultzsch befragten 42 Kriegsberichterstatter (aus der Schweiz, den USA, Deutschland, Frankreich, Österreich, England, dem Irak, Japan, Holland, Italien, Norwegen und Kanada) zum Thema „Kontrollierte Berichterstattung“.

Gerade die Informationsbeschaffung stellt in Kriegszeiten bzw. in Kriegsgebieten eine besondere Herausforderung für den Journalisten dar. Abhängig von den Einsatzumständen, d.h. ob ein Reporter beispielsweise ins Militär eingebettet ist etc., gestaltet sich die Informationsbeschaffung vor Ort differenziert. „Während die „embeds“ in der Lage waren von den Ereignissen zu berichten, die vor ihren Augen passierten, ... mussten sich ihre nicht-eingebetteten Kollegen mit einem eher dürftigen Informationsfluss begnügen“.[25]

Die Dimension der Objektivität, um die zu erfüllen der Kriegsberichterstatter „sein subjektives Empfinden und seine Gefühle unterdrücken muss, um dem Mediennutzer ein nüchternes und sachliches Tatsachenbild zu liefern“[26], bildet den Kern dieser Arbeit und wird ab Punkt 3 detailliert behandelt.

Journalisten müssen während ihrer Tätigkeit in einem Kriegsgebiet mit verschiedenen Arten der Zensur zurecht kommen. Die Geschichte hat gezeigt, dass einerseits immer andere Formen der Zensur verhängt wurden, andererseits auch in jedem Krieg ein anderer Umgang mit diesem „Druckmittel“ gepflegt wurde. Im Irakkrieg beispielsweise, packten die beteiligten Kriegsparteien die „freie Berichterstattung“ aus dem Kriegsgebiet an der Wurzel. Journalist1 spricht in Ihrem Buch von einer schwarzen Liste, die Reporter führt denen die Regierung kein Visum mehr zugesteht. Als Grund gibt Sie regierungskritische Berichte bzw. negative Äußerungen über das Regime an.

Der „embedded journalism“ ist eine neue Form des Kriegsjournalismus, der im Irakkrieg erstmals zur Anwendung kam. Durch die „Abhängigkeit“ der Journalisten vom Militär ist diese Form der Kriegsberichterstattung äußerst umstritten. Aus der Studie von Mangold und Ultzsch kristallisiert sich dennoch keine einheitliche Meinung heraus. „Auch wenn kritische Stimmen darin eine Propagandafalle sehen, betrachten es die meisten interviewten Journalisten als Gewinn für die Medien und den Zuschauer“.[27]

Die Tatsache der Beeinflussung des Rezipienten durch Nachrichten im Allgemeinen und auch Kriegsnachrichten im Speziellen gibt oft Anlass zu Studien über den manipulativen Charakter von Nachrichten. Kriegsberichterstatter geben zu, dass die Berichterstattung starken Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung hat, gleichzeitig wird allerdings betont, dass „ihre Berichterstattung weniger ein Instrument der Manipulation ist, als eine Verstärkung der schon existierenden Einstellungen des Rezipienten bewirkt“.[28]

Die angeführten Dimensionen verdeutlichen die extreme Arbeitssituation die im Krieg herrscht, in der allerdings von Kriegsreportern dennoch objektiver und sachgerechter Journalismus erwartet wird. Selbst grundlegende journalistische Aufgaben, wie die Informationsbeschaffung, stellen aufgrund der vorherrschenden erschwerten Bedingungen bereits einen Reduktionsfaktor für Objektivität dar.

Dennoch ist der Verlust von Objektivität nicht ausschließlich auf Komponenten vor Ort zurückzuführen. Im folgenden Kapitel wird als weitere Ursache die „Entertainisierung“ der Nachrichten aufgrund von Rezipientenwünschen und der ökonomischen Interessen der TV-Stationen behandelt.

2.3. „Entertainisierung“ von Kriegsnachrichten

„Die Fernsehsender berichten über diesen Krieg, als würden Sie ein Football-Spiel übertragen: mit atemloser Stimme, mit vielen Grafiken und Statistiken, aber völlig ohne Hintergrund“.[29]

Ziel dieses Abschnittes ist es die Hypothese „Je weniger Information und je mehr Entertainment in den Kriegsnachrichten enthalten ist, desto höher sind die Einschaltquoten“ zu falsifizieren bzw. zu verifizieren.

Erklärtes Ziel von Nachrichtenproduzenten ist es, den Rezipienten einerseits umfassend zu informieren und ihm andererseits „unabhängig von Reichweiten und Werbeeinschaltquoten die Möglichkeit zu geben, sorgfältige Analysen komplexer Gegenwartsprobleme zu liefern“.[30]

Doch die Realität zeigt, dass ökonomische Ziele einer TV-Station nicht zuletzt die Nachrichtenauswahl und die Nachrichtenpräsentation mitbestimmen. Da der wirtschaftliche Erfolg einer Sendung und somit auch einer TV-Station zu einem großen Anteil von Einschaltquoten und Werbeeinnahmen abhängt, gilt es, gerade für reine Nachrichtensender wie beispielsweise CNN, den Rezipienten täglich für die Nachrichten an den Bildschirm zu „locken“. „Einschaltquoten spielen eine wichtigere Rolle als die professionellen Reflexe der Journalisten oder die Qualität Ihrer Berichterstattung“.[31]

Programmmacher mussten diesbezüglich außerdem erkennen, „dass, wann immer Politik und aktuelle Information im Fernsehen vermittelt werden, die Einschaltquoten sinken und sich viele Zuschauer in einer Art Unterhaltungsslalom an jeglicher Art politischer Information vorbeischlängeln“.[32]

Grund für derartige Entwicklungen ist allerdings nicht reines Desinteresse seitens des Publikums an Information und Nachrichten, sondern einerseits ein genereller Drang nach Unterhaltung sowie andererseits eine gewisse Resignation gegenüber Nachrichten, die ausschließlich aus Fakten und Tatsachen bestehen. „People don't want the old-fashioned kind of news because they know there is nothing they can do about it. But these new shows offer them a chance to get involved”.[33]

Aufgrund dieses Informations- und Unterhaltungsdranges, der seitens des Publikums auf die TV-Stationen ausgeübt wird, wurde die Präsentation der Nachrichten an die Wünsche der Rezipienten angepasst, um weiterhin den ökonomisch-strategischen Zielen nachzukommen.

Liebes und Gurevitch[34] beschreiben fünf „Rahmen“, die bereits im Golfkrieg 1991 den Nachrichtenaufbau dominierten, und bedeutende „Entertainisierungselemente“ für Kriegsnachrichten bilden.

- Excising:

Die gegnerische Seite wird in der Berichterstattung weitgehend nicht erwähnt und ignoriert. Die Nachrichten werden von Informationen über die heimische Kriegspartei dominiert.

- Sanitizing:

Der Eindruck eines „sauberen“ Krieges wird durch die Vermeidung von Bildern und Information über menschliche Opfer, Blut oder kriegerische Szenen vermittelt. Die Dominanz von Übertragungen der Pressekonferenzen, Bildern von nächtlichen Bombarements, die nur aus der Ferne gezeigt werden etc., erwecken beim Zuschauer den Eindruck eines fernen „Computerkrieges“.

- Equalizing:

Die gegnerische Kriegspartei wird größer dargestellt als sie tatsächlich ist „. um die eigene Mobilisierung der Kräfte zu legitimieren. Gleichzeitig wird die Story besser, dramatischer, wettkampfmässiger“.[35] Diese Form der Darstellung dient nicht zuletzt der Selbstglorifizierung um Fehler, wie beispielsweise die politischen, militärischen und publizistischen aus dem Vietnamkrieg, zu überwinden.

- Personalizing:

Die detaillierte Darstellung von Einzelschicksalen wird auf diese beschränkt, deren Einstellung zum Krieg sich mit jener der heimischen deckt.

- Demonizing:

Hierbei findet eine Aufspaltung der Kriegsparteien in Gut und Böse statt. „Der Gute kämpft gegen den Bösen und damit wird der Kampf zu einer gerechten Sache ..“.[36]

Auf diesen Elementen basiert eine neue Form der Nachrichtenpräsentation, welche Unterhaltungselemente und Information zu einem neuen Sendekonzept kombiniert und „Infotainment“ genannt wird. Die Besonderheiten dieser neuen Art der Nachrichtenpräsentation werden im nächsten Abschnitt näher erläutert.

2.3.1. Infotainment

„Unter den Begriff Infotainment fallen Sendungen des Fernsehens, die Inhalte unterhaltender Art mit solchen aus den Bereichen Information, Politik und Gesellschaft vermischen bzw. wahllos aneinanderreihen und/oder Sendungen aus den genannten Bereichen, die sich vor allem der Form und Stilelemente der Unterhaltung bedienen. Die Inhalte aller Beiträge werden primär im Hinblick auf ihre Massenattraktivität und ihren Unterhaltungswert gewählt“.[37]

Mit Infotainment wird demnach versucht, sowohl die emotionalen Bedürfnisse des Rezipienten, also Entspannung und Vergnügen, als auch die rationalen Ansprüche, also Informations- und Wissensdrang, zu befriedigen.

Im Zuge einer Studie[38] in den USA fand man heraus, dass das Publikum mit unterhaltenden Elementen in den Nachrichten auf einem bestimmten Erregungsniveau gehalten werden muss, um den Inhalt als ansprechend zu empfinden.

Die wichtigsten Elemente waren hierbei:

- Emotionalisierung
- Personalisierung (Identifizierung)
- Suggerierung von persönlicher Nähe
- Dramatisierung
- Konfrontation, Konflikt

Diese Elemente decken sich nahezu lückenlos mit den zuvor angesprochenen Rahmenbedingungen für Kriegsnachrichten, wie sie seit 1991 aufgebaut wurden. TV-Stationen haben demnach den Nachrichtenaufbau zunehmend an die Rezipientenwünsche angepasst um einerseits höchstmögliche Einschaltquoten erzielen und andererseits den ökonomischen Zielen des Unternehmens gerecht werden zu können.

In den USA ist basierend auf diesen Rahmenbedingungen des Infotainments eine äußerst umstrittene Form der Informationsvermittlung entstanden. Die TV Serie „Over There“ visualisiert den Irakkrieg und soll das Publikum zwar primär mit der blutigen Realität im Krieg unterhalten, stellt andererseits aber auch einen Informationskanal dar, der die Vorkommnisse im Irakkrieg für den Rezipienten aufbereitet. Besonderes Aufsehen erregte die Propagandaserie allerdings weil erstmals ein Kriegsgeschehen noch vor Beendigung der kriegerischen Handlungen verfilmt wurde. Die persönliche Nähe zu diesem Krieg ist aus diesem Grund besonders präsent. Die Tatsache, dass der Irakkrieg noch nicht beendet wurde, sichert den Produzenten außerdem eine sehr emotionale und dramatische Einstellung des Publikums, welche wiederum hohe Einschaltquoten verspricht.

2.3.2. Der „Feel-Good-Effekt“

Die Bezeichnung des „Feel-Good-Effektes“ wurde im Präsidentschaftswahlkampf von Ronald Reagan 1980/81 geprägt und wird demnach als „Inszenierungstechnik in amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen“[39] bezeichnet. Diese Form der Inszenierung politischer Information findet allerdings auch im Nachrichtenbereich Anwendung.

Durch die Verwendung von Inszenierungstechniken wird die politisch wichtige Information in den Hintergrund gerückt und im Gegenzug „in immer stärkerem Maße die emotionale Verfassung des Publikums ins Zentrum der Bemühungen gestellt“.[40] Der „Feel-Good-Effekt“ zielt demnach, genau wie der Einsatz von Infotainment darauf ab, die politischen Nachrichten möglichst positiv und unterhaltend zu vermitteln.

Politiker erkannten schon vor den Medien, dass der Rezipient Nachrichten eher wahrnimmt, wenn durch die Form der Nachrichtenpräsentation bestimmte Gefühle hervorgerufen bzw. bestimmte Bedürfnisse (siehe Kapital Infotainment) befriedigt werden.

Andreas Dörner spricht in diesem Zusammenhang von der Schaffung von „Als- Ob-Welten des Entertainment ... die deshalb so attraktiv sind, weil sie sich zwar einerseits auf unsere alltagsweltlichen Erfahrungen mit der ausgezeichneten Wirklichkeit.. beziehen, gleichzeitig jedoch besser erscheinen“.[41]

Die angesprochenen Unterhaltungserlebnisse, in die Nachrichten verwandelt werden spielen sich auf zwei zusammenwirkenden Ebenen ab. Dyer[42] unterscheidet hier die Ebene der repräsentierenden Zeichen, in der Konflikte schlicht einfacher lösbar sind als in der Realität, und die Ebene der nicht repräsentierenden Zeichen, auf der die Emotionalität des Rezipienten besonders angesprochen wird.

Diese Ausführungen verdeutlichen den Grund für die Veränderung der Nachrichtenpräsentation in den letzten Jahren. Da TV-Stationen wie bereits angesprochen ökonomische Ziele erfüllen müssen, sind sie auf Ihre Rezipienten angewiesen. Betrachtet man nun reine Nachrichtensender wie CNN, deren einziges „Produkt“ die Nachricht an sich ist, liegt die Begründung für die „Entertainiserung“ der Nachrichten auf der Hand. Um den Rezipienten während der Nachrichten am Bildschirm zu „halten“, werden mit Musik untermalte, Action geladene und emotional ansprechende Nachrichten ausgestrahlt. Besonders im Bereich der Kriegsnachrichten behelfen sich Nachrichtensender auch mit aufwendigen Grafiken und animierten Landkarten, um alle Sinne des Rezipienten anzusprechen.

2.3.3. „Entertainisierung“ als Ursache für Informationsreduktion

Kaum bedacht wird in Zusammenhang mit Quotensteigerung und ökonomischen Zielen allerdings das Informationsniveau, das die Nachrichten in dieser „unterhaltenden“ Form dem Rezipienten noch bieten.

„Obwohl das Fernsehen im Golfkrieg fast im Stundentakt mehr oder weniger ungefiltert - in noch nie dagewesener Live-Präsenz - Bilder und Meldungen lieferte sowie Gesprächsrunden anschloss, blieb das Wissen der Bevölkerung vergleichsweise bescheiden“.[43]

Experten mussten erkennen, dass Kurzmeldungen und so genannte „Eyewitness- News“ nicht für Kriegsberichterstattung, die über den Hintergrund von Konflikten und komplexen politischen Entscheidungen informieren soll, geeignet sind. So lange es das Ziel ist, den Rezipienten tatsächlich über die Vorkommnisse in einem Kriegsgebiet zu informieren, reicht es nicht aus, subjektive Eindrücke von Journalisten oder sensationsgeladene Kurzmeldungen auszustrahlen. Vielmehr ist Hintergrund- und Detailinformation unabdingbar.

Meier und Schanne sprechen in diesem Zusammenhang gar von einer herrschenden „Boulevardisierung der Information“[44], bei welcher „die Informationstätigkeit darin besteht, die Zuschauerschaft in sicherer Entfernung aber voyeuristisch engagiert“[45] permanent mit Dramen vom Kriegsschauplatz zu überschwemmen. Müller kritisiert allerdings, dass mit dieser Form der Berichterstattung zwar das Unterhaltungsbedürfnis der Rezipienten befriedigt, gleichzeitig aber auch Hintergrundinformation zugunsten von dramatischen Bildern verdrängt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass TV-Stationen Argumente und Rechtfertigungen gänzlich aus den Nachrichten streichen, sondern, dass diesen lediglich weniger Zeit, Intensität und Aufmerksamkeit gewidmet werden. „Das Dilemma von Informationssendungen mit Unterhaltungscharakter besteht darin, dass die Sendungen zwar zum Zuschauen motivieren und als interessant empfunden werden, dass die unterhaltenden Elemente aber unter Umständen von der zu vermittelnden Information eher ablenken und so die Informationsaufnahme behindern“.[46]

Aus den theoretischen Ausführungen geht hervor, dass es eine gewisse Verbindung zwischen Einschaltquoten und der Veränderung der Nachrichten gibt, allerdings kann die Weiterentwicklung der Nachrichtenpräsentation nicht ausschließlich mit den ökonomischen Interessen der TV-Stationen in Verbindung gebracht werden. Journalist1 und Karim El-Gawhary sind sich darüber einig, dass hohe Einschaltquoten nicht lediglich durch sensationsgeladene Nachrichten erreichet werden können, sie stimmen jedoch eher zu, dass die Aufmachung und der Unterhaltungsfaktor für den Rezipienten heute wichtiger als der Informationsgehalt der Nachrichten sind.

Journalist1 begründet zudem die Tendenz der Entertainisierung der Nachrichten folgendermaßen: „Die Unterhaltung ist zu einem maßgeblichen Bestandteil der allgemeinen Berichterstattung geworden. Beim Krieg vermischt sich noch dazu Unterhaltung leicht mit Propaganda - einem uralten Bestandteil des Krieges. Krieg war immer schon Show. ... Man kann beinahe sagen, dass es früher eine größere Show war als heute. Warum? Dank der Live-Übertragung ist der Kriegsverlauf weniger kontrollierbar. ... Das besondere an der Kriegsberichterstattung ist nicht, dass sie eine Show ist. Sie wird nicht im Fernsehen verfolgt, weil sie unterhaltsam ist, sondern weil jederzeit etwas un vorhersehbares geschehen kann“.[47]

Demnach kann die Verfasserin die aufgestellte These widerlegen, denn Entertainment und Unterhaltungselemente sind nur ein Teil der Rezipientenwünsche durch die die Einschaltquoten gesteigert werden können. Vielmehr ist allerdings eine Mischung aus Spannung, Information und Unterhaltung das beste Mittel um die Einschaltquoten zu erhöhen und die Rezipientenbedürfnisse umfassend zu befriedigen.

2.4. Schwerpunkt 1: Mediale Steuerung durch die Politik

„Pour la premiere fois les memes sont les maitres de tout ce que l'on fait et de tout ce que l'on en dit“[48]

2.4.1. Die politische Funktion der Massenmedien

Das primäre Ziel von Massenmedien ist es die breite Masse mit Information zu versorgen. Dennoch haben sie neben der Informationsfunktion auch noch drei weitere Funktionen: die soziale, die politische und die ökonomische. Die Verfasserin wird sich in Ihren Ausführungen ausschließlich auf die für diese Arbeit entscheidende politische Funktion der Massenmedien konzentrieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Funktionen der Massenmedien

(Quelle: Vgl. Burkart 2002, S. 382)

Basis für die oben angeführte Darstellung der Funktionen der Massenmedien ist die Annahme eines demokratisch organisierten Staates. Durch die Nutzung von Massenmedien bezieht der Rezipient nahezu alle politischen Informationen, wodurch diese zu einem Informations-, Meinungsbildungs- und auch Entscheidungsmedium werden. Massenmedien und im weiteren Sinne auch Journalisten tragen einen wesentlichen Teil zur politischen Meinungsbildung der Rezipienten bei. Im Zuge politischer Informationsvermittlung sollen Massenmedien bestimmte Funktionen erfüllen, welche in diesem Abschnitt zunächst im Allgemeinen diskutiert und im Anschluss anhand des Beispieles der Vermittlung von Kriegsnachrichten untermauert werden. Die Verfasserin legt in diesem Fall den Schwerpunkt ausschließlich auf die politische Funktion der Massenmedien, die für die weiteren Ausführungen von Bedeutung ist.

Medien erfüllen zunächst eine Informationsfunktion, die in alle Bereiche einer Gesellschaft gleichermaßen hineinspielt.

Das Schaffen von Öffentlichkeit bildet die grundlegende Funktionsbasis, welche die Kommunikationsplattform für Politik bzw. politische Akteure bildet.

Die Politik ist auf diese Form der Massenverbreitung von Informationen angewiesen, denn politische Entscheidungen sind „nur dann legitimierbar, wenn sie Ausdruck des Willens einer Mehrheit der betroffenen Bevölkerung sind“.[49] Massenmedien bilden demnach einerseits für Politiker eine Kommunikationsplattform und andererseits für den Rezipienten eine Plattform zur Willens- und Meinungsbildung.

Die bereits angesprochene Problematik der Darstellung und Präsentation politischer Information im Fernsehen untermauert Richard Münch durch eine Verknüpfung mit der Informationsfunktion der Massenmedien. „Über Erfolg und Misserfolg politischer Maßnahmen entscheidet immer weniger die Richtigkeit der Maßnahme an sich und immer mehr die Art ihrer öffentlichen Thematisierung. ... Die öffentliche Inszenierung wird zum eigentlichen Erfolgskriterium der Politik“.[50]

Die Problematik in der Realität entsteht bei der Legitimation politischer Maßnahmen. Wie im Kapitel „Entertainisierung von Kriegsnachrichten“ bereits angesprochen, wurde die Nachrichtenpräsentation, um eben diese Legitimation gegenüber der Rezipienten zu erzielen, dementsprechend verändert. Das Streben nach Legitimation und Inszenierung politischer Kriegsentscheidungen geht allerdings auch mit der zweiten politischen Funktion der Massenmedien nicht konform.

Die Artikulationsfunktion, bei der Massenmedien als Sprachrohr gesehen werden, soll einen ausgeglichenen Meinungsaustausch in den Massenmedien über politische Themen, in diesem Falle Kriegsentscheidungen, sicherstellen. Laut Burkart ist es Ziel einen öffentlichen Konsens aus unterschiedlichen Meinungen zu bilden.

Betrachtet man allerdings beispielsweise die Berichterstattung über den Irakkrieg 2003 am amerikanischen Fernsehmarkt wird deutlich, dass ein freier und ausgeglichener Meinungsaustausch kaum vorhanden ist. Ein Beispiel ist „Murdochs Medienkonzern, zu dem z.B.: in den USA Fox News und die New York Post gehören, strikt patriotisch ist, die Kriegsbegeisterung geschürt und Gegner teilweise rüde diskriminiert hat“.[51]

Die Problematik der patriotischen Berichterstattung, die besonders in Kriegssituationen zum Tragen kommt, verhindert Meinungspluralismus in den Nachrichten. „Statt zu analysieren und alle Seiten des gegenwärtigen Krieges zu beleuchten, was der Situation angemessen wäre, ist die Berichterstattung einfach Ereignis orientiert - und durch die Propaganda selektiv gesteuert“.[52] Zudem kommen verschiedene Formen der Zensur, auf die die Verfasserin später noch zu sprechen kommen wird.

Tatsache ist, dass derartige Einflüsse, die teils seitens politischer Akteure und teils auch von den Medien selbst gesteuert werden können, massiv Einfluss auf den Meinungspluralismus in den Medien nehmen und somit die Artikulationsfunktion nur in eingeschränktem Maße zum Tragen kommen kann.

Ziel der politischen Sozialisations- und Bildungsfunktion ist es die politischen Rollen transparent zu machen. Des Weiteren setzen sich die Massenmedien das Ziel, Rezipienten, die am politischen Prozess beteiligt sind, (z.B.: durch Wahlen) über das politische System zu informieren und politische Bildung zu betreiben.

Hier werden erneut Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis erkennbar. Den Rezipienten über politische Vorgänge und das System zu informieren würde im Fall der Kriegsberichterstattung beispielsweise einiges an Hintergrundinformation über politische Entscheidungen, die politische Struktur und das System des Kriegsgegners etc. erfordern. Stattdessen gleicht die Kriegsberichterstattung von heute „immer mehr einem Videospiel. ... die Berichterstattung besteht über weite Strecken aus Videospiel-Sequenzen, die in einen Kontext der Live-Bilder eingebettet werden“.[53]

In demokratisch organisierten Politiksystemen ist die Kritik- und Kontrollfunktion ebenfalls eine entscheidende Funktion der Massenmedien. Der Gesellschaft muss die Möglichkeit gegeben sein, an den politischen Machtträgern des Systems Kritik zu üben bzw. bis zu einem gewissen Grad die politischen Entscheidungen dieser kontrollieren können. Die Kritik an den führenden Parteien durch die Gesellschaft äußert sich meist durch die Opposition, Gewerkschaften oder andere Interessensvertretungen.

Die Massenmedien haben in diesem Fall „nur“ die Möglichkeit, durch Veröffentlichung der Kritikpunkte einzugreifen, üben aber dennoch gleichzeitig eine gewisse Kontrolle aus. „Obwohl die Massenmedien über das Veröffentlichen hinaus keine direkten Sanktionsmöglichkeiten besitzen, kann bereits die Veröffentlichung allein (oder die Angst davor) schon zu einer Verhaltensänderung führen ..“.[54]

2.4.2. Fernsehen als Plattform für Kriegspropaganda

In diesem Abschnitt soll die Hypothese „Je größer der Einfluss der Politik auf die TV-Stationen, desto mehr wird die Berichterstattung zugunsten dieser gesteuert“ verifiziert oder falsifiziert werden.

Unter Propaganda versteht man im Allgemeinen „... die beabsichtigte und systematische soziale Beeinflussung von Denken, Handeln und Fühlen anderer Personen durch Kommunikation und zwar interessensorientiert, d.h. zum eigenen Vorteil. Sie geschieht mittels manipulativer Techniken“.[55]

Im Krieg erfüllen Massenmedien überall auf der Welt unter anderem einen Zweck: Sie stellen eine Kommunikations- und Propagandaplattform für politische Akteure und das Militär dar und beziehen in dieser Funktion in der ein oder anderen Weise Stellung zu den aktuellen Geschehnissen. Tatsache ist, „... dass sich sowohl das Militär als auch die Politik die Vielseitigkeit von Propaganda und Manipulation zu Nutze machen - das Militär gegenüber dem Feind, die Politik hingegen gegenüber dem eigenen Volk“.[56]

Durch eine „Symbiose zwischen Militär und Journalisten ... gewährleisten die Medien eine gemäß den Kriegs- und Kampfzielen kontrollier- und manipulierbare, aber auch kontinuierliche Berichterstattung“.[57] Medien werden seitens der Regierung dazu angehalten ein positives Meinungsklima unter der Bevölkerung zu schaffen, und wie bereits angesprochen eine Legitimation für die Kriegshandlungen zu erzielen.

Diese Symbiose ist allerdings nicht einseitiger Natur, denn auch die Massenmedien ziehen daraus einige Vorteile. Die Regierung verfügt in Kriegszeiten über einen Informationsvorteil den kooperierende Medien nutzen, denn deren „Marktwert hängt von der Rechtzeitigkeit und vom Gehalt der verfügbaren Information ab“.[58]

Nationale Unterschiede werden in der Literatur vor allem im Bereich der Intensität der Stellungnahme einzelner Journalisten und Korrespondenten zu politischen Entscheidungen getroffen. Thematisiert wurde die Symbiose von Militär und Journalisten beispielsweise bei einem Symposion zum Thema „Medien und die Macht der Kriegs- und Terrornews“[59]2001 in Wien.

Die libanesische Journalistin Diana Moukalled bezeichnete den arabischen Fernsehsender Al-Jazeera, der die wichtigste Informationsquelle in der arabischen Welt während des Kriegs darstellte, als „alles andere als objektiv“. Es wäre bekannt, dass Osama Bin Laden gute Kontakte zu diesem Fernsehsender pflege und von ihm aufbereitete Videos zur Ausstrahlung in die Redaktion bringen lässt. Hazem Al-Amin, Journalist der größten internationalen Tageszeitung „al-Hayat“ berichtet beispielsweise darüber, dass Osama Bin Laden dem Fernsehsender ein Video von den Hochzeitsfeierlichkeiten seiner Tochter zugespielt hat in der „geheime Botschaften für seine Anhänger versteckt waren, u.a. das Bekenntnis zum Terroranschlag auf das amerikanische Kriegsschiff USS Cole“[60]

[...]


[1] Vgl. Höhne/Ruß-Mohl 2004, S. 11

[2] Vgl. Albrecht/Becker 2002, S. 50

[3] Vgl. Albrecht/Becker 2002, S. 50

[4] Vgl. Boven 4.1.2006, Verz. Nr. 1, Macht der Medien? - Vietnamkrieg, www.kommunicare.de/01 themen/011 kb/vietnam.htm

[5] Vgl. Birkner 1993, S. 51

[6] Vgl. Schrader 2002, S. 51

[7] Vgl. Birkner 1993, S. 37

[8] Vgl. Meier/Schanne 1996, S. 150

[9] Vgl. Meiner/Schanne 1996, S. 155

[10] Vgl. Tagesschau, 12.5.2003, Verz. Nr. 2, Journalisten fordern freie Berichterstattung, http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID1654542_TYP6_THE1651278_NAV_REF_BAB,00.html

[11] Vgl. Edmund Rice Center for Justice and Community Education, 19.12.2003, Verz. Nr. 3, On the home front: Reporting the war in Iraq, www.erc.org.au/issues/pdf/rw03.pdf

[12] Vgl. Brockhaus Enzyklopädie 1997, S. 107

[13] Vgl. Noelle-Neumann 2002, S. 113

[14] Vgl. Brockhaus Enzyklopädie 1997, S. 525

[15] Vgl. Ebd. S. 525

[16] Vgl. Jelle Behnert 1992, S. 113

[17] Vgl. Hartwig 1999, S. 11

[18] Vgl. Mangold/Ultzsch 2004, S. 82

[19] Vgl. Mangold/Ultzsch 2004, S. 82

[20] Vgl. Ebd. S. 14

[21] Vgl. Mangold/Ultzsch 2004, S.73

[22] Vgl. Höhne/Ruß-Mohl 2004, S. 14

[23] Vgl. Ebd. S. 14

[24] Houston, Brant: Leiter der US-Vereinigung Investigativer Reporter IRE

[25] Vgl. Mangold/Ultzsch 2004, S.120

[26] Vgl. Ebd. S.121

[27] Vgl. Ebd. S.123

[28] Vgl. Mangold/Ultzsch 2004, S.124 14

[29] Vgl. Lemm, Karsten, 6.4.2003, Verz. Nr.6, Vieles ist einfach nur Cheerleading, http://www.stern.de/politik/ausland/?id=506278&eid=505270&nv=hp_rt_al

[30] Vgl. Meier/Schanne 1996, S. 156

[31] Vgl. Domeniconi 2000, S. 45

[32] Vgl. Schmitz-Pfeiffer 1993, S.12

[33] Vgl. Boyer 1986, S. 98

[34] Vgl. Liebes/Gurevitch 1991

[35] Vgl. Meier/Schanne 1996, S. 154

[36] Vgl. Ebd. S. 155

[37] Vgl. Steinmann 1991, S. 1

[38] Vgl. Graber 1990

[39] Vgl. Dörner 2001, S. 62

[40] Vgl. Ebd. S. 62

[41] Vgl. Ebd. S. 63

[42] Vgl. Dyer 1981, S 178

[43] Vgl. Meier/Schanne 1996, S. 155

[44] Vgl. Ebd. S. 155

[45] Vgl. Meiner/Schanne 1996. S. 155

[46] Vgl. Bonfadelli/Saxer 1986, S. 171

[47] Vgl. Exklusivinterview mit Journalist1

[48] Vgl. Borjesson 2004, S.8

[49] Vgl. Borjesson 2004, S. 391

[50] Vgl. Münch 1991, S. 95

[51] Vgl. Rötzer, Florian (Mai 2003), Verz. Nr. 5, In den USA soll die Medienkonzentration gefördert werden, http://www.telepolis.de/r4/artikel/14/14808/1.html

[52] Vgl. Kesten, Dietmar (April 1999), Verz. Nr. 6, Die Trugbilder der Medien – Das unerbittliche Ticken geht weiter, http://www.labournet.de/krieg/kosovo/DKMedien.htm

[53] Vgl. Röttgers, Janko (März 2003), Verz. Nr. 7, Im Bett mit dem Militär, Der Krieg im US-Fernsehen, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14493/1.html

[54] Vgl. Röttgers, Janko (März 2003), Verz. Nr. 7, Im Bett mit dem Militär, Der Krieg im US-Fernsehen, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14493/1.html

[55] Vgl. Sury, Philipp, 27. 10. 2003, Verz. Nr. 8, Medienwirkungsforschung II – Anwendungen in Politik, Wirtschaft und Kultur, http://www.visor.unibe.ch/SS03/medieneinf2/Bonfadelli%20II.pdf

[56] Vgl. Sury, Philipp, 27. 10. 2003, Verz. Nr. 8, Medienwirkungsforschung II – Anwendungen in Politik, Wirtschaft und Kultur, http://www.visor.unibe.ch/SS03/medieneinf2/Bonfadelli%20II.pdf

[57] Vgl. Meier/Schanne 1996, S. 149

[58] Vgl. Müller 2002, S. 7

[59] Vgl. Wieselberg, Lukas, 2001, Verz. Nr. 9, Medien und die Macht der Kriegs- und Terrornews, science.orf.at

[60] Vgl. Wieselberg, Lukas, 2001, Verz. Nr. 9, Medien und die Macht der Kriegs- und Terrornews, science.orf.at

Ende der Leseprobe aus 113 Seiten

Details

Titel
Politainment als Ursache für die Reduktion von Objektivität in der Kriegsberichterstattung
Untertitel
Eine Vergleichsanalyse des politischen und journalistischen Einflusses auf Objektivitätskriterien in den USA und Europa
Hochschule
Fachhochschule St. Pölten
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
113
Katalognummer
V113100
ISBN (eBook)
9783640211630
Dateigröße
704 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politainment, Ursache, Reduktion, Objektivität, Kriegsberichterstattung
Arbeit zitieren
Mag.(FH) Tamara Renner (Autor), 2006, Politainment als Ursache für die Reduktion von Objektivität in der Kriegsberichterstattung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113100

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