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Intermedialitätskonzeptionen

Gängige Intermedialitätskonzeptionen mit ihren Ansätzen und Theorien

Titre: Intermedialitätskonzeptionen

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 22 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: Patrick Koops (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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Aufbauend auf dem Konzept der Intertextualität aus den sechziger Jahren, der eine Theorie der Beziehungen zwischen den Texten formuliert, entstand der Begriff der Intermedialität. Wie aktuell dieser Begriff in der heutigen Forschung ist, ist schon erkennbar am Beginn eines Beitrags von Joachim Paech von 1998: “Intermedialität ist >in<.“ Mediale Ausdrucksformen bewegen sich immer weiter aufeinander zu, vermischen sich und stehen in Wechselbeziehung zueinander. Die Abkapselung einzelner Medien gegenüber anderen medialen Ausdrucksformen ist hingegen „out“. Begünstigt wird die Bedeutungszunahme des Begriffs „Intermedialität“ durch die Entwicklung zu einer multimedialen Gesellschaft sowie durch zunehmende Verwendung intermedialer Kunstausdrucksformen.
Aufgrund der Aktualität des Begriffs Intermedialität ist es umso erstaunlicher, dass sich bislang in der Forschung keine durchgängige Definition des Begriffs durchgesetzt hat. Die Beiträge von Schröter (1998) und Rajewsky (2002) beinhalten bislang die meines Erachtens bedeutendsten Ansätze und Theorien. Schröter geht davon aus, dass „es niemals darum gehen kann, einen integralen Begriff von Intermedialität zu vertreten. Der Begriff ist so vielfältig wie die Diskurse, in denen er produziert wird.“
Ziel dieser Arbeit ist nicht eine Definition des Intermedialitätsbegriffs zu schaffen. Vielmehr sollen einige gängige Intermedialitätskonzeptionen mit ihren Ansätzen und Theorien dargestellt werden. Im Vordergrund steht die Frage, lässt sich der Begriff der Intermedialität in unterschiedliche Typen mit verschiedenen theoretischen Modellen einteilen? Was sind die Ansätze bei der Kreierung einer Intermedialitätstheorie? Kann es überhaupt hinsichtlich des umfassenden Forschungsfeldes eine allgemeingültige Intermedialitätstheorie geben?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung: Intermedialität

3 Intermedialitätskonzeption nach Schröter

3.1 Synthetische Intermedialität

3.2 Formale oder Trans-mediale Intermedialität

3.3 Transformationale Intermedialität

3.4 Ontologische Intermedialität

3.5 Zwischenergebnis

4 Intermedialitätskonzeption nach Rajewsky

4.1 Phänomenbereiche des Intermedialen

4.1.1 Medienkombination - Multi, Pluri- oder Polymedialität, Medienfusion

4.1.2 Medienwechsel, Medientransfer, Medientransformation

4.1.3 Intermedialer Wechsel

5 Intermedialität und Multimedialität

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht gängige Intermedialitätskonzeptionen, um die theoretische Vielfalt und die Problematik einer einheitlichen Definition dieses Forschungsbegriffs aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus primär auf dem Vergleich der unterschiedlichen Typologien von Schröter und Rajewsky, um zu klären, ob eine allgemeingültige Theorie für dieses interdisziplinäre Feld überhaupt möglich ist.

  • Theoretische Verortung des Begriffs Intermedialität
  • Analyse der Typologie nach Jens Schröter
  • Untersuchung der Phänomenbereiche nach Irina O. Rajewsky
  • Abgrenzung von Intermedialität und Multimedialität

Auszug aus dem Buch

3.1 Synthetische Intermedialität

Die synthetische Intermedialität beschreibt Intermedialität als Vorgang einer Verschmelzung mehrer Medien zu einem neuen Medium. Dieses neu fusionierte Medium, das „Intermedium“, ist mehr als die Summe seiner Teile. Künstlerische Strömungen der sechziger Jahre, zum Beispiel Happening und Fluxus, können mit diesem Fusionsprozess in Verbindung gebracht werden. Außerdem fließt in die Theorien die Vorstellung mit ein, die Spaltung zwischen Kunst und Leben beseitigen zu können. Als Vertreter der synthetischen Intermedialität lassen sich Kultermann (1970), Yalkult (1973), Higgins (1984) und Frank (1987) benennen.

Zur Charakterisierung der synthetischen Intermedialität benennt Schröter drei Momente: 1. Die Verurteilung der „Monomedien“ als Form der gesellschaftlichen und ästhetischen Entfremdung. 2. Die klare Trennungslinie zwischen „intermedia“ und „mixed media“. 3. Ein „revolutionär-utopischer Gestus“, der in der Überwindung der „Monomedien“ eine gesellschaftliche Befreiung sieht, im Sinne der Rückkehr zu `holistischen Seinsweisen´.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aktualität des Begriffs Intermedialität ein und formuliert die Zielsetzung, bestehende Theorien und Konzeptionen kritisch gegenüberzustellen.

2 Begriffsbestimmung: Intermedialität: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Vielfalt und die etymologischen Wurzeln des Begriffs unter Einbeziehung verschiedener Forschungspositionen.

3 Intermedialitätskonzeption nach Schröter: Hier werden vier spezifische Typen der Intermedialität nach Jens Schröter vorgestellt und detailliert analysiert.

4 Intermedialitätskonzeption nach Rajewsky: Dieses Kapitel präsentiert Irina O. Rajewskys produktionsästhetisch orientierten Ansatz, der eine Dreiteilung in Medienkombination, Medienwechsel und intermediale Bezüge vornimmt.

5 Intermedialität und Multimedialität: Hier wird das Verhältnis der beiden Begriffe zueinander bestimmt und Multimedialität als Teilbereich des Intermedialen eingeordnet.

6 Fazit: Das Fazit resümiert die Schwierigkeit, eine allgemeingültige Theorie zu finden, und betont den Nutzen der Ansätze als analytische Perspektiven.

Schlüsselwörter

Intermedialität, Medientheorie, Medienkombination, Medienwechsel, Synthetische Intermedialität, Transmedialität, Multimedialität, Forschungsgeschichte, Kunstwissenschaft, Medienfusion, Repräsentation, Produktionsästhetik, Intermedium, Intertextualität, Mediales Differenzial.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, gängige theoretische Konzeptionen von Intermedialität darzustellen, ohne den Anspruch zu erheben, eine eigene, neue Definition zu schaffen.

Welche Forschungsbereiche stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die medienwissenschaftlichen Ansätze von Jens Schröter und Irina O. Rajewsky sowie deren Einordnung in die aktuelle Forschungslandschaft.

Kann man von einer einheitlichen Intermedialitätstheorie sprechen?

Die Arbeit gelangt zu dem Schluss, dass es aufgrund der Heterogenität der Phänomene bisher nicht gelungen ist, eine durchgängige und allgemeingültige Theorie zu entwerfen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die bestehende wissenschaftliche Diskurse zusammenführt, vergleicht und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Typologien von Schröter und Rajewsky sowie die Bestimmung des Verhältnisses von Intermedialität und Multimedialität.

Was charakterisiert die Intermedialitätsforschung laut der Arbeit?

Die Arbeit charakterisiert das Feld als ein hochkomplexes, vielfältiges Forschungsgebiet, das verschiedene Stränge aus der Komparatistik und der Filmwissenschaft vereint.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Konzeption von Schröter und Rajewsky?

Während Schröter Intermedialität in vier Typen differenziert, wählt Rajewsky einen dreiteiligen Ansatz, der sich besonders stark auf die Produktionsebene und die jeweilige Materialität der Medien konzentriert.

Wie unterscheidet sich "intermedia" von "mixed media" laut der Arbeit?

Die Abgrenzung erfolgt primär durch den Fusionscharakter: Während "intermedia" konzeptionell verschmolzene Kunstformen bezeichnet, steht "mixed media" eher für ein Nebeneinander verschiedener Mediensysteme.

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Résumé des informations

Titre
Intermedialitätskonzeptionen
Sous-titre
Gängige Intermedialitätskonzeptionen mit ihren Ansätzen und Theorien
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Germanistik)
Cours
Intermedialität
Note
sehr gut
Auteur
Patrick Koops (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
22
N° de catalogue
V113135
ISBN (ebook)
9783640131440
Langue
allemand
mots-clé
Intermedialitätskonzeptionen Intermedialität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Koops (Auteur), 2008, Intermedialitätskonzeptionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113135
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Extrait de  22  pages
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