Die Hausarbeit beschäftigt sich inhaltlich mit der Bedeutung der elementaren Bildung im Kindergarten und frühkindlichen Alter. Insbesondere soll die Frage erörtert werden, wie wichtig Bildung bereits im Kindergarten ist und welche Veränderungen sich als Folge des bildungspolitischen Wandels, innerhalb der Elementarpädagogik, vollzogen haben und voraussichtlich noch vollziehen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2.Hauptteil
2.1Lebensalter Kindheit
2.1.1 Definition der Kindheit
2.1.2 Die historische Entwicklung der Kindheit – ein kurzer geschichtlicher Abriss
2.1.3Veränderte Kindheit und ihre Auswirkungen
2.2 Frühpädagogik
2.2.1 Definition Frühpädagogik – Was ist frühkindliche Bildung und welche Aufgaben werden ihr zugeschrieben?
2.2.2 Erläuterungen zum Bildungsbegriff
2.3 Frühkindliche Bildung am Beispiel Kindergarten
2.3.1 Bildungsverständnis und Bildungsauftrag des Kindergartens – Die Bedeutung frühkindlicher Bildungsprozesse
2.3.2 Qualitätskriterien im Kindergarten – Notwendigkeit und Perspektiven der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Kindergarten
2.3.3 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen frühkindlicher Bildungsprozesse im Kindergarten – Folgen institutioneller Einwirkung in frühkindliche Bildungsprozesse
2.3.4 Der Kindergarten in Zeiten des Umbruchs – Bedeutung der Frühpädagogik am Beginn des 21. Jahrhundert
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung der frühkindlichen Bildung im Kontext des gesellschaftlichen und bildungspolitischen Wandels, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, die Bedeutung des Kindergartens als Bildungseinrichtung und die notwendigen Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Bildungsprozesse zu erörtern.
- Historische und aktuelle Definition von Kindheit und Frühpädagogik
- Der Wandel des Kindergartens von der Betreuungs- zur Bildungsinstitution
- Bedeutung des Bildungsbegriffs und der Bildungsauftrag im Kindergarten
- Qualitätskriterien und Qualitätssicherung in frühkindlichen Bildungseinrichtungen
- Herausforderungen der Frühpädagogik am Beginn des 21. Jahrhunderts
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Die historische Entwicklung der Kindheit – ein kurzer geschichtlicher Abriss
Durch sozialhistorische Analysen lasse sich beweisen, dass es bis zum Ende des Mittelalters keinen Begriff für die Lebensphase Kindheit gegeben habe (vgl. World Vision Deutschland e. V. 2007, S. 37). „Kinder und Erwachsene lebten in denselben Lebensbereichen, ernährten und kleideten sich ähnlich, verrichteten ähnliche Tätigkeiten.“ (World Vision Deutschland e.V. 2007, S. 37). Der Umgang der Erwachsenen mit den Kindern sei am Arbeitsalltag orientiert gewesen, so dass die Jüngeren von den Älteren benötigte Arbeitsabläufe durch visuelle Imitation erlernten (vgl. World Vision Deutschland e.V. 2007, S 37- 38). Besonders für die von Armut betroffenen Teile der Bevölkerung besäßen die Nachkommen eine existenzielle Bedeutung, denn sie waren „so etwas wie die „Altersvorsorge“ ihrer altershalber arbeitsunfähig gewordenen Eltern“ (Konrad / Schultheis 2008, S. 15). Hier sei erstmalig die Debatte aufgekommen, dass Kinder der Bildung und Erziehung bedürfen, egal von welchem Kindheitsideal ausgegangen werde. Es zeige sich, dass ein Bedeutungszuwachs der Erziehung des Kindes seit dem frühen 18. Jahrhundert stattgefunden habe, der darauf zurückzuführen sei, dass jedes Kind Erziehung benötige und eine prinzipielle Lernfähigkeit mitbrächte (vgl. World Vision Deutschland e.V. 2007, S. 38). Insgesamt lässt sich nach Konrad und Schultheis sagen, dass ein prozesshafter Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit stattgefunden hat, der zu einem völlig neuen Umgang mit dem Kind bzw. der Kindheit geführt hat (vgl. Konrad / Schultheis 2008, S. 15 – 16). Dies soll im anschließenden Kapitel noch einmal genauer dargestellt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den bildungspolitischen Wandel von Betreuungs- hin zu Bildungsfunktionen im Elementarbereich und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Bedeutung frühkindlicher Bildung.
2.Hauptteil: Der Hauptteil analysiert das Verständnis von Kindheit im Wandel, definiert Frühpädagogik sowie den Bildungsbegriff und untersucht detailliert den Bildungsauftrag, Qualitätsanforderungen und aktuelle Herausforderungen des Kindergartens.
3. Fazit: Das Fazit fasst den Reformbedarf in der Elementarpädagogik zusammen und betont, dass der Kindergarten als zentrale Bildungsinstanz gestärkt werden muss, um allen Kindern gleiche Chancen zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Frühpädagogik, Kindheit, Kindergarten, Bildung, Erziehung, Bildungsauftrag, Elementarbereich, Bildungsbiographie, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung, frühkindliche Bildungsprozesse, Schulfähigkeit, Bildungsreisen, Sozialisation, Chancengleichheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Frühpädagogik und der gestiegenen bildungspolitischen Bedeutung des Kindergartens als zentrale Bildungseinrichtung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Kindheit, die Definition von Frühpädagogik, der Bildungsauftrag von Kindergärten sowie Ansätze zur Qualitätsentwicklung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die allgemeine Bedeutung elementarer Bildung im Kindergarten darzustellen und zu erörtern, wie sich der bildungspolitische Wandel auf die Elementarpädagogik auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller pädagogischer Fachdiskurse und Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Kindheit, die theoretischen Grundlagen der Frühpädagogik und eine vertiefende Analyse des Kindergartens als Bildungsort unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Frühpädagogik, Bildung, Kindergarten, Qualitätssicherung und Bildungsbiographie charakterisiert.
Warum wird der Kindergarten zunehmend als "Lernort" definiert?
Durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse und PISA-Vergleichsstudien wird die frühkindliche Phase als schicksalhafte Basis für die lebenslange Bildungsbiographie verstanden, was den Kindergarten zur essenziellen Bildungsinstitution aufwertet.
Welchen Einfluss haben Qualitätskriterien auf die Arbeit im Kindergarten?
Qualitätskriterien wie Struktur-, Prozess- und Orientierungsqualität sind notwendig, um Missstände aufzuzeigen, die pädagogische Arbeit zu professionalisieren und eine optimale Förderung der Kinder sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Kreber (Autor:in), 2011, Kindheit und Soziale Arbeit. Die Bedeutung der frühkindlichen Bildung am Beispiel Kindergarten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131291