In diesem Beitrag sollen die verschiedenen Gründe fürs Fehlen von Kindern beim Unterricht aufgezeigt werden. Entschuldigtes Fehlen durch Krankheit oder aufgrund von anderen wichtigen Terminen werden hierbei jedoch ausgeschlossen. Hauptsächlich steht das Schulschwänzen im Vordergrund dieses Beitrags. Aus der Tatsache heraus, dass einige Kinder schon ein oder mehrmals die Schule geschwänzt haben und dies auch in meinem ersten Praktikum vorkam, möchte ich mit diesem Beitrag den möglichen Gründen und den Konsequenzen des Fernbleibens vom Unterricht nachgehen. Zudem soll eine praktikable Lösung für dieses Fehlverhalten präsentiert werden, um letztlich die Frage zu beantworten, wie könnte das Schulschwänzen verringert oder ganz vermieden werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Vorwort
1.2. Fragestellung
2. Gründe hinter Abwesenheiten
2.1. Warum bleiben Schüler überhaupt der Schule fern?
2.2. Formen der Schulverweigerung?
3. Beobachtungen aus dem ersten Praktikum
4. Fazit & Schlussfolgerung für eigene Handlungen
5. Quellen und Tabellen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Schulverweigerung bei Kindern und Jugendlichen, analysiert die zugrunde liegenden Ursachen sowie die psychologischen Hintergründe und erarbeitet daraus Handlungsempfehlungen für Lehrpersonen, um das Schulschwänzen zu verringern oder zu vermeiden.
- Differenzierung zwischen verschiedenen Formen der Schulabwesenheit (Schulangst, Schulphobie, Schulschwänzen).
- Analyse von Auslösern für das Fernbleiben vom Unterricht (soziale Probleme, psychologische Faktoren, schulische Überforderung).
- Praktische Reflexion von Beobachtungen aus einem Schulpraktikum.
- Ableitung pädagogischer Interventionsmöglichkeiten und Lösungsansätze für Lehrkräfte.
Auszug aus dem Buch
2.1. Warum bleiben Schüler überhaupt der Schule fern?
Für die Verweigerung des Schulbesuchs kommen laut diverser Autoren vielfältige Ursachen infrage. Um zu beurteilen, wodurch die Verweigerungshaltung ausgelöst wird und um in der Folge eine angemessene Reaktion zu finden, ist deshalb eine genaue Differenzierung erforderlich. Oelsner und Lehmkuhl (2002, S.28) haben beispielsweise ein Entstehungsmodell für Schulverweigerung (Vulnerabilitäts-Stress-Modell) aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht entwickelt. Dabei existieren im Vorfeld bei den betroffenen Kindern zumeist:
• allgemeine Ängste,
• soziale Unsicherheit,
• wenige Freundschaften,
• mindestens ein Unbehagen in der Schule,
• die Angst vor nicht zu bewältigenden Situationen oder Aufgaben in der Schule,
• die Angst, sich von zu Hause zu trennen.
Diese Symptome betreffen ungefähr 10-12 % aller Schulkinder.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik der Schulverweigerung ein und definiert die zentralen Fragestellungen des Beitrags.
2. Gründe hinter Abwesenheiten: Es werden die Ursachen und unterschiedlichen Erscheinungsformen der Schulverweigerung aus psychologischer Sicht analysiert.
3. Beobachtungen aus dem ersten Praktikum: Der Autor schildert praktische Erlebnisse mit abwesenden Schülern und reflektiert das Lehrerhandeln in konkreten Situationen.
4. Fazit & Schlussfolgerung für eigene Handlungen: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet notwendige pädagogische Konsequenzen für den eigenen Lehrberuf ab.
5. Quellen und Tabellen: Dieser Abschnitt enthält das Tabellenverzeichnis sowie das Literaturverzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Schulverweigerung, Schulschwänzen, Schulangst, Schulphobie, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Schulklima, Lernrückstände, Lehrperson, pädagogische Intervention, Schulpraktikum, Lehr-Schüler-Verhältnis, Bildungsbiografie, unentschuldigtes Fehlen, Schulpflicht, Erziehungsauftrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Schulverweigerung und untersucht, warum Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen wollen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Klassifikation von Schulabwesenheit, die Analyse von Ursachen wie Schulangst oder Schulschwänzen sowie pädagogische Handlungsoptionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Beweggründe für Schulverweigerung zu verstehen und konkrete Strategien aufzuzeigen, wie Lehrkräfte auf dieses Verhalten reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu psychologischen Modellen sowie der Reflexion eigener Beobachtungen während eines Schulpraktikums.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Ursachen für Schulverweigerung und die praktische Anwendung dieses Wissens auf Beobachtungen aus dem Praktikumsalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulverweigerung, Schulangst, Schulphobie, Schulschwänzen und pädagogische Intervention.
Wie unterscheidet sich Schulschwänzen von einer Schulphobie?
Während bei der Schulphobie Ängste und der Wunsch nach der Sicherheit des Zuhauses im Vordergrund stehen, deutet Schulschwänzen laut Autor eher auf eine aggressiv-dissoziale Entwicklung hin.
Warum ist das "Vulnerabilitäts-Stress-Modell" für Lehrkräfte relevant?
Es hilft Lehrkräften, prädisponierende Symptome bei Schülern frühzeitig zu erkennen, um eine angemessene pädagogische Reaktion einzuleiten.
- Arbeit zitieren
- Benjamin Lizinger (Autor:in), 2019, Eine Schule ohne Schüler. Wenn Schüler und Schülerinnen nicht (mehr) zur Schule gehen wollen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131113